Wie fährt man am besten einen neuen Motor ein?
Moin in die Runde,
mein Händler sagte mir auf Nachfrage bei der Bestellung des neuen Mk4, dass es heutzutage nicht mehr nötig sei, einen neuen Motor einzufahren. Man könne ruhig gleich Vollgas geben.
Ich stehe dieser Aussage recht kritisch gegenüber. Was meint ihr dazu, bzw. wie würdet ihr empfehlen, den neuen Wagen (1.5l Benziner) einzufahren?
Gruß, Jens
Beste Antwort im Thema
Ich muss da jetzt mal was loswerden. Ich habe einen sehr guten Freund, der bei Ford in Köln-Merkenich (Entwicklungszentrum) in der Abteilung der Motorenprüfstände und Entwicklung arbeitet.
Er sagte mir mal vor etwas längerer zeit (ca. 6 Monate her), das die heutigen Motoren "eigentlich" nicht mehr, so wie damals, eingefahren werden müssen, aber mit dem Hinweis, das man natürlich auf den ersten 1000km keine Volllast über längere Strecke machen sollte.
Aber das typische Einfahren, wie vor 20 Jahren (mit wechselnden Drehzahlfahrten und Geschwindigkeiten), müsste man nicht mehr machen.
Jetzt die Begründung, warum uns die Autoindustrie immer noch in diesem Glauben lässt! Das hat ganz einfach mit der Garantieleistung des Herstellers zu tun. Je vorsichtiger der Kunde seinen Wagen einfährt und fürsorglich behandelt auf den ersten Kilometern, desto geringer die Fehler und eventuellen Motorprobleme. Denn dann muss ja der Hersteller Garantie leisten. Und um dieses Risiko so weit als möglich zu midern, lässt man uns in dem Glauben, das man seinen Wagen (Motor) behutsam einfahren soll. ;-)
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass man seinen Neuwagen direkt die heißen Sporen geben soll und das ganzen ausreizen. Es ist ja jedem selber überlassen, wie er mit seinem neuen Fahrzeug umgeht.
Auch ich, der dieses Wissen aus erster Quelle hat, werde meine Neuwagen weiterhin sorgfälltig einfahren. Und der Hauptgrund hierfür ist, das mein Neuwagen für mich einen sehr hohen Wert darstellt und ich habe es os beigebracht bekommen, das man mit wertvollen Dingen besonders fürsorglich und gut umgehen soll!
In diesem Sinne! Allen ein schönes Einfahren eurer Neuwagen! 😉
55 Antworten
… habe mit meinem MK3 (ecoboost 150PS) ca.33000km seit dem "Einfahren" (2018) abgespult (mit ab ca. 500km kurzeitig mehrmals bis Endgeschwindigkeit, also auch gefordert)… er läuft immer noch 🙂 sprich schonen des Motors bis 1500km oder 3000km sehe ich als unnötig an... mein Vorgänger (MK3 Mondeo TDCi -Mietwagen aus Frankreich mit ca.30000km gekauft) lief bis zur Verschrottung ("Dieselprämie) knapp 380000km mit ersten Düsen, Turbolader und Pumpe! … also traut euch!🙂
Zitat:
@TDCI04 schrieb am 26. Juni 2019 um 21:33:59 Uhr:
… habe mit meinem MK3 (ecoboost 150PS) ca.33000km seit dem "Einfahren" (2018) abgespult (mit ab ca. 500km kurzeitig mehrmals bis Endgeschwindigkeit, also auch gefordert)… er läuft immer noch 🙂 sprich schonen des Motors bis 1500km oder 3000km sehe ich als unnötig an... mein Vorgänger (MK3 Mondeo TDCi -Mietwagen aus Frankreich mit ca.30000km gekauft) lief bis zur Verschrottung ("Dieselprämie) knapp 380000km mit ersten Düsen, Turbolader und Pumpe! … also traut euch!🙂
Verschleiß kommt auch nicht von heut auf morgen, und ein alter diesel ist ne ganz andere Baustelle.
Aber wat interessierts mich, meine Autos werden schonend (ein)gefahren und ein Ölwechsel zu viel macht nix. Dann hält er immer länger.😛😛😛
Ich habe jetzt seit 2 Wochen meinen 2.0 Diesel.
Ich versuche auch das Auto einzufahren.
Heißt Volllastfahren habe ich noch nicht gemacht, aber dennoch auch mal sportlich beschleunigt.
Was etwas schwer ist, das untertourige Fahren vermeiden.
Meine Automatik hat bei 80Km/h bereits den 8. Gang drin.
Läuft also bei ~1100 Umdrehungen.
Ich werde nun mal ne Zeit im Sportmodus fahren damit die Drehzahl etwas höher gehalten wird.
So mach ich es auch. Ab und zu Sportmodus rein und manchmal einfach auf manuell fahren weil er mit der Automatik doch so häufig zu untertourig fährt
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Als ich damals meinen Fiesta Bj2010 1.25L 82PS (keine Ahnung welches MK das ist) gekauft hatte, hatte mich der Ford Händler auch auf die Einfahrphase des Fahrzeuges hingewiesen.
Ersten 1500km kein Vollgas usw.
Ich habe mich penibel daran gehalten und heute kann ich sagen das mein Fiesta mit rnd 190tsd km Laufleistung noch nie etwas am Motor hatte, außer einer explodierten Ansaugbrücke.
Mit meinem neuen Focus werde ich auch die Einfahrphase beachten und hoffe das er mich lange zuverlässig von A nach B bringt.
Gute Fahrt @ all
Vic
Wenn ich Pech habe muss ich mit meinem neuen Focus gleich nach der Auslieferung 500km an einem Tag über die Autobahn fahren. Da ist mit wechselnden Drehzahlen wenig bis gar nichts, selbst die Lastzustände werden nahezu gleich sein (alles flach hier). Bei meinem aktuellen bin ich am Anfang extra über die Landstraße gefahren damit ich mal wechselnde Drehzahlen habe. Vielleicht bin ich da aber auch einfach etwas empfindlich.
Meine erste Fahrt waren ziemlich genau 400 km von Köln in den Thüringer Wald, sozusagen die Überführung. Fast alles Autobahn. Hat nüscht geschadet, soweit ich das überblicken kann.
Wenn man denn will kann man auch auf 500 km Autobahn jede Menge wechselnde Lastzustände/Drehzahlen einbauen.
Zitat:
@Cherry79 schrieb am 4. Februar 2020 um 12:47:45 Uhr:
Wenn man denn will kann man auch auf 500 km Autobahn jede Menge wechselnde Lastzustände/Drehzahlen einbauen.
Naja man will ja auch ankommen, die Alternative im 4. Gang bei 130 km/h zu fahren ist bissl anstrengend.