Sammelthread Eindrücke/Erfahrungen

Audi Q2 GA

So, nachdem nun einige ihren Q2 haben würden mich die ersten Eindrücke im Alltag vom neuen Audi interessieren.
Ich fange auch gleich an:
Habe meinen (1.4 S tronic) nun 3 Wochen/ ca. 2000 km und finde es ist ein sehr spritziges Auto mit ausreichendem Platzangebot und recht leise.
Angenehm zu fahren und Spritverbrauch auch ok.
Rundum bin ich bisher sehr zufrieden damit und hoffe es bleibt so.

Beste Antwort im Thema

Heute das 1. mal einige Alpenpässe gefahren. Fazit:
Fahrwerk: das Kälbchen liegt satt auf der Straße, ist agil und hat ein neutrales Fahrverhalten. Bei der Kurvenhatz habe ich die Dämpfung auf "Dynamik", während der Landstraßenpassagen auf "Komfort" eingestellt.
Lenkung: Sehr zielgenau. Die kurze Lenkübersetzung ist ein echter Sicherheitsgewinn. Man braucht so gut wie nie übergreifen und hat immer noch "Luft" für weitere Korrekturen, z. B. bei plötzlich auftauchendem Gegenverkehr in Serpetinen. Bei indirekter Lenkungen ist man da schneller am Ende der Reserven. Dem persönlichen Geschmack bleibt es vorbehalten, ob man sich für die leichtere Einstellung "Komfort" entscheidet oder für die schwergängigere. Diese hat den Vorteil, höhere Rückstellkräfte zu aktivieren, was in Wechselkurven zu flotteren Richtungsänderungen führt.
Motor und Getriebe: 2.0tfsi mit DSG.. Sehr spurtstark. Auch bergauf lassen sich konstant fahrende Fahrzeuge flott überholen. Getriebe am Besten auf "Dynamik". Ich habe zwar Schaltpaddels am Lenkrad, aber im Dynamik-Modus kommt nicht der Wunsch auf, diese zu benutzen. Ausnahme: bei sehr starkem Gefälle sollte man in den 2. manuell zurückschalten. Automatisch erfolgt dieses nur bis zum 3.
Eine Besonderheit: hat man den Speed-Limiter eingeschaltet und betätigt den Kickdown verharrt der Audi für ca. 1 Sekunde bei der eingestellten Geschwindigkeit, bevor er weiter beschleunigt. Das ist ziemlich irritierend. Bei Überholvorgängen ist es daher ratsam, dem Limiter kurzfristig zu deaktivieren. Ansonsten sollte man diesen - gerade in den benachbarten Alpenrepubliken - einschalten. Die Geldbörse dankt's.
Bremse: ohne Fehl und Tadel. Perfekt.

Noch was: ich sitze gerne hoch (daher habe ich mir ja such einen SUV angeschafft). Für meine Sitzposition ist das Sichtfeld durch den Innenspiegel - speziell bergauf - reichlich eingeschränkt. Der Abstand zwischen dem Monitor und dem Spiegel lässt kein üppiges Sichtfeld zu. Ich habe allerdings keine Idee, wie man das in dem Q2 besser lösen könnte. Evtl. den Spiegel 2cm höher anbringen? Naja.

Fazit: es hat heute tierisch Spaß gemacht. Ich freue mich auf die nächsten Tage.

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Bei meinem Q3 gibt es so einen Warnton, den ich in Zehnerschritten auf jeden Geschwindigkeitswert einstellen kann. Gibt es so etwas beim Q2 wirklich nicht?

Habe ich so nicht festgestellt. Aber das ändert nichts an der gefährliche Situation, dass der Beschleunigungsvorgang unterbrochen oder gar abgebrochen wird.

Warum benutzt man diese unnötige Ding überhaupt? Sofern man einen Tempomaten hat?

Zitat:

@russkopp schrieb am 30. Juni 2018 um 19:11:32 Uhr:


Hi Tom, vielen Dank für dein Feedback. Zur Erklärung: der Tempomat ist auf Alpenpässen nicht sehr hilfreich, da alle paar Sekunden das Tempo wechselt. Der Speed-Limiter schützt dagegen hervorragend vor Laserpistole & Co.

Ok, du hast kein ACC? Aber auch den normalen Temopmaten kann ich doch einstellen, also ich kann ihm doch sagen wie schnell er fahren soll.

Ich hatte mal eine Idee (die es schon gibt, zumindest bei Mercedes) wenn ich doch die Verkehrsschilderkennung habe, dann könnte man doch diese gleich an das ACC anbinden. Nach meinen jetzigen Erfahrungen, weiß ich warum Audi das nicht tut, man wäre ein ständiges Verkehrshindernis und würde immer wieder mal an einer Ampel aus dem Auto gezogen werden 😁 😁

Gruß Tom

Doch, ich habe ACC. Das funktioniert aber nicht, wenn man nicht wegen eines vorausfahrenden Fahrzeuges, sondern wegen enger Serpetinen das Tempo ändern muss.

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Das stimmt natürlich, aber der Limiter würde da auch nicht funktionieren wenn du ihn auf 100km/h eingestellt hättest, sprich du müsstest vom Gas gehen, beim ACC halt auf die Bremse. Sofern man keine Selbstmordgelüste hat wird man es auch tun 😁

Wir schreiben aneinander vorbei. Auf Passstrassen ist Tempomat - ob mit oder ohne ACC - nicht sinnvoll. Es gibt kein konstantes Tempo! Bei Nutzung des Speed-Limiters kann ich mich ganz auf das lustvolle Gasgeben und Lenken konzentrieren, ohne ständig den Tacho zu beobachten. Das ist einerseits ein Sicherheitsgewinn , der Blick bleibt da, wo er hingehört, auf der Straße, andererseits bleibe ich vor den Alpen-Sherrifs verschont. Glaube mir, fahre einmal engagiert mehrere Pässe hintereinander, und Du willst den Limiter nicht mehr missen wollen.
Im Flachland kommt man weitgehend ohne aus, das stimmen wir überein.
P.S. evtl. wäre ein Head-on Display eine Alternative.

Nochmals zur Praxis: Tempolimit = 80. Vor mir Mercedes 200 Diesel Automatik Fahrer mit Hut und Zigarre sowie Häkel-Klorolle und Wackel-Dackel auf der Heckablage (alten Säcken wird das ein Begriff sein) krebst mit 50 rauf.
Kurze Überholstrecke, also Gas. Der Wagen stoppt die Beschleunigung - Scheiße denkst du, gleich kommt die Kurve.
Wenn man dran denkt und den Limiter ausschaltet, ist alles gut.
Fährt man ohne Limiter mit so einem geilen Teil wie dem Q2, wird man gerne zu schnell, da er erheblich größere Reserven für die Alpenstraßem hat, als die teilweise vorgeschriebenen 40, 60 oder 80 km/h. Und dann freuen sich die Sherrifs.

Ok, da verstehe dein Anliegen und er Limiter erklärt sich, umso ärgerlicher ist natürlich die Gedensekunde

Zitat:

@russkopp schrieb am 30. Juni 2018 um 18:46:04 Uhr:


So, mein - am 2.5. zugelassenes - Kälbchen hat jetzt 8685 KM auf der Uhr. Am 15.6. bin ich zur Alpen-Tour, die mich bis zur Cote Azur geführt hat, in Wien gestartet. Heute bin ich nach Überwinden von 47 Pässen und ca. 4600 KM in Reit im Winkel angekommen, wo ich die Alpen verlassen werde.
Abschließender Erfahrungsbericht:
Motor (2.0tfsi) Note 1:
Absolut überzeugend. Sehr spurtstark, Überholen macht Spaß. Ich habe mich zu 99% (dazu später mehr) an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gehalten, es aber auf den Pässen einigermaßen krachen lassen. Nur an 1 Tag hatte ich einen Verbrauch von über 8l / 100 km, im Schnitt habe ich in den Alpen 7,8l gebraucht.
Getriebe (DSG) Note 2- :
Grundsätzlich toll. Im D-Modus lässt es sich entspannt fahren. Im S-Modus (vorzugsweise auf den Pässen benutzt) kommt kaum der Wunsch auf, die Gänge manuell zu wechseln. Ausnahme, bergab habe ich zur besseren Nutzung der Motorbremse manuell heruntergeschaltet.
Nachteil gegenüber der bisher von mir gefahrenen BMW-Wandler-Automatik: das DSG "verschuckt" sich bei starker Beschleunigung ab und an, bis der richtige Gang gefunden wurde. Dieses geschieht jedoch in Sekundenbruchteilen. Zudem ist eine Wandler-Automatik naturgemäß geschmeidiger, dafür aber nicht ganz so spontan (es kann Ausnahmen geben).
Den Eco-Modus habe ich nur 1x kurz benutzt, da mir das Gleiten ohne Motorbremse zu gefährlich war.
Fahrwerk Note 2+:
Bedingt durch die Kürze des Wagens ist der Q2 natürlich keine Sänfte. Dennoch werden Fahrbahnmängel manierlich ausgebügelt. Die Spreizung der Dämpfereinstellung ist nicht soo groß, dass ich sagen würde, dass das Dämpfer-Paket ein "Muss" darstellt. Bei voller Beladung empfand ich ein leichtes (!) Schaukeln im Komfort-Modus. Die Fahrbahn-Schwellen, die speziell in Frankreich in nahezu jedem Alpendorf zur Vermeidung von Rasern eingesetzt werden, kommen in jedem Modus spürbar durch.
Die Stärke des Fahrwerkes liegen im dynamischen Bereich. Super handlich, spurgenau, kaum Unter- oder Übersteuern. Absolut vertrauenserweckend.Toll!
Lenkung: Note 1:
Sehr zielgenau, sehr direkt. Im Komfort-Modus leichtgängig und bequem zu fahren. Bei engagierter Pässefahrt empfehle ich den Dynamik-Modus. Die Lenkung ist spürbar schwergängiger und vermittelt daher eine gefühlt bessere Kontrolle. Zudem ist die Rückstellkraft höher, was ein schnelleres Lenken in Wechselkurven ermöglicht. Die äußerst direkte Übersetzung mach den Q2 zum Alpenflitzer, der unnötiges Kurbeln am Volant erspart.
Assistenzsystheme: Note 3 (aber Achtung!)
Side-Assist: top, man wird gut vor Fahrzeugen im toten Winkel gewarnt. Uneingeschränkt empfehlenswert.
Spurhalte-Assist: eine gute Ergänzung. Auf der Autobahn funktioniert er richtig gut. Bei Landstraßenfahrt erinnert er bei unaufmerksamer Fahrt vor einem Kurven-Beginn. In engen Kurven verliert er die Kontrolle, das steht aber genau so in der Bedienungsanleitung.
Stau-Assist: funktioniert prima.
Tempomat: grundsätzlich gut, könnte allerdings in den Bergen gerne mehr die Motorbremse statt die Bremsscheiben nutzen. Hier habe ich öfters manuell eingegriffen.
Speed-Limiter:
Siehe Tempomat. Jetzt kommt's aber:
GEFÄHRLICH!!!
Bei Kickdown sollte der Limiter überwunden werden. Das funktioniert dann gut, wenn man die eingestellte Geschwindigkeit fährt und dann Vollgas gibt.
Da das bei mir kaum vorkommt (warum sollte ich schneller als erlaubt fahren, aus der Pubertät bin ich raus), komme ich zur Gefahr.
Du hast vor Dir den typischen Sonntagsfahrer, der sich die Gegend anschaut und dahinschleicht. Oder den dicken LKW. Du fährst also langsamer als erlaubt und willst dann zügig überholen. Hierbei ist es - gerade in den Bergen - von großer Sicherheit, kurzfristig die erlaubte Geschwindigkeit zu überschreiten.
Jetzt kommt's: beim eingeschalteten Limiter unterbricht der Audi die Beschleunigung für ca. 1 Sekunde (kommt einem wie eine Ewigkeit vor). Das steht in keiner Bedienungsanleitung! Da fährt einem gehörig der Schreck in die Glieder. Bleibt man nicht auf dem Gas stehen, wird die Beschleunigung komplett abgebrochen. Bleibt man auf dem Gas, sorgt diese Sekunde der Unterbrechung für einen deutlich erhöhten Puls. Der Überholvorgang wird gefährlich verlängert. Ein NoGo!
Also den Limiter abschalten? Nun, ich nutze ihn gerne, um mein Portemonnaie nicht unnütz zu belasten. Tip an Audi (Die bekommen von mir noch Post): ein lautes Warnsignal wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung ist (natürlich nur bei Nutzung des Kickdowns) sinnvoller, als diese Unterbrechung.
Karosserie: Note 2
Sehr gut: Verarbeitung und Solidität. Da zittert und verwindet nix und alles sitzt perfekt.
Dass das Kälbchen kein Raumwunder ist, war uns ja beim Kauf klar. Hartplastik unterhalb der Gürtellinie im nicht sichtbaren Bereich interessiert mich nicht. Ich habe meinen Hühneraugen die Kontaktlinsen geklaut. Also sieht's keiner.
Komme ich nochmal auf die Klimaanlage (Automatik) zu sprechen: so wie das 1000jährige Reich nur 12 Jahre gedauert hat, so liegen bei mir zwischen eingestellten 21 und 22 Grad gefühlte 15 Grad. Naja, stelle ich das Ding im Sommer halt auf 21. Lässt sich ja dank der gut erreichbaren Regler bequem einstellen. Damit nicht wieder 1000 gute Tips kommen, die Kühlung funktioniert, die Gebläseleistung wird nicht perfekt angepasst.

Fazit:
Das Kälbchen ist das (fast) perfekte Alpen-Auto. Hier ist weniger (Größe) mehr (Spaß).
Ich bin jedenfalls begeistert!!!

WOW - bei deinem Bericht komme ich als Flachlandtiroler und Nordlicht echt in Laune bezüglich einer Alpenfahrt!
Mein Kälbchen ist allerdings handgerissen mit 1.4, ohne Tempomat und ACC.

Liest sich gut - besser als in jeder Autozeitung!
Machst du das professionell?
😉

#lischana
trau Dich, auch 150PS lassen sich flott in den Bergen bewegen. Das leichtere Gewicht des 1.4 wird auch kein Nachteil sein.
Dazu kommt die tolle Gegend. Also: auf in den Süden und viel Spaß dabei.
Bin übrigens auch "Flachlandtiroler". Duisburg liegt auf 33m, die höchste Erhebung bei ca. 80m.
Ne, nix professionell, bin im Vorruhestand und habe Zeit. Habe aber so viel Spaß am Kälbchen, dass ich in den letzten 2 Monaten mehr gefahren bin, als in den 2 Jahren davor.

@russkopp
Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Hätte in jeder Autozeitschrift seinen Platz und seine Leser gefunden.
Du schreibst, dass du in Wien gestartet bist, kommst aber aus Duisburg. Wie kann man das verstehen? Lebst du in Wien? Oder war das ganz einfach ein Zwischenstopp und dann der Start für die Alpentour?
LG WiSt

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht Werner, ich sitze hier schon wie auf den Kohlen, in einem Monat müsste es soweit sein! :-)
Fühle mich in meiner Wahl bestätigt - ursprünglich habe ich mit BMW X1 geliebäugelt, die neusten Modelle gefallen mir aber nicht so gut und sind mir in gewünschter Konfiguration etwas zu teuer. Gut, dass mich ein netter Kollege auf Q2 aufmerksam gemacht hat, als ich mich bei Audi umgeschaut habe gab es den noch nicht und Q3 habe ich schnell ausgeschlossen...

@lischana
Ich habe die Probefahrt mit dem 1.4 L gemacht (allerdings S-Tronic), da kein 2.0 TFSI zur Verfügung gestellt werden konnte. Fand ihn auch auf der Autobahn flott genug, wollte mir aber auch Quattro gönnen, Allrad gibt es aber nur bei dem größten Motor. Und in den Bergen hat selbst mein 80 PS starker Micra Spaß gemacht, auch wenn Überholmanöver bergauf einfach nicht drin sind ;-)

Liebe Grüße
Milena

Zitat:

@WiSt63 schrieb am 1. Juli 2018 um 09:20:30 Uhr:


@russkopp
Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Hätte in jeder Autozeitschrift seinen Platz und seine Leser gefunden.
Du schreibst, dass du in Wien gestartet bist, kommst aber aus Duisburg. Wie kann man das verstehen? Lebst du in Wien? Oder war das ganz einfach ein Zwischenstopp und dann der Start für die Alpentour?
LG WiSt

@WiSt63
Vielen Dank für Dein Feedback. Ich bin über München nach Wien gefahren. Habe mir dort ein paar Tage diese wunderschöne Stadt angeschaut und habe dann von dort den Alpenbogen bis zur Cote Azur erkundet.

Hallo @russkopp , danke für Deine super Berichte, da Du offensichtlich "Pässe-Sammler" bist, hier eine Empfehlung: Schweiz BEO/Wallis, Paßrunde Susten- Furka- Grimsel (im Uhrzeigersinn oder auch entgegengesetzt). 125 km herrliche Hochalpenstraßen, ein
genialer Fahrgenuß und immer auch was fürs Auge. Meine Basis dafür ist Wengen (autofrei) seit 18 Jahren, bisher 8x mit A4 1.8 TFSI und 1x Q2 1.4, beide aus Überzeugung handgerührt.
Demnächst geht's wieder los !
Gruß Chris

Danke Chris. Genau diese Pässe habe ich mir auch gegönnt. Sind von ähnlicher Qualität wie die "Sella Ronda", also auch ein "Muss" für Passliebhaber.
Dir wünsche ich dann (mindestens) den gleichen Spaß, wie ich ihn hatte.
Wenn Du Zeit hast, verlängere doch Deinen Weg durch's Wallis über den großen und kleinen St. Bernhard nach Frankreich. Auch toll!!

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