theoretische Haltbarkeit von Auto

Folgende Frage treibt mich schon länger um. Mir fehlt leider das nötige technische Wissen, um sie selber beantworten zu können:
Woran geht ein Auto eigentlich zu Grunde?
Um die Frage diskutieren zu können, würde ich vorschlagen, wir nehmen folgende Bedingungen an:

- Auto wird nach Herstellerangaben Scheckheftgepflegt
- Fahrerprofil ist auf die Kilometer bezogen so was wie 70% BAB / 20% Landstraße / 10% Stadt
- Fahrer geht normal mit seinem Auto um.
- Äußere Faktoren lassen wir mal außen vor (Unfälle oder auch Durchrosten)
- Wir fahren ca 50.000 km im Jahr

Wenn nun alle Services eingehalten werden und der Fahrer sorgsam mit seinem Auto umgeht, woran stirbt denn ein Auto dann?

Beste Antwort im Thema

Die meisten sterben aus Langeweile und werden nach Sueden oder Osten verkauft.

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Zitat:

Original geschrieben von Sachte


@Moers75
Du hoffst jetzt wohl nicht, daß jemand den Propagandaaufsatz für voll nimmt?

Junge... 😁

Ein echter Sachte mal wieder...

Frag mal in einer Vertragswerkstatt deiner Wahl wie oft und wie lange Schulungen fällig sind. Mein Händler, ziemlich unterste Kategorie der Rangliste mit entsprechend wenig Auflagen, ist mal auf mindestens 4 Wochen/Jahr gekommen die nur die Mechaniker auf Schulungen sind. dazu kommen dann noch Verkäuferschulungen usw, da läppern sich die Schulungstage zusammen die Niemand dem Händler ersetzt.
Dazu kommen dann noch die Kosten für Spezialwerkzeug und Software die auch nicht ohne sind. Der letzte Diagnoselaptop soll wohl so um die 10000€ gekostet haben, da hat er lieber seinen Alten behalten der wenige Jahre vorher "nur" 7500€ gekostet hatte und ein paar Euros in das Update investiert. Dann kommen noch teure Auflagen dazu die das optische und technische Auftreten der Firma betreffen und sich schnell mal im Schnitt auf eine fünfstellige Summe/Jahr summieren. Wenn nicht sogar wie beim VW-Konzern alle paar Jahre die Firma optisch komplett umgemodelt werden muss.

Auch ein Grund weswegen mein Händler nur noch den Agenturstatus hat, der Status Vertragshändler hätte zwar ein paar Prozentpunkte mehr Marge gebracht aber dafür hätte Er in einen Neubau investieren müssen der deutlich größer und "protziger" wäre als das jetzige Gebäude mit entsprechend höherem Stundensatz, außerdem hätte Er dann den Zwang gewisse Ausstellungsfahrzeuge auf seine Kosten zu beschaffen was die Kosten wieder nach Oben treiben würde. Muss Er zwar jetzt auch weil sein Haupthändler im Sparwahn kaum noch Ausstellungsfahrzeuge vorrätig hat aber Er besorgt sich dann Modelle die sich schnell verkaufen lassen und nicht unbedingt über seinen Haupthändler sondern über Kollegen die Ihm einen guten Preis machen, oft Besser als wenn Er den normalen Vertriebsweg nutzt.

Ist alles nicht so einfach als Vertragshändler. Das Einige trotzdem übertreiben ist ein anderes Thema.

@Donald
Und deswegen kostet Zahnriemenwechsel in einer Vertragswerkstatt quasi das Doppelte als in einer nahmhaften und damit nicht gleich billigsten freien Werkstatt? Ist klar. Wegen Schulungen.

Kilmakompressor Leitung undicht? Radlager? Kupplung? Zahriemen? Bremse? In einer Vertragswerkstatt sind heutzutage viele schon mit sowas nah am wirtschaftlichen Totalschaden...
Und dann wechselt nucht deruch durch und durch durchgeschulte Altgeselle die Kerzen, sondern der Azubi. Und bricht an 2 Steckern (von4) die "Nasen" vom Zündkabel.

Bei wem sind schonmal die Gelenke der Niveaugeber (Xenon) geschmiert worden? An der Manschete zwischen dem Handbremshebel und dem Sattel selbst?
"Langsame" Seitenscheiben (el. Fensterheber), da werden die Dichtungen nach 7 Jahren getauscht. Müßten nicht, wenn man sie bei jeder Inspektion minimal einsprühen würde (Silikonspray)
usw. usw. usw. usw.

Und der Karosseriemeister erzählt einen totalen Mist wie die Heckscheibe eingeklebt ist.

Vergißt die Mär von Kompetenz und Schulungen. Und lasst euch vor allem nicht vollschwätzen.
Die machen Schulungen, damit sie die Einfüllschraube der Haldex von der des Diffs unterscheiden können. Alleine finden die das nämlich nicht heraus. Und selbst da gibts schon schöne Storys dazu 🙂

Und sehe da, 2014 ziehen sie die Wartungspläne und die Zeiten (!) nochmals strammer an. Da hat mir bei einem Ausflug (privat) letztens so eine Mechatroniker gebeichtet, er weiß garnicht mehr wie man in der Zeit sich die ganzen Sachen noch ordentlich anschauen und warten soll.

Erzählt mir also keinen gutmenschlichen pseudofachlichen Müll hier. Die 90er sind vorbei.

@Punzelrunzel
Um mit den großen Rumzupupsen mußt du auch mal was eigenes bringen und nicht nur mitnicken und katastrophal bashen. Die große Nummer wirst du damit nicht. Höhstens aus der Versenkung auf minimal über der 0... Wenn das aber dein Anspruch ist... Seier mal.

Wenn von 5 Mechanikern Einer ständig auf Schulungen ist müssen die Kosten von 5 Personen auf 4 tatsächlich Arbeitende verteilt werden. Dazu kommen noch die Personen in der Verwaltung, Gebäudekosten usw die in der Höhe Freie selten haben. Dazu kommt das Vertragswerkstätten zeitliche Vorgaben haben, wenn der Zahnriemenwechsel laut Hersteller in 6 Stunden erledigt sein soll zahlt mal zwar dieselbe Summe wenn der Mechaniker ihn in 5 Stunden erledigt hat aber man zahlt auch nicht Mehr wenn es 7 Stunden oder länger dauert. Die Freie kassiert dann halt 10 Stunden wenn sich die Dauer durch Probleme auf 10 Stunden verlängert. Dazu kommt das sich Freie Schulungen und teures Spezialwerkzeug schenken, Das wird bei Bedarf ausgeliehen oder man bringt das Auto in die Fachwerkstatt Dazu kommt das die Freie sich einen 08/15 Bau hinstellen kann der nach der Prämisse das Billigste ist gut genug gebaut wird während den Vertragshändlern exakte Vorgaben bis hin zu den zu beauftragenden Firmen gemacht werden. Da kostet dann zB das Firmenschild nicht 500€ weil es ein Kumpel gemacht hat sondern 10000 weil es nur von einem Hersteller bezogen werden darf der eine Freigabe des Autokonzerns besitzt.

Da kann man ja echt froh sein, dabei noch so "billig" wegzukommen.
Was die alles mit finanzieren müssen 😕
Beim nächsten Mal werde ich freiwillig noch 30% auf die Rechnung draufhauen damit die Abends noch was zu beissen haben. Ist ja schlimmer, wie in der "dritten Welt". Echt !

Wer hätte das geahnt 🙄
... und das mitten unter uns...
Schluchz...

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@burkm
TOP 😛

eigentlich müßte man sich für eine "5ter-Mann-Abwrackprämie" einsetzen. Das geht garnicht. Lassen sich diese dringend notwenidgen Umschulungen nicht teils vom Arbeitsamt mitfinanzieren?

also wenn man an einem A3 8L die kuppling wechseln kann, dann weiß man bei einem 8P noch lange nicht wo man anfangen soll. Geschweige von 8V. Da lässt sich das Winkelgetriebe vom Schaltgetriebe mit blossem Auge garnicht mehr unterscheiden.

Und dann, wie bei mir, briacvht der Azubi trotzdem die Nasen am Zündkabel. Ich wäre also dafür daß auch jeder Mechaniker ein Ausbildunsschein hat. Und entsprechend vergütet wird. Vielleicht macht der Freundliche alles so wie eine freie Werkstatt die viel von sich hält, wenn der kunde 350€ Stundenlohn zahlt.
Wäre doch eine Idee oder?

Das Spezialwerkzeug gibts in 60% der Fälle um den Freien das Leben schwer zu machen. Die müßen sich dann die Nachbauten aus dem Netz holen, die 40% dessen kosten was die Vertragswerkstatt vom Werk bekommt.und bezahlt.
Ich glaub Donald kann das alles so gut nachvollziehen, weil da Gemeinsamkeiten erkennbar sind. Beide Parteien machen sich das Leben SELBST zur Hölle und jammern dann mit Krokodiltränen rum.

Wieso?
Ich habe an unserem Terracan vor langer Zeit mal den Zahnriemen gemacht. Ich durfte mir für die untere Riemenscheibe einen vom Landschmied nachgebauten Spezialschlüssel kaufen, wo es ein Vierkant oder Außentorx locker getan hätte.
Bloß damit man ja nichts selbst machen kann.

Und das mit den Krokodilstränen ist auch nicht von der Hand zu weisen. Ihr tut immer alle so, als würden nur Vertragswerkstätten Schulungen haben.
Ich muss als Selbständiger auch ständig zu Schulungen, und die kosten mich ein heiden Geld. Trotzdem kann ich nicht mal eben nochmals anderthalb Mal oder doppelt so viel an Stundensatz nehmen, nur deswegen.

cheerio

Und trotzdem sind immer weniger freie Werkstätten bereit, an modernen Fahrzeugen bestimmte Arbeiten durchzuführen!
Manche, weil sie es nicht mehr blicken, andere, weil sie es eben erkannt haben, dass sie die Voraussetzungen für diese Arbeiten nicht erfüllen können, und dann aus reinem Verantwortungsbewusstsein, dem Kunden gegenüber, zähneknirschend diesen Auftrag ablehnen!
Diese Spezialwerkzeuge sind übrigens nicht dazu gedacht, freie Werkstätten zu ärgern, denn die Vertragswerkstätten müssen die genauso (und oft teurer, als auf dem freien Markt) kaufen! Die bekommen die ja auch nicht geschenkt, nur weil sie einen Vertrag haben!

Doch genau solche Dinge machen es eben aus: Wenn ich als freie Werkstatt mehrere Marken bedienen will, brauche ich die Werkzeuge aller dieser Marken, während der Vertragshändler sich in der Regel nur auf eine Marke spezialisiert hat.
Außerdem kann sich der Vertragshändler kostenintensive Werkzeuge in seinem Vertriebszentrum "ausleihen" (wie etwa Richtwinkel-Sätze für eine Richtbank).

Die "Reparaturverfahren" der diversen Hersteller sind dank der Gruppenfreistellungsverordnung mittlerweile für jeden, sogar für Privat-Personen, frei verfügbar!
Bei VW nennt sich das z.B. Erwin-Online.
Am Know-How kann es daher nur bedingt liegen!
Denn, dass die Mitarbeiter weitergebildet werden müssen ist ein Grundprinzip eines jeden Unternehmens!
Wer das als Arbeitgeber verschludert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er irgendwann auf's Abstellgleis fährt! Der hat dann nicht erkannt, dass er mit geschulten Mitarbeitern seinen Wert erhält, oder gar steigert.
Ich kenne das gut aus anderen Branchen, in denen man sich gerne Mitarbeiter aus größeren Unternehmen "einkauft", die das Know-How besitzen. Doch wenn die dann nicht mehr weiter so gut geschult werden, wie bisher, versandet der Vorteil ganz schnell...
Da unsere Innovations-Zyklen jedoch immer kürzer werden, geht das "Versanden" auch immer schneller...

Dass man da oft geeignetes (und teures) "Rüstzeug" benötigt, liegt auf der Hand (gerade, wenn man z.B. den Materialmix im Karosseriebau bei neuern Fahrzeugen betrachtet).

Und ja, das Prinzip, dass eine ganze Baugruppe zu tauschen, billiger ist, als diese zu reparieren, hat auch die KFZ-Industrie mittlerweile eingeholt! In der Consumer-Electronics-Branche ist das schon seit vielen Jahren Gang und Gäbe!
Es kommt ja auch keiner mehr auf die Idee, dass ein Elektroniker noch an einem defekten modernen Fernseher herumlötet? Oder vielleicht ja doch... Aber es soll ja auch Leute geben, die an den Osterhasen glauben..

so Long...

Aus Sicht der Vertragswerkstätten ist das schlüssig argumentiert. Aus Kundensicht bin ich aber mit dem großen Rad nicht einverstanden, das die Fahrzeugindustrie hier dreht. Die Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit der Produkte schein in der Liste der Prioritäten sehr weit unten zu liegen, wenn ich es einmal sehr vorsichtig ausdrücken möchte.

Zitat:

Original geschrieben von Triumph BGH 125


Die "Reparaturverfahren" der diversen Hersteller sind dank der Gruppenfreistellungsverordnung mittlerweile für jeden, sogar für Privat-Personen, frei verfügbar! . . . Bei VW nennt sich das z.B. Erwin-Online.

Wie wehrt sich die Industrie gegen gesetzlich verordnete Öffnung des Wettbewerbs, die die Kunden vermehrt zu freien Meisterbetrieben abwandern lassen wird? Grübel, grübel . . . Ich hab's! Machen wir die Reparaturen aufwendig, kompliziert und führen wir die Notwendigkeit der Anschaffung von Spezialwerkzeugen ein, sowie die Notwendigkeit von häufigen Schulungen - damit reduzieren wir nicht nur das Abwandern der Kunden zu freien Betrieben, sondern schaffen auch zusätzliches Gewinnpotenzial für uns Hersteller, unsere Vertragswerkstätten und unsere Lieferanten: win, win, win.

Zitat:

Und trotzdem sind immer weniger freie Werkstätten bereit, an modernen Fahrzeugen bestimmte Arbeiten durchzuführen! . . . Diese Spezialwerkzeuge sind übrigens nicht dazu gedacht, freie Werkstätten zu ärgern, denn die Vertragswerkstätten müssen die genauso (und oft teurer, als auf dem freien Markt) kaufen! Die bekommen die ja auch nicht geschenkt, nur weil sie einen Vertrag haben!

Ohne Frage könnten die Ingenieure an sehr vielen Stellen auch andere, reparaturfreundliche Lösungen finden und vorsehen, machen es aber "erstaunlicherweise" nicht.

Das gilt nicht in allen Fällen. Der Materialmix im modernen Karosseriebau ist so ein Beispiel, die Vorteile für alle Beteiligten überwiegen, auch für die Autokäufer.

Zitat:

Doch genau solche Dinge machen es eben aus: Wenn ich als freie Werkstatt mehrere Marken bedienen will, brauche ich die Werkzeuge aller dieser Marken, während der Vertragshändler sich in der Regel nur auf eine Marke spezialisiert hat.
Außerdem kann sich der Vertragshändler kostenintensive Werkzeuge in seinem Vertriebszentrum "ausleihen" (wie etwa Richtwinkel-Sätze für eine Richtbank).

Das freut mich als Hersteller außerordentlich, daß die anderen Marken ebenfalls dem Abwandern von Kunden zu freien Werkstätten einen Riegel vorschieben. Als gemeinsame Strategie funktioniert unser Ansatz in dieser Sache noch weit besser. Da haben sich die Gespräche auf dem Golfplatz ja ausgezahlt.

Weiter oben in diesem Strang wurde auch über die gewaltigen Kosten berichtet, die den Vertragspartnern für Erscheinungsbild und Ausstattung der Gebäude und des ganzen Betriebes herstellerseitig auferlegt werden. Freie Werkstätten können da mit weit schlankeren Budgets arbeiten. Was passiert hier? Die Hersteller feilen an ihrem Image als Premiummarke, an ihrer corporate identity, ohne daß der Kunde dafür in Wahrheit einen Gegenwert erhält. Aber die Kosten dieser Imagepflege bezahlt der Kunde zum guten Teil dann in überzogenen Service- und Reparaturrechnungen. Auch hier sind den Vertragsniederlassungen die Hände gebunden, diese trifft sozusagen keine 'Schuld'. Nein, auch hier stinkt der Fisch vom Kopf her.

das 'spezialwerkzeug' dient einzig und allein der werkstattbindung und dem schutz vor do-it-yourselfern.

war gut zu beobachten. ~1984 an meinem ersten gti waren bei den hinteren bremsen der selbstnachstellmechanismus noch mit einem stinknormalen inbus zurückzudrehen.
bupps, der folgende 16v hat dort diese sonderbare nut mit einem 'spezialschlüssel' zurückzustellen.
(ok, ein leicht passend gemachter flexschlüssel tats dann auch😛
diese nut gibt es mittlerweile in xx abwandlungen.

dito spannrolle zahnriemen. erst tats eine normale 6kantmutter, jetzt braucht man einen famosen zapfenschlüssel für die beiden löchlein. reihe ist nahezu endlos....

erzähl mir keiner was von technischer notwendigkeit😠

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