Vorstellung: Golf 2 CL Bj. 86 "der Konstantin"

VW Golf 2 (19E)

Hallo,

nachdem ich bereits durch die eine oder andere Frage vorab "aufgefallen" war, kann ich Euch jetzt endlich meinen Zwoer vorstellen.
Der Wagen hat nur 3 Vorbesitzer, ist komplett original bis auf das Kenwood-Radio, hat noch den ersten Lack und hat absolut plausibel belegte 56.000 km runter.
Ich wünsche mir sehr, dass der "Konsti" eine "Konstante" in meinem Autofahrerleben wird und mich quasi als "Winteroldtimer" noch möglichst lange begleitet, der soll auf jeden Fall nächstes Jahr das "Haken-Zeichen" kriegen.

Optisch isser kein Concours-de-Elegance-Winner aber mit ein bisschen Liebe wird das.
Die Beifahrertür und der vordere Kotflügel auf der Fahrerseite sind "leicht" verdallert, die Stoßstangen scheinen nicht mehr an allen Befestigungspunkten einzurasten und die Felgen sind wirklich ranzig-rostig.
Tür und Koti sind in rostfreiem Zustand als Ersatzteile dabei, das wollte der Vorbesitzer schon machen, kam aber nicht dazu, müssen halt lackiert werden.
Die Blechsubstanz ist aber alles in allem verflixt gut !! In der Beziehung verblüffen mich die meisten Zweier immer wieder.

Der Motor läuft super, springt an, wenn man den Zündschlüssel nur scharf ankuckt, allerdings scheint das Thermostat tot zu sein, jedenfall kommt der Wagen auch bei 27° Außentemperatur nicht richtig auf Betriebswärme.

Was wirklich richtig klasse ist, ist der Erhaltungszustand der Innenausstattung, hier merkt man dann doch die wenigen KM. Keine Flecken auf den Sitzen, nirgendwo was eingerissen, der Himmel hängt nicht runter, der Stoff an den Türpappen hat sich nirgends vom Trägermaterial gelöst.
Fahrgefühl ist für jemanden wie mich, der einen 45 Jahre alten Käfer fährt quasi "jahreswagenmäßig".
Der gute Konstantin hat noch TÜV bis weit in 2016 hinein und erstmal keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für den ersten Winter, wobei ich mir die Bremse vorne demnächst mal genauer anschauen werde, vielleicht muss ich doch noch ran, aber das ist wirklich pillepalle.

Also geplant sind:
- Kotflügel und Tür auswechseln (oder notdürftig aufhübschen und nach dem Winter machen)
- Bremsen checken, erforderlichenfalls Scheiben/Klötze/Beläge wechseln
- Drehzahlmesser ins Kombiinstrument implantieren
- dezenteres Radio einbauen
- Türtaschen mit Lautsprechern besorgen und anschließen
- andere Felgen suchen und montieren

paar Bilder (sind jetzt keine Kunstwerke, sondern nur reine Doku:

Beste Antwort im Thema

Hallo Roland,

Dein Posting trifft mein Dilemma wirklich ziemlich im Kern.

Zitat:

und ihn dann als "Winteroldtimer" zu mißbrauchen, da passt was nicht zusammen, jedenfalls für mich. Salz ist Gift. das hat er nicht verdient.

Der Konstantin war übrig. Die Kupplung war kaputt und er hätte 2, eigentlich 4 neue Reifen gebraucht. Dazu kam, dass der Vorbesitzer meinte, der Thermostat und die Zylinderkopfdichtung seien defekt und der Wagen sollte verschrottet werden, trotz fast 1 Jahr Resttüv, wegen der genannten Schäden, sodass es nicht mehr lohnen würde.

Ich habe dann zugegriffen, weil ich die Chance auf ein gutes Auto für die nächsten zwei Winter gekommen sah und den Kupplungswechsel in Kauf nahm.

Nachdem der Wagen dann bei mir war, musste ich feststellen, dass er viel besser ist als er von außen wirkte und dass er mir mit jedem Kilometer mehr Spaß machte.
Ich habe dann meine Haltung insoweit korrigiert, dass die dringensten Stellen rostmäßig saniert wurden und dass er viel mehr Arbeit und Geld schlucken durfte als ursprünglich gedacht.
Und nun ?
Was sollte ich jetzt Deiner Meinung nach machen ?
Weiterverkaufen - nö. Also werde ich versuchen ihn eine schöne Weile am Leben zu erhalten und aus dem einen bis zwei Wintern so viele wie möglich werden zu lassen, das ist in meinen Augen immer noch Welten besser, als dass er auf den Schrott gewandert wäre oder als wenn er von einem zornigen jungen Mann ohne Geld im Rahmen des Restüvs totgeschunden worden wäre.

Gruß
Peter

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Super, gut zu wissen. Bevor die Optik der jetzt entrosteten Stellen nicht aufgehübscht ist, bleibt es eh wie es ist.

Hast Du auch einen Tipp, wie man die Reste des Klebers der Zierleisten vom Auto bekommt ?
Ich habe schon
- Spiritus
- Nitro-Verdünnung
- Terpentin
probiert, geht alles kaum bis gar nicht. Am besten geht noch abgnibbeln mit den Fingernägeln, dauert aber ewig weil es doch einiges an Lauflänge ist.

Mit'm Fön anwärmen und abgnibblen, Reste mit Verdünnung abwaschen. Was besseres weiß ich da leider auch nicht.

Ich bin heute ein Glückspilz, aber eben leider nicht nur.

Das Glück: mir sind heute vier blaue Türverkleidungen vom GL vor Facelift zugelaufen. Zustand prima, Grundreinigung und gut ist. 🙂

Außerdem habe ich heute meine Repro-Lautsprecherblenden inklusive Magnat-Lautsprecher in die Türtaschen eingebaut und die vorhandenen im Armaturenbrett ausgebaut. Der Stoff, der auf der Innenseite der Abdeckungen war, ist völlig zerfallen und in die Lautsprecher gebröselt. Das habe ich alles vernünftig saubergemacht und die Lautsprecher ausgesaugt, danach richtig befestigt (die lagen eher so "halblose" in den Löchern).
Jetzt hört sich alles ganz passabel an, natürlich kein Hifi-Sound, aber fürs Blueshören in "normaler altersgerechter Lautstärke" 😛 reicht es durchaus.

Leider gibt es aber auch was richtig unangenehmes. Ich bin vorhin auf dem Heimweg flott durch eine Linkskurve gefahren und urplötzlich war es als ob hinten rechts die Aufhängung nachgibt (so hat es sich jedenfalls angefühlt), also der Wagen ist hinten richtig "weggeknickt". Ich konnte zwar noch korrigieren und es ist nix weiter passiert, aber das war schon sehr erschreckend. Anschließend habe ich in dann festgestellt, dass er in Linkskurven irgendwie hinten rechts instabil wirkt, ein bisschen als ob dort viel zu wenig Luft im Reifen wäre (was nicht der Fall ist). Das Phänomen war auf dem Hinweg zur Abholung der Türpappen definitiv noch nicht vorhanden, denn ich war spät dran und bin ziemlich um die Ecken geheizt, da war alles noch ganz normal.

Ich habe dann zuhause mal am Rad und an der Karosserie gewackelt, konnte aber nichts auffälliges feststellen. Radlager scheint OK, Stoßdämpfer verhält sich links und rechts gleich, ziemlich weich, aber kein Unterschied zwischen rechts hinten und links hinten feststellbar. In Rechtskurven fährt er ganz normal.
Für nähere Suche war jetzt heute keine Zeit und kein Licht mehr.

Sehr dubiose Geschichte.
Vorhin nochmal mit der Taschenlampe unter der Hinterachse rumgeleuchtet.
Der linke hintere Dämpfer ölt, scheinbar nicht erst seit heute.
Aber der hat ja in Linkskurven eigentlich kam was zu tun.
Sonst konnte ich nix feststellen.
Dann nochmal gefahren und keine Auffälligkeiten. Das soll verstehen wer will.

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Oberer Federteller zerbrochen? Die bestehen nämlich oft nur noch aus Eisenoxid. Sind aber leicht zu tauschen, weil man hinten keine Federspanner braucht.

Oder einfach die Feder gebrochen.

Irgendwas hat er hinten rechts. Er fühlt sich da eindeutig instabil an. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit ist es mir wieder aufgefallen. Nicht so kraß wie gestern aber irgendwas stimmt da nicht.
Heute nachmittag werde ich nochmal mit einer guten Lampe und aufgebockt Feder/Dämpfer hinten inspizieren.
Die Achse an sich ist ja auch einem durchgehenden Teil, also keine einzelnen Schräglenker oder sowas, wo etwas nachgeben könnte oder ?

Hinterachse ist starr. Besteht aus nur einem Teil. Muss also was anderes sein, als ein Schaden am Achskörper.

Man hat allerdings in sehr seltenen Fällen auch schon durchgerostete Hinterachsen beim 2er gesehen. Gab auch mal ein Foto hier im Forum.

Verständnisfrage: wenn der Federteller abgerostet/gebroche ist, oder wenn gleich die Feder gebrochen ist, müsste er dann nicht hinten schief stehen (also rechts und links ungleich hoch) ?

Der gebrochene Federteller kann nicht soweit weg, die Feder hängt dann mit den Resten vom Teller oben im Federdom. Ich weiß nicht, ob man das unbedingt so stark sieht.
Bei 'ner gebrochenen Feder wird es auch drauf ankommen, wo die gebrochen ist. Ist aber nach meiner Erfahung beim 2er hinten auch eher selten.

Ich tippe auf defekte Stoßdämpfer!
Mach die neu + glaub mir.
Ich sach nur "Konirot".😉 bei deinem Käfer.

Uwe

Hallo zusammen,

ich glaube mittlerweile, dasss Uwe recht hat. Ich habe heute mal die Federn- und Teller gecheckt, da sieht alles gut aus.
Das Rad hat auch wenn es entlastet ist, kein auffälliges Spiel oder ähnliches.
Der linke Dämpfer hat wahrscheinlich kein Öl mehr und der rechte sieht soweit trocken aus, kann aber natürlich auch schon länger zurückliegend ausgelaufen sein.

Jedenfalls habe ich heute nochmal ausgiebig Probefahrt gemacht und festgestellt, dass das Phänomen dann am deutlichsten auftritt, wenn ich mit merklicher Seitenneigung flott durch eine Kurve fahre und dann eine Bodenwelle kommt, sodass er in diesem Zustand ein- und ausfedern muss. Dann meint man, wenn es eine starke kurze Bodenwelle war, dass die Hinterachse beim durchfedern regelrecht versetzen würde und der Wagen auf der Außenseite "einknickt". Es ist auch auf beiden Seiten festzustellen, allerdings in Linkskurven deutlicher (oder ich habe die "optimal passenden" Bodenwellen eher in Linkskurven angetroffen).
Kommt keine Bodenwelle, passiert garnix und er fährt ganz normal wie ein Auto mit relativ weichem Fahrwerk.

Das würde meiner Ansicht nach jetzt doch für komplett platte hintere Dämpfer sprechen.

Na, dann gibt es ja günstige Stoßdämpfer, auch mit Gasdruck (ja ich weiß da ist auch Öl drin)

Hoffentlich wird sich das Problem damit lösen!

Haben die GL andere Leisten an der Oberkante der Tür (ich meine diese U-Profil-Leisten, in die das obere Ende der Türverkleidung gesteckt wird) ?
Ich habe nämlich gestern die schicken GL-Türpappen an meinen Vordertüren montiert, aber ganz vorne, wo die Pappen am vorderen Ende der Tür anliegen, ist ein Spalt, der mit den alten Pappen so nicht da war, weil die GL-Verkleidungen dort knapper ausgeschnitten sind.
Ist das verständlich was ich meine ? Falls nicht, reiche ich ein Bild nach.

Gruß
Peter

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