Umsteiger vom etron 55 auf Q8 55 - Achtung!
Nach 3 Jahren im 55er etron bin ich seit 2 Wochen im nahezu identisch ausgestatteten Q8 55 unterwegs und konnte ausser der leicht erhöhten Reichweite keinerlei Verbesserungen, aber viele Verschlimmerungen feststellen.
Als langjähriger Audifahrer ging ich davon aus, dass der Q8 ein paar Verbesserungen bringt und sich ansonsten nicht viel ändert. Probefahrt daher nicht nötig und ein grosser Fehler.
Am meisten stören die ganzen Warnmeldungen, die man zwar im Menü deaktivieren kann, aber nach jedem Neustart wieder kommen. Ein shortcut wie von einigen Nutzern vorgeschlagen lässt sich bei meinen dafür gar nicht mehr einrichten. Der absolute Gipfel der Verschlimmerung ist jedoch die kastrierte Boost Funktion, die nur noch sehr kurz bis 125 kmh zur Verfügung steht, obwohl auf unseren deutschen Autobahnen "noch" kein 130 Tempolimit gilt...
Die "Aufladung" der Boostleistung dauert zudem deutlich länger und die "Entladung" des Boost findet jetzt auch ohne ein kickdown mit geringem Druck aufs Strompedal statt....
Allen Umsteigern empfehle ich daher vor Abschluss eines Leasing/Kaufvertages die Durchführung einer ausgiebigen Probefahrt.
63 Antworten
Der Boost ist mir persönlich so egal. Ich nutze ihn eh nie, auch beim Überholen nicht. Der normale Leistungsbereich ist schon mehr als ausreichend.
Aber ich kann nachvollziehen, dass sich manche daran gestört fühlen.
Ich bin Elektro Ingenieur, und habe die Kapazität berechnet und kam auf weiniger als 90 kW. Nach lange Klage hat Audi das gemessen, bis zum 1% entladen und bei 20 grad vollladen. Die kamen dann auf 93 kW, aber das sei normal denn das Auto war schon 6 Monaten (!) alt. Was da alles hinter den Schirmen gelügt wurde weiß ich nich, denn das Testprotocol habe ich nie bekommen (!) Ich habe keinen Lust jahrelang zu streiten gegen Audi (ich bin fast 80. habe das Auto mit Verlust verkauft. Jetzt fahre ich Mercedes EQE 500 und die Batterie Kapazität stimmt genau, 91 kW
Zitat:
@Steckie1 schrieb am 4. März 2024 um 16:13:42 Uhr:
Ich bin Elektro Ingenieur, und habe die Kapazität berechnet und kam auf weiniger als 90 kW. Nach lange Klage hat Audi das gemessen, bis zum 1% entladen und bei 20 grad vollladen. Die kamen dann auf 93 kW,
Interessanter Ansatz, dass man sich sowas antut. ...und haben sie den EQE nun auch nachgerechnet?
Ich habe mal meinen bis auf 10% entladen und dann auf 100% aufgeladen. Habe dann hochgerechnet und AC müssten es von 0% auf 100% etwa 80kWh sein, denn bei diesem Ladevorgang sind laut Wallbox 72kWh reingegangen.
War dann auch überrascht, dass so wenig rein ging, ist ja AC auch noch, also inkl. Verluste.
Meine Batterie hat allerdings bereits 100tkm auf dem Buckel und laut Aviloo Test 8% Degradation.
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Zitat:
@Steckie1 schrieb am 4. März 2024 um 16:13:42 Uhr:
Ich bin Elektro Ingenieur, und habe die Kapazität berechnet und kam auf weiniger als 90 kW.
Alles klar, dann ist der Unterschied zwischen kWh und kW ja geläufig. Und dann sogar noch extra dafür bei Motortalk angemeldet. Glückwunsch zum Benz, viel Spaß dort im Bereich.
Zitat:
@Mika64 schrieb am 4. März 2024 um 22:43:23 Uhr:
Nur 8% bei 100.000km ist doch nicht schlecht.
Ja, absolut.
Ich war nur verwundert, dass von 10% bis 100% so wenig kWh rein gingen. Der e-tron ist mit 95kWh brutto angegeben, wenn ich mich nicht täusche. So viel bekomme ich niemals rein, abgesehen von 8% Degradation 😁
Natürlich bekommst Du die 95 kWh nicht rein, denn nutzbar sind ja nur ca 86 kWh, dann minus 8% sind noch ca 79 kWh.
Brutto/netto verstehe ich so, dass 95kWh reingehen, jedoch nur 86,5 kWh entnehmbar sind. Wo sollen sonst die 8,5kWh hin? Oder denke ich da falsch?
Das Problem ist viel mehr, dass ich ca. 80kWh inkl. Ladeverluste messe 😁 Also die Strommenge, die von meiner Wallbox benötigt wird, um die Batterie zu laden. Was tatsächlich in der Batterie landet, weiß ich natürlich nicht.
netto sind dein 0-100%, brutto sieht keiner....
die 8,5 verbleiben in der Batterie
Ladeverluste vermutlich um die 10%, also 72 in deinem Fall
Nein, das stimmt auch nicht. Da bleibt nix in der Batterie zurück, vergleichbar mit einem Tank der nicht ganz geleert werden kann. Vielmehr wird dieser Anteil erst gar nicht in die Batterie geladen.
Die Bruttokapazität ist die maximale Energiemenge die ein Akku aufnehmen kann. Aus diversen Gründen steht dem Anwender aber nur ein Teil davon zur Verfügung - das ist die Nettokapazität. Gründe sind die Batterie herstellerseitig zu schonen indem sie tatsächlich nicht knackvoll geladen wird. Ein anderer ist, dass Hersteller diese Reserve mit der Zeit frei geben und so die Illusion eerhalten es gäbe keine oder nur wenig Degradation.
Praktisch wird das so erreicht, dass die Zellen nicht bis zur maximalen Schlussspannung geladen werden, sondern sagen wir mal die Ladeelektronik 0,5V (Haunummer!) drunter bleibt.
Es ist unten und oben von der Batterie ein Bereich von paar % reserviert, der ist aber nicht freigegeben =brutto
Die ersten kleinen BMW i3 hatten oben viel reserve und die werden mit den Jahren freigegeben, sodass fast keine Regeneration messbar vorhanden ist.
Ich glaube vom Kontext du meinst Degeneration @johro ....
Zitat:
@azza schrieb am 5. März 2024 um 22:28:26 Uhr:
Ich glaube vom Kontext du meinst Degeneration @johro ....
…oder doch lieber Degradation? ;-)
Alles klar, Leute. Danke für die Erklärung.
Also ist brutto für uns ganz uninteressant, netto zählt. Irgendwann mache ich mal einen Test, fahre den e-tron bis auf 1% und lade dann daheim auf 100% auf - mal sehen, was die Wallbox dann herein bekommt 🙂