VERkaufberatung: was tun mit 350 TKM Luxus 4F Avant?

Audi A6 C6/4F

Hallihallo liebes Forum,

mir wurde empfohlen, meinen geliebten 2005er Audi Quattro 3.0 TDI Avant wegen der hohen Laufleistung von fast 350.000 km zu verkaufen, "bevor er nichts mehr wert ist". Meine Frau und ich lieben dieses Auto, es hat alles, was unser Herz begehrt. Laut Werkstatt müsste man demnächst Turbolader und Injektoren tauschen, 3-5KEUR, bevor die kaputt gehen, oder einen neuen Motor, 10KEUR, was alles nicht wirtschaftlich ist, und daher solle man ihn verkaufen, bevor er nichts mehr wert sei.

Wir hätten auch was neues Gebrauchtes im Netz gefunden. Der Händler meinte am Telefon, wir könnten wohl mit 3000 Euro für den alten rechnen. Ein anderer Händler meinte unverbindlich, vielleicht maximal 4000, aber bestimmt 3500. Jedenfalls wenn man da kauft.

Als ich 3000 Euro gehört hab, dachte ich ja zuerst: Mensch, wenn er jetzt schon nichts mehr wert ist, kann ich ihn doch fahren, bis er auseinander fällt! Selbst mit einem Motortotalschaden kann er doch nicht mehr viel Wert verlieren??

Vor 10 Jahren hatte ich mal einen Unfallwagen mit wirtschaftlichem Totalschaden, A4 mit diversen Macken, der Schrott hat noch knapp 2500 Euro gebracht (so knapp über 250TKM). Jetzt hab ich ein Luxusauto mit "Vollausstattung", siehe unten, und soll nur 3000 kriegen? Gut, jetzt ist man wohl immer geknickt, wenn man den Verkaufspreis hört, aber ist es wirklich soooo schlimm?

Was meint ihr? Hätte gern mal ein paar Meinungen dazu gehört. Was würdet ihr machen??

Audi Quattro 3.0 TDI Avant (160 KW)
Automatik: Tiptronic (6 Gang)
Leder Alcantara Grau, Aludekor, Glasschiebedach, Mittelarmlehne, Telefon (Orignal Motorola)
Xenon, LED Tagfahrlicht (integriert), Elektrische Sitze, Lendenwirbelsäulenstütze, Sitzheizung, Standheizung, Sonnenrollos, Skidurchladeklappe, Mittelarmlehne, MMI, CD Wechsler, Lenkradbedienung, Zweizonen Klimaautomatik, Servotronic
5 x 225/55 R15 Alu Sommer, 4 x 225/55 R15 Alu Winter

Beste Antwort im Thema

Ganz ehrlich: der Dicke ist bezahlt, läuft und hat von der Auststattung her doch genug zu bieten.
Ich würde ihn locker noch 5 Jahre fahren. Was sind denn über die Zeit 5000€ Wartung gegen 50000€ (?) Neuanschaffung. Und es steht doch gar nicht fest, dass es in dem Zeitraum zu nen Ausfall kommt.
Vielleicht macht der Dicke 500TKM ohne Probleme, weil Du ihn gut pflegst und sinnig fährst ?

P.S.: Der Händler nimmt ihn für 3000€ in Zahlung und stellt ihn für 7000€ hin. Is klar, ne ?

Unabhängig von meiner unqualifizierten Meinung, werde ich drum bitten die Frage in's Forum (4F) verschieben zu lassen.

Grüße

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Zitat:

@Rene45 schrieb am 15. Dezember 2016 um 13:00:43 Uhr:



Zitat:

Und immer dran denken: der vierte Ring ist gerade mal halb aufgebraucht. Du hast noch 50000 km bis zur ersten Panne. 😉

Da ist der dümmste Spruch den ich zum A6 4f bisher gelesen hab. Deshalb ist ja auch das Forum voll von Hilfeanfragen und Problemen...............
Das einzige Premium am A6 sind die Preise und Unterhaltskosten.

Ich sag nur Rostaktion, elektr. Heckklappe, Steuerkettenspanner C Trieb, Kühlerlüfter, Heckscheibenwaschanlageschlauchplatzer, Vorderachse Lenker oben......................und und und

....das in einem solchen Forum nur von Problemen zu lesen ist, sollte eigentlich
einleuchtend sein.
Die zufriedenen Fahrer wirst du hier nicht finden.

Nicht ganz korrekt.
Ich bin absolut zufrieden 😉

Und zum Thema:
Nicht verkaufen...weiterfahren.

Hallihallo

danke für euren ganzen Antworten! Wirklich prima, so viel Tips zu bekommen, danke euch allen!!

Falls es jemand interessiert, wie es ausgegangen ist, schreib ich mal noch kurz.

Wir haben, besonders nach dem Lesen des Themas mit den hohen Laufleistungen mit noch zwei Werkstätten gesprochen. Was man den tun sollte/könne, wenn man weiter fahren möchte. Die haben auch beide Turbolader und Injektoren genannt. Weil ich jemand fragte, "warum Turbolader", hab ich auch gefragt. Die Antwort war, der kann nicht mehr gut sein bei den km und wenn man Pech hat, geht er so kaputt, dass man liegenbleibt und einen Motortotalschaden hat (irgendwie wenn Bruchstücke eingesaugt werden). Daher lieber gleich mit wechseln. Dann würde man noch einen neuen Steuerkettensatz (bzw Kettenspannersatz? ich hoffe, ich verwechsel da nichts) verbauen, Ersatzteil kostet nicht viel, es sei denn, man braucht es nach dem es kaputt ging, dann braucht man auch neuen Motor. Überhaupt könnte man ne Menge "auf Verdacht" machen, davon wurde aber abgeraten, weil man ja nicht weiß, was denn nun als nächstes kommt. Auch Allrad und Tiptronic können kaputt gehen, nicht nur Motor, steckt man halt nicht drin. Die üblichen Kleinigkeiten kommen natürlich dazu (hatte gerade 3. Bremsleute und Kofferraumschloss, natürlich nicht gleichzeitig, wäre ja nur ein Abwasch), da kann man auch 1-2-3 KEUR pro Jahr rechnen. Man weiss es nicht.

Wenn dann sowas wie Motor oder Getriebe kaputt geht (was trotz aller Pflege halt einfach mal passieren kann), dann muss man damit rechnen, sofort liegen zu bleiben. Das heißt also zu Weihnachten bei Regen nachts irgendwo in einer Autobahnbaustelle mit Baby an Bord...

Dazu waren wir dann zu feige.

Gut, so Werkstätten die solche Fälle schon abgeschleppt haben, kennen natürlich krasse Geschichten, heißt ja nicht, dass es einen selbst erwischt, aber wir hatten dann kein gutes Gefühl mehr. Das Auto hat uns nie im Stich gelassen, und so soll es auch in Erinnerung bleiben.

Wir haben jetzt einen A4 gekauft (gebraucht! war so schon teuer genug...). Mal hoffen, dass er auch so lange hält und so zuverlässig ist. Der hat jetzt ein Doppelkupplungsgetriebe, da hat ein Bekannter auch schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wie man sowas nur kaufen könne, sei unzuverlässig, er hatte die auch mal und keine 100TKM geschafft... Na ja, bleibt vielleicht spannend, aber das ist ein anderes Thema 🙂

Danke für die Rückmeldung und viel Spaß damit!

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Zitat:

@relaxedtoday schrieb am 21. Dezember 2016 um 12:49:27 Uhr:


Wenn dann sowas wie Motor oder Getriebe kaputt geht (was trotz aller Pflege halt einfach mal passieren kann), dann muss man damit rechnen, sofort liegen zu bleiben. Das heißt also zu Weihnachten bei Regen nachts irgendwo in einer Autobahnbaustelle mit Baby an Bord...

Erstmal Glückwunsch zum neuen 🙂
Hier muss ich aber sagen: Um unter ungünstigsten Bedingungen liegen zu bleiben, reichen oft auch Kleinigkeiten aus. Man denke dabei nur an die gebrochenen Riemenscheiben. Motor und Getriebe sind dabei oft noch die stärksten Glieder in der Kette. Die neuen Doppelkupplungsgetriebe sind ganz nett, aber auch wartungsintensiv (z.B. Ölwechsel alle 60 tkm)

Glückwünsche auch von mir

hmm, was soll ich da sagen? Bin zweimal in meinem Leben liegen geblieben; ein rel. neuer Jaguar (Batterie) und ein rel. neuer Golf GTD mit Doppelkupplungsgetriebe (Motorschaden < 100.000 km).
Aber ist ja eure Entscheidung....

Ekkehard

Lieber TE,

also deine Argumentation kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Man kann letztlich mit jedem Auto stehenbleiben, wenn auch je älter, desto höher die Wahrscheinlichkeit...

Wenn du aber so eine Panik hast, dann spendiere doch dem ADAC jedes Jahr 130 Euro (oder was so eine Mitgliedschaft kostet...), und dir wird schnell geholfen, 24Std/365T....

Möchte nicht wissen, was dich jetzt dieser Wechsel kosten wird, denn der neue fängt mit großem Wertverlust wieder an. Davon hättest du mit Sicherheit 10Jahre ADAC Mitglied sein können...🙂)

Egal, das ist nur meine Meinung, und dein Geld....🙂

Trotzdem viel Spaß mit dem neuen! Zu Weihnachten ja auch ein schönes Geschenk für den Mann...🙂

Und vielleicht werde ich ja auch "lügengestraft" wenn der Käufer deines Autos in 2 Wochen einen Motorschaden hat...

Gruß,
Stefan

Zitat:

also deine Argumentation kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Man kann letztlich mit jedem Auto stehenbleiben, wenn auch je älter, desto höher die Wahrscheinlichkeit...
Wenn du aber so eine Panik hast, dann spendiere doch dem ADAC jedes Jahr 130 Euro (oder was so eine Mitgliedschaft kostet...), und dir wird schnell geholfen, 24Std/365T....

Ich bin im ADAC, aber eh die nachts im Dorf sind, vergeht auch seine Zeit - und dann braucht man ja immer noch ein Ersatzwagen usw. Aber Du hast schon Recht, im Berufsverkehr stecken zu bleiben, ist gar nicht so schlimm. Aber wenn man beim Fahren ein schlechtes Gefühl hat (und mag es nur deshalb sein, weil die Werkstätten einem das ein bisschen "eingeredet" haben), ist das auch nicht gut.

Zitat:

Möchte nicht wissen, was dich jetzt dieser Wechsel kosten wird, denn der neue fängt mit großem Wertverlust wieder an. Davon hättest du mit Sicherheit 10Jahre ADAC Mitglied sein können...🙂)
Egal, das ist nur meine Meinung, und dein Geld....🙂

Kommt auch drauf an, wie man rechnet. Angenommen, die Kosten, die die beiden Werkstätten so grob in den Raum geworfen haben (die natürlich geraten sind), würden in etwa stimmen. Also 3000-5000 jetzt plus 1000-2000 pro Jahr, und 1000 Euro weniger bei Motorschaden in drei Jahren, bei mittleren Werten also 4000+1500+1500+1500+1000 = 263 Euro/Jahr, dagegen einen Gebrauchten von sagen wir 20.000 Euro Wertverlust in sagen wir sechs Jahren (wie mein alter) = 277 Euro/Jahr. Das hinkt natürlich alles, weil auch hier ja unterschiedliche Reparaturen und Wartungen dazu kommen und A4 günstiger als A6 ist - und vor allem, weil die Zahlen alle geraten sind, aber das weiss man ja vorher alles nicht. Aber immerhin kann man sich das so schön rechnen und hat weniger schlechtes Gewissen 😁

Zitat:

Trotzdem viel Spaß mit dem neuen! Zu Weihnachten ja auch ein schönes Geschenk für den Mann...🙂
Und vielleicht werde ich ja auch "lügengestraft" wenn der Käufer deines Autos in 2 Wochen einen Motorschaden hat...

Ja, wer weiß... Bin ja schon froh, dass ich an Murpheys Gesetz vorbeigekommen bin und das Auto nicht auf dem Weg zum Händler "gestorben" ist 🙂

Zitat:

dagegen einen Gebrauchten von sagen wir 20.000 Euro Wertverlust in sagen wir sechs Jahren (wie mein alter) = 277 Euro/Jahr.

277 Euro pro Jahr Wertverlust bei nem 20000-Euro-Fahrzeug? Das kann ich mir nicht vorstellen. Selbst mein gaaanz alten A6 (C4), den ich für 5500 Euro gekauft hab, hatte 500 Euro Wertverlust im Jahr.

Der 4F ist schon sehr zuverlässig,bin mit meinem von 85tkm-225tkm immer angekommen.
Fast 100tkm davon war er optimiert auf 275PS und 550NM.
Dann habe ich ihn verkauft der läuft heute bestimmt immer noch.

Zitat:

@Heiha9 schrieb am 21. Dezember 2016 um 20:26:12 Uhr:



Zitat:

dagegen einen Gebrauchten von sagen wir 20.000 Euro Wertverlust in sagen wir sechs Jahren (wie mein alter) = 277 Euro/Jahr.

277 Euro pro Jahr Wertverlust bei nem 20000-Euro-Fahrzeug? Das kann ich mir nicht vorstellen. Selbst mein gaaanz alten A6 (C4), den ich für 5500 Euro gekauft hab, hatte 500 Euro Wertverlust im Jahr.

Sorry, natürlich pro Monat. Sorry.

Ich hatte das letztens erst einmal zurückblickend im Spritmonitor gecheckt.

Im Jahr 2015 325.355 km bis 351.822 km waren es insgesamt 2.087,31€. (0.08 Cent / Km)
Darin enthalten ist einmal Keilriemen komplett und 300 € außerplanmäßig weil beim Aufbohren der bösen Schraube der Achsschenkel gebrochen ist.
Ölwechsel etc. sind auch in den Kosten enthalten.
Im Jahr 2016 352.158 km bis 381.174 km waren es insgesamt 2.038,98€. (0.07 Cent / Km)
Darin enthalten knapp 900 € für Lackarbeiten, Lenkrad, Innenraum usw.
Injektoren wurden neu abgedichtet und der Ölkühler brauchte eine neue Dichtung.

Ich finde mit dem Turbo wird einem viel zu sehr angst gemacht. Der Turbo läuft völlig unauffällig und verrichtet seinen Dienst.

Der Öldruck wurde Mitte des Jahres auch gemessen. Alles in bester Ordnung.

Also sooo schlimm ist es nun auch nicht und alles was repariert wurde hält auch erstmal wieder für eine sehr sehr lange Zeit.
Zudem fallen Dinge wie Bremsen und Service auch bei einem jüngeren Wagen an.
Nächstes Jahr bekommt die TT noch mal frisches Öl und mit mehr muss ich gar nicht rechnen. Nur neue Winterpuschen aber auch sowas fällt bei jedem Wagen an.

In meinem Schutzbrief ist auch Schleppen und Leihwagen inklusive. Das lief vor zwei Jahren sowas von unkompliziert. Da ist auch das Liegenbleiben gar keine so große Sache. So haben wir dann im Raum Brandenburg auch noch einen Super Italiener gefunden 😎

Aber dennoch, allzeit knitterfreie Fahrt 🙂

Zitat:

@LubbY-HST schrieb am 22. Dezember 2016 um 21:04:13 Uhr:


Ölwechsel etc. sind auch in den Kosten enthalten.

Das "etc." sind aber nur Reparatur- und Wartungskosten ohne Steuer und Versicherung, oder?

Zitat:

@Heiha9 schrieb am 22. Dezember 2016 um 21:19:42 Uhr:



Zitat:

@LubbY-HST schrieb am 22. Dezember 2016 um 21:04:13 Uhr:


Ölwechsel etc. sind auch in den Kosten enthalten.

Das "etc." sind aber nur Reparatur- und Wartungskosten ohne Steuer und Versicherung, oder?

Korrekt, nur Reparatur und Wartung. Inkl. Steuer und Versicherung wäre das ein Traum. 😁

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