Was ist ein fairer Preis für die Entsorgung des Altöls ? im Rahmen eines Ölwechselservices

VW Polo 5 (6R / 6C)

Hallo zusammen,

Was ist ein fairer Preis für die Entsorgung des Altöls ?

Das letzte mal hat mir mein VW-Händler beim Ölwechselservice (mit mitgebrachtem Eigenöl) 10.-- € für die Entsorgung des Altöls berechnet. Ich habe 2,8 Liter Öl. Ist das nicht ein bischen viel ?
Der Händler sagte, es sei ziemlich teuer, wenn er mehr Altöl entsort, als er verkauft.
Früher hatte ich bei diesem VW-Händler 3.-- € pauschal für die 2,8 Liter zu entsorgendem Altöl bezahlt.
Der gesamte Ölwchselservice (ohne dem neuen Öl) hat dann insgesamt 80.-- € gekostet. Das ist doch recht ordendlich.

Grüße
Braver Polo

Beste Antwort im Thema

Ich finde das Verhalten des Autohauses legitim: Man nimmt dem Händler die Marge des Ölverkaufs und er holt sich einen Teil davon zurück. Leben und leben lassen.

Irgendwann kommt noch jemand auf die Idee, einen eigenen Mechaniker mitzubringen. Die Werkstatt des Autohauses kann man ja kostenlos nutzen, das Gebäude steht sowieso da. 😁

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Zitat:

@Yossarian66 schrieb am 15. April 2015 um 20:04:01 Uhr:


...
Bin echt auch am überlegen, ob ich das wieder selber mach. 25 € für den Liter Öl, das ist schon frech.

Hier noch mal meine (für Polo / Golf ungefähr zutreffenden) Zahlen:

  1. Wechsel selbst gemacht (nur Verbrauchsmaterial): 35 €
  2. Wechsel in einer freien Werkstatt Verbrauchsmaterial (Öl, Filter, Schraube (Dichtring) mitgebracht: 50 €
  3. Wechsel beim VW-Händler (Öl mitgebracht): 110 €
  4. Wechsel beim VW-Händler (Standardpreis): 150 €

zu 1)

  • Vorteil: billig
  • Nachteil: Man benötigt einen Wechselplatz, Reinigungsarbeiten an Gerätschaften bzw. Untergrund; ggf. ein Grund für VW, Kulanzleistungen (ist immer freiwillig!) zu verweigern.

zu 2)

  • Vorteil: günstig
  • Nachteile: Qualität unklar, falls man nicht bei der Arbeit dabei ist; ggf. ein Grund für VW, Kulanzleistungen zu verweigern.

zu 3)

  • Vorteil: Erhält Möglichkeit der Kulanzleistung von VW; (spezifikationsgerechtes) Wunschöl wird eingefüllt;
  • Nachteil: relativ teuer; Qualität unklar, falls man nicht bei der Arbeit dabei ist.

zu 4)

  • Vorteil: Erhält Möglichkeit der Kulanzleistung von VW
  • Nachteil: sehr teuer; Qualität unklar, falls man nicht bei der Arbeit dabei ist.

Bislang war ich bei unserem 93er Vento (Golf III) und dem 2000er Golf IV TDI Variant Verfechter der Methode 2.

Bei meinem 2010er Polo (6R) TDI und jetzt bei meinem 2013er Golf VII TDI habe ich, insbesondere um mir bei diesen relativ neuen Fahrzeugen die Möglichkeit, eine Kulanzleistung bekommen zu können offen zu halten, zum Glück (siehe -> hier) die Methode 2 gewählt.

Für Methode 1 habe ich keinen vernünftigen Arbeitsplatz und sie ist mir zu aufwändig (ggf. Reinigungsarbeiten an Pflasterung), Methode 3 halte ich schlicht für überzogen teuer.

Im Endeffekt muss jeder die Sache für sich und seine individuellen Umstände und Präferenzen abwägen. 😉

Schönen Gruß

Also, wenn ein Konzern wie VW das Absaugen für bedenkenlos hält (Ausnahme Up, warum auch immer), dann muss man schon ein Schlauberger (Verzeihung: Besserwessi) sein, um dagegen zu halten.
Zu irgendwelchen minimalen Resten, die dabei drinbleiben könnten: Darauf ist laut VW wohl gepfiffen. Schwebstoffe bis runter auf 2µ bleiben ohnehin im Filter hängen, Späne (?) an der Magnetschraube. 😉

Natürlich ist der Rücknahmepreis beim Baumarktöl mit drin! Aber bei € 18-25 für die 5l-Kanne 5W-30 ist das doch fair, egal wie kalkuliert wird. Man darf sogar Internet-Öl dort hinstellen. Das ist denen egal. Die Rechnung zu kontrollieren war ein Unfug vergangener Jahre. Der Abholer zahlt ja sogar für's Altöl...😉
MfG Walter

an Walter:

Wir sind wieder mal nicht einer Meinung. (in diesem Fall noch untertrieben)

Welcher VW gibt das offiziel als bedenkenlos an ? Wenn ich beim VW war habe ich damals jedes mal extra dazu betont, das sie es ja nicht auf diese Weise machen sollen (diese art ist einfach angenehmer für die Mechaniker, aber eindeutig schlechter für den Motor, inwieweit, das kann man diskutieren, aber wer sagt das so etwas ganz egal ist..)

Die Mechaniker wussten immer sofort was ich meine..

Auf Reste wird gepfiffen???

Also die unterste Stelle wo die Ölablasschraube sitzt, dort sammelt sich der Dreck, (logischerweise!?)

Wenn man die Schraube löst, wird der Dreck mit dem Druck der restlichen Flüssigkeit von oben mit rausgedrückt. So gut es geht. (Ist nicht von VW das ist meine Annahme die wohl nicht so weit hergeholt ist)

Wenn man nur den Rüssel hineinhält und absaugen lässt, wird man kaum bis komplett an den Boden unten kommen, sprich das dreckigste Altöl bleibt drinnen. (Das dreckige schwerere Öl sammelt sich unten)

Auch was schon jemand bemerkt hat, das die Ölablasschraube magnetisch ist/sein kann, kann ich bestätigen, habe ich zumindest schon gesehen.
Wenn cih aber nie einen ordentlcihen Ölwechsel durchführe, und damit nie die Ablasschraube herausdrehe, wie soll ich dann jemals diese Späne wegputzen können!?

Mich wundert ehrlich gesagt, dass sich hier sonst noch keiner gemeldet hat. Denn das würde cih ja schon fast als Grundwissen bezeichnen.

Das man nicht sofort einen Motorschaden haben wird mit der Schlauchmwethode steht ausser Frage, aber hier in einem öffentlcihen Forum zu behaupten das es "egal" ist, ist schon...

Wenn man das dann noch bei einem Neuwagen macht...

Du berufst dich ja immer wieder auf die Aussage von VW. Und deine Aussage "die solltens wissen" kann ich auch so stehen lassen.
Aber für mich ist das eine Aussage die ich erst glauben kann wenn ich das selbst höre oder lese aus einer seriösen Quelle. (nichts gegen dich)

Zitat:

@justbad20 schrieb am 16. April 2015 um 10:30:32 Uhr:


...sprich das dreckigste Altöl bleibt drinnen. (Das dreckige schwerere Öl sammelt sich unten)

dir ist schon bekannt, dass seit ca. 35jahren bzw. seit sich mehrbereichsmotorenöle durchsetzen fahrzeugmotorenöle dahingehend entwickelt werden, den dreck in der schwebe zu halten, so dass sich eben nichts absetzen kann - sondern der dreck im filter hängen bleibt?

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Zitat:

@MagirusDeutzUlm schrieb am 16. April 2015 um 11:18:21 Uhr:



Zitat:

@justbad20 schrieb am 16. April 2015 um 10:30:32 Uhr:


...sprich das dreckigste Altöl bleibt drinnen. (Das dreckige schwerere Öl sammelt sich unten)
dir ist schon bekannt, dass seit ca. 35jahren bzw. seit sich mehrbereichsmotorenöle durchsetzen fahrzeugmotorenöle dahingehend entwickelt werden, den dreck in der schwebe zu halten, so dass sich eben nichts absetzen kann - sondern der dreck im filter hängen bleibt?

Späne werden sicherlich

nicht

in der Schwebe gehalten, feinste Schmutzpartikel dagegen schon. Allerdings wird es auch noch "Etwas dazwischen" geben ...

Schönen Gruß

Also mir gefällt das mit der Absaugerei auch nicht. Vor allem ist es auch kein wirklicher Handlingvorteil. Das größte Problem ist meist einen festsitzenden, schlecht zugänglichen Ölfilter zu tauschen, nicht die Ablassschraube.
Und ich arbeite seit über 20 Jahren als Konstrukteur und weiß, daß viele "offizielle" Stellungnahmen von Leuten in der Firma getroffen werden, die von der Technik rein gar keine Ahnung haben. Den Motorschaden aber zahl im Zweifel immer ich, weil der ja alle möglichen Ursachen haben kann.

Ja es stimmt, die Gewinnspanne beim Öl ist für die Werkstatt überdurchschnittlich.
Aber das trifft auf andere Branchen auch zu.
Wenn ich in einem Restaurant essen gehe, bezahle ich für die 0,2L Cola sagen wir mal € 2,20. Wenn ich mir eine Literflasche Cola im Supermarkt hole kosten die 0,2L Cola umgerechnet ungefähr 0,20€. Also ist die prozentuale Spanne dort deutlich höher.
Versteht mich nicht falsch, es kann jeder handhaben wie er möchte.
Aber nicht einfach auf die Werkstatt schimpfen, ihr habt Alternativen, Ölwechsel selber machen, oder in einer preiswerten Werkstatt erledigen lassen. Oder mit der Werkstatt über einen Rabatt aufs Öl verhandeln.
Ich schmeiss mal nen Euro in Phrasenschwein: Leben und Leben lassen.

Grüsse vom
Grizzly

Dass das Beispiel hinkt, weil Du in einer Gaststätte ja auch bewirtet wirst und den Gastraum u.a. (z.B. das WC, die Musik etc.) nutzt, ergo die Atmosphäre etc., ist Dir aber schon klar.
Darauf wurde hier auf mt ja auch immer wieder hingewiesen, in div. VW-Modell-Foren.

U.a. aus diesem Grund kostet 0,2l Cola am Kiosk / Stehimbiss im allg. eben auch weniger als im ***-Restaurant, schon wg. der unterschiedlichen MwSt übrigens (mit Bewirtungsleistung oder ohne...).

Und in Sachen Speisen kannst Du bei jedem auch bürgerlichen Restaurant heute von mind. 400% ausgehen, von McDoof u.a. wollen wir mal gar nicht reden...

Nur sind eben nicht alle bereit, die "Bewirtung" und das "chillige Ambiente" eines Glaspalastes (auf das bzw. auf den sie keinen größeren Wert legen, wenn sie nur einen Ölwechsel haben wollen) über den Literpreis für´s Motoröl von € 30,- und mehr querzufinanzieren. 😰

Ins Restaurant geht man meist u.a. auch aus genau diesem Grund: Dem Essen, Trinken, der Atmosphäre, den anderen Gästen, einem feierlichen Anlass folgend etc. etc.

Wer seinem Auto zu dessen Geburts- = Bautag einen Ölwechsel im Glaspalast spendieren will, dem festlichen Anlass gemäß, kann das ja gern tun.
Ich schätze aber mal, dass sich die meisten damit gerade noch zurückhalten können! 😁

Zitat:

@Taubitz schrieb am 16. April 2015 um 14:10:48 Uhr:


Dass das Beispiel hinkt, weil Du in einer Gaststätte ja auch bewirtet wirst und den Gastraum u.a. nutzt, ergo die Atmosphäre etc., ist Dir aber schon klar.
Darauf wurde hier ja auch immer wieder hingewiesen.

U.a. aus diesem Grund kostet 0,2l Cola am Kiosk / Stehimbiss im allg. eben auch weniger als im ***-Restaurant! 😁

Und in Sachen Speisen kannst Du bei jedem auch bürgerlichen Restaurant heute von mind. 400% ausgehen.

Ja ich weis, aber die Cola ist in wenigen Stunden wieder aus dem Körper. Das Öl noch im Motor😁

Wenn Du Glück hast (was den Motor und dessen Ablassschraube anbelangt!) jedenfalls.

Mein Geselle hat schon mal 10l Motoröl am LKW durch den Motor hindurch in die Grube gefüllt, insofern... 😁

Sei froh! In die Grube wäre noch bedeutend mehr reingegangen... :-)

Zitat:

@Yossarian66 schrieb am 16. April 2015 um 14:57:18 Uhr:


Sei froh! In die Grube wäre noch bedeutend mehr reingegangen... :-)

Na ja, die Sollfüllmenge waren 26l, aber nach der ersten 10l-Mess-Kanne hat der Kutscher (mit Eigenöl aus dessen Firmenzentrale) launig angemerkt, dass er jetzt wohl noch mal Öl holen müsse, vom Stützpunkt... 😁

Mein Nachbar war mal vor 25 Jahren besonders kreativ.
Er wollte bei seinem Neuwagen nach 1000 KM einen Ölwechsel (ohne Filter) selbst machen.
Legte sich unters Auto, Öl abgelassen neues Öl rein. Probefahrt und peng.
Der freundliche Audihändler gratulierte, er hatte das Getriebeöl abgelassen, dafür die doppelte Motorölmenge drin.😰

Es soll ja auch Leute geben, die haben beim Golf III oder IV neues Getriebeöl oben in das OT-Schauloch für den Zahnkranz, in den das Anlasserritzel eingreift, eingefüllt. Mit so geschmierter Kupplung 😰 fuhr sich anschließend allerdings sehr schlecht ... 😁

Schönen Gruß

Zitat:

@digibär schrieb am 12. April 2015 um 10:18:14 Uhr:


Man nimmt dem Händler die Marge des Ölverkaufs und er holt sich einen Teil davon zurück. Leben und leben lassen.

Es ist in der Tat so, das wir heutzutage allzu oft billig kaufen und uns über schlechten Service beklagen und jammern, wenn Tante-Emma-Läden Pleite gehen. In der Theorie bin ich vollkommen bei dir. Nur in genau diesem Kontext wird da absolut kein Schuh draus.

- Öl kostet beim Händler das zigfache (!!) mehr als direkt im WWW bestellt. Das hat nichts mehr mit Marge zu tun.

- Die Kosten, die dem Autohaus wirklich real entstehen, lässt es sich ebenfalls nicht schlecht über die normalen Inspektionskosten bezahlen. Sich darüber hinaus etwas vom Kunden bezahlen zu lassen, für das man bei der Entsorgung selbst offenbar eher Geld bekommt (kann ich jetzt nur nachplappern und nicht selbst bestätigen), wäre schon sehr grenzwertig.

- Viele Gewerbe sind kreativ, was man alles in Rechnung stellen kann, mal nachvollziehbar, mal abenteuerlich. In dem Moment, in dem ich mein neues Öl selbst mitbringe, dokumentiere ich aber eindeutig, dass ich manche Preise nicht zahlen will und /oder kann. Schlüssig und ehrlich wäre dann einzig zu erfragen, ob man das Altöl wieder mitnehmen will, zwecks kostenfreier Selbstentsorgung.

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