W221 für einen "Otto-Normalverbraucher" möglich?
Hallo MotorTalk Nutzer,
aktuell fahre ich einen W204 und würde sehr gerne umsteigen auf etwas luxuriöses. Da ich schon immer die Marke Mercedes Benz gekrönt habe und seit meinem ersten Stern nicht mehr umsteigen will auf eine andere Marke soll jetzt etwas neues her. Ich kenn mich leider nicht so gut aus mit der S-Klasse aus 2005 bis 2013 , aber ich muss ganz ehrlich sagen der W221 hat es mir echt angetan. Meine Frage wäre was für kosten auf mich zu kommen würden wenn ich ein W221 unterhalten möchte und welche Motorisierungen ihr mir empfehlen würdet. Da ich das Auto für den Alltag erwerben möchte und zu ca. 60% das Auto Innerorts genutzt wird. Sind die Unterschiede groß im Unterhalt zwischen 6 Zylinder und 8 Zylinder ? Und ist ein VorMopf nicht empfehlenswert ?
Hoffe ihr könnt mir helfen
Gruß
Beste Antwort im Thema
Unter 4000€ Netto Einkommen würde ich mir keine S Klasse holen. Sei es der 220 oder 221.
86 Antworten
.. hey, nichts gegen MeckPomm. :-)
MeckPomm hat auch sehr schöne Ecken, genauso wie Brandenburg.
Da bekommt man schon echt schicke Bauernhöfe mit 4.000qm grundstück und 140qm Wohnfläche,
für ungefähr 60-75.000 Eur.
Daher auch meine worst case.
Beispiel München.
Nun, gut, aber wer DORT n Haus hat, von mir aus finanziert, verdient auch bestimmt deutlich mehr als diese 4.
Aber DER wird sich bestimmt keine alte S Klasse holen, sondern dann die 222er S leasen.
:-)
Aber lasst uns wieder zurück zum Thema kommen.
mfg
MeckPomm gibts viele schöne Ecken. Nur sind die durchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten beschränkt und nicht S-Klassen geeignet. Daran leidet der Osten seit Wiedervereinigung. 1400 - 1500 Netto ist da schon die Regel, müssen wir ja nicht um den Brei sprechen... Durchschnitt, nicht Minimum oder Maximum. Ist in Sachsen genauso. Das heftige O-W-Gefälle existiert wohl noch in 50 Jahren. Beim Band-Arbeiter im Stuttgarter Raum (Porsche/ Benz) steht eine 4, in Leipzig eine 2. Ist so. Nur aus dem Grund existieren hier die Werke.
Aber zurück zum Auto. Wenn man ein gutes Fahrzeug erwischst, wo schon alles vom Vorbesitzer gewechselt wurde was kaputt gehen kann (Siehe Beiträge) kann man durchaus Glück und viel Freude haben. ABC Fahrwerk braucht man nicht unbedingt. Mit etwas Pflege hält das aber auch eine lange Zeit. Airmatic macht alles mit Druckluft. Kann man hoch fahren, z.B. im Parkhaus ober bei Schnee, oder im Normalmodus belassen. Als Sportvariante drückt man Schalterstellung hart und Sehr Hart. Damit kann man bedingt fast schon um die Ecken räubern wie mit einem Polo GTI. Durch den hohen Lenkeinschlag ist der große Dampfer sehr gelenkig und manövrierfähig. Besser als ein kleiner Fronttriebler. Wirklich. Man kann Airmatic prüfen, indem man von Modus Normal auf hochfahren drückt. Ich las irgendwo einmal, wenn das innerhalb 20 - 25 sek erfolgt und die Anzeige "Fahrzeug hebt an" wieder aus geht und das Fzg oben ist, alles i.O. Dauert es länger, wird bald ein neuer Kompressor fällig. Mein Fahrwerk-Kompressor kam ehemals 300 Euro. Heute sind sie um die 200 Euro erhältlich. Den Kompressor habe ich mal selbst gewechselt, weil er den Druck nicht mehr gebracht hat. Kann man selbst machen, wie schon ein User schrieb. Wenn Du einen Ölwechsel selbst vornimmst, kannst du den Kompressor ebenso wechseln. Erneuere das Relais aber gleich mit, oft kleben die und dann ist der neue Kompressor gleich wieder hin, weil er dann nicht abschaltet und nach 1 Woche durchgeglüht ist. Jetzt bei 340.000 km fangen die Dampfer an zu poltern. Das wird wohl die nächste Baustelle. Absacken tun sie noch nicht.
Ab 2003 sollten die Rost-Schwachstellen nicht mehr so massiv auftreten, liest man. Mein 220 VorMopf leider nicht, kann man machen was man will, blüht stets neu und mehr, er blüht von Innen nach Außen. Dagegen hat Lexus ja eine Garantie :-) Benz nicht.
Es gibt viele Autos die teuer werden können. Ein Q7 ist erheblich kostenintensiver als eine S-Tonne. Echt. Ein Touareg nahezu auch.
Wer viel selbst machen kann, spart. Das ist beim Renault Clio aber ebenso. Was ich mit Erwerb des S gespürt habe ist Neid anderer, der mir mit einem Mitsubishi V6 nicht vorgekommen ist. Da hies es nur abfällig, Reisschüssel. Aber das Auto wurde in Ruhe gelassen. Mit der S Klasse verzeichne ich nun viele Vandalismusschäden. Ein geklauter Stern ist das billigste. Abgetretene Frontschürze, Schlüssel-Ritzereien in Seiten, Dach und Motorhaube, Scheibe gerissen (vielleicht durch Schlag), verbrannter Lack (vermutlich mit Feuerzeugbenzin) und Dellen runden alles ab. Reifen waren bislang ok. Keiner hat je was gesehen, Früh war der Schaden immer da. Einige Freunde kommen nach wie vor mit mir gut klar, andere zeigen deutlich, dass sie mit dem S unter dem Hintern nicht mehr wissen wollen. Menschen. So siebt man auch Freunde denke ich mir nur... Sie kaufen sich ein neuen Shirocco keine Ahnung, 35.000 Mücken oder so, sind aber auf meine 10.000 neidisch (heute Restwert 4.000 was weiß ich). Versteh die Welt nicht.
Wenn Du im Jahr mehr als 20.000 km zusammenbekommst, lohnt sicher Gas. Mein nächster wird wieder ein Gaser. Zum bewegen reicht ein 350er. Der kann locker im Verkehr mitschwimmen. Wer etwas mehr Spaß braucht nimmt einen 500er Maschine. Mein CDI würde ich nicht empfehlen. Klar, 7 Liter auf 100km klingt verlockend, aber das drum und dran nervt. Immer was neues, Injektoren, Leitungen, Sensoren, Ansaugrohre, Turbo... So viel Aufwand im Motorraum hatte ich noch nie im Vergleich zum Benziner. Zudem der stetige Murks mit Plaketten und Diskussionen von Fahrverboten bis zu den Baujahren 2014! Nicht mal 3 oder 4 Jahre alte Fahrzeuge für Otto Normalo sollen u.U. betroffen sein. Unvorstellbar. Und dann stellt man bestimmt fest, es lag überhaut nicht daran, das ist dann der Witz...
... wie schon geschrieben, eine S, auch wenns nur eine 220er ist, geht auch gut mit 1.000 netto.
Klar, man kann halt kaum 2mal in Urlaub in die USA fliegen oder so.
Aber hey, was bringt mir 2mal Urlaub? paar Bilder, etwas schöne Tage etc.
Aber wenn man an der S hängt, sei es auch aus sentimentalen Gründen oder aus Erinnerung,
damit kann ich jeden Tag fahren und Spaß haben.
Nach den 3 Wochen Urlaub geht der (Arbeits)Stress von vorne los.
Aber sei wie es sei.
Es ist halt eine große Schere.
Wenn man Abstriche machen kann, KANN man auch mit 1.000 auskommen.
Wenn man aber auf "Luxus" wie rauchen, alle paar Tage Markenklamotten, Fr. Sa. So. feiern gehen
und das jede Woche etc. dann können auch die 4.000 schnell eng werden.
Wenn ich meinen 220er überschlage, habe ich mit Versicherung, Steuern, Garantieverlängerungen,
Sprit, Wartung etc. im Monat im Schnitt um die 190,00 EUR ausgegeben.
Liegt wohl auch daran, das ich kaum/keine großen Reparaturen in den 5,5 J hatte.
Ergo.
Die Schere kann sehr weit auseinander gehen.
mfg
@ romanusko und W 220_Harz
2 hervorragende Beiträge. Kann aus meiner W 220 Zeit in fast allen Punkten zustimmen. Nur ein Gaser kommt für mich nicht in Frage. Ob W 220 MOPF oder einen W 221: Ein unverbastelter S 350 ist für mich erste Wahl - der reicht völlig aus bei ca.10 TSD km Laufleistung im Jahr. Und davon rund 6 TSD km auf Französischen Autobahnen. Da geht eh nur 130 km/h Höchstgeschwindigkeit.
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Ein kleiner Zusatz zu meinen als überteuert angesehenen Wartungskosten: sie waren bestimmt auch ein Grund dafür, daß ich den Wagen nach drei Jahren Haltedauer und etwa 60tkm mit einem Wertverlust von 800€ verkauft habe. Mittlerweile bestimmt der Zustand den Preis und die Käufer honorieren gut gepflegte und gewartete Fahrzeuge entsprechend. Mit Sicherheit hätte ich den Wagen billiger am Laufen halten können, die Differenz hätte ich dann beim Verkauf gezahlt.
Ich hab doch nichts gegen MeckPom (ich finde es dort sehr schön), ich wollte nur sagen, da bekommt man wesentlich mehr Immobilie für kleineres Geld, im Vergleich zu den Ballungsgebieten, wo dummerweise auch meist die gut bezahlten Jobs sind.
Zitat:
@AMG-verliebt schrieb am 3. Juni 2017 um 02:23:39 Uhr:
...
Meine Frage wäre was für kosten auf mich zu kommen würden wenn ich ein W221 unterhalten möchte und welche Motorisierungen ihr mir empfehlen würdet.
...
Zur Beantwortung dieser Frage kann ich den
ADAC Autokosten-Rechnerwärmstens empfehlen. Er greift auf eine statistisch belastbare Datenbasis zu. Letztendlich ist es eine ganz persönliche Entscheidung, welchen Einfluss der Unterhalt eines Wagens auf Deine ökonomischen Verhältnisse nehmen darf. Ob Du und Deine Familie bereit wären, evtl. Einschränkungen an anderer Stelle hinzunehmen, oder eben nicht. Ich z.B. leiste mir nur die Wagen, deren Unterhalt im unspezifischen Grundrauschen der Allerweltskosten untergeht.
Motor? 8 Zylinder. Oder mehr... Vorsicht: Meine Empfehlung berücksichtigt ausschliesslich den Spassfaktor.
Cheers,
DrHephaistos
Ich kenne einige Leute, die einen R230, W220, C215 oder W221/C216 mit unter 2.000€ Netto im Monat fahren.
Die finanzieren sich die Kisten eben auf 8 Jahre und zahlen monatlich 150€ ab, davon geht 100 für die Zinsen weg wegen der schwachen Bonität. Nach 8 Jahren haben sie dann noch eine Schlussrate, was mehr ist als das Fahrzeugwert.
Das Fahrzeug wird aber eh meistens nicht so lange behalten, sondern nach 1-2 Jahren mit erheblicher Wartungsstau und ordentlich Verlust verkauft.
Während dieser Zeit wird dann stets für nen zwanni getankt (falls LPG vorhanden, auch mal voll).
Wenn die Drähte von den Reifen Innenseite dann so langsam aber sicher rausgucken, wird nach gebrauchte oder runderneuerte Fernost Ersatz Ausschau gehalten.
Ölwechsel findet nie statt, da der Motor bei entsprechender Fahrweise eh Öl verbraucht und somit frisches Baumarkt Öl beigemischt wird.
Wenn am Ende des Monats dann noch Geld übrig bleibt, werden die Endrohre aufgeschnitten und leergemacht. Gefälschte MAE's dürfen dann auf den nächsten Gehalt warten.
Wenn etwas dann kaputt geht, was die Weiterfahrt nicht beeinträchtigt, wird zweifelsohne ignoriert.
Wenn etwas schwergiegendes kaputtgeht, wird nach der billigsten Bastellösung gesucht und im zweifel der Wagen für 3 Monate stillgelegt und gespart.
Ich frage mich, warum eigentlich? Die Antwort ist ganz einfach:
Man möchte-gern ein Auto fahren, was man sich nicht leisten kann. Meistens will man es fahren, um anzugeben und andere Leute zu beeindrucken.
Früher fand ich sowas lächerlich. Mittlerweile finde ich es nur noch traurig.
Eine S Klasse ist wirklich teuer. Ich hatte einen S55 Kompressor als Spaßfahrzeug für 3 Jahre. Obwohl ich damit nicht jeden Tag gefahren bin, hatte ich öfters monatlich allein 2.000€ nur für Ultimate ausgegeben.
Fazit: Eine S Klasse kann man auch mit unter 2.000€ "fahren". Siehe Beispiel oben.
Wer aber so ein Auto artgerecht unterhalten und fahren will, braucht schon deutlich über 3.000€ Netto. Eher 4000+.
Zitat:
@munition76 schrieb am 4. Juni 2017 um 14:51:39 Uhr:
Ich kenne einige Leute, die einen R230, W220, C215 oder W221/C216 mit unter 2.000€ Netto im Monat fahren.Die finanzieren sich die Kisten eben auf 8 Jahre und zahlen monatlich 150€ ab, davon geht 100 für die Zinsen weg wegen der schwachen Bonität. Nach 8 Jahren haben sie dann noch eine Schlussrate, was mehr ist als das Fahrzeugwert.
Das Fahrzeug wird aber eh meistens nicht so lange behalten, sondern nach 1-2 Jahren mit erheblicher Wartungsstau und ordentlich Verlust verkauft.Während dieser Zeit wird dann stets für nen zwanni getankt (falls LPG vorhanden, auch mal voll).
Wenn die Drähte von den Reifen Innenseite dann so langsam aber sicher rausgucken, wird nach gebrauchte oder runderneuerte Fernost Ersatz Ausschau gehalten.Ölwechsel findet nie statt, da der Motor bei entsprechender Fahrweise eh Öl verbraucht und somit frisches Baumarkt Öl beigemischt wird.
Wenn am Ende des Monats dann noch Geld übrig bleibt, werden die Endrohre aufgeschnitten und leergemacht. Gefälschte MAE's dürfen dann auf den nächsten Gehalt warten.
Wenn etwas dann kaputt geht, was die Weiterfahrt nicht beeinträchtigt, wird zweifelsohne ignoriert.
Wenn etwas schwergiegendes kaputtgeht, wird nach der billigsten Bastellösung gesucht und im zweifel der Wagen für 3 Monate stillgelegt und gespart.Ich frage mich, warum eigentlich? Die Antwort ist ganz einfach:
Man möchte-gern ein Auto fahren, was man sich nicht leisten kann. Meistens will man es fahren, um anzugeben und andere Leute zu beeindrucken.Früher fand ich sowas lächerlich. Mittlerweile finde ich es nur noch traurig.
Eine S Klasse ist wirklich teuer. Ich hatte einen S55 Kompressor als Spaßfahrzeug für 3 Jahre. Obwohl ich damit nicht jeden Tag gefahren bin, hatte ich öfters monatlich allein 2.000€ nur für Ultimate ausgegeben.
Fazit: Eine S Klasse kann man auch mit unter 2.000€ "fahren". Siehe Beispiel oben.
Wer aber so ein Auto artgerecht unterhalten und fahren will, braucht schon deutlich über 3.000€ Netto. Eher 4000+.
Hallo munition76,
danke für die ausführliche Erklärung haha. Ich bin nicht so einer. Mein W204 ist Scheckheft gepflegt und alle Inspektionen sind NUR bei Mercedes fachgerecht und zum bestimmten Datum ausgeführt worden. So wie du es oben beschrieben hast würde für mich niemals in Frage kommen. Da die Mitglieder im Forum mir gezeigt haben das so eine S-Klasse nicht gerade leicht ist zu unterhalten habe ich mich um entschieden. Ein ML soll her 🙂 Der W164 hat mich von der Optik begeistert. Würde sehr gerne ein 500er als Motorisierung erwerben, aber ohne eine Gasanlage wird das nix. Gasanlagen wären bei diesem Motor angeblich völlig okay. Kennst du dich damit aus ? Würde gerne mal ein ML500 besichtigen gehen, vielleicht lernt man ja das Auto besser kennen. Und ich muss mich wirklich bei dir bedanken, dein Text war echt amüsant zu lesen.
Gruß
Hallo AMG-verliebt,
ich habe nichts gegen eine Gasanlage.
Im Gegenteil, ich bin seit vielen Jahren selber überzeugter Gasfahrer und spare dabei jedes Jahr einige tausender.
Man sollte dabei aber eins nicht vergessen:
Autogas ist ein nettes extra, was kosten sparen kann.
"Kann", weil nicht muss.
Wenn man pech hat und einen unerfahrenen Umrüster wählt, hat man mehr Ärger als Spaß.
Kurz und knapp:
Wenn man sich das Auto nur im LPG Betrieb leisten kann, dann ist es das falsche Auto.
Hallo an alle,
es ist durchaus möglich eine S-Klasse auch mit weit unter 2000€ artgerecht zu fahren und zu unterhalten!
Ich konnte das schließlich schon während meiner Ausbildung.
Das wichtigste ist allerdings, dass man(n) selbst am Auto schrauben kann. Und auch auf das Auto kommt es an!
Meinen W220 320 CDI Bj. 2000 habe ich mit 98.000 km einem Rentner abgeknöpft und seit dem 150.000 km draufgefahren.
Während dieser Kilometer habe ich ca. 3700€ für Verschleißteile ausgegeben und das über 3 Jahre. Es gibt auch keinen Wartungsstau und ich mag auch zu behaupten, dass mein Dicker besser als Scheckheftgepflegt ist.
Da ja der Verbrauch an Diesel kombiniert bei 6.5 Liter liegt fahre ich auch meinen weiten Strecken sehr günstig und auch luxuriös.
Gruß
Zitat:
@timme871 schrieb am 4. Juni 2017 um 16:43:39 Uhr:
Hallo an alle,es ist durchaus möglich eine S-Klasse auch mit weit unter 2000€ artgerecht zu fahren und zu unterhalten!
Ich konnte das schließlich schon während meiner Ausbildung.Das wichtigste ist allerdings, dass man(n) selbst am Auto schrauben kann. Und auch auf das Auto kommt es an!
Meinen W220 320 CDI Bj. 2000 habe ich mit 98.000 km einem Rentner abgeknöpft und seit dem 150.000 km draufgefahren.
Während dieser Kilometer habe ich ca. 3700€ für Verschleißteile ausgegeben und das über 3 Jahre. Es gibt auch keinen Wartungsstau und ich mag auch zu behaupten, dass mein Dicker besser als Scheckheftgepflegt ist.
Da ja der Verbrauch an Diesel kombiniert bei 6.5 Liter liegt fahre ich auch meinen weiten Strecken sehr günstig und auch luxuriös.Gruß
6,5 Liter Diesel... wenn ich das schon höre, kann ich mir den Rest schon denken.
Mein 210er E220 CDI verbraucht 8 Liter, der 320 CDI 9 Liter.
Aber der gleiche Motor im schweren S Klasse nimmt sich bei dir natürlich nur 6,5 Liter.
Bevor du versuchst mir das zu beweisen: Ich weiß, es ist möglich! Den Wagen vorsichtig auf Die Autobahn tragen und dann den nächsten LKW ins Visier und schnell den Tempomat auf 92 Kmh.
Nach 30 Km stehen dann 6,5 Liter an.
DAS ist aber kein artgerechtes Fahren! 😉
Wer die S Klasse mit 3.700€ 150 Tkm bewegt, hat den Wagen entweder nur getragen auf Langstrecke und/oder hat Wartungsstau.
Allein gute Reifen (Winter+Sommer) kosten bei der Laufleistung locker 2.000€.
Ich hatte damit schon gerechnet das sich jemand darüber entblößt....aber nein ich fahre keine 92 Kmh. Und beweisen muss ich dir auch nichts 😉
Ich spreche nur von meinen Erfahrungswerten....und die sind nun mal wie angegeben.
In meinem W210 270 CDI fahre ich sogar noch 1 liter weniger ;P
Ich weiß auch nicht wo du dein Auto warten lässt oder was auch immer du machst aber scheint eine teure Werkstatt zu sein bzw. bist du Käufer von goldbestückten Ersatzteilen.
Gruß
W
Zitat:
@munition76 schrieb am 4. Juni 2017 um 16:03:06 Uhr:
Hallo AMG-verliebt,
ich habe nichts gegen eine Gasanlage.
Im Gegenteil, ich bin seit vielen Jahren selber überzeugter Gasfahrer und spare dabei jedes Jahr einige tausender.Man sollte dabei aber eins nicht vergessen:
Autogas ist ein nettes extra, was kosten sparen kann.
"Kann", weil nicht muss.
Wenn man pech hat und einen unerfahrenen Umrüster wählt, hat man mehr Ärger als Spaß.Kurz und knapp:
Wenn man sich das Auto nur im LPG Betrieb leisten kann, dann ist es das falsche Auto.
Ich weiß nicht genau, also von Wartungen her und Inspektionen kann ich mir einen W164 mit 500er Motor schon leisten. Soweit ich weiß sind diese Motoren bei Pflege wirklich lang haltende Motoren. Aber der Sprit macht mir halt sorgen, da ich wie schon gesagt eher innerorts unterwegs bin.
Gruß
Zitat:
@timme871 schrieb am 4. Juni 2017 um 16:43:39 Uhr:
Hallo an alle,es ist durchaus möglich eine S-Klasse auch mit weit unter 2000€ artgerecht zu fahren und zu unterhalten!
Ich konnte das schließlich schon während meiner Ausbildung.Das wichtigste ist allerdings, dass man(n) selbst am Auto schrauben kann. Und auch auf das Auto kommt es an!
Meinen W220 320 CDI Bj. 2000 habe ich mit 98.000 km einem Rentner abgeknöpft und seit dem 150.000 km draufgefahren.
Während dieser Kilometer habe ich ca. 3700€ für Verschleißteile ausgegeben und das über 3 Jahre. Es gibt auch keinen Wartungsstau und ich mag auch zu behaupten, dass mein Dicker besser als Scheckheftgepflegt ist.
Da ja der Verbrauch an Diesel kombiniert bei 6.5 Liter liegt fahre ich auch meinen weiten Strecken sehr günstig und auch luxuriös.Gruß
Was mache ich bloß falsch?
Gesamtkosten:
20.000 € Kaufpreis
4.000 € Gasanlage
25.925 € Reparaturen, Verschleißteile und 6x Assyst (2.980 €, aber schon incl. Teile)
9.300 € Versicherung
2.696 € Steuer
17.500 € Spritkosten
79.421 € Gesamtkosten für 175.000 km und 8 Jahre
Davon könnte man einen noch nicht erzielten Verkaufspreis von derzeit etwa 5.000 € abziehen.
Ich finde es nicht fair von Dir, nur einen kleinen Teilbetrag der Gesamtkosten zu erwähnen, wodurch schnell für einen Interessenten ein falscher Eindruck entsteht.
3700 € für Verschleißteile sind auf 150.000 km sehr wenig.
Sie müßten folgendes beeinhalten:
- 2 - 3x Reifen
- Bremsen komplett vorn und hinten
- Querlenker vorn
- Filter
- Öl
- Keilrippenriemen und Umlenkrollen
- Scheibenwischer
Deine Reparaturkosten hast Du komplett weggelassen, sehr unwahrscheinlich, daß es gar keine gegeben haben sollte.
Bei mir machen die addierten Reparaturen, Assysts und Verschleißteile allein schon 25.925 € aus.
Natürlich hatte mein Wagen schon 100.000 km mehr gelaufen, ist jetzt aber auch noch nicht älter als Deiner schon beim Kauf.
Bei Dir stehen allmählich dann auch verschleißbedingt 4 neue Airmatic-Federbeine an.
Anhand dieser Seite (Klick hier! ) habe ich einen durchschnittlichen Dieselpreis von 1,169 € für die letzten 3 Jahre errechnet.
Bei Deinem ungewöhnlich niedrigen Verbrauch von 6,5 Liter auf 100 km ergibt das 11.397,75 € auf 150.000 km.
Deine Steuer betrug 1527 €.
Für die Versicherung habe ich mal 500 € pro Jahr geschätzt.
Das kann aber auch deutlich mehr sein, besonders bei niedrigem Alter/SF und hoher Fahrleistung.
Ich selber zahle bei niedrigster SF-Klasse über 1.200 € im Jahr.
11.397,75 € Spritkosten auf 150.000 km
3700,00 € Verschleißteile
1527,00 € Steuer für 3 Jahre
1500,00 € Versicherung für 3 Jahre
18.124,75 € Gesamtkosten
Das sind pro Monat 503,46 €, allerdings ohne eine einzige Reparatur, die bei einem 17 Jahre alten Auto anfallen wird.
Würde man statt einem 90 km/h-Tempo und hohem Autobahnanteil mit 6,5 Liter eher 8 - 9 Liter incl. Stadtverkehr ansetzen, kämen hier weitere Kosten dazu.
lg Rüdiger🙂