Volkswagen up! vs. Hyundai i10

VW up! 1 (AA)

Ich rufe den Thread ins Leben, um euch mal gebündelt Einblick in den Vergleich zwischen dem up! und seinem derzeit schärfsten Wettberwerber, dem Hyundai i10, zu geben. Wer beispielsweise den i10 einmal probegefahren ist oder Links zu Testberichte/Vergleichsberichten hat, kann das gerne hier posten. Ich mache hier den Anfang und gebe meine Eindrücke von einer Probefahrt mit dem i10 wieder.

Volkswagen up! vs. Hyundai i10

Die Kandidaten:
Volkswagen up!, mein move up!, 4-türig, Radio und 6 Lautsprechern, Standardfahrwerk, 14-Zoll-Ganzjahresreifen, Navigon Maps&More, City Bremsassistent, Sitzheizung und beheizbare Außenspiegel (Winter pack), GRA und Einparkhilfe hinten (soweit das Wichtigste) und Klimaanlage.

Der probegefahrene Hyundai i10, Style Ausstattung, mit Premium- und Funktionspaket. Das heißt: quasi Vollausstattung, bis auf Schiebedach. Hier ein paar Einzelheiten: 4-Türer, ZV ohne Schlüssel, Motorstart über Taster (ohne Schlüssel), 4 x eFH, Radio, 4 Lautsprecher, Sitzheizung, beheizbare Außenspiegel, Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik.

Der Vergleich:

Ausstattung:
Ganz klarer Pluspunkt beim i10. Der Hyundai kann wesentlich umfangreicher ausgestattet werden, als es für den up! möglich ist. Ein Multifunktionslenkrad ist beim up! bisher nicht für Geld und gute Worte zu haben. Genauso wenig findet der Kunde ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem oder eine Klimaautomatik beim up!. Das muss man den Koreanern einfach lassen: Sie haben Features, die beim up! nicht einmal bestellbar wären. Andererseits gibt es wichtige Features, die Volkswagen dem i10 voraus hat. Dazu zählen der City-Notbremsassistent, Sportfahrwerk oder 6 Lautsprecher, von einem Soundverstärker ganz zu schweigen. Ein Navigationssystem ist beim i10 übrigens auch nicht zu haben - auch nicht auf Wunsch.

Radio, Telefonie und Sound:
Hier enttäuscht der i10 etwas. Dabei wirkt das System durch das Multifunktionslenkrad mit Audio- und Telefonsteuerung sehr hochwertig. Beim Sound selbst würde ich dem up! (mindestens mit 6 Lautsprechern) den Vorzug geben. Da sind die Breitbandlautsprecher im Hyundai, vier an der Zahl, einfach nicht konkurrenzfähig genug. Das Radio im i10 selbst ist Standardware, wie man es erwartet. Das Gerät hat ein paar Schnittstellen, wie Aux-in, USB und Bluetooth. Der up! hat - mit dem Maps & More - allerdings auch noch den SD-Kartenslot. Bei Volkswagen sucht man aber dann USB vergeblich. Ansonsten bin ich nicht in die Tiefen der Radiofunktionen verschwunden. Klar, dass man irgendwo Sender abspeichern kann und Höhen sowie Tiefen einstellen kann. Na ja, es gibt Wichtigeres... Die Freisprecheinrichtung habe ich nicht weiter getestet.

Komfort:
Die Sitze im i10 sind subjektiv ok, genauso wie im up! Ich würde keinem von beiden hier einen Vorteil geben. In beiden Fahrzeugen sind sind die Sitze höhenverstellbar. Beim i10 gibt es die beim up! viel kritisierte, nicht vorhandene Gurthöhenverstellung. Allerdings bezweifele ich, dass die Gurthöhenverstellung im i10 für kleingewachsene Personen besonders effektiv ist. Sie ist in unterster Stellung dennoch (subjektiv) hoch - vielleicht zu hoch für kleine Personen. Um fair zu bleiben muss ich allerdings sagen, dass da in Kombination mit der Sitzhöhenverstellung noch Potenzial ist.

Bedienung:
Ein viel kritisierter Punkt im up! sind die Fensterheber. Hier hat der i10 vorne in der Fahrertür vier (beleuchtete) Schalter für alle vier Fensterheber. Das Fahrertürfenster besitzt einen Automatikmodus (einmal drücken --> Fenster fährt komplett herunter, andere Richtung genauso). Das schlüssellose Zugangs- und Startsystem im i10 ist natürlich lecker: Schlüssel bleibt in der Jackentasche. Man könnte sich daran gewöhnen. Mit der Funk-ZV im up! komme ich allerdings auch klar, keine Frage. Ja, die Bedienung vom Radio über das Lenkrad... Müssen wir keine Worte darüber verlieren. Ich finde, das fehlt dem up!

Klima:
Mit dem Premium-Paket im i10 bekommt man eine Klimaautomatik, etwa vergleichbar mit einer Climatronic bei Volkswagen. Schade, dass es die nicht auch im up! gibt. Allerdings: Um wirklich zu prüfen, ob die Klimaautomatik im i10 etwas taugt, braucht man mehr als eine Probefahrt. Ich persönlich bin mit der manuellen Klimaanlage im up! (auch) sehr zufrieden. Luftverteilung, Gebläse, Temperatur.. alles so simpel und zuverlässig wie ich es brauche. Sitzheizung gibt es ja in beiden Fahrzeugen, im up! zweistufig, im i10 dreistufig (beide über Taster).

Licht:
Beim i10 gibt es (in dieser Ausstattung) LED-Tagfahrlicht und ein Abbiegelicht im Hauptscheinwerfer über eine extra H7 (also nicht über die Reflektorgeometrie im Nebelscheinwerfer, wie sonst - auch bei Volkswagen - üblich). Zusätzlich Seitenblinker in den Außenspiegeln. Ok, augenscheinlich geht der Punkt an den i10, und das ist nur fair.

Motor/Getriebe/Lenkung/Fahrwerk:
Ok, nicht ganz vergleichbar: meiner und der getestete i10. Der Hyundai war ein 1.2l Vierzylinder. Der up! bei mir der 60PS Dreizylinder. Ganz ehrlich: Der i10 mit Vierzylinder ist von der Geräuschkulisse im Stand (Motor, Vibrationen, Kupplung) um eine Größenordnung besser als der Volkswagen. Wie wir hier im Forum wissen, ist die Geräuschkulisse beim up! im Stand eines der negativen Schlaglichter - vielleicht das negativste überhaupt. Beim Fahren relativiert sich das wieder ein bisschen. Ich bin der Meinung, der up! Dreizylinder ist beim Hochdrehen nicht lauter als der 4-Zylinder im i10. Der Motor im i10 wird subjektiv schnell laut. Die Frage, wie effizient und sparsam die Motoren im i10 sind, muss ich unbeantwortet lassen. Keine Frage, dass Volkswagen bisher stets die etwas effizienteren Motoren hatte.

Die Lenkung im i10 ist definitiv leichtgängiger als im up! Das ist ggf. auch ein bisschen Geschmackssache, aber ich empfinde die etwas direktere Lenkung im up! als angenehmer und besser kontrollierbar. Das Handling mit der up! Lenkung ist gefühlt leichter.

Schaltung und Kupplung im i10 sind ohne Makel, würde ich sagen. Im Hyundai ist die Schaltung etwas weicher als im up!, dafür aber nicht so präzise. Empfindliche Naturen mögen dagegen im up! bemängeln, dass die Schaltung zu "hart" und knochig (nicht: knorpelig!) ist. Ich hingegen mag die harte und präzise Schaltung im up!

Was der i10 in puncto Geräusch besser kann, das ist der up! dem Koreaner im Sachen Fahrwerk und Federung voraus. Ganz klar muss ich dem up! die höhere Fahrwerkskompetenz zugestehen. Er federt wesentlich komfortabler als der i10. Das heißt, der Volkswagen ist unbedingt weicher, sondern schluckt Stöße und Unebenheiten relativ gut weg. Beim i10 kommt mir das irgendwie alles viel ungefilterter vor. Stöße und Unebenheiten spürt man viel deutlicher und nimmt sie akustisch auch prägnanter war. Da ich aber nur zu einer Probefahrt unterwegs war und mit dem i10 kein Fahrsicherheits- bzw. Handlingtraining gemacht habe, kann ich hier nicht alle Facetten des Themas beleuchten. Dennoch, auch die wenigen Kilometer haben mich überzeugt, dass im Fahrwerk der up! eine Klasse besser ist.

Und jetzt muss ich auch noch ein Fazit aus den Rippen leiern, oder? 😁

Also, Fazit:
Für mich ist der i10 das besser ausgestattete Auto mit schönen Features wie Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik oder 4-fach elektischen Fensterhebern. Auch die Lichtfunktionen finde ich schick. Echtes Abbiegelicht im Hauptscheinwerfer wie beim i10 habe ich sonst noch nicht gesehen. Der up! ist für mich allerdings das bessere Auto in Sachen Handling und Fahrkomfort. Das Fahrwerk im up! ist schlicht überzeugend! Letzten Endes fehlt mir noch der direkte Vergleich zum Dreizylinder im i10. Der Vierzylinder hat mich außer seiner Laufruhe im Stand(!) nicht überzeugt. Dazu fand ich beim Hochdrehen zu unkultiviert. Der 60PS Dreizylinder in meinem up! war subjektiv nicht wesentlich schlapper unterwegs. Die 22 Mehr-PS im i10 waren nicht in dem Maße zu spüren, wie ich es erwartet hätte.

Und jetzt? Mein ganz, ganz persönliches Fazit? 😉 ... Ich würde mich wieder für den up! entscheiden, aber mit wesentlich mehr Bauchschmerzen und einer Portion Zweifel, ob ich wirklich, wirklich, wirklich die richtige Wahl getroffen hätte.

Beste Antwort im Thema

Ich rufe den Thread ins Leben, um euch mal gebündelt Einblick in den Vergleich zwischen dem up! und seinem derzeit schärfsten Wettberwerber, dem Hyundai i10, zu geben. Wer beispielsweise den i10 einmal probegefahren ist oder Links zu Testberichte/Vergleichsberichten hat, kann das gerne hier posten. Ich mache hier den Anfang und gebe meine Eindrücke von einer Probefahrt mit dem i10 wieder.

Volkswagen up! vs. Hyundai i10

Die Kandidaten:
Volkswagen up!, mein move up!, 4-türig, Radio und 6 Lautsprechern, Standardfahrwerk, 14-Zoll-Ganzjahresreifen, Navigon Maps&More, City Bremsassistent, Sitzheizung und beheizbare Außenspiegel (Winter pack), GRA und Einparkhilfe hinten (soweit das Wichtigste) und Klimaanlage.

Der probegefahrene Hyundai i10, Style Ausstattung, mit Premium- und Funktionspaket. Das heißt: quasi Vollausstattung, bis auf Schiebedach. Hier ein paar Einzelheiten: 4-Türer, ZV ohne Schlüssel, Motorstart über Taster (ohne Schlüssel), 4 x eFH, Radio, 4 Lautsprecher, Sitzheizung, beheizbare Außenspiegel, Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik.

Der Vergleich:

Ausstattung:
Ganz klarer Pluspunkt beim i10. Der Hyundai kann wesentlich umfangreicher ausgestattet werden, als es für den up! möglich ist. Ein Multifunktionslenkrad ist beim up! bisher nicht für Geld und gute Worte zu haben. Genauso wenig findet der Kunde ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem oder eine Klimaautomatik beim up!. Das muss man den Koreanern einfach lassen: Sie haben Features, die beim up! nicht einmal bestellbar wären. Andererseits gibt es wichtige Features, die Volkswagen dem i10 voraus hat. Dazu zählen der City-Notbremsassistent, Sportfahrwerk oder 6 Lautsprecher, von einem Soundverstärker ganz zu schweigen. Ein Navigationssystem ist beim i10 übrigens auch nicht zu haben - auch nicht auf Wunsch.

Radio, Telefonie und Sound:
Hier enttäuscht der i10 etwas. Dabei wirkt das System durch das Multifunktionslenkrad mit Audio- und Telefonsteuerung sehr hochwertig. Beim Sound selbst würde ich dem up! (mindestens mit 6 Lautsprechern) den Vorzug geben. Da sind die Breitbandlautsprecher im Hyundai, vier an der Zahl, einfach nicht konkurrenzfähig genug. Das Radio im i10 selbst ist Standardware, wie man es erwartet. Das Gerät hat ein paar Schnittstellen, wie Aux-in, USB und Bluetooth. Der up! hat - mit dem Maps & More - allerdings auch noch den SD-Kartenslot. Bei Volkswagen sucht man aber dann USB vergeblich. Ansonsten bin ich nicht in die Tiefen der Radiofunktionen verschwunden. Klar, dass man irgendwo Sender abspeichern kann und Höhen sowie Tiefen einstellen kann. Na ja, es gibt Wichtigeres... Die Freisprecheinrichtung habe ich nicht weiter getestet.

Komfort:
Die Sitze im i10 sind subjektiv ok, genauso wie im up! Ich würde keinem von beiden hier einen Vorteil geben. In beiden Fahrzeugen sind sind die Sitze höhenverstellbar. Beim i10 gibt es die beim up! viel kritisierte, nicht vorhandene Gurthöhenverstellung. Allerdings bezweifele ich, dass die Gurthöhenverstellung im i10 für kleingewachsene Personen besonders effektiv ist. Sie ist in unterster Stellung dennoch (subjektiv) hoch - vielleicht zu hoch für kleine Personen. Um fair zu bleiben muss ich allerdings sagen, dass da in Kombination mit der Sitzhöhenverstellung noch Potenzial ist.

Bedienung:
Ein viel kritisierter Punkt im up! sind die Fensterheber. Hier hat der i10 vorne in der Fahrertür vier (beleuchtete) Schalter für alle vier Fensterheber. Das Fahrertürfenster besitzt einen Automatikmodus (einmal drücken --> Fenster fährt komplett herunter, andere Richtung genauso). Das schlüssellose Zugangs- und Startsystem im i10 ist natürlich lecker: Schlüssel bleibt in der Jackentasche. Man könnte sich daran gewöhnen. Mit der Funk-ZV im up! komme ich allerdings auch klar, keine Frage. Ja, die Bedienung vom Radio über das Lenkrad... Müssen wir keine Worte darüber verlieren. Ich finde, das fehlt dem up!

Klima:
Mit dem Premium-Paket im i10 bekommt man eine Klimaautomatik, etwa vergleichbar mit einer Climatronic bei Volkswagen. Schade, dass es die nicht auch im up! gibt. Allerdings: Um wirklich zu prüfen, ob die Klimaautomatik im i10 etwas taugt, braucht man mehr als eine Probefahrt. Ich persönlich bin mit der manuellen Klimaanlage im up! (auch) sehr zufrieden. Luftverteilung, Gebläse, Temperatur.. alles so simpel und zuverlässig wie ich es brauche. Sitzheizung gibt es ja in beiden Fahrzeugen, im up! zweistufig, im i10 dreistufig (beide über Taster).

Licht:
Beim i10 gibt es (in dieser Ausstattung) LED-Tagfahrlicht und ein Abbiegelicht im Hauptscheinwerfer über eine extra H7 (also nicht über die Reflektorgeometrie im Nebelscheinwerfer, wie sonst - auch bei Volkswagen - üblich). Zusätzlich Seitenblinker in den Außenspiegeln. Ok, augenscheinlich geht der Punkt an den i10, und das ist nur fair.

Motor/Getriebe/Lenkung/Fahrwerk:
Ok, nicht ganz vergleichbar: meiner und der getestete i10. Der Hyundai war ein 1.2l Vierzylinder. Der up! bei mir der 60PS Dreizylinder. Ganz ehrlich: Der i10 mit Vierzylinder ist von der Geräuschkulisse im Stand (Motor, Vibrationen, Kupplung) um eine Größenordnung besser als der Volkswagen. Wie wir hier im Forum wissen, ist die Geräuschkulisse beim up! im Stand eines der negativen Schlaglichter - vielleicht das negativste überhaupt. Beim Fahren relativiert sich das wieder ein bisschen. Ich bin der Meinung, der up! Dreizylinder ist beim Hochdrehen nicht lauter als der 4-Zylinder im i10. Der Motor im i10 wird subjektiv schnell laut. Die Frage, wie effizient und sparsam die Motoren im i10 sind, muss ich unbeantwortet lassen. Keine Frage, dass Volkswagen bisher stets die etwas effizienteren Motoren hatte.

Die Lenkung im i10 ist definitiv leichtgängiger als im up! Das ist ggf. auch ein bisschen Geschmackssache, aber ich empfinde die etwas direktere Lenkung im up! als angenehmer und besser kontrollierbar. Das Handling mit der up! Lenkung ist gefühlt leichter.

Schaltung und Kupplung im i10 sind ohne Makel, würde ich sagen. Im Hyundai ist die Schaltung etwas weicher als im up!, dafür aber nicht so präzise. Empfindliche Naturen mögen dagegen im up! bemängeln, dass die Schaltung zu "hart" und knochig (nicht: knorpelig!) ist. Ich hingegen mag die harte und präzise Schaltung im up!

Was der i10 in puncto Geräusch besser kann, das ist der up! dem Koreaner im Sachen Fahrwerk und Federung voraus. Ganz klar muss ich dem up! die höhere Fahrwerkskompetenz zugestehen. Er federt wesentlich komfortabler als der i10. Das heißt, der Volkswagen ist unbedingt weicher, sondern schluckt Stöße und Unebenheiten relativ gut weg. Beim i10 kommt mir das irgendwie alles viel ungefilterter vor. Stöße und Unebenheiten spürt man viel deutlicher und nimmt sie akustisch auch prägnanter war. Da ich aber nur zu einer Probefahrt unterwegs war und mit dem i10 kein Fahrsicherheits- bzw. Handlingtraining gemacht habe, kann ich hier nicht alle Facetten des Themas beleuchten. Dennoch, auch die wenigen Kilometer haben mich überzeugt, dass im Fahrwerk der up! eine Klasse besser ist.

Und jetzt muss ich auch noch ein Fazit aus den Rippen leiern, oder? 😁

Also, Fazit:
Für mich ist der i10 das besser ausgestattete Auto mit schönen Features wie Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik oder 4-fach elektischen Fensterhebern. Auch die Lichtfunktionen finde ich schick. Echtes Abbiegelicht im Hauptscheinwerfer wie beim i10 habe ich sonst noch nicht gesehen. Der up! ist für mich allerdings das bessere Auto in Sachen Handling und Fahrkomfort. Das Fahrwerk im up! ist schlicht überzeugend! Letzten Endes fehlt mir noch der direkte Vergleich zum Dreizylinder im i10. Der Vierzylinder hat mich außer seiner Laufruhe im Stand(!) nicht überzeugt. Dazu fand ich beim Hochdrehen zu unkultiviert. Der 60PS Dreizylinder in meinem up! war subjektiv nicht wesentlich schlapper unterwegs. Die 22 Mehr-PS im i10 waren nicht in dem Maße zu spüren, wie ich es erwartet hätte.

Und jetzt? Mein ganz, ganz persönliches Fazit? 😉 ... Ich würde mich wieder für den up! entscheiden, aber mit wesentlich mehr Bauchschmerzen und einer Portion Zweifel, ob ich wirklich, wirklich, wirklich die richtige Wahl getroffen hätte.

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Zitat:

Original geschrieben von dedetto


Als Automatikfahrer mit Komfortanspruch habe ich jedoch eine Kritik:
Bei Style-Ausstattung ist die Automatik an den 1,2 l Motor gekoppelt. Bei einer Angabe von 8 l/100km (innerorts) ist der für Kurzstrecken indiskutabel. Real werden es dann wohl eher 10 l sein. Da muss Hyundai noch eine modernere Antriebsquelle nachlegen.

Absolut richtig!

In Sachen Verbrauch langt der i10 nicht an den up heran (auch nicht, wenn man fairerweise den Dreizylinder hier mit diesem dort vergleicht und nicht, wie Bleman sagt, Äpfel des up 1.0 mit Birnen des i10 1.2 vergleicht oder umgekehrt, wie das schon öfter in Vergleichstest erfolgt ist).

Der i10 mit Automatik ist m.M.n. nicht konkurrenzfähig und bekäme von mir absolut keine Kaufempfehlung, sondern vielmehr ganz klar den Hinweis, sich besser nach besserem umzusehen.

Zitat:

Einen echten Kaufreiz hat er bei uns also nicht ausgelöst.

Das ist subjektiv und insofern doch völlig o.k.

Der eine mag Äpfel, der andere Birnen, der nächste weder noch. Das ist doch schön so, spricht aber generell nicht gg. Äpfel oder Birnen.

Zitat:

Zumal: Das klare, minimierte Design des UP! gefällt uns besser. Und der UP! hat hinten sogar die schönen, praktischen Ausstellfenster.

Mir gefällt das up-Design auch, generell das VW-Design.

Viele andere halten das für langweilig, wenig modern oder innovativ.

Ich halte es im Ggt. für sehr hochwertig, klar, reduziert und damit vor allem für langlebig und nahezu klassenlos.

In Sachen Ausstellfenster kann ich Dir allerdings nicht zustimmen. Die finde ich (auch aus eigener Kenntnis, u.a. am Ford KA I und up) weder schön noch praktisch, sondern nur eine preiswerte und nicht VW-gerechte Notlösung.
Das spricht keinesfalls gg. Deine Beurteilung, nur komme ich halt zu einer anderen.
VW in Südamerika offenbar auch, zumal die AC-Ausstattungsquote beim up dort geringer ausfallen wird als hier im ach so heißen D! 😁 Mit Ausstellfenstern ließe sich der up dort vermutlich schlechter verkaufen, weil sich sowas dort als echter Makel i.S. einer simplen, AC-freien, Klimatisierung herausstellt. 😉
Ich gebe aber gern zu, dass der Viertürer mit Ausstellfenstern hinten besser aussieht als mit Dreiecksfenster und Fenstersteg, schlichtweg deshalb, weil es den 4-türigen up optisch in der Länge streckt.

Zitat:

Original geschrieben von Bleman


Wie von mir vorgeschlagen in einem separaten Forum, wo von mir aus auch Äpfel und Birnen verglichen werden können.

Womit Du nun aber sicher nicht den Vergleich zwischen up und i10 meinst, sondern vielmehr die Ausuferungen des Themas hier, wo dann schon Vergleiche mit dem Golf VII herangezogen wurden, was also unterm Strich das bessere Auto oder zumindest das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis sei, oder?

Die Herren sollten nicht vergessen, das mit solchen Threads nicht der Kauf an sich schlecht geredet wird, sondern als subjektive, unabhängige Bewertung für eine Kaufentscheidung gelten soll!
Irgendwie hat sich von den Nörglern noch keiner zu Wort gemeldet und sich beschwert, wenn die VW Kisten bei Auto Bild und co. mit nützlichen Tips bewertet werden.

Ich persönlich hab vorher beim 5er BMW geschaut, welche Macken die Baureihe hat und hätte mich im Notfall auch dagegen entschieden. Genauso beim Citigo, hatte erst beim Mii und Asiaten geschaut und bin dann halt beim Skoda gelandet und zufrieden.

Und ich empfinde dieses Forum als Vergleichsplattform immer noch besser als die Auto Zeitschriften oder andere Print Medien.

Zitat:

Original geschrieben von Taubitz


Womit Du nun aber sicher nicht den Vergleich zwischen up und i10 meinst, sondern vielmehr die Ausuferungen des Themas hier, wo dann schon Vergleiche mit dem Golf VII herangezogen wurden, was also unterm Strich das bessere Auto oder zumindest das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis sei, oder?

Die Aussage war nicht speziell auf diesen Thread bezogen. Ich wollte nur darstellen, dass in einem derartigem Forum alles mit allem verglichen werden könnte, unabhängig davon ob es Sinn macht oder nicht.

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Zitat:

Original geschrieben von Taubitz


Ja, nur glaubst Du ernsthaft, dass die Autohersteller ein Interesse daran haben, die von Dir aufgezählten, extrem margenträchtigen Features einem externen Handyhersteller zu überlassen?
...

Ja genau das wird passieren. Ist nur die Frage ob mit oder ohne Autoindustrie, sprich die Softwareindustrie übernimmt die Hardware(Auto)hersteller. Genügen Liquidität ist dort auf jeden Fall vorhanden.

http://www.spiegel.de/.../...edes-bauen-auto-der-zukunft-a-964046.html

Und ganz wichtig, die Autos der Zukunft werden viel, viel leichter werden, da die Auto rundum schauen können und ggf. automatisch Bremsen, Beschleunigen oder einfach Ausweichen, es somit praktisch keine Unfälle mehr geben wird. Ergo kann man sich die aufwendigen Crashtests und damit viel Blech sparen.

Gut, dass die Technik immer funktioniert und deshalb nichts mehr passiert. 🙂 Sieht man ja heute schon an diversen anderen vollautomatischen und überwachten technischen Anlagen.

Sieht man ja gerade an den massenhaften Rückrufen bei div. Firmen.
Alles wird gut!

Zitat:

Original geschrieben von Taubitz


Sieht man ja gerade an den massenhaften Rückrufen bei div. Firmen.
Alles wird gut!

Sind die Rückrufe nicht eher mechanischer Natur?

GM Zündschlösser, BMW Schraube im 6 Zylinder, Toyota Sitzschienen und VW Kugelbolzen bei Heckklappe. Problem scheint zu sein, dass man die Qualität der Zulieferer nicht so genau überwachen kann (dann könnte man es wahrscheinlich auch gleich selber produzieren) es aber sehr genaue Vorstellungen gibt, was dem Lieferanten maximal bezahlen werden kann.

So gesehen eine sinnlose Kostenoptimierung um den Gewinn zu erhöhen. Klar das Unternehmen Gewinne erzielen müssen, damit Produkte weiterentwickelt oder neue Produkte ersonnen werden können. Bei Aktiengesellschaften hingegen wird auch an dieser Stelle „optimiert“, um eine hohe Dividende (Pensionsfonds garantieren ihren Anlegern ja eine Mindestverzinsung) und andere Annehmlichkeiten zu gewährleisten. Die daraus resultierenden Kalamitäten und politischen Verwicklungen können wir gerade hautnah mit der (nicht) Einführung des neuen Kältemittels für die Klimaanlage miterleben.

Appel hingegen verfügt, sehr konservativ geschätzt, zurzeit über freie Liquidität von größer 70 Milliarden Euro. Zum Vergleich der Wert der Marke VW für 2013 wird mit ca. 18 bis 19 Milliarden Euro angegeben. Daraus folgere ich, dass in Sachen Multimedia die Autokonzerne nicht die Standards werden setzen können.

Ein anderer nicht uninteressanter Aspekt ist die Tatsache, dass ab 2020 PKW nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer produzieren dürfen und das bei weiterer Verschärfung der Abgasreinigung und höheren Anforderungen bei den Crashtests. Beides Garanten dafür, dass erreichte Verbrauchsverbesserungen bisher praktisch umgehend neutralisiert wurden. Könnte man nun durch Elektronik erreichen, dass Unfälle durch geschickte Lenk und Bremseingriffe(ähnlich ESP) vermieden werden, so kann das Fahrzeug doch durch Materialeinsparungen zumindest leichter werden. Und bei einem leichten Fahrzeug reicht schon ein kleinerer Motor und damit würde der praktische Verbrauch auch sinken. Ja und wegen des Kältemittels gäbe es dann auch keine Diskussionen, weil ohne Unfall auch kein Brand. Ok ganz ohne Unfall ist natürlich utopisch. Aber in der Luftfahrt gibt es ja auch nicht jeden Tag einen Crash und das obwohl die Systeme dort deutlich komplexer sind. Und nicht zu vergessen jeder Unfall ist die Blaupause für eine Verbesserung der Software und die kann bei Bereitstellung einer neueren Version umgehend aktualisiert werden.

Man kann Luftfahrt und Auto aber nicht wirklich miteinander vergleichen.
Die Gestehungskosten sind bei weitem höher als bei einem Auto und die Systeme im Flugzeug sind, aus gutem Grund, im allg. gleich mehrfach redundant ausgelegt.
Sowas wäre, schon aus Kostengründen, beim Auto gar nicht möglich und rechnet sich in der Luftfahrt eben auch nur dadurch, dass die Dinger wenig am Boden stehen, sondern vor allem in der Luft Geld verdienen durch den hohen Multiplikationsfaktor an Personenkilometern.

Vieles, was heute am Auto versagt, versagt aus Kostengründen, weil der Hersteller wg. Gewinnzwang die Zulieferer immer weiter drückt. Am Ende ist nur noch wichtig, dass der Hersteller seinen Kostenwillen bekommt und dass das ganze nicht innerhalb der Gewährleistung versagt.
Danach trägt es dann der Kunde oder dessen selbstbezahlte, sog. Garantieverlängerung (meist auch nur zum Teil).

Unterm Strich hat sich mein u.g. Oldtimer bisher als sehr haltbar und im eigentlichen Sinne als problemlos erwiesen (keine einzige Panne innerhalb von 14 Jahren, kein Liegenbleiber etc., vieles ist noch selbst zu reparieren, gg. kleines Geld).
Dieser Peak scheint mir in der Automobilindustrie aber längst überschritten.
Im Golf VII-Forum liest man ja unterdessen von etlichen Mängeln und auch schon div. Software-Anpassungen.

Das Steuerkettendebakel war ganz klar gedrückten Zuliefererkosten geschuldet und das DSG-Debakel wohl einer allzu schlanken Auslegung beim selbstentwickelten und -produzierten DSG.

Wie sich die Software-Seite im Auto entwickelt, wird sich jetzt erst weisen.
In Sachen festinstallierter Navis zeigt sich aber bereits, das Reparaturen oder updates oder upgrades betriebswirtschaftlich häufig nicht mehr sinnvoll sind, wie ich aus div. Beispielen von MB-Fahrern älterer MB-Modelle weiß: Da werden für die Wiederherstellung der Navi-Funktionalität gleich Preise mehrerer tausend Euro aufgerufen, was naturgemäß kaum jemand macht.

Aufgrund kürzer werdender Produktzyklen (lt. WiKo) prophezeie ich schon jetzt steigende Ersatzteilkosten bzw. eine zeitliche Verkürzung einer garantierten orig. Ersatzteilversorgung.
Zwar stellt der Ersatzteilmarkt eine erhebliche, sträflich unterschätzte Wertschöpfungsquelle dar, aber noch lieber ist dem Hersteller, wenn man regelmäßig neu kauft, zumal die Wartungskosten bisher ja auch nie gesunken sind von Modell zu Modell, beim Privatmann noch nicht mal dann, wenn er Longlife-Intervalle hatte.
Unterdessen gehen die Autos ja wieder jährlich zur Inspektion, wie in alten Zeiten... 🙁

auch schön...
http://www.focus.de/.../...nmal-volltanken-nur-19-euro_id_3842102.html

Zitat:

Original geschrieben von bissst79


auch schön...
http://www.focus.de/.../...nmal-volltanken-nur-19-euro_id_3842102.html

Schöne reißerische Überschrift: "Volltanken nur 19 Euro." Ich zahle immer so zwischen 11,00-13,00 EUR. Der echte Vergleichswert ist aber:

"Wie weit kommt die Karre mit

100 EUR

." Und das sind bei meinem Mii ganz genau (ein Jahr über 48.000 km gemittelt)

3067,5 km

.

Rechne dir das mal für den Hyundai aus.

19 € pro Tankfüllung: heisst doch nur: der Tank ist sehr klein!!!
Richtig ist natürlich: wie weit komme ich pro Euro, oder pro 100 €...!
Wenn ich bei nem dicken V8 alle 2-3 KM wieder voll tanke, geht das auch für paar Euronen...!

Normalerweise rechnet man aber nicht "x km pro 100 Euro". Die bessere und gängigere Rechnung/Formel ist: x Euro pro 100 km. Mit dieser Methode sind auch ebenfalls - wie in deiner Formel - Kraftstoffart und -preis mit berücksichtigt.

..klar! ICH rechne auch: was kosten mich 100 km!
aber auch: wie weit komme ich mit 100 € berücksichtigt alle Eventualitäten.
ABER: Ich tanke voll für 19 € ist totaler Blödsinn! Sagt ja nichts aus über: reicht das für 5 Km, oder 500?

Nicht aufregen.😉
In D stellt man im allg. den Quotienten €/100km auf,
in anderen Ländern, z.B. USA, rechnet man mls/gal, also wieweit komme ich mit einer Gallone.

Und die Überschrift kann letztlich missverstanden werden, wenn man das denn unbedingt will.
Ob das Auto nun sparsam ist oder nicht, steht eh im Text, wenn überhaupt. 😁

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