Supergau - Motorschaden nach 12Tsd. km / Kulanz?

Mercedes A-Klasse W176

Moin,

ich habe vor zwei Monaten einen A250 Sport BJ 2016 übernommen. Das Auto war in Familienbesitz und wurde wenig bewegt (11.000 km nach Übernahme) und war innen und außen wie neu. Die Serviceintervalle wurden alle bei Mercedes eingehalten.

Da das Fahrzeug wenig bewegt wurde und dann plötzlich im Normalbetrieb war, bin ich schon sorgsam damit umgegangen. Laut Serviceintervall war nun Sevice B5 inkl. Zündkerzenwechsel, etc. fällig, was knapp 1.000 Euro gekostet hätte. Mercedes hätte hier Dienst nach Vorschrift gemacht. Da ich dies bei dem km-Stand nicht als nötig erachtet habe, habe ich in einer freien Werkstatt alle nötigen Sachen (nach Herstellervorgaben) machen lassen, was in diesem Fall nur ein Öl- und Bremsflüssigkeitswechsel war. Nächstes Jahr wären dann die größeren Arbeiten fällig.

Lange Rede kurzer Sinn: Vor zwei Wochen war plötzlich ein klackerndes Geräusch wahrnehmbar. Bei Mercedes hat sich nun herausgestellt, dass es sich um einen amltlichen Lagerschaden handelt und der Rumpfmotor gewechselt werden muss. Dass dies bei dem km-Stand nicht passieren darf ist klar und kann sich auch keiner erklären. Nun wird mir ggf. der Service in der freien Werkstatt (im Übrigen ein Mercedes-Experte) negativ ausgelegt. Das Fahrzeug hatte noch eine 24-Monatige Garantieverlängerung die im März ausgelaufen ist.

Alles in allem ein ganz besch*** Timing und ohne Kulanz des Herstellers ein finanzieller Totalschaden.
Im Nachhinein bereue ich, dass ich den letzten Service nicht beim Händler gemacht habe, aber das kann ich jetzt nicht mehr ändern. Im Übrigen hätte ich dann jetzt auch die Mobilitätsgarantie.

Aktuell läuft der Kulanzantrag. Wir sind die Erfahrungen in so einem Fall? Im Netz findet man ja eher die Negativbeispiele.

Besten Dank & Gruß

lazy

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Etwas negatives wird an 10 Personen weitergegeben... Etwas Positives nur an eine Person...

Das habe ich vor kurzem irgendwo gelesen...

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Zitat:

@lazylord schrieb am 3. August 2020 um 09:53:12 Uhr:


Kurze Frage: Macht es eigentlich Sinn, den defekten Motor nach der Begutachtung zurückzufordern? Im Endeffekt sollten nach 12Tsd. km noch viele Teile brauchbar und damit zu verkaufen sein?

Wenn es ein Austauschteil ist, dann geht das defekte Teil (in dem Fall der Motor) zurück, andernfalls wird der Wert des Alt teils in Rechnung gestellt...
(Das gibt's auch bei anderen Instandsetzer, die einen ein bereits überarbeitetes Tauschteil schicken, bevor man das alt-Teil zurück geschickt hat. In der Regel zahlt man einen Pfand, der rückerstattet wird, sobald das Alt-Teil beim Instandsetzer eingetroffen ist)

Zitat:

@lazylord schrieb am 3. August 2020 um 09:53:12 Uhr:


Kurze Frage: Macht es eigentlich Sinn, den defekten Motor nach der Begutachtung zurückzufordern? Im Endeffekt sollten nach 12Tsd. km noch viele Teile brauchbar und damit zu verkaufen sein?

Ich würde da nichts behalten wollen. Im Endeffekt weiß keiner, warum der Motor hinüber ist. Das kann auch durch Nebenaggregate, wie z. B. Injektoren, Zündspulen etc. verursacht worden sein (dieser Schaden vielleicht nicht unbedingt, aber ausschließen kann man nichts). Baut man dann die jeweiligen Teile an den neuen Motor, geht dieser auch kaputt.

Bei Mercedes wird nicht ohne Grund der Motor inkl. allen Anbauteilen geliefert. Die wissen schon warum.

So, gestern habe ich den Wagen abgeholt. Der zuständige Mitarbeiter war nicht da, der Kollege hat mir nach der Zahlung einfach den Schlüssel in die Hand gedrückt und gesagt, wo der Wagen steht.
Erst auf Nachfrage, was nun zu beachten sei, hat er gemeint, er würde ihn 4.000km einfahren. Die offizielle Anweisung ist doch eine andere (1.500km)?
Insgesamt war das schon eine schwache Leistung. Keine Info bezgl. Intervallen, Serviceheft etc. Auch hängt noch der alte Zettel vom Ölwechsel im Motorraum. Dass der Wagen nicht mal gewaschen und durchgesaugt wurde, hat nur gepasst. Morgen habe ich noch einmal einen festen Termin vereinbart.
Premium war das auf jeden Fall nicht.

Hoffe / wünsche dir das du nun in den kommenden Jahren viele KM ohne Scherereien runterreißen kannst ^^.

Gruß
B.

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Zitat:

@lazylord schrieb am 13. August 2020 um 18:40:47 Uhr:


So, gestern habe ich den Wagen abgeholt. Der zuständige Mitarbeiter war nicht da, der Kollege hat mir nach der Zahlung einfach den Schlüssel in die Hand gedrückt und gesagt, wo der Wagen steht.
Erst auf Nachfrage, was nun zu beachten sei, hat er gemeint, er würde ihn 4.000km einfahren. Die offizielle Anweisung ist doch eine andere (1.500km)?
Insgesamt war das schon eine schwache Leistung. Keine Info bezgl. Intervallen, Serviceheft etc. Auch hängt noch der alte Zettel vom Ölwechsel im Motorraum. Dass der Wagen nicht mal gewaschen und durchgesaugt wurde, hat nur gepasst. Morgen habe ich noch einmal einen festen Termin vereinbart.
Premium war das auf jeden Fall nicht.

Krass, so kenne ich das von MB wahrhaftig nicht. Bei mir saugen sie den Wagen auch aus und waschen ihn. Nach dem Reifenwechsel werden sogar die Felgen gewaschen, bevor sie eingepackt werden. Ich würde mir schleunigst eine neue Niederlassung suchen...

@target2804

Zitat:

Ich würde mir schleunigst eine neue Niederlassung suchen...

Du hast bei deiner kleinen alten Einstiegs = "A" Klasse als kostenfreie Dienstleistung leider noch nicht das Prämiumpaket. Dieses würde noch folgendes beinhalten:

- Stuhlgang ansaugen

- Schweißperlen bei Rechnungsvorlage abtupfen

- Schnürsenkel zubinden

- Schuhe putzen

Gruß

wer_pa

ROFL, verdammt der war gut wer_pa 🙂 🙂 🙂 !

Gruß
B.

Naja, ich kann den Unmut schon nachvollziehen....

Man zahlt den Preis in Höhe von einen "gebrauchten Kleinwagen", da sollte eine offene Kommunikation sowie ein gewaschenes Auto auch drin sein.

Ich kann mich dabei nicht beschweren, wenn ich beim Verragshändler bin, egal wegen was, Service, Rückrufaktion, Garantie (MB-100), oder zur HU, wird das Fahrzeug immer gewaschen und rausgesaugt.
Auch werde ich vor und nachher über die Maßnahmen bestens informiert, zumindest über die durchgeführten Arbeiten. Mit dem Preis beim Service sieht es anders aus, das wissen die selbst erst wenn die Rechnung ausgedruckt wird :-)

Damit kann ich aber leben.

Gruß

Roland

Bei mir war MB auch sehr streng mit Kulanz, meine Batterie war nach 3 Jahren hinüber . SLC Bj. 2017 ....sprang nach drei Tagen stehen nicht mehr an. Kulanz ....fehlanzeige .....dann wollten sie zwecks überprüfung und Einbau um die 550€ ....Hääää gehts noch .
Da hab ich eine neue selber eingebaut Varta AGM / weil Start/Stop ......gekostet 195€ und drei Jahre Garantie.
Da fällt einem echt nix mehr ein, so schnell kann man das Geld gar nicht verdienen :-)) Ausser man Arbeitet bei MB :-))))))

Zitat:

@wer_pa schrieb am 13. August 2020 um 21:23:17 Uhr:


@target2804

Zitat:

@wer_pa schrieb am 13. August 2020 um 21:23:17 Uhr:



Zitat:

Ich würde mir schleunigst eine neue Niederlassung suchen...


Du hast bei deiner kleinen alten Einstiegs = "A" Klasse als kostenfreie Dienstleistung leider noch nicht das Prämiumpaket. Dieses würde noch folgendes beinhalten:
- Stuhlgang ansaugen
- Schweißperlen bei Rechnungsvorlage abtupfen
- Schnürsenkel zubinden
- Schuhe putzen
Gruß
wer_pa

welch ach so toller Beitrag von dir 🙂 Ich glaube es geht einfach darum, wie die Niederlassung ihre Serviceleistungen interpretiert. Und gerade hier bei uns sind die eben super freundlich und machen den Kunden eben mit solchen Kleinigkeiten glücklich. Kostet wenig Aufwand und hinterlässt Eindruck 😉

Ach ich will doch gar nicht gebauchpinselt werden. Aber bei einer Premiummarke erwarte ich auch Premiumservice. Sonst kann ich mir auch nen Skoda kaufen. Anyway, ich hatte heute noch einmal einen Termin mit meinem Ansprechpartner, der mir alles in Ruhe erklärt hat. So hätte ich das gerne gleich gehabt und das passt nun für mich.
So, ich geh jetzt erstmal mein Auto waschen^^

Den Begriff einer „Premiummarke“ hat sich irgendwann mal ein cleverer Marketingmensch ausgedacht um hohe Preise zu rechtfertigen.
Das ist nichts als eine leere Worthülse..

Das wiederum ist nichts mehr als eine Leere Worthülse. Schau dir mal die Pannnenstatistiken an. Auch bei den HU sind die Prämium Hersteller vorn dabei im Positiven. Zwar ist auch nicht alles Gold dort, nur zeigt sich die Qualität nach Jahren und zwar beim Wiederverkaufswert, der Verarbeitung usw. Natürlich versucht man sich vin Konkurrenten abzuheben.
Gruß

... vorne dabei, da jeder der sogenannten Premiumherstelle eine eigene Nodienstfnummer im Pannenfall hat.
Erscheint dann nicht in der Statistik :-)

Bei den Premiumpreisen erwarte ich vom "Freundlichen" auch einen Premiumservice. Egal bei welcher Fahrzeugklasse.

Gruss

Zitat:

@W169-Micha schrieb am 14. August 2020 um 11:27:20 Uhr:


Bei mir war MB auch sehr streng mit Kulanz, meine Batterie war nach 3 Jahren hinüber . SLC Bj. 2017 ....sprang nach drei Tagen stehen nicht mehr an. Kulanz ....fehlanzeige .....dann wollten sie zwecks überprüfung und Einbau um die 550€ ....Hääää gehts noch .
...

Die 550 EUR sind aber netto, zuzüglich Steuer :-)

Das kommt vermutlich immer auf den Fall und auch auf den Händler an. Ich hatte ein ähnliches Problem mit meinen damals 5 Jahre alten CLA 250.
Motor nahm auf einmal kein Gas mehr an, teils half Motor aus und neu starten. Teilweise habe ich den Stecker vom Motorsteuergerät ziehen müssen, damit der Wagen wieder gefahren ist.

Also ab zur Werkstatt... Dort wurde herausgefunden, das meine Starterbatterie (die große im Motorraum) für einen Bruchteil einer Sekunde die Spannung senkte und damit die STGR untereinander die Kommunikation verloren haben... Mit dem ziehen des Steckers der MotorSTGR habe ich diese zum reboot gezwungen und alles funktionierte. Zumindest haben die mir das so erklärt und irgendwas von einen Zellenschluss.

Der Händler hat Kulanz bei Daimler angefragt und wurde abgelehnt. Anschließend wurde bei der MB-100 angefragt und auch abgelehnt, da die Batterie ein Verschleißteil ist.
Letztendlich hatte der Händler, wo ich übrigens das Fahrzeug NICHT gekauft habe, nur den Service machen lasse, die Kosten aus seinen Kulanztopf übernommen. Das nenne ich Service! Natürlich war mein Fahrzeug frisch gewaschen und ausgesaugt :-) Nur so nebenbei...

Aber ich musste den Auftrag /Rechnung unterschreiben und da standen eben die 550 EUR netto drauf. Und jetzt wird es interessant... Auf meine Nachfrage das eine Starterbatterie mit Einbau doch keine 550 Flocken kosten könne, wurde mir mitgeteilt, das bei dem Betrag auch die Fehlersuche dabei wäre. Ich erwiderte daraufhin, das mir das egal wäre, da ich die MB-100 habe... Und jetzt zum interessantesten Teil den ich zu hören bekam und bis zu diesen Zeitpunkt nicht wusste.
Stellt sich bei der Fehlersuche heraus, dass das Problem an einem Verschleißteil liegt, zahlt die MB-100 diese Kosten nicht für die Fehlersuche und müssen vom Besitzer des Fahrzeugs getragen werden:-(

Somit ist das von Fall zu Fall unterschiedlich.

Gruß

Roland

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