Vorglühen beim Diesel
Weiß jemand wie die Vorglühanlage im F10/11 Diesel arbeitet?
Bei meinem alten E61 530d aus 01/2005 wurde bereits vorgeglüht, wenn bei <5°C Außentemperatur die Fahrertür geöffnet wurde. Somit konnte man nach Einschalten der Zündung direkt starten. Es kam sehr selten - und nur kurz (ca. 1 Sekunde) - ein Hinweis, dass noch vorgeglüht wird.
Bei meinem jetzigen F11 535d 04/2011 dauert es anscheinend länger oder er beginnt nicht mehr mit dem Glühen beim Türöffnen. Trete ich das Bremspedal nicht und schalte also nur die Zündung ein glüht er ca. 3 Sekunden vor (der Hinweis erscheint im Kombiinstrument). Dann starte ich den Motor.
Was ich nun bedenklich finde ist, dass er sofort startet und nicht auf das Beenden des Vorglühvorgangs wartet wenn ich die Bremse beim Startknopf-Drücken trete. Ist das bei euch auch so? Beim E87 wartet er bis das Glühen durch ist und springt dann erst an.
Beste Antwort im Thema
Man kann sich es auch unnötig schwer machen und über alles lange Diskutieren.😉
Ich steig ein in unseren 530D drück am Startknopf und ob der jetzt ein oder zwei Sekunden vorglüht oder gleich startet ist mir relativ egal.
Ich will mich mit solchen Sachen nicht "belasten" und die moderne Technik soll das für mich "erledigen".
Kosten ja genug die Kisten.😉
54 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von bubu01
Wenn man (bei Temperaturen von 0 Grad und kälter) den Startknopf einmal kurz drückt ohne das Bremspedal zu betätigen, erscheint ein Vorglühhinweis im Armaturenbrett. Es ist gut sichtbar und als Bildchen ist zusätzlich eine Art Spirale dargestellt.
Auch wenn Du das Bremspedal beim Starten (kalte Temperaturen vorausgesetzt) leuchtet kurz das Vorglühsymbol auf und der Motor startet erst nach einem kurzen Vorglühprozess (ca 1 sec). Dies geschieht vollkommen automatisch.
Gruß
Der Chaosmanager
...das ist sicher richtig so.
Aber die Vorglühzeit ist so kurz, dass man sie in der Regel gar nicht als solche wahrnimmt.
Also auch im 21. Jahrhundert muss noch vorgelüht werden, man merkt es nur praktisch nicht mehr.
Gruss
Franz
Also heute Morgen habe ich es durchaus gemerkt. Das Auto startete nicht sofort, dass ich sogar ein zweites mal drauf gedrückt hatte bis mir eingefallen ist. Ach ja es ist kalt und der muss erst vorglühen.
Dachte er beginnt mit den Startvorbereitungen wenn man an die Fahrertürschnalle fasst?
Herzliche Grüße,
HyperMiler
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Zitat:
Original geschrieben von Hypermiler
Dachte er beginnt mit den Startvorbereitungen wenn man an die Fahrertürschnalle fasst?Herzliche Grüße,
HyperMiler
genauso ist es ...
Also ich habe es gestern mit meinem 04/2011er 535dA F11 (Softwarestand 12/2012) nochmals jeweils bei -7°C Außentemperatur, absoluter Kaltstart, getestet:
Variante 1:
Tür öffnen, reinsetzen, Tür schließen, anschnallen, Bremspedal NICHT getreten, Startknopf drücken.
Das Vorglühsymbol erscheint für ca. 3 Sekunden. Dann mit getretenem Bremspedal den Motor starten. Er läuft sofort rund.
Variante 2:
Tür öffnen, reinsetzen, Tür schließen, anschnallen, Bremspedal getreten, Startknopf drücken.
Das Vorglühsymbol erscheint für <1 Sekunde. Der Motor startet sofort, ohne Verzögerung. Er läuft erst nach ca. 10 Sekunden wirklich kultiviert.
Für mich ein Hinweis, dass er den Vorglühvorgang bei Variante 2 nicht komplett durchführt. Ich mache es weiter nach Variante 1 (mit separatem Vorglühen).
Es bleibt für mich die Frage offen, warum BMW es anscheinend bei den Motoren unterschiedlich steuert. Oder hängt es mit der Ausstattung zusammen?
Zitat:
Original geschrieben von Verdiener
Variante 2:
Tür öffnen, reinsetzen, Tür schließen, anschnallen, Bremspedal getreten, Startknopf drücken.
Das Vorglühsymbol erscheint für <1 Sekunde. Der Motor startet sofort, ohne Verzögerung. Er läuft erst nach ca. 10 Sekunden wirklich kultiviert.
Das ist mir völlig unerklärlich, wie es das geben kann. Nach der ersten Explosion ist es im Brennraum sicher wärmer, als nach 3s vorglühen. Wieso er da erst nach 10s rund läuft und bei der Vorglühvariante sofort, entbehrt jeder Logik.
Vor allem würde er gar nicht anspringen, wenn nicht genug vorgeglüht wurde, da sich der Diesel dann einfach nicht entzündet.
Ich drücke einfach den Knopf und lasse den Rest das Auto machen. Das weiß am besten aufgrund der ganzen Messfühler und Steuergeräte, was es tun soll 😉
Zitat:
Vor allem würde er gar nicht anspringen, wenn nicht genug vorgeglüht wurde, da sich der Diesel dann einfach nicht entzündet.
Wenn das Luft/Kraftstoffgemisch ausreichend komprimiert ist, zündet das Gemisch in jedem Fall. Das ist nicht abhängig von der Temperatur im Brennraum.
Zitat:
Original geschrieben von Groovology
Wenn das Luft/Kraftstoffgemisch ausreichend komprimiert ist, zündet das Gemisch in jedem Fall. Das ist nicht abhängig von der Temperatur im Brennraum.
...interessant, wieder etwas gelernt. Wofür waren dann nochmal die Glühkerzen 😕
Zitat:
Original geschrieben von mephisto-f10
...interessant, wieder etwas gelernt. Wofür waren dann nochmal die Glühkerzen 😕Zitat:
Original geschrieben von Groovology
Wenn das Luft/Kraftstoffgemisch ausreichend komprimiert ist, zündet das Gemisch in jedem Fall. Das ist nicht abhängig von der Temperatur im Brennraum.
Die Glühkerzen haben bei einem Vorkammer-Diesel oder Glühkopf-Diesel die Vorkammer aufgeheizt, in dem vor der Hauptzündung im Zylinder eine geringe Menge Luft-Diesel-Gemisch gezündet wurde. Da die Vorkammer bis zu 40 % des Volumens des Zylinders hat, kann aufgrund der großen Flächen das verdichtete Gemisch schnell abkühlen und wäre nicht mehr zündfähig, da der Druck in der Vorkammer bei nur ca. 400 bar liegt. Das Gemisch entzündet dabei sich nicht an der Glühkerze, sondern nur durch Kompression.
Die heutigen Glühkerzen bei einem Direkteinspritzer schaffen es, den Brennraum innerhalb wenige Sekunden aufzuheizen. Sobald die erforderliche Temperatur erreicht wird, wird die Stromzufuhr zur Glühkerze gestoppt und diese kühlt rasch ab. Erst dann erfolgt die erste Eindüsung des Luft-Diesel-Gemisches, welches durch Kompression entzündet. Das Aufheizen kann sogar noch einige Zeit (bis zu 3 Minuten) nach Motorstart erfolgen, um schneller bessere Emissionswerte zu erreichen.
Ein Diesel heißt deshalb Selbstzünder, weil das Gemisch durch Kompression sich selbst entzündet, im Gegensatz zum Otto-Motor, der ein fremdgezündeter Motor ist (Zündkerze).