Welches Motoröl für Focus ST Mk3

Ford Focus Mk3

Hallo ihr Schrauber!

da ich noch kein Handbuch zur Hand habe kann ich leider nicht nachkucken was Ford für den Focus ST MK3 an Motoröl empfielht.

Ich habe allerdings schon gelesen, dass das Motoröl, das bei Auslieferung des Fahrzeuges drin ist (Neuwagen) qualitativ eher nicht so gut sein soll!

Ich will bei Abholung des Fahrzeugs gleich mal was ordentliches einfüllen!

Nun ist also die Frage was?!!

Von Castrol hört man nur gutes bis jetzt was ich so mitbekommen habe ..

Aber was ist zu viel des guten? Das geht ja bist zur Empfehlung für Supersportler (CASTROL EDGE 10W-60)

Was empfehlst ihr, als Experten, für diesen Motor? Entfällt die Garantie wenn man das Motoröl wechselt und nicht das nimmt das Ford empfiehlt, obwohl das neu eingefüllte Öl besser ist?

Danke für eure Hilfe!!

Beste Antwort im Thema

Ein Ölwechsel nach der Auslieferung ist unnötig, wie kommt ihr immer auf so einen Driss dass da minderwertiges Öl eingefüllt wird ??
Da ist genau das drin was rein gehört, wahrscheinlich auch noch vom Markenhersteller Castrol wie Ford selber empfiehlt.

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Und ich hab jetzt das 0w40 Shell drin!

Da weiss ich wenigstens was für ein Öl drin ist :-)

Der 1Liter wird wohl mal weiterhin das 20er Öl kriegen.Vielleicht wechsele ich es aber 2 mal jährlich...mal sehen!

Zitat:

@cnc-meister schrieb am 13. Januar 2016 um 22:24:48 Uhr:


Und ich hab jetzt das 0w40 Shell drin!

Da weiss ich wenigstens was für ein Öl drin ist :-)

Der 1Liter wird wohl mal weiterhin das 20er Öl kriegen.Vielleicht wechsele ich es aber 2 mal jährlich...mal sehen!

Falls du ihn im Sommer mal treten willst, machs bevors im Sommer heiß wird 😉

Zitat:

@martini-tier schrieb am 13. Januar 2016 um 21:34:51 Uhr:



Ist deins das "Meguin 3192 Megol"?

Jo

Ich muss im März zum Service...das sollte eigentlich passen.Und für Vollgasautobahn Touren is der 1Liter eh der falsche Motor :-)

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Zitat:

@cnc-meister schrieb am 13. Januar 2016 um 22:42:04 Uhr:


Ich muss im März zum Service...das sollte eigentlich passen.Und für Vollgasautobahn Touren is der 1Liter eh der falsche Motor :-)

Mein ja nur. Kurzstrecke und dann Leistung fordern bei Sommertemperaturen, dabei sind ja damals die 1,4er Maschinen von VW und Seat abgeraucht, weil sehr dünnes Öl + weiter verdünnt durch Kurzbetrieb usw.

Das mit den 1.4l Maschinen von Vag hatte mehrere Ursachen. Es wurde ein schlechtes Öl, viel zu lange gefahren und die Motorenbauteile waren auf Grund von Sparmaßnahmen von schlechter Qualität.

Ich beschäftige mich seit langem mit den Thema Öl ,biete professionelle Hilfe an und habe meine eigene Meinung dazu. Das Problem liegt eigentlich nicht darin das die Leute das schlechte Werksöl fahren, sondern das sie es viel zu lange drin lassen ! Dazu kommt noch , das sich Leute mit erhöhtem Kurzstreckenanteil einen kleinen Motor kaufen und das den Verschleiß dann verheerend beschleunigt, weil die eine kleinere Ölmenge besitzen. Umso weniger Liter desto weniger können Säuren neutralisiert werden, was ansonsten die Korrosion im Motor hervorruft und der Wassergehalt im Motor bewirkt eine sofortige Verminderung der Schmierwirkung!

Warum verwenden die Hersteller dann solche Intervalle und Öle? Das ist ganz einfach, man möchte nicht das ein Motor von innen nach 250.000km aussieht wie neu. Das wäre mit einen Hochleistungsschmierstoff möglich, aber was lange hält bringt kein Geld.
Zum zweiten unterstützen sich große Konzerne gegenseitig und lassen sich beide Namen gut bezahlen. Es gibt im 5l Gebinde, Öle mit einen Preisunterschied von bis zu 50€ und das billigere hat bessere Werte !
Zum dritten müssen Hersteller konkurrenzfähig bleiben. Der eine Hersteller macht es mit Longlife vor, was erstmal überhaupt nichts darüber sagt ob es für den Motor gut ist , doch die Leute glauben es, sind überzeugt und kaufen es. Nun müssen die anderen nachziehen, egal ob sie selber etwas von der Materie verstehen. Wie die Langezeiterfahrungen sind kann auch keiner sagen, dafür ist keine Zeit das zu überprüfen. Erstmal schnell das Produkt auf den Markt bringen um Kontra zu geben.

Ob man ein 0w40 oder 5W40 verwendet, sagt erstmal nichts darüber aus ob ein Öl gut ist oder nicht. Man sollte sich unbedingt an die Herstellervorgabe halten. Innerhalb diesem Rahmen , gibt es aber große Qualitätsunterschiede und da heißt es genau schauen. Wichtig ist der Viskositätsindex, HTHS Wert, TBN /Basenzahl, Dispersanten , Detergentien, etc. Eine genaue Erläuterung schreibe ich wenn es gewünscht wird.😉

In eure Fordmotoren gehört ein Öl herein mit herabgesetzter Scherstabilität. (HTHS Wert <3,5).
Natürlich wissen wir, das eins mit einem hohen Wert besser für den Verschleis wäre , aber man kann sich nun nicht einfach dafür entscheiden weil Ford sich dabei etwas gedacht hat ! Das ganze Material ist dafür ausgelegt (hydrodynamische Schmierung).
Einfach ins Regal greifen und ein Premiumschmierstoff verwenden kann genau so große Schäden verursachen , wie ein gar kein Öl zu verwenden.
Der Grund warum Ford übrigens diese Öle verwendet liegt darin , das Verbrauchs- und Abgaswerte davon profitieren. (Im kaum nachvollziehbaren Bereich).

Ich bin jahrelang mit 5w40 im Focus gefahren!Keine Ford Freigabe!Jetzt hab ich 0w40 drin im C Max.Schert mich auch nicht was Ford da vorschreibt!Selbst die meisten mir bekannten freien Werkstätten nutzten kein 5w30 nach Ford Spezi sondern etwas höherwertiges!

Es ist ja jedem freigestellt was er nimmt!Eine Glaubensfrage! :-)

Zitat:

@Renegolf347 schrieb am 16. Januar 2016 um 08:19:27 Uhr:


Eine genaue Erläuterung schreibe ich wenn es gewünscht wird.😉

Es ist sehr gewünscht, vielen Dank dafür! 🙂

Hat man sich nun alle Öle herausgesucht , welche eine Freigabe vom Hersteller besitzen vergleicht man nun gewisse Werte.
Zum einen steht dort Viskositätsindex. Umso höher diese Zahl ist, desto weniger dünnt das Öl aus.
Früher gab es nur Einbereichsöle. Diese mussten nur ihren Viskositätsbereich perfekt abdecken, durften dafür aber nicht in andere Temperaturbereiche kommen. Heute ist das unvorstellbar. Ein Schmierstoff muss heute alles abdecken. Ein 0W bedeutet, das es ab -35 Grad pumpar ist. Könnte es nun bis 100Grad Betriebstemperatur seine Viskosität behalten , wäre es perfekt. Das ist aber unmöglich. Umso wärmer ein Öl wird , desto dünner wird es. Das geschieht aber nicht kontinuierlich zur Temperatur. Dort liegt also die Schwierigkeit der Herstellung.
Ein gutes Öl muss also bei unter 0Grad sofort alle Schmierstellen versorgen bzw an ihnen gut haften, darf aber bei 100 Grad zu dünn werden damit der Schmierfilm reist.
Deshalbt Viskositätsindex . Umso höher desto stabiler ist das Öl in allen Bereichen.
Desertieren liest man den erwähnten HTHS Wert. Die sogenannte Scherstabilität. Umso höher diese Zahl, desto Scherstabiler ist das Öl. Scherkräfte treten besonders bei hohen Drehzahlen auf und auch zwischen Gleitlagern. Man muss sich zwei Bleche vorstellen, die sich nur nicht berühren weil sich dazwischen Öl befindet. Nun legt man Gewicht auf die oberste Platte auf und bewegt diese . Nun kommt die Scherstabilität in Frage.
Bei alten Motoren sollte man mindestens einen HTHS Wert von 3,5 kaufen. Umso höher desto besser . Bei neuen ,wie auch Ford Motoren, heißt es vorsicht. Die Motoren sind meisten auf niedrige Scherdtabilität ausgelegt und da gehört dann auch nichts anderes herein ! Nur im Bewusstsein merken , das man keinen Rennmotor besitzt !!
Die TBN Basenzahl gibt an wieviel Säuren Neutralisiert werden kann. Bei der Verbrennung von Öl, Treibstoff, Additive etc entstehen Säuren die sehr aggressiv auf das Material wirken. Unter anderen kann im schlimmsten Fall der Motor von innen Rosten. Dieser Wert sollte in allen Fällen sehr hoch sein !! Da gibt es keine Ausnahmen .
Also Vergleich gibt es von Castrol ein LL Öl welches eine TBN von 6 besitzt , wo ein Addinol eine Zahl von 11 aufweist . Das heißt ein frisches Castrol ist gerade mal so gut wie ein halb verbrauchtes Addinol !!
Dispersanten sind diese Additive , die Schmutz und Ablagerungen in Schwebe halten und Detergentien sind Additive, welche die Ablagerung überhaupt vermeiden sollen.
😉

das die Leichtlauföle mit abgesenkten HTHS an der Grenze der Mischreibung kommen, zeigen doch Beispiele wie Focus RS (Pleuellagerschaden ->von 5w30 A5 auf 0w40 A3 dann vorgeschrieben), Mondeo ST220 (Pleuellagerschaden), Focus ST MK2 (Pleuellagerschaden), Focus 1.6 EB und 2.0 ST Mk3 (erst 5w20 dann ab 2013 wieder 5w30).
Focus RS MK3 darf laut Ford auch keines solcher Öle gefahren werden, wenn man diesen auf Track bewegt.

Solche Öle haben halt nichts in leistungsstärkeren Motoren zu suchen die man oft prügelt und in einem hohen Drehzahlbereich bewegt, da versagen nun mal solche Öle....für jeden anderen Motor kann man diese nutzen, wenn man bereit ist, das 2 bis 3-fache zu zahlen was solche Nischenöle nun mal kosten und noch dazu ein schlechteres Leistungsverhältnis bieten.

Und noch etwas, man kann problemlos ACEA A3 Öle in Motoren fahren die für Leichtlauföle konzipiert sind, eher Gegenteil ist der Fall, das solche Motoren ein deutlich geringeres Verschleißbild zeigen als Motoren die mit Leichtlaufölen betrieben wurden (wurde hier ja auch schon im Labor nachgewiesen bei gleichen Motor)

Ein Leichtlauföl ist ein Mehrbereichsöl mit niedriger Kaltviskositöt, also ein 0W oder 5W. Das hat mittlerweile jeder Motor. Acea C3 oder C5 sind bzw können beides Leichtlauföle sein. Sie unterscheiden sich lediglich in der Reinhaltung und dem HTHS Wert und dieser , ist für den Verschleiß der Motoren verantwortlich.

Rene, es ist sehr interessant was du schreibst.

Kann man den "Verschleiß" genauer definieren? Es ist ja logisch wenn ich mit 200 über die BAB fahre, dass der Verschleiß höher ist.
Also wenn jetzt bspw. der Motor mit 5w20 bei 250.000 km statt mit 0w40 bei 270.000 km verschlissen ist kann man das ja getrost vernachlässigen.

Ich hoffe das meine Frage verständlich ist 😁

Zitat:

@Renegolf347 schrieb am 16. Januar 2016 um 10:35:19 Uhr:


Ein Leichtlauföl ist ein Mehrbereichsöl mit niedriger Kaltviskositöt, also ein 0W oder 5W. Das hat mittlerweile jeder Motor. Acea C3 oder C5 sind bzw können beides Leichtlauföle sein. Sie unterscheiden sich lediglich in der Reinhaltung und dem HTHS Wert und dieser , ist für den Verschleiß der Motoren verantwortlich.

Der Begriff Leichtlauföl ist nicht genormt oder geschützt, dieses kann also keder aufs Etikett drucken, so können auch "Leichtlauföle" Öle sein mit einer Kaltvisko von 10w-X oder auch 15w-X

Trotzdem unterliegen Leichtlauföle mit abgesenkten HTHS einer festen Viskositätsnorm nach ACEA, so können A1/A5 Öle nur 0w20, 0w30, 5w20, 5w30, 10w30 sein (sprich mit einer definierten Heissviskosität) und die sogenannten Premiumöle ("Leichtlauföle" ohne abgesenkten HTHS) nur 0w

X

und 5w

X

, sprich auch ein 5w50 oder 0w30...10wx etc.

in ACEA Sprache sieht es aber so aus:

A1/B1: Leichtlauf-Motoröle, SAE 0W30, 5W-20, 5W-30, 10W-30; abgesenkte HTHS-Viskosität (2,9–3,5 mPa×s)
A3/B3: Premium-Motoröle – besonders scherstabil, SAE 0W-X, 5W-X, 10W-40, 15W-40 für verlängerte Intervalle, HTHS-Viskosität > 3,5 mPa×s
A5/B5: Premium-Leichtlauföle: ähnlich A3/B4, SAE 0W-30, 5W-30 jedoch abgesenkte HTHS-Viskosität

C1: Low-SAPS-Öl mit abgesenkter HTHS-Viskosität < 2,9 mPa×s....
C2: Low-SAPS-Öl mit abgesenkter HTHS-Viskosität > 2,9 mPa×s + höheren Anteilen Sulfatasche, Phosphor, Schwefel als für C1-04
C3=Low-SAPS-Öl mit hoher HTHS-Viskosität > 3,5 mPa×s....

und C5 gibt es nicht

Deine Aussage möchte keiner widersprechen. Der Begriff Leichtlauföl taucht viel zu oft auf irgendwelchen Marketingtexten auf . Für mich gibt es nur Mehrbereichsöle.

Zitat:

@Focus_1999 schrieb am 16. Januar 2016 um 12:13:11 Uhr:


Rene, es ist sehr interessant was du schreibst.

Kann man den "Verschleiß" genauer definieren? Es ist ja logisch wenn ich mit 200 über die BAB fahre, dass der Verschleiß höher ist.
Also wenn jetzt bspw. der Motor mit 5w20 bei 250.000 km statt mit 0w40 bei 270.000 km verschlissen ist kann man das ja getrost vernachlässigen.

Ich hoffe das meine Frage verständlich ist 😁

Im Dauertest stand der 1.0 ecoboost von Ford wirklich gut da und der Motor zeigte auch sehr wenig Verschleiß. Es kommt darauf an wie man mit den Motor umgeht. Für hohe Belastungen ist er nicht gebaut, da kann es zu deutlichen Laufspuren kommen.

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