TÜV trotz Durchrostung bei Fahrzeugkauf

Hallo, ich habe vor kurzem ein Fiat Camper gekauft. Von Privat mit TÜV neu (2Wochen). Nachdem ich den Camper dann in meiner Werkstatt vorgeführt habe, stellte sich eine Durchrostung der Schweller raus. Diese waren überspachtelt und mit frischem Unterbodenschutz übermalt. Nun die Frage, hätte so TÜV gegeben werden dürfen ?
Bei einer Stelle kann ich mit dem Daumen bereits durch den Schweller durch drücken. ICh bin da wirklich als Laie hin und hab mich auf den TÜV und zumindest Verkehrssicherheit verlassen.
Die Eigenschaft "TÜV Neu" ist ja eine Eigenschaft des Fahrzeuges die eine Verkehrssicherheit voraussetzt.
(es gibt noch viele weitere Verschwiegene Mängel, die dazu führen dass ich vom Kauf zurück treten möchte) .

Bin mir im klaren, dass das Naiv war, allerdings kann ich nicht nachvollziehen wie hier TÜV erteilt werden konnte.

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76 Antworten

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 20. Dezember 2023 um 17:58:30 Uhr:


Dieses WoMo dürfte in den 90ern schon etwas älter gewesen sein ....

Jep, das ist eine ältere Kiste. Trotzdem interesant was die Leute alles auf dem Foto sehen, ich sehe da ein mini Löchlein von 2mm Durchmesser und viel Unterbodenschutz. Da käme als erstes der Hammer ...

Wundert mich dementsprechend dass weder Werkstatt noch der Gutachter den Rostschaden vernünftig offengelegt haben. Oder ist da nicht mehr als das bisschen was man auf den Fotos sieht?

Hallo
Wenn du im ADAC bist wende dich mal an die.
https://www.adac.de/services/rechtsberatung/clubjuristen-erstberatung/

Schöne Weihnachten
Gruß
Didi2708

Zitat:

@Moers75 schrieb am 20. Dezember 2023 um 18:11:58 Uhr:



Zitat:

@berlin-paul schrieb am 20. Dezember 2023 um 17:58:30 Uhr:


Dieses WoMo dürfte in den 90ern schon etwas älter gewesen sein ....

Jep, das ist eine ältere Kiste. Trotzdem interesant was die Leute alles auf dem Foto sehen, ich sehe da ein mini Löchlein von 2mm Durchmesser und viel Unterbodenschutz. Da käme als erstes der Hammer ...

Wundert mich dementsprechend dass weder Werkstatt noch der Gutachter den Rostschaden vernünftig offengelegt haben. Oder ist da nicht mehr als das bisschen was man auf den Fotos sieht?

Hi, Hammer ist nicht mehr möglich . Auf ca. 20 cm Breite kann ich mit dem Daumen durch drücken. Das würde an mehreren Stellen gehen, hab ich jetzt aber erstmal nicht weiter gemacht .

Zitat:

@MZ-ES-Freak schrieb am 20. Dez. 2023 um 17:25:44 Uhr:


Solltest du gegen den Prüfer vorgehen wollen, wäre für eine Reklamation der Fach-Vorgesetzte des Prüfers der Richtige Weg

Wie weiter oben schon geschrieben wurde, ist der TE nicht Vertragspartner der Prüfstelle.

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Den Fotos nach, musste da eine stoßstange oder Beplankung demontiert werden, oder sind diese schwarzen Stellen immer sichtbar?

Weil, sorry eigentlich weiß jeder der sich mit älteren Fahrzeugen beschäftig, was das heißt wenn am Schweller oder Radlauf mit schwarze Farbe gepinselt wurde ... und es beulig ist ... das ist die Methode billigst Rost zu behandeln damit es noch mal mit Glück für eine 2 jährige HU Periode reicht ... und dann ab in den Export, oder die zeit&kostenintensive Vollrestaurierung steht an...

Sich als Laie rausreden, ich hatte keine Ahnung... sorry, du hast eine uralt Karre gekauft ... ohne es vor dem Kauf prüfen zu lassen ... bzw. dir Hilfe zu holen/einen Gebrauchtwagencheck ... und jetzt werden die Fehler bei allen anderen gesucht...

Zur HU können wir nur spekulieren, von Fahrzeug mit Rahmen, wo diese Bereiche nicht tragend sind und der Wagen tatsächlich die HU geschafft hat , bis zur "Schummel HU" wo der Prüfer nie das WoMo, sondern nur Geldscheine gesehen hat, ist alles möglich..

Seltsam finde ich dass da schon eine Werkstatt am Auto war, ein Gutachter und der Käufer. Und keiner (!) hat an dem mit dem Finger eindrückbaren Schweller mal den Rostschaden freigelegt und dokumentiert. Keiner. Nicht einmal der Gutachter. Was macht der Gutachter beruflich? 😰

Gutachten erstellen. Die Frage ist halt, für wen...

Heißt ja auch GUTachten. Die suchen nur das gute 😁

Hab anno 1991 auch so ein Auto mit frischer HU gekauft, obwohl das Auto den bekanntesten aller bekannten Mängel in Form einer völlig verfaulten Hinterachsaufnahme hatte (Renault 16, Schwingen der hinteren Einzelradaufhängung). Da der Rest des Wagens äußerst gut in Schuss war, hab ich mich da schön blenden und belatschern lassen. Kurz überlegt, ob es sich lohnt, gegen den privaten Verkäufer vorzugehen. Dann Zähne zusammen gebissen und die Karre wieder hergerichtet. Hat nicht viel Geld gekostet, aber hab 2 Monate den Platz in der Garage blockiert und musste eine bis dahin gut erhaltene Karosse zwischen hinterer Tür und Radlauf aufsägen, um an die schadhafte Stelle zu kommen.

Ich rate dem TE zu ähnlichem Vorgehen: statt sich hier wegen einer Mühle im unteren Preissegment auf einen Streit einzulassen, würde ich das Geld in eine ordentliche Reparatur stecken. Sofern noch was zu retten ist und der Schweller (den du leicht hättest selbst erkennen können) nicht nur die Spitze vom Eisberg ist.

Ich würde mir unbedingt noch die vorderen Wagenhaberaufnahmen ansehen, den benachbarten Träger und die beiden Endpitzen.

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 21. Dezember 2023 um 08:57:03 Uhr:


Hab anno 1991 auch so ein Auto mit frischer HU gekauft, [...] Kurz überlegt, ob es sich lohnt, gegen den privaten Verkäufer vorzugehen.

Damals war aber auch die Rechtslage eine andere. Mittlerweile wurden die Rechte der Käufer so gestärkt, dass viele Autohändler Autos in der Preislage gar nicht mehr anbieten, da das Risiko der Gewährleistung zu hoch ist. Kann man gut oder schlecht finden. Mein erstes Autos war auch ein "Seelenverkäufer" für kleines Geld...

Moin Moin !

Ich würde als allererstes die eingeschlagene FIN überprüfen. Bei alten Ducs , besonders bei Womos, ist die nicht mehr vorhanden. Später wanderte die Vom Bodenblech im rechten Einstieg auf den Radlauf unter einer Plasteklappe.
MfG Volker

Bitte unbedingt den HU-Bericht posten und den AU-Bericht.

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 21. Dezember 2023 um 10:02:07 Uhr:


Damals war aber auch die Rechtslage eine andere. Mittlerweile wurden die Rechte der Käufer so gestärkt, dass viele Autohändler Autos in der Preislage gar nicht mehr anbieten, da das Risiko der Gewährleistung zu hoch ist. Kann man gut oder schlecht finden. Mein erstes Autos war auch ein "Seelenverkäufer" für kleines Geld...

es war ja in meinem Fall ein privater Verkäufer. Der hatte den Bock günstig geschossen, HU machen lassen und den Wagen dann inseriert, ohne ihn überhaupt auf sich zuzulassen. Probefahrt war schwarz....

Insofern gab es da zu heute keinen Unterschied in meiner rechtlichen Situation als gelinkter Käufer. Letztlich htte ich diesen groben Mangel ja auch mit einem einzigen Handgriff erkennen können. Die Kleinanzeige für den Wagen befand sich überdies auch noch in derjenigen Ausgabe der "Markt für klassische Automobile", in der es eine Kaufberatung zum Renault 16 gab *arggh*; müsste die September-Ausgabe 1991 gewesen sein.
Dass ich mich deswegen dann auch etwas geschämt habe, kam dann noch dazu :-)

Den Wagen, der ansonsten wirklich sehr sehr gut in Schuss war, habe ich dann noch 10 Jahre gehabt. Vielleicht gibt es ihn sogar noch.

Den Vorbesitzer (den letzten Halter) des Jahrganges 1896 (ja!) habe ich damit ein paar Jahre später besucht. Der war ganz überrascht, da man ihm nach einem kleinen Auffahrunfall 1991 gesagt hatte, es gäbe keine Ersatzteile mehr. Glatte Lüge. So kam der Wagen dann an den o.g. Bastler.

Sorry, aber die Kiste wird durch sein.

da werden umfangreich neue Bleche reinmüssen.

Ich würde da schon den Weg mit dem Anwalt gehen aber meist reicht es aus auf den Verkäufer zuzugehen und auf Rückwandlung zu bestehen.

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