Volvo Assistance (Erfahrungsbericht, XC70 AWD)
Wegen dröhnender Geräusche im Motorraum war ich letzte Woche zwei Mal beim Volvohändler in der Reparaturwerkstatt. Außer, dass es im Motorraum ein brummendes, bisweilen dröhnendes Geräusch gab, war lt. Werkstattmeister nichts festzustellen. Am Freitag wurde ich dann wieder unverrichteter Dinge nach Hause geschickt. Hinweis: "Es gib die Volvo Assistance." Telefonnummer steht im Türrahmen der Fahrertür. Ein Anruf sollte genügen und ich sei wieder mobil. Das war die Auskunft der Werkstatt. Das Gespräch dort war damit beendet.
Am Sonntagabend gegen 18:30 Uhr blieb der Elch dann rund 20km von einer deutschen Landeshauptstadt entfernt liegen: "Generator"-Fehler - sofort anhalten. Ich tat, wie mir in der Werkstatt aufgetragen und rief die 0800 9393900. Dort wurde das Problem freundlich quittiert und Hilfe versprochen. Es tat sich eine Stunde lang gar nichts. Dann kam der ADAC. Der freundliche Mann wunderte sich darüber, dass er wegen dieses Fehlers gerufen wurde. Der Wagen müsse abgeschleppt werden, keine Frage. Also wurde ein Abschleppwagen geordert. Dieser kam dann gegen 21:30 Uhr und schleppte uns zur einer Volvo-Werkstatt ab. Just zu dieser Zeit wurde ich darüber informiert, dass gegen 22:00 Uhr ein Leihwagen an eben dieser Werkstatt auf mich warten würde. Fein, dachte ich mir: Ich hatte zuvor Volvo Assistance darüber informiert, dass ich zwei Hunde (Deutsch Kurzhaar), Gepäck und einen weiteren Erwachsenen bei mir hatte. Als wir gegen 22:00 Uhr bei der Volvo-Werkstatt ankamen, war natürlich kein Leihwagen verfügbar. Ich bekam gegen 22:15 Uhr einen Anruf, dass etwa 100 km entfernt ein Opel Corsa verfügbar wäre. Ich teilte mit dass ich mit einem Opel Corsa Probleme habe, wegen der zwei großen Hunde, dem Gepäck und der mitreisenden Person. Nun verbrachte ich weitere VIER STUNDEN auf dem Parkplatz der Volvo-Werkstatt. Ich machte dann bis 02:00 Uhr morgens Bekanntschaft mit dem Wachdienst, der das Notfalltelefon der Werkstatt bemühte. Aber auch dort fühlte man sich nicht zuständig. Jede Stunde rief mich Volvo Assistance an, um mir mitzuteilen, dass sie nichts machen könnten. Völlig genervt bot man mir gegen 02:00 Uhr ein Taxi an, das mich nach Hause bringen sollte. Es durfte aber nicht mehr als 150 Euro kosten. Der Rest wäre ein Problem, ein KO-Kriterium. Übrigens wurde ich vor die Wahl gestellt: Taxi ODER Leihwagen. Beides ginge nicht. Da ich aber mobil sein muss, lehnte ich das Taxi aus diesem Grund ab. Irgendwann machte Volvo Assistance dann das Angebot Taxi und Leihwagen. Das Angebot nahm ich in den frühen Morgenstunden entnervt an. Mittlerweile waren knapp 8 Stunde vergangen.
Mir wurde versprochen, dass am nächsten Morgen von SIXT ein Wagen geliefert würde. Gegen 08:00 Uhr kam der erste Anruf von SIXT mit dem avisierten Termin 10:00 Uhr. Beim Zweiten Anruf gegen 08:30 Uhr war dann von 12:00 Uhr die Rede. Da ist mir dann der Geduldsfaden gerissen. Ich bin sonst sehr höflich, aber was zu viel ist ist zu viel. Auch ich habe Termine und muss Arbeiten, um bspw. an Volvo mehr als 50.000 Euro für einen XC70 zahlen zu können. Dafür muss ich mobil sein. Und das war ich immer noch nicht. Mitterweile war ich 14 Stunden ohne Fahrzeug.
Gegen 10:15 Uhr hatte ich dann einen Tiguan von SIXT bekommen. Ich musste die Rückbank umlegen, um die Hunde in das Fahrzeg zu bekommen. Das Gepäck lag dann auf dem Beifahrersitz. Für den Beifahrer war natürlich kein Platz mehr...
Seit 1993 fahre ich fast durchgängig Vovlo. Ganz ehrlich? Von der guten Qualität von damals ist nicht viel übrig geblieben. Die Fahrzeuge hatte immer rund 250.000 km gehalten. Die Defektanfälligkeit meines aktuellen XC70 (MJ 2012) ist jedoch bisher unübertroffen: Klimakompressor, Kühler, Lichtmaschine (nun zweites Mal), etc.
Mit Volvo und den Volvoservices und den Werkstätten bin ich fertig! Mag sein, dass andere Marken ähnlich Qualitäts- und vor allem Service-Probleme haben. Ich fahre diesen Elch jetzt noch gut ein Jahr und dann ist Schluss mit Volvo.
Und bevor jemand meint, mein Erlebnis sei ein Einzelfall: Bekannten von mir ist mit ihrem XC70 unlängst das Gleiche passiert. Auch sie fahren nun keinen Volvo mehr.
Beste Antwort im Thema
Wegen dröhnender Geräusche im Motorraum war ich letzte Woche zwei Mal beim Volvohändler in der Reparaturwerkstatt. Außer, dass es im Motorraum ein brummendes, bisweilen dröhnendes Geräusch gab, war lt. Werkstattmeister nichts festzustellen. Am Freitag wurde ich dann wieder unverrichteter Dinge nach Hause geschickt. Hinweis: "Es gib die Volvo Assistance." Telefonnummer steht im Türrahmen der Fahrertür. Ein Anruf sollte genügen und ich sei wieder mobil. Das war die Auskunft der Werkstatt. Das Gespräch dort war damit beendet.
Am Sonntagabend gegen 18:30 Uhr blieb der Elch dann rund 20km von einer deutschen Landeshauptstadt entfernt liegen: "Generator"-Fehler - sofort anhalten. Ich tat, wie mir in der Werkstatt aufgetragen und rief die 0800 9393900. Dort wurde das Problem freundlich quittiert und Hilfe versprochen. Es tat sich eine Stunde lang gar nichts. Dann kam der ADAC. Der freundliche Mann wunderte sich darüber, dass er wegen dieses Fehlers gerufen wurde. Der Wagen müsse abgeschleppt werden, keine Frage. Also wurde ein Abschleppwagen geordert. Dieser kam dann gegen 21:30 Uhr und schleppte uns zur einer Volvo-Werkstatt ab. Just zu dieser Zeit wurde ich darüber informiert, dass gegen 22:00 Uhr ein Leihwagen an eben dieser Werkstatt auf mich warten würde. Fein, dachte ich mir: Ich hatte zuvor Volvo Assistance darüber informiert, dass ich zwei Hunde (Deutsch Kurzhaar), Gepäck und einen weiteren Erwachsenen bei mir hatte. Als wir gegen 22:00 Uhr bei der Volvo-Werkstatt ankamen, war natürlich kein Leihwagen verfügbar. Ich bekam gegen 22:15 Uhr einen Anruf, dass etwa 100 km entfernt ein Opel Corsa verfügbar wäre. Ich teilte mit dass ich mit einem Opel Corsa Probleme habe, wegen der zwei großen Hunde, dem Gepäck und der mitreisenden Person. Nun verbrachte ich weitere VIER STUNDEN auf dem Parkplatz der Volvo-Werkstatt. Ich machte dann bis 02:00 Uhr morgens Bekanntschaft mit dem Wachdienst, der das Notfalltelefon der Werkstatt bemühte. Aber auch dort fühlte man sich nicht zuständig. Jede Stunde rief mich Volvo Assistance an, um mir mitzuteilen, dass sie nichts machen könnten. Völlig genervt bot man mir gegen 02:00 Uhr ein Taxi an, das mich nach Hause bringen sollte. Es durfte aber nicht mehr als 150 Euro kosten. Der Rest wäre ein Problem, ein KO-Kriterium. Übrigens wurde ich vor die Wahl gestellt: Taxi ODER Leihwagen. Beides ginge nicht. Da ich aber mobil sein muss, lehnte ich das Taxi aus diesem Grund ab. Irgendwann machte Volvo Assistance dann das Angebot Taxi und Leihwagen. Das Angebot nahm ich in den frühen Morgenstunden entnervt an. Mittlerweile waren knapp 8 Stunde vergangen.
Mir wurde versprochen, dass am nächsten Morgen von SIXT ein Wagen geliefert würde. Gegen 08:00 Uhr kam der erste Anruf von SIXT mit dem avisierten Termin 10:00 Uhr. Beim Zweiten Anruf gegen 08:30 Uhr war dann von 12:00 Uhr die Rede. Da ist mir dann der Geduldsfaden gerissen. Ich bin sonst sehr höflich, aber was zu viel ist ist zu viel. Auch ich habe Termine und muss Arbeiten, um bspw. an Volvo mehr als 50.000 Euro für einen XC70 zahlen zu können. Dafür muss ich mobil sein. Und das war ich immer noch nicht. Mitterweile war ich 14 Stunden ohne Fahrzeug.
Gegen 10:15 Uhr hatte ich dann einen Tiguan von SIXT bekommen. Ich musste die Rückbank umlegen, um die Hunde in das Fahrzeg zu bekommen. Das Gepäck lag dann auf dem Beifahrersitz. Für den Beifahrer war natürlich kein Platz mehr...
Seit 1993 fahre ich fast durchgängig Vovlo. Ganz ehrlich? Von der guten Qualität von damals ist nicht viel übrig geblieben. Die Fahrzeuge hatte immer rund 250.000 km gehalten. Die Defektanfälligkeit meines aktuellen XC70 (MJ 2012) ist jedoch bisher unübertroffen: Klimakompressor, Kühler, Lichtmaschine (nun zweites Mal), etc.
Mit Volvo und den Volvoservices und den Werkstätten bin ich fertig! Mag sein, dass andere Marken ähnlich Qualitäts- und vor allem Service-Probleme haben. Ich fahre diesen Elch jetzt noch gut ein Jahr und dann ist Schluss mit Volvo.
Und bevor jemand meint, mein Erlebnis sei ein Einzelfall: Bekannten von mir ist mit ihrem XC70 unlängst das Gleiche passiert. Auch sie fahren nun keinen Volvo mehr.
117 Antworten
@Hagelschaden: Ja, habe ich. Ist vielleicht informativ für andere. Und für mich sowas wie eine Therapie ;-)
Eine Community hilft beim Verarbeiten psychischer Extremsituationen. Mit meiner Frau brauche ich über sowas nicht reden. Die saß die Nacht neben mir und wollte meinen XC70 nur noch abfackeln. Die kann das Wort VOLVO nicht mehr hören. Wenn ich nochmal mit nem VOLVO aufkreuzen würde, kann ich mir auch gleich noch ne neue Frau suchen. Ich muss wechseln...
😁
Ja, das hat meine Frau auch nach den schlechten Erfahrungen mit dem V70 gesagt. Und "abfackeln", ist da noch eine diplomatische Wortwahl. 4 Jahre und einen XC70 später... Ich überlege einen BMW zu kaufen, da sagt sie zu mir, dass Sie es besser fände, wenn ich wieder einen Volvo kaufen würde... 😉
Die Wertschätzung lässt sich einfach an der Namensgebung durch meine Frau erkennen: Der V70 hatte den Namen "Herr Volvo", der XC70 heisst "Frau Volvo"... 😉
Zitat:
@thintze schrieb am 11. August 2015 um 18:17:38 Uhr:
.. Und für mich sowas wie eine Therapie ;-)
...
Eine Community hilft beim Verarbeiten psychischer Extremsituationen...
Ich dachte bisher, wir reden von einer unfähigen Werkstatt, darauf folgender Panne zur Unzeit und schlechtem Pannnen-Service. Ich hätte auch vor Ort anders reagiert, aber nachhaltig verärgert wäre ich auch gewesen. Ohne Zweifel.
Auf die Idee, dies eine psychische Extremsituation zu nennen wäre ich allerdings nicht gekommen.
Gruß
Hagelschaden
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@Hagelschaden: Zur Erklärung - Ich hatte die Nacht zuvor nur vier Stunden geschlafen (Gartenparty). Geplant war, am darauffolgenden Abend noch bis maximal 21:30 Uhr an meinem See bei einem Glas Rotwein zu sitzen (bin Bewohner einer alten, restaurierten und wieder funktionierenden Wassermühle) und dann ab ins Bett. Dass ich erst morgens um 03:00 Uhr wieder daheim war, war eine echte mentale Belastung. Die regelmäßigen Telefonate, in denen mir Mitarbeiter der Assistance erklärten, dass auch deren Puls auf 200 gestiegen sei, hielten mich wach. Schlafentzug ist nicht ohne Grund eine anerkannte Foltermethode...
Übrigens bin ich Volvo nie deswegen gefahren, weil das so tolle Fahrzeuge sind. Sind sie nämlich nicht. Ich spreche hier von 23 Jahren Erfahrung mit Volvo. Deswegen habe ich in der Garage für die Freizeit (ohne Kunden- und Mitarbeiterkontakt) immer etwas Komfortableres und Schnelleres eines deutschen Herstellers zu stehen ;-) Auch wenn das hier viele anders sehen: Volvo bedeutet für mich lediglich Understatement. Ich fahre Volvo nur deswegen, damit Kunden und Mitarbeiter mich nicht über das Fahrzeug definieren. Und mit Volvo kann ich einigermaßen komfortabel reisen, wenn er denn fährt (steht immer noch in der Premium-Werkstatt). Das hat nunmal historische Ursachen. Aber diese Ansicht ist wahrscheinlich nicht mehr zeitgemäß. Deswegen fällt mir auch ein Wechsel nicht schwer...
ja, man kann mit Volvo als Auto oder als Dienstleister jeglicher Form schlechte Erfahrungen machen. Hatte selber ein extremes Montagsauto mit dem letzten Elch. Aber hier mal ein paar Dinge die mir hier nicht ganz in den Kopf gehen:
- ich bleibe 8 Stunden auf einem verlassenen Parkplatz einer Werkstatt ohne selber zu schauen wie ich nach Hause komme?
- Ich fahre 23 Jahre lang Volvo, welche ich nicht toll finde und brauche so ne Erfahrung um wechseln zu wollen?
- und warum sind es bei solchen Geschichten und so Geschriebenen Texten immer Accounts die rund 10 Jahre alt sind und gerade mal 4 Beiträge in der Zeit hatten? Jetzt aber extreeeeemes Bedürfnis haben sich mit zu teilen?
Ja, nur weil man nicht paranoid ist, heisst das nicht, dass sie nicht trotzdem hinter einem her sind... 😉
Mein Tip an den TE: Marke wechseln und woanders sein Glück versuchen.
Komme mir doch vom TE etwas veräppelt vor.
Einfach dort sitzen bleiben, bies die kommen.
Nach dieser Strategie säße ich jetzt immer noch ohne Auto in der Toscana udn wäre dort verdorrt oder angewachsen set dem Jahr 2003.
In IT war doch es doch etwas schwieriger, mit VolvoAssistenz->ADAC->italienisches Partenrunternehmen.
Aber schliussendlich hatte ich einen Leihwagen und nach einer Woche mein Fahrzeug zurück. Restkosten gingen auf damalige Firma, aber war nicht viel.
Kann mich auch nicht erinnern, dass ich hier einen Jammer-Fred erstellt habe.
Es waren 3,5 Stunden bis zum Abschleppen zu Volvo und weitere 4 Stunden auf dem Parkplatz. Mir wurde ab 22:00 Uhr die Wahl gelassen: Taxi oder Ersatzwagen. Beides ginge nicht. Entweder oder. Hätte ich das Taxi gewählt, hätte ich keinen Ersatzwagen bekommen. Wäre aber zu Hause gewesen. Erst nach 4 Stunden hat Volvo eingelenkt und beides zugebilligt. Taxi auf dann 150 Euro begrenzt (davon 100 Euro Kulanz).
Während der 4 Stunden auf dem Parkplatz wurde mir halbstündig immer wieder ein Ersatzwagen versprochen. Jeder hätte da abgewartet. Hätte ja klappen können. ICH wurde veräppelt. Von Volvo...
Es sollte kein Jammer-Thread sein/werden. Es ist ein Erfahrungsbericht über Volvo-Werkstatt und Volvo-Assistance. Der XC70 ist noch immer in der Werkstatt. Übrigens hätte ich mich auch schon über andere Volvo-Reparaturen in der Vergangenheit auslassen können. Gründe dafür hat mir Volvo bisher ausreichend gegeben. Das der Wagen schon wieder den dritten Tag nicht genutzt werden kann, ist mittlerweile normal für mich. Volvo eben...
@C70treiber: Nur mal schnell: 5er Touring ab 42k, X3 ab 38k, E T-Modell ab 44k, GLC ab 44k , A6 Avant ab 41k, Q5 ab 37k
Da ist überall noch Platz für ein Navi und einen Regensensor. Notfalls als Tageszulassung. 55k dürften reichen. 🙂
@TE
mit dem letzten 2 Worten als Zusammenfassung, hast Du Dich jetzt für mich in`s Aus geschossen. Was soll dieses Meckern. Wenn man so lange Volvo mit so schlechten Erfahrungen fährt und bonitär so aufgestellt ist, wie behauptet, dann hätte man längst gewechselt. Dann hätte man weder die Verweise auf Premium nötig noch eine Diskussion über 50 oder 150,- Taxi.
Ich wünsche Dir viel Glück beim neuen Fahrzeug. Da kannst Du dann den Premium Anspruch wirklich leben und Understatement ist ja nun nicht soo wichtig, schließlich möchtest Du ja doch gegenüber den Nicht-Premium-ADAC Mitgliedern bevorzugt werden.
Hoffentlich erwischt Du ein völlig mängelfreies Fahrzeug, damit die Leidensgeschichte dann vorbei ist.....wird aber bestimmt, ist ja dann kein Volvo. 😉
Und irgendwie glaube ich, das die Erkenntnis; wie man in den Wald hineinruft, so..... hier auch etwas greift.
Gruß
KUM
Es ging mir beim Volvo jahrelang nur um das Understatement. Volvo ist keine Passion, sondern Mittel zum Zweck. Seit 1993 wurde ich mit dieser Marke nie "schief" angesehen. Weder beim Kunden noch bei Mitarbeitern. Im Gegenteil. Die Frage war immer: "Warum Volvo? Musst du sparen?". Genau das war das Ziel. Das ist mir wesentlich lieber, als Kunden, die Aufträge nicht vergeben oder zurückhaltend agieren, weil ich mit einem "prestige-trächtigen" Fahrzeug vorfahre. Ich würde sogar Passat oder Insigina fahren, wenn die Dinger nicht so unbequem hart und nervös auf der Straße wären und so schlechte Sitze hätten (bin über 1,90m). Volvo war immer ein guter Kompromiss. In der Anschaffung zwar teuer, im Anspruch Premium, im Ansehen der "normalen" Leute aber allenfalls Mittelklasse. Das war genau das, was ich suchte. Das trifft zum Beispiel auch auf den Subaru Legacy Outback zu. Absolutes Understatement. Super Allrad-Antrieb für einen Hobby-Jäger wie mich. Wenn das kein Asiate wäre, hätte ich längst den genommen. Aber ich bin Europäer. Also fahre ich europäische Autos.
Die Volvo-Politik erinnert mich ein bisschen an George Michael. Mal sehen, was ich meinem Publikum alles zumuten muss, damit es wegläuft. Ich bleibe dabei, auch wenn es hier vielen nicht gefällt: Mit zahlender Kundschaft im Premium-Segment geht man am Ende des Tages anders um. Ich tue es jedenfalls mit meinen/unseren Kunden (je nach Umsatzstärke). Und genau das erwarte ich auch als Kunde - Leistung und Gegenleistung.
Zitat:
@thintze schrieb am 12. August 2015 um 12:45:26 Uhr:
Es waren 3,5 Stunden bis zum Abschleppen zu Volvo und weitere 4 Stunden auf dem Parkplatz. Mir wurde ab 22:00 Uhr die Wahl gelassen: Taxi oder Ersatzwagen. Beides ginge nicht. Entweder oder. Hätte ich das Taxi gewählt, hätte ich keinen Ersatzwagen bekommen. Wäre aber zu Hause gewesen. Erst nach 4 Stunden hat Volvo eingelenkt und beides zugebilligt. Taxi auf dann 150 Euro begrenzt (davon 100 Euro Kulanz).Während der 4 Stunden auf dem Parkplatz wurde mir halbstündig immer wieder ein Ersatzwagen versprochen. Jeder hätte da abgewartet. Hätte ja klappen können. ICH wurde veräppelt. Von Volvo...
...
Die Story kann ich nicht nachempfinden. Ich hätte ein Taxi genommen und am nächsten Tag den rest geklärt, da ich kein armer Student etc. bin und notfalls auf den Kosten sitzen geblieben wäre. Der Schlaf wäre mir das Wert gewesen. Und eine einsame nächtliche Demo gegen das Versagen von Volvo-Assistence bringt's es ja mangels Publikum auch nicht.
Tut mri leid, aber die Story wird immer unglaubwürdiger.
Zitat:
@thintze schrieb am 12. August 2015 um 13:43:23 Uhr:
Es ging mir beim Volvo jahrelang nur um das Understatement. Volvo ist keine Passion, sondern Mittel zum Zweck. Seit 1993 wurde ich mit dieser Marke nie "schief" angesehen. (...)
Mal abgesehen davon, dass die ganze Pannengeschichte hier seitens Volvo absolut unterirdisch gelaufen ist: Du bist seit 1993 Volvo gefahren, nur um nicht unangenehm aufzufallen? Herzliches Beileid! Den Nerv hätte ich nicht aufgebracht.
Grüße vom Ostelch
Die Alternative war jahrelang Saab. Ähnliches Image. Ich war ein paar mal ganz kurz vorm Wechsel. Aber um 2000 ist dann General Motors reingegrätscht. Ich wollte keinen Opel im Saabkleid. Der 900er wurde (glaube ich) auf die Kalibra-Plattform umgestellt. Was mit dem 9000er passieren sollte, war unklar. Eine Horror-Vision. Und die Saab-Werkstatt hier bei uns ist ähnlich katastrophal wie Volvo. Also bin ich bei Volvo geblieben... Daran ist doch nichts verkehrt, oder? Volvo hat von meinen 460, 850, V70I, II und XC70 ganz gut gelebt.
Und was daran nicht glaubwürdig sein soll, kann ich nicht verstehen. Wenn einem immer wieder Hoffung gemacht wird, dass ein Ersatzfahrzeug geliefert wird, da wartet man eben ab. Dass dann in der Rückschau schon viel früher hätten andere Entscheidungen getroffen werden müssen, ist auch klar. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich jetzt auch! Was hätte ich den Jungs von Volvo sagen sollen? Ich nehme das Ersatzfahrzeug, das hier in einer halben Stunde vorfährt, nicht? Mit welcher Begründung? Mir wurde der Ersatzwagen kurzfristig versprochen. Immer und immer wieder. Ich solle nur noch ein bisschen Geduld haben! Und dann war es zwei Uhr morgens...