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Unfall mit voller Blase

Themenstarteram 7. September 2007 um 15:43

Eine Frage die mich irgendwie schon lange beschäftigt: Was passiert eigentlich wenn man eine randvolle Blase hat und einen Unfall baut? Platzt diese dann wenn der Gurt überm Bauch voll draufdrückt oder entleert sich diese ungewollt?

cu Willy

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28 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Pete Pike

Bei Interesse kann ich ja mal ein paar Auszüge vom Arztbericht abtippeln :D Hatte nochn wilden Beckenfixateur

ja nu, fang an... ;)

 

Ja, der Bericht wäre sicherlich interessant.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von Silberkeil

Die medizinische Literatur schreibt dazu, daß es bei voller Blase bei angelegtem Gurt leicht(er) zu einer Blasenruptur kommen kann.

Ist dies von der Art des angelegten Gurtes abhängig (Beckengurt, Dreipunktgurt, Hosenträgergurt) ?

Wenn der Gurt auf die Blase drückt kann sie auch platzen. Also beim Becken- und Dreipunktgurt.

Wenn ein Hosenträgergurt nicht auf die Blase drückt ist die Gefahr einer Ruptur wahrscheinlich erheblich reduziert.

Ich fang gleich mal an zu tippeln. aber erst aufs klo und dann zum auto bericht holen ;)

Ich schreib mal nur das wichtigste, isn ellenlanger Bericht:

Bei Aufnahme des Patienten wurde eine Rippenserienfraktur der 3. bis 10. Rippe rechts mit instabilem Thorax festgestellt (Instabil = alle Rippen vorne mehrfach gebrochen). Es wurde des Weiteren ein Hämatom, Pneumothorax rechts mit Mantelpneu (was ist ein Mantelpneu?) und Weichteileemphysem (?) sowie Kontusionsherde im Mittel- und Unterlappen der rechten Lunge diagnostiziert. Ferner fand sich beim Patienten eine instabile Beckenfraktur mit Frakturlinie transforaminal im Bereich des Os sacrum sowie des rechten Schambeins mit Einstrahlung in den vorderen Acetabulumpfeiler und eine Sitzbeinfraktur.

Aufgrung der Verletzung erfolgte zunächt die Durchführung einer Bülau-Drainage des rechten Thorax. Es wurde eine Beatmungstherapie bis 24.04.2006 auf der Intensivstation durchgeführt (Unfall war am 13.). Eine Punktionstracheotomie erfolgte am 18.04.2006 zur Verbesserung des Weanings (?). Am 14.04.2006 wurde ein Fixateur extern im Bereich der vorderen Beckenschaufel angelegt. Es erfolgten regelmäßige Wundkontrollen. Die Bülau-Drainage wurde nach Sistieren der Hämatoseromsektion sowie nach Sistieren der Luftfistelung entfernt. Von der Beatmungstherapie wurde der Patient am 24.04.2006 entwöhnt.

Am 03.05.2006 konnte der Verletzte von der Intensivstation auf die chirurgische Station verlegt werden. Die Entfernung des Fixateur extern erfolgte am 23.05.2006. [...] Am 24.05.2006 wurde der Patient entlassen.

PS: Ich lag während des Komas in einem Rotationsbett, steht nicht im Bericht.

PS: Fixateur

Stinknormaler Arztbericht halt.

whuaaa...ick darf mir solche bilder gar nicht angucken.

so, und wie bekommt man sowas hin bzw. was muss man falsch machen?

mim motorrad und genommener vorfahrt. alles in voller montur passiert und beim einschlag dürfte ich nicht schneller als 60 gewesen sein... also nie die geschwindigkeit unterschätzen ;)

Da kannst du ja eigentlich 2x Geburtstag feiern!!! Echt heftig!

Ein Mantelpneu ist sowas wie ein leichter Lungenriss.

Das Emphysem ist durch den Pneumothorax direkt entstanden, schätze ich mal und beschreibt grob gesagt eine Luftansammlung.

Rotationsbett kann ich mir gut vorstellen, ist aber auch nicht ohne bei einem Emphysem!

Bülau-Drainage ist "wunderbar" - sei froh, daß du es wahrscheinlich nicht mitbekommen hast. Ich habe schon des öfteren dabei assistiert.

Alles in allem eine heftige Geschichte!

Hast du seither Probleme mit der Atmung?

Ich nehme an, die Einstichstelle der Bülau-Drainage wirst du noch als Narbe in Erinnerung halten, oder?

falls es weiter hilft, dem Georg Plasa (Bergrennen) hat bei seinem schweren Unfall angeblich die leere Blase und der leere Magen das Leben gerettet. Seitdem soll er wohl immer "entleert" fahren.

Zitat:

Original geschrieben von Mike_083

Ein Mantelpneu ist sowas wie ein leichter Lungenriss.

Das Emphysem ist durch den Pneumothorax direkt entstanden, schätze ich mal und beschreibt grob gesagt eine Luftansammlung.

Rotationsbett kann ich mir gut vorstellen, ist aber auch nicht ohne bei einem Emphysem!

Bülau-Drainage ist "wunderbar" - sei froh, daß du es wahrscheinlich nicht mitbekommen hast. Ich habe schon des öfteren dabei assistiert.

Alles in allem eine heftige Geschichte!

Hast du seither Probleme mit der Atmung?

Ich nehme an, die Einstichstelle der Bülau-Drainage wirst du noch als Narbe in Erinnerung halten, oder?

Narbe ja, klar. Tut ab und an weh, je nach Tagesform. Im Moment gar nicht. Atmung funktioniert wunderbar! Leichtes Taubheitsgefühl um die Narbe herum.

Ach ja die 4l Blutverlust ganz vergessen! Sachen wie Gehirnerschütterung hab ich mal weggelassen (wg Nichtigkeit und so :D )

Da weiß man, wofür man Blut spenden geht bei 4 Liter Blutverlust. 

Deinen Hämatokrit-Wert von damals möchte ich lieber nicht kennen.

Aber solange es im Körper bleibt, ist es in Ordnung.

 

Mein Rekord waren 18 Liter Blutkonserven. War eine Frau, die von einem Zug erfasst worden war. Blutkonserve eingefüllt und so wie sie eingefüllt wurde, ist sie Sekunden später wieder rausgeronnen. 

Tja, so ist die Medizin. 

ich hab auch wohl mehr durchgeballert, das war ja nur in den ersten stunden. bin während des komas auch total gelb angelaufen weil die leber ja geprellt war (oder ähnliches). also schon ziemlich genutst. waren drei vier sachen weswegen ich eigentlich hätte hops gehen müssen. aber nie alk, zigaretten, kaffee etc und kein gramm fett zuviel, das hat mir mein leben gerettet, und das werde ich jetzt auch sicher nicht mehr ändern ^^

Manchmal ist es einfach nur das Quäntchen Glück.

Der Ex-Freund einer ehemaligen Schulkollegin hatte mit 16 Jahren einen Autounfall (Beifahrer) und lag bei uns 1 Woche im Koma mit Schädel-Hirn-Trauma und Hirnschwellung.

Als sich sein Zustand verbesserte, entschloss man, ihn an einem Montag aus dem Tiefschlaf zu holen. In der Nacht von Sonntag auf Montag gabs dem zu Ehren eine große Party mit all seinen Freunden. So gegen 2 Uhr nachts kam der Anruf, daß er gerade verstorben war... Er war dann Organspender.

So Kopfgschichten sind immer verdammt gefährlich, abgesehen von den Spätfolgen. Kann sich jederzeit eine Thrombus oder so lösen und der stirbt dir im Intensivbett innerhalb von 1 Sekunde weg.

 

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