Wie lange ist es wirtschaftlich sinnvoll den Golf weiterzufahren?

VW Golf 4 (1J)

Hi,
Ich hoffe dass diese Frage nicht schon tausend mal gestellt wurde aber ich stehe vor der Frage ob es wirtschaftlich klüger ist meinen 10 Jahre alten Golf weiterzufahren oder einen jungen Gebrauchten (ca 2-3 Jahre alt) zu kaufen. Das Problem ist nicht, dass ich kein Geld für den neueren Wagen habe sondern eher die Tatsache dass ich doch denke dass die laufenden Kosten durch Reparatur/Verschleiß im Gegensatz zu einem jüngeren Wagen doch um einiges höher sein könnten.

ich habe bereits bei autobudget einmal nachgerechnet auf 3 Jahre lang den Golf weiterzufahren oder sich einen 3 Jahre alten Corsa/Polo zu kaufen. (Aufgrund meiner derzeit kurzen Wege brauche ich eigentlich nur einen Wagen in dieser Größe). Der Golf war aufgrund des geringeren Wertverfalls von 800€ p.a im Gegensatz zum Corsa ca 1300€ p.a doch um einiges günstiger. Jedoch glaube ich diesem Rechner nicht ganz, da die veranschlagten Reperaturkosten beim Golf nur ca 50€ teurer waren als beim Corsa.
Auch die Wertangabe für meinen Golf halte ich für leicht übertrieben 3900€ sollten nur schwer erreichbar sein für diesen Wagen.

Denke auch bald dass die Stoßdämpfer ausgetauscht werden müssen, da der Wagen ja schon mehr als 120.000km drauf hat.

VW Golf Comfortline 1,4 75 PS 125.000km 5 Türer Blackmagic perleffekt
Klimatronic
Winterpaket
Radio
Elektrik paket

Was meint ihr was sinnvoller ist?

lg mipla

Beste Antwort im Thema

Weiterfahren bis das Auto seinen Geist aufgibt.

Wer garantiert dir, dass ein neuer gebrauchter nicht Probleme mit sich bringt?

Du kennst dein Fahrzeug, weißt was gemacht wurde und gemacht werden muss.

Alles andere ist auf gut Glück und eher unwirtschaftlich.

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1. wirtschaftlich sinnvoll ist sicherlich kein Auto

2. spricht gegen einen neuen Gebrauchten, das man nicht weiß was damit sein kann, nicht alle Autos machen keine Probleme wie dein Golf IV

3. ein Wagenkauf macht eigentlich immer flott Verlust in den ersten paar Jahren, deiner hat dagegen kaum einen Wertverlust

4. glaub mal nicht das ein Corsa günstiger in der Reparatur ist wie dein Golf, da haben sich schon mehrere getäuscht, manche Teile sind bei Opel extrem teuer. Stellmotor fürs Abblendlich beim Corsa C etwa 120 Euro beim Golf IV 30 Euro oder weniger

5. du weißt was du hast

ich habe dies auch ab und an überlegt und bin dazu gekommen, solange keine Reparatur 50% des Wagenwertes übersteigt mache ich sie noch! Also wenn er jetzt noch 6000 Euro wert ist, würde ich vielleicht noch nen Austauschmotor mit Einbau für 2000 Euro tätigen, wenn es man muss. Wenn der Wagen 300.000 km auf der Uhr hat und nurnoch 3000 Euro wert wäre, würde ich es nicht mehr machen!

Zitat:

Original geschrieben von blubingame


Wieso sollten die 120TKM schon Grenzwertig sein?

Das war im Prüfstand mal die Sollvorgabe, also Mindeststandfestigkeit.

1.4 75PS bei ~1.4t Gewicht.

Egal, Pflegen und hegen und er sollte locker mehr schaffen.

Moin Moin,

interessante Sache. Ich beschäftige mich auch gerade mit "weiterfahren oder was jüngeres kaufen".
Letztlich habe ich mir damals den Golf 4 gekauft, weil ich überzeugt bin dass der nicht kaputt zu bekommen ist (wie die meisten VW). Nun läuft die Mühle bald auf die 1/4 Million zu, ein Radlager wurde schon gemacht, jetzt sind die Dämpfer dran, ein Satz Sommerreifen, ein Satz Winterkompletträder (also dann so im Oktober). Und nächstes Jahr wieder der Zahnriemen.
Wenn ich nach dem Stoßdämpfern und Reifen erstmal wieder Ruhe habe, nehme ich die Kohle durchaus gerne in die Hand. Aber ich weiß halt nicht ....das nächste Radlager, Lichtmaschine, etc.
Um TDI-Motor selber und die Karosserie mach ich mir keine Sorgen, aber ein Auto besteht halt noch aus etlichen Teilen mehr.

MFG

Na ja, 🙂, das ist solange wirtschaftlich sinnvoll, solange es wirtschaftlich sinnvoll ist!

Was bei den ganzen angeblich kommenden teuren Reparaturen eines "älteren" Autos (siehe Signatur) immer gern vergessen wird, ist der Kostenaspekt beim Wechsel auf einen "neueren" oder gar neuen, u.a.
- Neuanschaffungswert minus Restwert Altfahrzeug
- Wertverlust des neueren oder neuen (in den ersten 4 Jahren im allg. am höchsten, dann wird die Kurve flach und der Wertverlust von Jahr zu Jahr wird wesentlich geringer
- Wartungskosten des neueren oder neuen, weil man ggf. doch noch zur Vertragswerkstatt fährt...
- Wartungskosten allg.: Meist durchaus NICHT geringer als beim Altfahrzeug, meist sogar höher... (Ersatzteilpreise sind eigentlich immer teurer von Modell zu Modell...)
- Versicherungskosten des neueren oder neuen sind im allg höher als die des Altfahrzeuges
- KFZ-Steuer ggf., je nach Motor und Schadstoffklasse

Nur rechnet so meist niemand, sondern es werden ggf. schon erfolgte, empfindliche Reparaturkosten quasi hochgerechnet auf die angestrebte Rest-Haltedauer - und schon lohnt sich der neue.

Zudem sieht er meist schicker aus, hat ggf. endlich das eine oder andere Luxus-Bonbon, das man im alten doch so schmerzlich vermisste und irgendwie fühlt man sich im neuen ja auch wohler so im Verkehr (man kann sich etwas leisten...), den Nachbarn ärgert oder wundert es zumindest und, JA, der neue fährt eigentlich IMMER besser als der alte, dessen Achslagerung meist ja nicht mehr taufrisch sind, das eine oder andere hat sich losgerappelt und generell war der alte auch als Neuwagen nicht ganz so leise wie das Nachfolgemodell - ergo: Oma wird angepumpt oder man verschuldet sich oder man kauft das falsche und versucht später kostenintensiv den Motor oder die Klimaanlage, die Räder, die Sitze oder sonstige Innenausstattung aufzurüsten...

Den Verkäufer freuts und die Autoindustrie auch...!

Ich bin da unterdessen sehr, sehr viel "ruhiger" geworden.
Wenn man 1x richtig zugeschlagen hat und wenn man ansonsten alles mögliche länger als 1 Stunde fahren konnte, dann weiß man, dass man vieles - eigentlich - doch gar nicht braucht.

Die Prioritäten verschieben sich offenbar...

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Zitat:

Original geschrieben von Schyschka


1. wirtschaftlich sinnvoll ist sicherlich kein Auto
...
Wenn der Wagen 300.000 km auf der Uhr hat und nurnoch 3000 Euro wert wäre, würde ich es nicht mehr machen!
Volle Zustimmung!

Hi,

ich fahre meine Auto's immer, bis es gar nicht mehr geht. Erst fährt man einfach nur, dann steckt man etwas rein, dann kommen sie in ein Alter und auf Km, bei denen man nix mehr dafür bekommt, tja und dann ist es wirtschaftlicher sie solange zu fahren, bis 'ne Reparatur kommt, die so teuer ist, dass man auch 'nen anderes Auto dafür bekommt (Motor, Getriebe).
Ich habe am 30.4.2009 meinen Golf III mit 90PS zum Schrotthändler fahren müssen, weil der so verrostet war, dass er keinen TÜV mehr bekommen hätte (Hinterachsaufhängung, Seitenschweller, ...). Das war echt schlimm. Der Motor hatte 330 000km drauf und lief einwandfrei. Ich hatte den 10 Jahre. Mein erster Golf I war auch so verrostet und den haben wir in Eigenleistung geklempnert - ganz ehrlich: damals hat's Spaß gemacht, aber nochmal mach ich das nicht - oder doch? Wer gibt schon 'nen 1.8T mit ColourConcept-Ausstattung in rot wieder her ? 😁

Lange Rede wenig Sinn: Weiterfahren, bis 'ne extrem teure Reparatur daherkommt. Solange es noch Abwrackprämie gibt, bekommste eh nix dafür.
Ansonsten, entweder man kauft alle 3 Jahre 'nen Neuwagen oder man fährt die Kisten bis sie auseinanderfallen oder man sie als Oldtimer zulassen kann 😉

Gruß
Icke

Zitat:

Original geschrieben von Icke II


Hi, ich fahre meine Auto's immer, bis es gar nicht mehr geht.

FAST so mache ich es auch:

Was hübsches neues bzw. "neueres" kaufen (2 von 4 Autos waren Jahreswagen vom WA) und dann lange "auffahren" und erst dann abstoßen, wenn es (wirtschaftlich) keinen Sinn oder Spaß mehr macht!

Ja mit dem "Fahren bis es auseinanderfällt" hatte ich mir auch so gedacht. Und das nach einer gewissen Kilometerleistung Bremsen, Dämpfer etc. auch bei im Moment jüngeren Autos dran sind ist schon klar. Nur wenn halt mal wieder ein Schwung Reparaturen ansteht, kommt man einfach ins Grübeln. Wenn man diese dann auch nicht selber durchführen kann, sondern in einer Werkstatt bezahlen muss, sieht das nochmal anders aus.

Ja, die Werkstattkosten sind so 'ne Sache. Ich habe zum Glück 'ne kleine freie gefunden (der richtet eigentlich Oldtimer wieder her 🙂 ), die das kostengünstiger macht. Er hat bei VW gelernt, fährt selbst 'nen IV'er und baut nicht den billigsten Schrott ein. Manche Teile müssen auch orginal sein, dann kommen eben orginale rein. Aber generell ist das schon billiger, weil sein Stundensatz geringer ist.
Die Inspektionen sind auch nicht so umfangreich, wie VW sie macht (Türen schmieren und so Zeug, das kann ich selbst). Ich achte auf Ölwechselintervalle, Zahnriemen & Co und Unterboden, da hier ja im Winter viel gesalzen wird. Da kann man die Kosten schon senken ohne 'nen Risiko für's Auto einzugehen. Pflegen muss man ihn eh selbst und das wichtigste ist: sinnig fahren (nicht lahmar***ig und schonen, aber ihr wisst sicher was ich meine.
Die meisten stehen sich kaputt.

Gruß
Icke

Zitat:

Original geschrieben von doenermann


... Nur wenn halt mal wieder ein Schwung Reparaturen ansteht, kommt man einfach ins Grübeln. Wenn man diese dann auch nicht selber durchführen kann, sondern in einer Werkstatt bezahlen muss, sieht das nochmal anders aus.

ok, nur

DAS wird beim neueren Modell garantiert nicht besser, sondern noch schlechter!!!

Siehe LongLife.
Nicht für jeden geht hier die Kostenrechnung auf und ich z.B. bin aus vielerlei Gründen froh, dass ich noch kein LL habe (hab zwar einige Sensoren, aber noch festes Intervall).
Aber mit LL ist der eigene Ölwechsel in Bezug auf das eigenhändige Zurückstellen der Service-Intervall-Anzeige, na ja, zumindest unbequem, wenn nicht für den einen oder anderen gar problematisch.

Und mit allem anderem ist´s genauso und eher noch schlimmer, schließlich SOLL ja weder der Halter selbst noch die Werkstatt um die Ecke (ob frei oder Franchise) da herummurksen, man SOLL (natürlich nur aus Sicherheitsgründen, ist klar) ja weiterhin zur Vertragswerkstatt!

Ich sage nur Torx! Als ich mal für VW konstruiert habe, gab´s ne Ansage von VW, dass in den Konstruktionen nur bestimmte Schraubenarten Verwendung finden dürfen. Ausgeschlossen waren u.a. Torx (man rechne sich mal die Umrüstkosten hoch!).
Später dann, ich staunte nicht schlecht, ging es im Golf III mit Torx los... (ist so ähnlich wie mit dem Adresshandel aktuell: Auf die Lobby bzw. die richtigen "pressure-groups" kommt es an, ansonsten wird etwas nachgeschmiert, äh, nachgeholfen...)

Du willst hier doch nicht aufführen, dass TORX eine so besondere Schrauben art ist. Sollte in jedem Bitsatz mit dabei sein und ist in der Autoindustrie weitverbreitet. Nicht nur da, wo ein privatmann nicht schrauben soll.

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