Tesla-Härtetest: Runde 2

Tesla Model S 002

Stuttgart – Vier Tesla-Fahrer strahlen beim Blick auf das Messgerät. Es hängt, abgedeckt von einer zerrissenen Plastiktüte mit Werbung für eine Automobilpublikation, zwischen dem Tesla Model S und einer dreiphasigen Steckdose. Sie strahlen zufrieden, trotz 13° Celsius, trotz Starkregen, der vom Wind durch ihre dünnen Jacken gepeitscht wird. Das Gerät zeigt 9,8 Kilowattstunden Ladung an.

9,8 Kilowattstunden, die beweisen, dass ein Model S P85 mit konstant 120 km/h ohne Zwischenladung von Stuttgart nach München fahren kann

.

Das klingt selbstverständlich, erwartbar, denn Tesla gibt 502 Kilometer als maximale Reichweite für sein Model S an. Doch im Härtetest des Fachmagazins Auto Motor und Sport (AMS) im Juli 2014 versagte der Reichweiten-Bizeps des getesteten Autos mitten im Klimmzug.

46 Kilowattstunden soll das Model S bei konstantem Tempo von 120 km/h pro 100 Kilometer bei starker Hitze verbrauchen, schrieb die AMS damals

. Auf 75,9 Kilowattstunden Netto-Batteriekapazität hochgerechnet ergibt das eine Reichweite von 184 Kilometern. Einer Strecke von Stuttgart bis kurz hinter Augsburg.

Das Model S kommt viel weiter

“, sagten die Model-S-Fans vom

Tesla-Fahrer und Freunde e.V.

(TFF). Sie erkundigten sich nach den Testmethoden, kontaktierten den AMS-Chefreporter Alexander Bloch und

veranstalteten am 23. August 2014 eine Vergleichsfahrt in Hilden

.

Ihre Tesla fuhren bei 20 Grad Außentemperatur im Durchschnitt 363 Kilometer weit

. Bloch und seine AMS-Kollegen waren dazu eingeladen, erschienen aber nicht zum Termin.

AMS gegen TFF: Fachzeitschrift gegen Community

Schon vorher hatte die AMS die Tesla-Fahrer zu einem erneuten Test unter ähnlichen Bedingungen eingeladen:

Am 12. September 2014 folgte der exklusive Nachtest auf einer zertifizierten Teststrecke

. Es herrschten die gleichen Parameter wie beim ersten Versuch. Ein Oval mit genau 3,0 Kilometern Länge, zwei Steilkurven, konstant 120 km/h und am besten 30 Grad Außentemperatur. Aber die gibt es nicht im September in Baden-Württemberg. Dafür Kälte und Regen.

Trotzdem starten beide Parteien gemeinsam den neuen Versuch. Sie wiederholen den ersten Test mit einem privaten

Model S

aus dem TFF. Zehn Runden auf glattem Asphalt, danach eine Ladung auf den zuvor gemessenen Akkustand. 9,8 kWh laden die Tester nach 32,2 Kilometern.

Das bedeutet einen Verbrauch von 30,4 kWh pro 100 Kilometer

(inklusive Ladeverlust). Ergibt eine Reichweite von 280 Kilometern.

Zur Sicherheit fährt ein zweites Model S mit 120 km/h auf dem Oval. So lange, bis der Akku Tempo 120 km/h nicht mehr halten kann. Nach 2:15 Stunden steht fest: Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit – mit Klimaanlage, Heizung und Abblendlicht, aber ohne Radio. Ohne die Reserveladung anzugreifen, fahren die Tester 258,2 Kilometer.

Das entspricht rechnerisch einem Verbrauch von 29,4 kWh pro 100 Kilometer

. Der Bordcomputer zeigt zuletzt 28,6 kWh pro 100 Kilometer an.

„Einphasig laden ist wie Benzin verschütten“

Doch woher kommt die Differenz zwischen den Fahrten?

Die AMS hatte im ersten Test nach 31 Kilometern einen Ladestromverbrauch von 14,3 kWh gemessen – fast 50 Prozent mehr als beim Nachtest.

Die nur 184 Kilometer Reichweite wurden von der AMS auf Basis des gemessenen Wertes berechnet. Ermittelt mit der sogenannten einphasigen Bruttoladung inklusive aller Ladeverluste. Dieser Wert gibt an, wie viel Strom für die vollständige Ladung an einer normalen Haussteckdose nach 31 Kilometern nötig war.

TFF-Vorsitzender Eberhard Mayer sagt: „

Das Model S ist nicht für einphasiges Laden gebaut

.“ Für den Vergleich hatte die AMS alle Testkandidaten einphasig geladen. Doch das sei beim Tesla extrem ineffizient. Besonders für die letzten 8,5 kWh Ladung benötige man viel Strom für Zellausgleich und Akku-Kühlung. Vielleicht habe beim Laden eine Tür offen gestanden. Dann könne die Klimaanlage Strom verbraucht haben.

Bloch sagt, die Ladeprotokolle gäben keinen Hinweis auf außergewöhnliche Situationen. Das einphasige Laden sei unvermeidlich gewesen. Schließlich trat der Tesla in einem Vergleichstest an. Und da sei Vergleichbarkeit essentiell.

Mayer zieht den Vergleich zum Tanken.

Einphasiges Laden sei, als würde jemand Sprit verschütten

. Der schlechte Verbrauchswert müsse vor allem von den Ladeverlusten stammen. Zudem fand der erste Reichweitentest bei 30 Grad Außentemperatur statt. Die Klimaanlage musste das aufgeheizte Auto auf 20 Grad kühlen. Bei einer längeren Strecke wäre die Leistung der Klimaanlage gesunken, damit der Verbrauch. Die Mehrbelastung sei nur am Anfang so stark. Das sorge beim Hochrechnen für eine Ungenauigkeit.

Eine Differenz von 50 Prozent

Bei einer vollständigen dreiphasigen Ladung haben die Tester beim Tesla Model S P85 einen Bruttoladehub von 86,5 kWh gemessen. Das bedeutet:

Bei einer Ladung von null Kilometern auf volle Restreichweite benötigt das Model S P85 86,5 kWh Strom

. Im Akku kommen davon 75,9 kWh an – der Ladeverlust liegt bei dreiphasiger Ladung demnach bei 14 Prozent.

Ein AMS-Testfahrer gab an, der Bordcomputer habe während der ersten Testfahrt einen Verbrauch von ungefähr 34 kWh pro 100 Kilometer angezeigt. Selbst bei einer Ungenauigkeit von einer Kilowattstunde ergibt das eine Brutto-Netto-Differenz von mehr als 30 Prozent zum gemessenen Wert von 46 kWh.

Auf Nachfrage von MOTOR-TALK sagte ein Experte, dass bei einphasiger Ladung und dadurch längerer Ladedauer die Ladeverluste entsprechend ansteigen.

Lüfter, Zellausgleich und Zusatzgeräte müssen dann länger versorgt werden als bei schneller, dreiphasiger Ladung. Das führt unter anderem zu höheren Ladeverlusten. Dreiphasiges Laden sei derzeit eine der effizientesten Methoden.

Ladeverluste beeinträchtigen nicht die Reichweite. Sie geben nur an, wie viel zusätzlicher Strom für die Akkuladung notwendig ist.

Nach dem zweiten Test: Unmut im TFF-Forum

Der Nachtest lässt beide Parteien als Sieger und Verlierer zurück.

Die Tesla-Fahrer sind zufrieden, weil sie trotz widrigem Wetter so gute Reichweiten erzielt haben. Doch die Nutzer des TFF-Forums sind unzufrieden. Einer schreibt: „Schade, dass ihr jetzt wie die kleinen Jungs da steht und AMS wieder sehr generös die Oberhand gewonnen hat. Die Teslafahrer stehen da wie die Korinthenkacker, die überpenibel Wert auf ihre große Reichweite legen.“

Die AMS ist zufrieden, weil der Austausch mit den Tesla-Fahrern gut war. Chefredakteur Ralph Alex sagt: „Die Diskussionen mit den Tesla-Fahrern waren für uns extrem spannend.

Wir nehmen aus den Gesprächen mit, dass es für uns in Zukunft noch wichtiger sein wird, sämtliche Details unserer Testverfahren oder beispielsweise die klimatischen Bedingungen noch plakativer im Heft und in unserem Online-Auftritt zu präsentieren.“

Aber auch die AMS ist unzufrieden. Weil sie aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat, damals und heute. Und trotzdem die Tesla-Fahrer nur bedingt überzeugen konnten.

Die hatten nach dem neuen Testergebnis erwartet, dass die AMS einen Fehler eingesteht. Zum Beispiel diesen: Der erste Test sei praxisfern gewesen und lasse sich nicht hochrechnen. Besonders die AMS-Aussage, das Model S könne bei Temperaturen um die 30° Celsius nicht mit einer Akkuladung von Stuttgart nach München (231 Kilometer) fahren, stieß auf Unverständnis und sei falsch. Test-Teilnehmer Daniel Brandl schreibt: „

Schade, dass die Jungs von AMS so schlechte Verlierer sind und das nicht einsehen wollen

.“

Die AMS-Redaktion betont in der Diskussion, dass sie selbst schon weitaus größere Reichweiten mit einem Tesla Model S erzielt haben, einmal bis zu 444 Kilometer. Doch eben nicht bei Hitze, Sonne und 120 km/h in diesem Oval. Nicht beim Härtetest. Da wurden alle Fahrzeuge gleich behandelt, von der Fahrstrecke über die Klimatisierung bis hin zur Ladung. Von allen Kandidaten lasse sich nur der Tesla dreiphasig laden.

Um die Vergleichbarkeit zu wahren, haben sich die Tester für den ineffizienteren Ladevorgang entschieden

. Alle Ergebnisse, das von heute und das von damals, zeigen jeweils eine Momentaufnahme. Diese lasse sich schwer reproduzieren.

So ist das oft, wenn zwei sich leidenschaftlich streiten. Die einen hören nur das eine, die anderen nur das andere. Wie in jeder Beziehung auf dieser Welt.

Spekulationen um Ladeverluste und Testkriterien

Das Forum spekuliert derweil weiter. Der Hersteller gibt für die Test-Parameter eine höhere Reichweite an. Die TFF-Nutzer zweifeln an der Vergleichbarkeit zwischen Autobahn und Rundkurs. Steilkurven und der Testasphalt hätten das Ergebnis beeinflusst. Außerdem habe der starke Regen die Reichweite reduziert.

Die AMS will künftig die Elektroauto-Tests erweitern und

mindestens 50 Kilometer bzw. 30 Prozent Ladehub sowie eine vollständige Akkuladung weit fahren

. Das soll Unschärfen reduzieren und einen Verbraucher wie die Klimaanlage kompensieren.

Immerhin: Die Tesla-Fahrer haben bewiesen, dass ihre Autos mehr können, als die Fachzeitschrift in dem einen Test zeigte. Die AMS sagt, sie habe das nie bezweifelt, sondern schon vorher bestätigt.

So endet die Geschichte in einem Patt. MOTOR-TALK war als einziger neutraler Beobachter vor Ort und hat auf beiden Seiten Menschen getroffen, die mit großer Leidenschaft ihre Sache vertreten.

Das Tesla Model S fährt in den allermeisten Fällen weiter, als in der Momentaufnahme der AMS gezeigt. Diese Momentaufnahme ist für Tesla wie das 7:1 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Brasilien. Immer möglich, aber sehr, sehr selten.

Die Elektromobilität wird das Verhalten von Fahrern und Testern intensiv verändern. Autofahrer und Autotester stehen vor neuen Herausforderungen, vor Umdenkprozessen und Änderung der Gewohnheiten. Sicher ist: In schon fünf Jahren wird dieser Streit um die Reichweite so überholt sein wie eine Drei-Gang-Automatik.

Update

: Wir hatten für ein paar Wochen ein

Tesla Modell S

als Testwagen. Lest unseren Bericht. Und was passiert, wenn man den Tesla komplett leer fährt, lest Ihr

hier

.

3068 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Slimbox89


Du weißt schon, dass der des Model S weit weniger kostet.
Sogar in Dollar.

Dann meinst Du die 60KWh Batterie, die 85KWh kostet > $40.000...

Ja das kann sein aber das ist die gesamte Batterie.
Da ist ja mehr dabei als nur die Zellen ;)

Nach allem was ich hier so lese scheint der Tesla ein ziemlich cooles - aber (trotz Subventionen) nicht direkt preisgünstiges - Spielzeug. (Nicht böse gemeint! Fahre auch ein Spielzeug - also ein "unvernünftiges" Auto)
Zwei Dinge verstehe ich noch nicht: 1.: Wenn mir ein "Härtetest" für die Reichweite angekündigt wird, erwarte ich das ich in der Praxis unter keinen Umständen weniger Reichweite habe als in diesem Test! Nicht bei Starkregen, in den Alpen bei welchen Temperaturen auch immer! Was soll also dieses Gejammer? (Von den - offenbar falsch gemessenen und dann hochgerechneten Werten - mal abgesehen... schon wild genug, aber noch kein Grund die Steilkurve und den Regen voll fies und gemein und für einen Härtetest als zu hart anzusehen!)
2.: Was soll das ständige "aber bitte den Teslafahrern den Spaß nicht vermiesen (oder gar "verbieten";) ich kann nirgens einen Hinweis finden das E-Autos nach irgendjemandes Meinung verboten werden sollten! Und wem es nicht passt, das andere es nicht als Bereicherung empfinden auf längeren Fahrten Zwangspausen einlegen zu müssen.... der vielleicht sollte vielleicht nur mit Gleichgesinnten kommunizieren! Denn völlig unabhängig von der Häufigkeit solch längerer Fahrten findet niemand - und zwar wirklich kein Mensch!!! - Zwangspausen von ca 30min alle 300km akzeptabel! Wer das anders sieht, trifft auf dem Grünenparteitag viele Freunde und Bekannte - gehört also in eine Anstalt. Die Sorge die ich bei diesem Sendungsbewusstsein ("E-Mobility ist voll die Zukunft alle anderen sind voll letztes Jahrhundert ej mann ej";) das die genau wie die Veganer genau wissen wo es (ihrer Meinung nach) hingehen soll. Nämlich: alle anderen Autos gehören verboten - zuerst in den Innenstädten und über die Steuern höher belastet - später dann wenn "die Guten" beschlossen haben, das es keinen "vernünftigen" Grund mehr für Verbrenner gibt, darf ich mir aussuchen ob ich mit vier Kindern und Skiausrüstung im Viehtransport (vulgo Bahn) in Urlaub fahre und mit dem Fahrrad! Weil bei den weltweit verfügbaren Lithiumvorkommen nur ein Bruchteil der Autoflotte auf E-Cars umrüstbar ist. Ja ist weiss: die sind alle voll krass am forschen und das Problem wird sich praktisch zwangsläufig von allein lösen, weil der liebe Gott das so will... Aber bis der liebe Gott diese geheimnisvolle neue Akkutechnologie jemandem eingeflüstert hat, der dann auch geruht sie zu vermarkten (und nicht von geheimnisvollen Dunkelmännern der Verbrennerlobby um die Ecke gebracht wird) bin ich da skeptisch!
Nur mal, bevor es Missverständnisse gibt: sobald es zum gleichen Preis ein gleiwertiges EAuto gibt bin ich sofort dabei - aber bitte nicht diese Spinnereien wie "dann macht man halt mal ein paar längere Pausen" oder ähnliches! Und nein: ein Leihverbrenner für den Urlaub ist keine Lösung! Und zwar aus einem ganz einfachen Gründen: weshalb sollte man eine teurere E - Variante kaufen um dann nach dem Urlaub mit so einer Schwulette um das Auto herumzukriechen bis der am Leihwagen ein Kratzerchen gefunden hat, das (angeblich) vorher nicht dran war!

Zitat:

genau Musk, ein charismatischer Zampano, der Risikiokapital in Zeiten der Niedrigverzinsung einsammelt. Das sagt noch nichts über den Erfolg oder Sinnhaftigkeit eines Unternehmens aus.
Die Private Equity-Branche weiß doch gar nicht wohin mit all dem billigen Geld weltweit, dann wird halt eine Wette eingegangen.
Die Wette heißt: Tesla. Ich halte dagegen, 1:100000, Minimum!
Vielleicht gibt's noch mal eine Kapitalerhöhung und es werden Aktien ausgegeben, bei den Kurssteigerungen in letzter Zeit springen da bestimmt eine Menge auf den Zug auf. Das KGV ist mit 235 ja auch noch total im Rahmen ;-) - Privatinvestoren ist das egal, einen Hype muss man kaufen! Dann können die Shareholder allmählich ihre Anteile rausrücken, teuer verkaufen und der Deal ist geritzt.
Viel Spaß...

KGV von 240? Echte Wachstumsgiganten wie amazon haben einen von 700.

Wichtiger als KGV ist bei Firmen mit solchen Wachstumsraten doch nicht de KGV sondern das Verhältnis Marktkapitalisierung zu Einnahmen aus den Verkäufen.

Ich finde die Einnahmenseiteentwicklung von Tesla nicht so schlecht, dass man halt bei > 30% Wachstum noch viel ausgeben muss für die ständige Produktionserweiterung ist unvermeidbar.

Aber auch Tesla wird mal sicher irgendwann nur noch mit 25% wachsen oder weniger und damit dann weniger in de Erweiterung der Produktion stecken müssen und auch der Supercharger Bau ist irgendwann weniger.

Einnahmenentwicklung Tesla:

http://img.qz.com/.../...-earnings-sales-profit_chartbuilder-1.png?...
Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von Slimbox89


Ja das kann sein aber das ist die gesamte Batterie.
Da ist ja mehr dabei als nur die Zellen ;)

Die Zellen sind wahrscheinlich per hotstacking kontaktiert. Willst Du alle 7104 einzeln auswechseln?

Zitat:

Original geschrieben von fgordon



Zitat:

genau Musk, ein charismatischer Zampano, der Risikiokapital in Zeiten der Niedrigverzinsung einsammelt. Das sagt noch nichts über den Erfolg oder Sinnhaftigkeit eines Unternehmens aus.
Die Private Equity-Branche weiß doch gar nicht wohin mit all dem billigen Geld weltweit, dann wird halt eine Wette eingegangen.
Die Wette heißt: Tesla. Ich halte dagegen, 1:100000, Minimum!
Vielleicht gibt's noch mal eine Kapitalerhöhung und es werden Aktien ausgegeben, bei den Kurssteigerungen in letzter Zeit springen da bestimmt eine Menge auf den Zug auf. Das KGV ist mit 235 ja auch noch total im Rahmen ;-) - Privatinvestoren ist das egal, einen Hype muss man kaufen! Dann können die Shareholder allmählich ihre Anteile rausrücken, teuer verkaufen und der Deal ist geritzt.
Viel Spaß...


KGV von 240? Echte Wachstumsgiganten wie amazon haben einen von 700.
Wichtiger als KGV ist bei Firmen mit solchen Wachstumsraten doch nicht de KGV sondern das Verhältnis Marktkapitalisierung zu Einnahmen aus den Verkäufen.
Ich finde die Einnahmenseiteentwicklung von Tesla nicht so schlecht, dass man halt bei > 30% Wachstum noch viel ausgeben muss für die ständige Produktionserweiterung ist unvermeidbar.
Aber auch Tesla wird mal sicher irgendwann nur noch mit 25% wachsen oder weniger und damit dann weniger in de Erweiterung der Produktion stecken müssen und auch der Supercharger Bau ist irgendwann weniger.
Einnahmenentwicklung Tesla:
http://img.qz.com/.../...-earnings-sales-profit_chartbuilder-1.png?...

Amazon hatte und hat ein Geschäftsmodell mit Zukunft. Tesla löst die eine Dino-Technik gegen eine andere ab -> überflüssig.

Zitat:

Original geschrieben von CheapAndClean



Zitat:

Original geschrieben von Slimbox89


Ja das kann sein aber das ist die gesamte Batterie.
Da ist ja mehr dabei als nur die Zellen ;)
Die Zellen sind wahrscheinlich per hotstacking kontaktiert. Willst Du alle 7104 einzeln auswechseln?

Nein da gibts auch Blöcke. Jedenfalls ganz so arg wirds wohl nicht sein.

Alexander Bloch ist tatsächlich Chefreporter bei ams? Der kann nicht mal Reifen testen. Das musste ich vor Jahren schon mal erfahren, als er mir am Telefon nicht erklären konnte, warum er bei ein und demselben Test den einen Reifen zum Testsieger erkor, während ein anderer eine höhere Punktzahl erzielte. Stattdessen wurde er patzig. Seit dem interessiert mich das Blatt nicht mehr.
Und das Zitat: "Aber auch die AMS ist unzufrieden. Weil sie aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat, damals und heute." ist ja wohl die Höhe. Man erklärt es ihnen, sie haben es angeblich auch nachvollzogen und dann so was...
Andererseits sind wohl die meisten Schreiberlinge in dieser Branche ziemlich gleich: Keine Zeit, keine Ahnung und trotzdem ständig am labern. Man darf das alles nicht sooo ernst nehmen.

Zitat:

Original geschrieben von WolfgangM44


Die Sache ist eigentlich ganz einfach.
Die Hersteller müssen sich auf einheitliche Außenmaße, einheitliche Anschlüsse für die Akkus, einheitliche Einbaulage und eine einheitliche Spannung einigen. Es können auch 2 oder 3 verschiedene sein, wie bei Diesel und Benzin.
Dann tauscht an der Tankstelle ein Roboter innerhalb von 5 Minuten zwei Akkupakete zwischen Auto und Ladestation. Das dauert dann so lange wie das Tanken.
Da aktuell alle Hersteller vor sich hin entwickeln, funktioniert das noch nicht.

Ich schreibe es gerne nochmal:

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle Hersteller auf einen Einheitsakku einigen ist genauso hoch, wie die Einigung auf einen Einheits-Verbrennungsmotor!

Zudem ist ein Akkuwechsel unnötig, weil es viel zu selten notwendig ist! Das Ziel muss lauten: die Reichweite des Akkupacks muss so hoch sein, dass 95% aller Autofahrer 95% ihrer Fahrten damit erledigen können.

Beim Tesla mit 85kWh ist dieses Ziel schon fast erreicht.

Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Zudem ist ein Akkuwechsel unnötig, weil es viel zu selten notwendig ist! Das Ziel muss lauten: die Reichweite des Akkupacks muss so hoch sein, dass 95% aller Autofahrer 95% ihrer Fahrten damit erledigen können.
Beim Tesla mit 85kWh ist dieses Ziel schon fast erreicht.

95% wären für mich völlig unakzeptabel. Wenn ich mal von täglich zwei Fahrten ausgehe, dann schaffe ich im Jahr 37 Fahrten NICHT mit meinem E-Mobil. Das ist eindeutig zuviel!!!

Bei einem durchschnittlichen Verbrenner mit, sagen wir mal, 600km Reichweite hast Du dieses Problem allenfalls bei langen Urlaubsreisen (Rede jetzt nicht von Vertretern o.ä.). Bei 2x Urlaub im Jahr also 4 Fahrten bei denen zwischendrin getankt werden muss. Das sind dann 99,5% der Fahrten, bei denen mich jeder Benziner ohne Tankstopp hinbringt.

Dann bleibt aber immer noch das Problem mit dem langen Laden. Auf keinen Fall werden die Leute es akzeptieren, dass sie auf einer 1000km-Strecke nach Südfrankreich nach 500km eine 30-60min Pause machen MÜSSEN. Es sei denn, diese Autos wären deutlich BILLIGER als Verbrenner!

By the way, mit meinem Diesel fahre ich z.B. Saarbrücken-Narbonne (950km) OHNE anzuhalten mit Tempomat bei 135km/h. So ist die Strecke ganz entspannt in 8h zu schaffen. Ich stell mir grad vor wie ich nach der Arbeit um 17:00 Uhr losfahre und dann um 22 oder 23 Uhr irgendwo auf ner Autobahnraststätte ne Stunde aufs Nachladen warten muss.

Liebe E-Fans: Ich hab ja nix gegen Elektroautos. Aber man muss doch ganz offen zugeben, dass bei nüchterner Betrachtung ein E-Auto für 95% der Deutschen derzeit keine Alternative ist.

Sollten die Autos billiger und leistungsfähiger werden, habe ich kein Problem damit mir ein E-Auto zuzulegen. Aber doch nicht unter den derzeitigen Bedingungen.

Wenn Enthusiasten das machen wollen, sollen sie. Nichts dagegen. Aber lasst bitte das Missionarische und bitte keine Subventionen oder Sonderregelungen für E-Autos.

Nun also wenn die Roadster Batterie tatsächlich die 600km bringt dann wird - sofern beim Model S dann auch irgebdwann erhältlich - da sicher 600-700 km drin sein.
Würde man dann in 3. GENERATION die Supercharger auf 150 kW anheben geht da schon was weiter. Fein wäre es.
Dann nähert man sich langsam dem Ziel...

Zitat:

Original geschrieben von Slimbox89


Nun also wenn die Roadster Batterie tatsächlich die 600km bringt dann wird - sofern beim Model S dann auch irgebdwann erhältlich - da sicher 600-700 km drin sein.
Würde man dann in 3. GENERATION die Supercharger auf 150 kW anheben geht da schon was weiter. Fein wäre es.
Dann nähert man sich langsam dem Ziel...

In dem Teslatest war der teure Karren jedenfalls nach 258km leer, alles andere ist unbewiesene Zukunftsspinnerei , daher haben die Karren hier auch keinen Markterfolg .

Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Ich schreibe es gerne nochmal:
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle Hersteller auf einen Einheitsakku einigen ist genauso hoch, wie die Einigung auf einen Einheits-Verbrennungsmotor!

Die EU wird das schon im Interesse der Käufer regeln.

Zitat:

Original geschrieben von Luke1973



Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Zudem ist ein Akkuwechsel unnötig, weil es viel zu selten notwendig ist! Das Ziel muss lauten: die Reichweite des Akkupacks muss so hoch sein, dass 95% aller Autofahrer 95% ihrer Fahrten damit erledigen können.
Beim Tesla mit 85kWh ist dieses Ziel schon fast erreicht.

95% wären für mich völlig unakzeptabel. Wenn ich mal von täglich zwei Fahrten ausgehe, dann schaffe ich im Jahr 37 Fahrten NICHT mit meinem E-Mobil. Das ist eindeutig zuviel!!!

Ich meinte NICHT, dass man 5% der Fahrten NICHT machen kann! Sondern 95% der Fahrten sind ohne Zwischenladung möglich. Die restlichen 5% dann mit Zwischenladung. Und für diese 5% lohnt sich keine Akkuwechselstation.

Zitat:

Original geschrieben von Luke1973


Bei einem durchschnittlichen Verbrenner mit, sagen wir mal, 600km Reichweite hast Du dieses Problem allenfalls bei langen Urlaubsreisen (Rede jetzt nicht von Vertretern o.ä.). Bei 2x Urlaub im Jahr also 4 Fahrten bei denen zwischendrin getankt werden muss. Das sind dann 99,5% der Fahrten, bei denen mich jeder Benziner ohne Tankstopp hinbringt.

Das selbe beim Model S! Bei mir zumindest! Ich habe dieses "Problem" auch nur auf Urlaubsreisen - und das waren bei mir bisher unter 5% der Fahrten.

Zitat:

Original geschrieben von Luke1973


Dann bleibt aber immer noch das Problem mit dem langen Laden. Auf keinen Fall werden die Leute es akzeptieren, dass sie auf einer 1000km-Strecke nach Südfrankreich nach 500km eine 30-60min Pause machen MÜSSEN. Es sei denn, diese Autos wären deutlich BILLIGER als Verbrenner!

Mit "auf keinen Fall" lehnst Du Dich aber weit aus dem Fenster ;-)

ICH akzeptier das. Und zwar nicht nach 500km sondern sogar schon nach 250 - 300km! Länger als 2-3h halten meine beiden Kinder nämlich sowieso nicht durch und brauchen eine Pause.

Mir ist es auch ziemlich egal, dass ich jetzt für eine Urlaubsfahrt nach Österreich nicht mehr 8h sondern 10h brauche.

Würde dieses Argument Dich evtl. zu Pausen motivieren: für die 1.000km-Fahrt nach Südfrankreich zahlst Du 0,- Euro Spritkosten?

Zitat:

Original geschrieben von Luke1973


By the way, mit meinem Diesel fahre ich z.B. Saarbrücken-Narbonne (950km) OHNE anzuhalten mit Tempomat bei 135km/h. So ist die Strecke ganz entspannt in 8h zu schaffen. Ich stell mir grad vor wie ich nach der Arbeit um 17:00 Uhr losfahre und dann um 22 oder 23 Uhr irgendwo auf ner Autobahnraststätte ne Stunde aufs Nachladen warten muss.

Da ist es wieder: DAS Totschlagargument gegen E-Autos ;-)

950km in 8h ohne anzuhalten ist für mich das genaue Gegenteil von "entspannt"! Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zitat:

Original geschrieben von Luke1973


Liebe E-Fans: Ich hab ja nix gegen Elektroautos. Aber man muss doch ganz offen zugeben, dass bei nüchterner Betrachtung ein E-Auto für 95% der Deutschen derzeit keine Alternative ist.

Im Gegenteil! Vielleicht nicht für 95% aber sicherlich für 80% ist es eine Alternative. Das Problem ist nur, dass diese 80% sich nicht in Autoforen aufhalten sondern hier schreiben die 20% ;-)

Die kläglichen Zulassungszahlen zeigen eindeutig das das E Fahrzeug eben keine Alternative ist .
Der Technologiespitzenreiter Tesla ist bei mickrigen 120km/h Dauergeschwindigkeit nach 258km leer, und das bei so einem Schweinepreis .

Ähnliche Themen