Warum reden alle immer von PS?
Hallo!
Ich bin Elektroniker/Informatiker, interessiere mich aber sehr für Autos.
Aktuell fahre ich einen Zafira A 2.2 DTI - der Wagen macht mir echt Spaß, weil er super beschleunigt, obwohl er nur 120PS hat - für die 120 PS zahle ich Steuer - nicht für 280Nm.
Moderne Diesel-Autos möchte ich beim Kauf vermeiden, weil die mit den Filtern etc. nur Probleme machen.
Für einen Prius+, mein Traum-Auto, habe ich die Kohle nicht. OK, der ist auch kein Rennauto, aber da fasziniert mich Technologie, Verbrauch und günstig bei der Steuer. Und die Qualität - die ist unschlagbar.
Muss mir also einen Van mit Benzin-Motor zulegen - und die gehen alle nicht gescheit.
Ist doch eigentlich absurd - Drehmoment zählt doch viel mehr als die Leistung, aber für die Leistung zahlen wir Steuer.
Wenn ich einen Benziner mit 280 Nm haben möchte, muss ich einen 220-PS-Zafira OPC kaufen.
LG,
Schlaumy
Beste Antwort im Thema
Wäre ne Sensation, wenn ein Stromer ohne "Aufladung" fährt 😉
Ich fands mutig den 2.2 DTI als "spritzig" zu bezeichnen und sich zu überlegen einen OPC als Vergleich heranzuziehen um die selbe gefühlte Spritzigkeit zu bekommen. Autoquartett, das als E-Techniker mit physikalischer Grundbildung. Sind in den Fahrleistungen nur Welten zwischen. Etwa wie zwischen einem Golf TDI und ein Cayman GTS.
238 Antworten
Menschen die sich einen Japaner holen machen sich doch darüber keinen Kopf über die beschleudigungswerte.
Das sind ja oft schon Erwachsene Leute die ruhig fahren und denen wichtig ist das ein Auto keine Ausfälle hat.
Japaner sind eben aber auch langlebiger.
Ich habe auch noch nie erlebt das mir jemand aggressiv rüber kam mit einem Japaner, auch würde ich noch nie auf der Autobahn von denen bedrängt.
Zitat:
@Peugeot408 schrieb am 21. August 2020 um 10:56:06 Uhr:
Menschen die sich einen Japaner holen machen sich doch darüber keinen Kopf über die beschleudigungswerte. Das sind ja oft schon Erwachsene Leute die ruhig fahren und denen wichtig ist das ein Auto keine Ausfälle hat. Japaner sind eben aber auch langlebiger.
Subaru WRX STI, Lancer Evo, Nissan GTR....
Der normale Lancer ohne EVO oder Subaru Impreza ging auch so ganz gut. Ich finds halt immer wieder toll wie schön Vorurteile gegenüber Marken, bestimmten Modellen bzw. deren Insassen gepflegt werden.
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Ja auch die Serien Modelle haben auch Leistung, bin den alten Toyota Mark II rechtslenker gefahren.
Der ist Hammer gewesen, Komfort und Leistung hatte der.
Design technisch fehlten den Japanern etwas, jetzt mittlerweile haben sie aufgeholt und gefallen mir persönlich mehr als die restlichen Fahrzeuge.
Zitat:
@Schlaumy schrieb am 21. August 2020 um 10:37:49 Uhr:
Meine Frage ist noch immer nicht beantwortet.
Ich habe keine konkrete Frage von dir in Erinnerung. Ich habe all deine Beiträge nochmal angeschaut, aber nicht durchgelesen, sondern nach einem Fragezeichen gesucht (damit endet ein Satz mit einer Frage gewöhnlich) und habe nix gefunden.
Daher, bitte konkretisiere deine noch nicht gestellte Frage und formuliere sie hier im Thread.
Ansonsten ist ja ausführlich auf deine Beiträge eingegangen worden.
Gruß
Uwe
Meint er evt. etwa die Frage aus dem Betreff: "Warum reden alle immer von PS?" Die fand ich so sinnlos (gerade unter Leuten mit technischer Bildung), dass ich da gar keinen Wert drin gesehen habe.
Bisschen schade fand ich, dass mit keinem Wort auf die Modellvorschläge reagiert wurde. Dort hast du deine spritzig fahrbaren Vans, schlaumy. Mancher muss dafür drehen, andere holen es schon aus dem Drehmoment unten raus.
Frage: "Jetzt bin ich aber neugierig, herrschen bei Mazda andere physikalische Regel?"
Antwort: "Ja, die fahren ohne Aufladung."
Ich verneige mich vor dieser geballten Kompetenz und verbleibe in sprachloser Ehrfurcht.
Gruß
electroman
Wäre ne Sensation, wenn ein Stromer ohne "Aufladung" fährt 😉
Ich fands mutig den 2.2 DTI als "spritzig" zu bezeichnen und sich zu überlegen einen OPC als Vergleich heranzuziehen um die selbe gefühlte Spritzigkeit zu bekommen. Autoquartett, das als E-Techniker mit physikalischer Grundbildung. Sind in den Fahrleistungen nur Welten zwischen. Etwa wie zwischen einem Golf TDI und ein Cayman GTS.
Zitat:
@electroman schrieb am 21. August 2020 um 14:51:00 Uhr:
Frage: "Jetzt bin ich aber neugierig, herrschen bei Mazda andere physikalische Regel?"
Antwort: "Ja, die fahren ohne Aufladung."Ich verneige mich vor dieser geballten Kompetenz und verbleibe in sprachloser Ehrfurcht.
Gruß
electroman
Dankeschön 🙂
Leistung heisst nicht umsonst Leistung. Nur auf die kommt es an. Drehmoment kann man umwandeln, Leistung nicht. 200Nm bei 4000 U/min werden 400Nm bei 2000 U/min sind aber immer ca. 110PS.
Was hier verwechselt wird ist Spitzenleistung und der Leistungsverlauf ueber der Drehzahlbereich. Die Leistungskurve sollte so „füllig“ wie möglich sein, dann kann integral über einen Beschleunigungsvorgang im relevanten Drehzahlbereich (in dem man den Motor faktisch betreibt) die meiste Arbeit geleistet werden (Arbeit ist das Integral der Leistung ueber die Zeit). Und die Beschleunig von 0-100 ist nichts anderes als Arbeit, die in Form kinetischer Energie ins Auto gesteckt wird. Das sollte alles aus der Physik der 8/9. Klasse bekannt sein. Macht aber nichts, neulich hatte sich hier sogar ein Doktorand der Physik entsprechend ahnungslos geäußert... .
Turbomotoren (egal ob Diesel oder Benzin) haben eigentlich immer eine fülligere Leistungskurve bei vergleichbarer Spitzenleistung als Saugmotoren.
Amen
Und ergänzend zu den Ausführungen von Amen: Leistung ist nur das, was der Motor hinbekommen könnte, wenn es denn abgefordert würde. Egal ob als Leistungsverlauf oder dann als Spitzenleistung. Man muss das aber dann auch mit Vollgas auch im jeweiligen Arbeitspunkt anfordern. Und eben bei Saug-Otto-Motoren auch mal zurückschalten, damit er wieder auf so 3000-4000 RPM kommt und dort einen nennenswerten Teil der Spitzenleistung bereitstellt. Das Schaltverhalten ist also wesentlich. Und mit dem realen Leistungsabruf ist immer auch Energieeinsatz verbunden, also erhöht sich der Verbrauch (es wird mehr Sprit gebraucht), es wird teurer an der Tankstelle bzw. man kommt mit einer Tankfüllung weniger weit. Da Diesel pro kWh günstiger ist, tritt man im Diesel-Van aber eben trotzdem irgendwie befreiter aufs Gaspedal. In Hybriden übernimmt der E-Motor einen guten Teil der Beschleunigung, und das effizient und (je nach Dimensionierung) auch kraftvoll.
Und der andere Faktor: nur die Betrachtung von Leistung oder Kräften nützt wenig, wenn man nicht auch weiß, welche Masse da beschleunigt werden soll. F = m * a, also a = F / m. Beschleunigung ist Kraft pro Masse. Also hier: Radzugkraft pro Masse. Es nützt nicht viel, nur die "PS" oder Leistungskurven der Motoren von Fahrzeugen zu vergleichen. Sondern immer muss das in Relation gesetzt werden zur Fahrzeugmasse. Gerade Vans sind nicht gerade Leichtgewichte, besonders dann, wenn noch so 5-7 Leute und ihr Gepäck mit drin sind. Und Vans streuen dann doch recht breit: so ein Zafira A Top-Diesel hatte noch 1500 kg Leergewicht, andere jüngere Vans sind flink schon über 2000 kg leer.
Der Fadenersteller hatte an sich einen interessanten Kombi-Wunsch aus Leistung, Beschleunigung, aber auch niedrigem Verbrauch. Weshalb ihm dann der Prius+ so attraktiv schien. Das wurde bisher noch nicht so recht berücksichtigt. Aber ich hatte auch ein paar recht gut nutzbare Hybride mit aufgezählt. Am Gebrauchtmarkt sind sie aber relativ selten und oft eben auch ein bisschen teurer.
Zitat:
@Bluebloods schrieb am 21. August 2020 um 10:37:47 Uhr:
naja das Mazda Motoren was Beschleunigung betrifft nicht die Besten sind ist aber allgemein bekannt,und was die Elastizität betrifft da sind sie jedem Turbomotor weit unterlegen,das kann man in diversen Tests überall nachlesen!
Seit wann wird in irgendwelchen Tests die Elastizität gemessen?
Schau dir die 90 % Kurve des Drehmoments an, das gibt weitaus mehr Aufschluss, als irgendwelche subjektiven Tests.