Radschrauben nachziehen beim Räderwechsel

Servus,

Bitte um kurze Erfahrungsberichte bzgl dem Nachziehen von Radschrauben nach dem professionellen Wechsel von Rädern.

Ich habe kürzlich die Sommerschlappen drauf machen lassen und finde keine Zeit zum obligatorischen Nachziehen der Radschrauben zu kommen. Überhaupt habe ich es noch nie gemacht und hatte nie ansatzweise Probleme mit losen Schrauben oder der Gleichen.

Meint ihr man kann sich das sparen und es wird nur aus cover your a*s Gründen von der Werkstatt angefordert?

Danke und Gruß in die Runde
🙂

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von MondiGhiaX


Durch Erschütterungen und Bewegungen lockern sich die Schreiben bzw. Muttern, deswegen sollen sie nach 50km nachgezogen werden. .

Demnach müssten sie nach weiteren 50km erneut festgezogen werden. Und nach weiteren 50km wieder, und wieder, und wieder, ...

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Zitat:

@tazio1935 schrieb am 17. Oktober 2020 um 20:08:05 Uhr:



Zitat:

@berlin-paul schrieb am 17. Oktober 2020 um 14:34:16 Uhr:


Wenn es relevant ist, dann am besten zuerst handfest und dann in Stufen von ca. 50Nm alles ringsrum über Kreuz bis zum Endanzug (bei 120Nm also über Kreuz auf 50Nm, dann 100Nm und dann 120 Nm).
Das wäre dann bei fünf Radbolzen erstmal handfest und dann 15x neu ansetzen. Ich frage mich gerade, was der alte Hauptfeldwebel von der Inst (im Nebenberuf ziviler Fahrlehrer) damals vor 35 Jahren wohl dazu gesagt hätte...

Er hätte vermutlich gesagt: „nach Adam Riese hast du ein Rad vergessen, Kamerad.“

Zitat:

@Steven4880 schrieb am 17. Oktober 2020 um 21:17:51 Uhr:


Er hätte vermutlich gesagt: „nach Adam Riese hast du ein Rad vergessen, Kamerad.“

Mannomann. Stimmt, das hätte er. 😁

Hätte natürlich "20x neu ansetzen" heißen müssen. Was die ganze Angelegenheit aber noch aufwendiger macht...
... er wäre ausgeflippt.

Seine Beschreibung bezieht sich aber auf ein einzelnes Rad und nicht alle 4. 😉
Daher passen seine 15x ansetzen durchaus.

Das Ganze natürlich x4, was dann nach Adam Riese und Eva Zwerg 60x ansetzen wäre.

o.k. ... Räderwechseln ist viel zu anstrengend und fällt dieses Jahr sowieso wegen Corona aus. 😁

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Also ich versuche dieses Jahr mir Sommerreifen durch zu kommen.
Keine Angst wenn es schneit kann ich das Auto stehen lassen.

Über kreuz handfest mit dem Radkreuz, und dann über kreuz mit dem empfohlenen Drehmoment. Schon immer so gemacht, und immer nachgeprüft und es war noch nie etwas wieder locker.

Ich bürste aber bei jedem Wechsel einmal mit der Stahlbürste über die Felge und Radachse, wo die Felge aufliegt, damit kein Rost oder Dreck dazwischen ist! Das kann nämlich das Rad lockern.

Zum Festhalten:

Schrauben bis M12 mit normalen Sechskantschlüssel früher regelmäßig abgerissen.
Bis zum persönlichen "Lehrgang" beim Vorarbeiter, der zeigte wie man Schrauben auch mit Handkraft
Gefühlvoll anziehen kann 🙂.

Gefühlvoll schrauben ist immer gut 😁

Also, das mit "von Hand" anziehen ist nicht zu empfehlen.
Wie kann man garantieren dass alle Radschrauben (oder Muttern) am Rad mit der gleichen Kraft angezogen sind? - richtig, kann man nicht.

Es ist völlig irrelevant wie lange das bei irgendwem gut gegangen ist. Drehmomentangaben sind nicht umsonst angegeben.

Also, die besten Wege sind:

man benutzt einen Drehmomentschlüssel

oder man lässt die Räder von einem Fachbetrieb tauschen.

Gegenfrage: Wie kannst du z.B. garantieren, dass alle Radschrauben (oder Muttern) am Rad mit der gleichen Kraft angezogen sind, wenn Max Mustermann das mit seinem Drehmomentschlüssel macht, den er vor 20 Jahren für 39,99 DM bei Norma gekauft hat, und der ihm seitdem mindestens 12-mal von der Werkbank gefallen ist? Und die Erfahrung zeigt: trotzdem hält das Ganze. Wie auch bei Erika Mustermann nebenan, deren Sohn ihr die Räder mit dem Radkreuz wechselt.

Wer sich da zu viele Sorgen macht, sollte vielleicht lieber Ganzjahresreifen in Betracht ziehen. Wobei man die nach 10 Jahren dann vielleicht nur noch mit dem ganz grossen Hammer von der Nabe bekommt... 😁

Ok, wir können jetzt natürlich jedes Szenario durchdiskutieren.

Fakt ist, es gibt eine Angabe für ein Drehmoment, vom Hersteller.

Mir ist es egal wie die Leute ihre Räder anschrauben. Solange mich das nicht betrifft.

Da fragt man sich schon, wie haben die Leute das die letzten 100 Jahre gemacht, wo Drehmomentschlüssel noch nicht für jeden erschwinglich waren? Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich als kleiner Junge (Ende der 70er, Anfang der 80er) meinem Vater geholfen hab, die Räder nur mit dem Radkreuz zu wechseln. Und deswegen sind früher auch keine Räder abgefallen.

Es redet auch keiner von abfallen. Abgesehen davon wird es VT, deren Rad abgefallen ist,gegeben haben, die eventuell keine Möglichkeit mehr hatten, dies anderen zu berichten.
Es geht außerdem darum, alle Schrauben mit der gleichen Kraft anzuziehen.
So mancher zog Schrauben nach dem Motto "bis es nicht mehr geht und dann noch ein Stückchen weiter" an. Die Räder waren garantiert fest, aber ob es gut für das Material (Felge, Radbolzen...) war, kann bezweifelt werden.
Wir leben inzwischen in einer Zeit, in der es für jedermann möglich ist, kontrolliert die Schrauben anzuziehen und das mit der gleichen Kraft, da mehr der Schlüssel nicht zuläßt.

Zitat:

@Bytemaster schrieb am 19. Oktober 2020 um 09:33:39 Uhr:


Da fragt man sich schon, wie haben die Leute das die letzten 100 Jahre gemacht, wo Drehmomentschlüssel noch nicht für jeden erschwinglich waren? Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich als kleiner Junge (Ende der 70er, Anfang der 80er) meinem Vater geholfen hab, die Räder nur mit dem Radkreuz zu wechseln. Und deswegen sind früher auch keine Räder abgefallen.

Ja, früher! Früher hatten viele Leute gar kein Auto. Die brauchten weder Radkreuz noch Drehmomentschlüssel, diese glücklichen. Diese "Früher"-Argumente sind was Schönes.😉

Grüße vom Ostelch

Mein Schwiegervater ist ein Kandidat zu fest gibt es nicht ( ich musste auf der Verlängerung 50cm „hüpfen/schwingen)damit sich die Schrauben gelöst haben)
Dem habe ich das verboten bei seiner Tochter die Reifen zu Wechseln und ihm habe ich dann immer geholfen.

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