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Quo vadis BMW?

BMW
Themenstarteram 9. September 2020 um 15:11

Hallihallo!

Da ich in nächster Zeit kein Auto kaufen werde -zu unsicher, aber Interesse ist vorhanden-, wir familiär jedoch Motorsportbegeistert (auch aktiv) sind, ist unser Kontingent an Fahrzeugen recht BMW-betont.

Ich selbst fahre zur Zeit einen 318d F3x X-Drive, meine Eltern (noch?) einen 330D E9x mit M-Paket. Das sind schon motortechnisch natürlich Welten; wobei der Verbrauch beim 330D her mit seinen 7l im Mittel nur einen knappen Liter drüber liegt.

Um was es mir viel mehr geht: Dass sich das Fahrgefühl einer Fahrzeugreihe zwischen einer Generation so grundliegend verändert hat. Der F3x ist perfekt für die Autobahn, aber absolut nichtssagend, wenn er auf der Landstraße gefordert wird. Untersteuern wie sonst was, unpräzise Lenkung, viel zu weiches Fahrwerk - das könnte auch ein KIA sein (kein Disrespekt,eher auf die Markenausrichtung bezogen). Im Nassen bei deaktiviertem ESP stellt sich mit viel Willen am Kurvenausgang so etwas wie wie ein Hecktanz ein, ehe das Fahrzeug in das viel zu weiche Fahrwerk regelrecht einsackt und deshalb fast ein Lastwechsel stattfindet. Das ist einfach lieblos.

Dazu im Vgl. der E9x: Polterndes Fahrwerk, keine wirkliche AB-Hochgeschwindigkeits-Tauglichkeit, da das FW versetzt, aber alles geschieht auf eine ehrliche (altmodische) Weise, insofern alles vorhersehbar. Ansonsten recht direktes Einlenken, man merkt, wie sich das Vorder-FW einsenkt , wesentlich präzisere Lenkung und wenn man richtig Hand und Fuß anlegt ein trampelndes Heck am Kurvenausgang-ist zwar auch nicht unbedingt "schnell", aber es macht Spaß und ist aufgrund des wesentlich knackigeren FW einfach beherrschbar. In Kombination mit der Leistung, dem Verbrauch und auch nach knapp 200k km nicht vorhandenen Problemen einfach ein richtig, richtig gutes Auto, das dem Motto "Freude am Fahren" gerecht wird.

Wäre da nicht das ähnlich gute Infotainment und der Propeller auf der Haube - die Autos könnten von unterschiedlichen Marken sein. Das sind grundlegend verschiedene Modellausrichtungen innerhalb von 5 Jahren.

Nehmen wir dazu den X1 mit einem polternden, aber trotzdem wachsweichen Fahrwerk (soll das "sportlich" bedeuten?) und recht dürftigen Verarbeitung (knacksende Armlehnen für 30k €?) oder den 2er Touring mit seinem miserablem Platzangebot - wo zur Hölle steuert BMW hin? Ich sehe da eine Portfolio-Erweiterung nach der anderen, ein Fahrzeugdesign, das keine klare Linie mehr hat (ausser einen immer böseren und grimmigeren Blick und als M dazu noch prollig), den Weg zu "Quality-Updates" inkl. Digitalisierungszwang, der vom Datenschutz her völlig unklar ist.

Mir kommt das so vor, als ob BMW seine Linie ("Freude am Fahren") in den letzten Jahren ziemlich liegen lässt, auch wenn das Image immer noch gepflegt wird. Vergleich ich das mit der Realität - Mercedes und Audi haben BMW in Sachen Dynamik in der Mittelklasse ja mittlerweile aufgeholt- ruht sich BMW nur noch auf seinem Image aus, verpennt dabei die Gegenwart, aber befindet sich mit einem Bein schon in der unbekannten Zukunft.

Kurzum: Mir fehlen die wirklichen Argumente, warum ich in 4-5 Jahren unbedingt einen neuen BMW kaufen sollte - selbst den M135i haben sie mittlerweile ja verhunzt bekommen, wobei die letzte 1er-Serie ja eh schon ziemlich speckig war. BMW kann "Freude am Fahren" - E4x, E9x, M 1/235i- wie kein anderer vermitteln, deshalb hängt mir als autobegeisterter Mensch sehr viel an der Marke- aber BMW entwickelt sich mMn mehr und mehr in eine falsche Richtung.

Kurzum: Warum noch BMW statt Toyota, Hyundai, Nissan, Mercedes oder Audi? Seht ihr da noch irgendwelche tatsächlichen denn ideelen Vorteile?

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9 Antworten

Ich bin jetzt nicht der BMW Guru, aber sind die nicht mittlerweile schon bei G?!

Dein Vergleich zwischen e und f hingt also etwas hinterher. Ist deine persönliches Empfinden, aber vielleicht ist beim G schon Mittlerweile nach deinem Gusto?!

 

Ansonsten versteh ich dich. Deswegen fahre ich meinen BMW schon seit 10 Jahren. Weil ich persönlich das empfinden haben, das keiner von den Herstellern sich irgendwas innovatives einfallen lassen hat. Habe vor kurzem einen Mini für meine Frau gekauft. Der ist fast 10 Jahre jünger (2013) als mein BMW (2005), wenn ich drin sitze finde ich nicht das sich irgendwas seit dem Bau meines verändert hat. Klar ist der neuer und ist weniger ausgelutscht. Aber sonst, ist da nicht viel.

 

Ich finde dass erst jetzt jetzt es wieder Bewegung im KFZ-Branche wieder statt findet. Bis heute gab es nur leichte Verbesserungen vom Bestand.

PoaAlpina, ich habe Deine Eindrücke mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.

 

Es wird langfristig für jeden deutschen Hersteller schwierig. Die Autos der Masse werden sich perspektivisch immer ähnlicher werden. Dafür sorgen alleine schon die Bürokraten in Berlin und Brüssel.

 

Wir werden als Bürger unser Recht auf freie Wahl der Reisegeschwindigkeit verlieren, wenn wir uns nicht dran halten macht es eben unser Auto für uns. Sound kommt aus den Lautsprechern. Endrohre entfallen bei Stromern und Verbrennern. Soundtest im Stillstand? Verboten. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Ein Hersteller den man bislang vor allem mit dem Herzen kaufte wird sich in einem solchen Umfeld naturgemäß schwerer tun als manch anderer.

 

Das es VW, Audi und Mercedes teilweise schlechter machen ist auch kein Trost. Im Gegenteil.

 

Porsche ist der einzige deutsche Hersteller für den ich im Augenblick nicht schwarz sehe.

Hallo PoaAlpina,

Ich bin zwar zugegebenermaßen nicht der Pressesprecher von BMW, dennoch fühle ich mich gerade dazu verpflichtet Partei für die Marke zu ergreifen.

Es stimmt meines Erachtens, dass zwischen E90 den jeweiligen F-Modellen ein Rückschritt im Bereich Verarbeitung stattgefunden hat, dennoch:

- Wir hatten in unserem Heim schon mehrere xDrive-Modelle (335i xD E90; 530D xD F11; 340i xD F30 mit M-Paket) und auch einige Heckantrieb-Modelle (118d F20 M-Paket; 430d F32 M-Paket; 318d F30 und mehrere 118i F20 M-Paket, M4 F82). Durch die Bahn durch ließ sich erkennen, dass die Allrad-Modelle in der Fahrdynamik (Untersteuerungsverhalten, Härte des Fahrwerks, Spurtreue, Beschleunigung ab 100km/h) nicht vergleichbar mit den Heckantrieb-Modellen waren. Ich finde es schade, dass du mit deinem 318d nicht 100% zufrieden bist, weil es wirklich ein hervorragendes Fahrzeug ist, aber die nachteilige Fahrdynamik lässt sich da auf die Ausstattung und die Antriebsart zurückführen. Es gibt aber tatsächlich Personen die eine solche Fahrweise (weich, komfortabel, mit Neigung zum Untersteuern) wünschen. Ich kann es auch nicht verstehen, aber es gibt sie.

Auch das als direkt beschriebene Lenkverhalten des E90 ist dabei leider auf den Antrieb und die Ausstattung zurückzuführen. Die Räder deines 318D werden im Gegensatz zu denen des 330d mit angetrieben, des weiteren sind Allrad-Fahrwerke generell höher wodurch der Schwerpunkt höher liegt.

Apropos: Woher weiß ich, dass der 330d kein Allrad hat. Dieser wurde in Kombination mit M-Fahrwerk zu E90-Zeiten garnicht angeboten. Auch hierbei hat BMW einen großen Schritt nach vorne gemacht. Modularität: Wer sich im Bereich des Prozess-Managements eines produzierenden Unternehmens auskennt, weiß was es kostenmäßig heißt, alles mit allem kombinierbar zu machen.

Naja, zu dem Thema "niedriger Verbrauch" des E90 kann ich auch nur sagen: Allrad zieht rund 10%. Ich habe meinen 318d F30 (Heckantrieb;Handschalter) damals auf Langstrecke mit rund 5l bei 130km/h gefahren.

Let's go on with topic "X1":

Der X1 is einfach billig verarbeitet. Das ist ein Fakt. Aber er ist seinen Nutzern angepasst. Ich würde gerne mal eine Statistik sehen, aber ich schätze das Auto ist bei ca. 80% der Nutzer das letzte Fahrzeug

Hier denke ich, dass BMW eine ähnliche Schiene wie bei dem neuen G-Modell 1er fährt. Damit versuchen sie eine "Billig"-Variante auf den Markt zu werfen, um den potentiellen Käufern einen Anreiz zu geben ein höherwertiges Modell zu kaufen. Und wenn nicht? Egal, das Asiatische Getriebe, der 3-Zylinder-Motor und Frontantrieb des Einstiegsmodells kostet in der Produktion eh nichts, wodurch die Gewinnspanne auch wieder stimmt. Aber man darf nicht vergessen, dass sie nach wie vor ein wirtschaftliches Unternehmen sind, deren Hauptfokus darin liegt, Geld zu verdienen. Ich unterstelle den X1-Fahrern jetzt einfach mal, dass Sie kaum, nachdem sie mit 180 von der Autobahnauffahrt abgefahren sind tadeln, dass das Heck des Fahrzeugs nicht ausgebrochen ist.

Aber jetzt mal gutes: Setz dich mal in einen X7 und versuch nicht zu lächeln. Das funktioniert nicht. Selbes bei einem 330d F30. Geniales Auto. Ich kann mich seit Jahren nicht von meinem 430d trennen, weil ich weiß es würde nicht mehr besser.

Und noch als Schlusswort: Wenn man sich heute bei anderen Marken auf selber Augenhöhe umsieht, sieht es nicht sehr viel rosiger aus. Nennt mir einen deutschen Hersteller, der noch einen 6-Zylinder Diesel mit Heckantrieb verkauft. Da wird die Luft sehr dünn. Um nicht zu sagen, dass es gar keinen Gibt. Audi: Nur Frontantrieb oder Frontantrieb-basierten Allrad. Da lernt man mal kennen, was es heißt zu untersteuern. Mercedes setzt fast nur noch auf Hybrid und Benzin. Will ich eine E oder C-Klasse für Langstrecke mit Otto-Motor? Nein danke.

Naja, das Thema "Fahrwerk und Verarbeitung" hat Audi genauso. Guck dir die alten Hasenkisten bei den S-line A3 (8P) oder A4 (8E) an. Da meinte jemand, dass ein sportliches Fahrwerk bockhart sein muss. Und das Ding hüpft bei jeder Gelegenheit untersteuernd durch die Kurve. Da kannste froh sein, dass der keinen Heckantrieb mit Übersteuerungstendenz hat.

Auch da wurde ab dem B7 zunehmend Chrom im Innenraum verbaut, gleichzeitig wurden substanziell wichtige Teile wie die Mitnehmer von Ölpumpen kaputtgespart. Anfang der 2000er hatte BMW die klar besseren Motoren, aber einen sch**** Innenraum und bei Audi wars umgekehrt. Die gleichen sich an. Leider.

Übrigens ist bei Audi ganz klar zwischen den Baureihen mit Quer- und Längsmotor zu unterscheiden. Die Längsmotor-Allrad haben noch das "echte" Torsen-Allradsysteme, die Quermotorplattformen bekamen wie der Golf diesen Haldex-Kram. Der fahrdynamisch IMHO nur für einen Skiurlaub taugt. Was übrigens dieses A1-A3 Audi System mit BMW X-Drive und 4Matic bei Mercedes teilt.

Da mein letzter ein 3l Sauger im A4 war (BJ2002) und der aktuell ein Z4 (2007) - ich hab den Vergleich. Leider gabs keinen A4 mit einem N52 Motor. Natürlich vollverzinkt, was Audi übrigens seit Herbst 2003 abgeschafft hat.

Es ist in ddr Tat auch mein Eindruck dass sich BMW mehr und mevr weg von seinen ursprünglichen Stärken entwickelt. Leider. Mit den Neuwagen werde ich auch nicht warm. Möglicherweise ändert sich das mit dem neuen M3. Mal sehen.

Der G21 330d ohne x mit M Paket wäre noch am ehesten was für mich. Sehr gut verarbeitet und im Vergleich zum F31 ein Quantensprung...fahrdynamisch und vor allem akustisch im Innenraum. Da war ich trotz des gewöhnungsbedürftigen Designs angetan.

Von einem BMW erwarte ich einen leistungsstarken 6-Zylinder im Idealfall mit manuellem Getriebe auf eine gesperrte Hinterachse...maximaler Fahrspaß eben. Leider ist das in der Modellpalette selten geworden. Ich bin im E82 Normalfahrwerk, im F20 und F31 M Sportfahrwerk umd jetzt im F11 adaptive Drive gefahren. Das Normalfahrwerk im E82 war das Beste. Sportlich Straff aber nicht rumpelig. Das M Sportfahrwerk im F20 war nah dran aber mir schon einen Tick zu weichgespült. Das adaptive Drive mit xdrive ist (speziell gemessen am Aufpreis) ne Katastrophe.

Zitat:

@GaryK schrieb am 17. September 2020 um 12:36:33 Uhr:

 

Anfang der 2000er hatte BMW die klar besseren Motoren, aber einen sch**** Innenraum und bei Audi wars umgekehrt. Die gleichen sich an. Leider.

Den Schei**** Innenraum konnte man damals eindeutig Audi zurechnen, BMW war damals schon um Welten weiter was das Innenraumdesign und die Anmutung sowie Anordnung der Instrumente betraf.

Audi konnte man damals ja kaum ertragen, ich möchte nur mal an das über Jahre von Audi verwendete 4:3 Navi Display erinnern, das sich in einem ebenso vermurksten Rahmen befand.

Das konnte BMW mit Einführung der E46 Baureihe im Jahr 1999 schon besser! ;)

Generell konnte meiner Meinung nach die F- Baureihe nach der sehr beliebten und rundum gelungenen E- Baureihe nicht an deren Erfolg anknüpfen, die neue G- Baureihe sollte man allerdings dann nicht außer Betracht lassen, wenn man einen Vergleich ziehen möchte.

Und eben bei der G- Baureihe hat sich BMW meiner Meinung nach sowohl was die Designsprache als auch die neuen technischen Entwicklungen angeht, sehr mutig und auch zukunftsorientiert gezeigt.

Bevor man nun zu dem Entschluss kommt, BMW baut keine sportlichen Autos mehr, sollte man vielleicht mal den neuen M340i gefahren sein, ich denke mal sportlicher ist man bei keiner der genannten Konkurrenten in einer Mittelklasse Limousine unterwegs. Oder aber einfach mal abwarten bis demnächst der neue G80/G82 BMW M3/M4 enthüllt wird. Ich bin mir sicher sportlicher wird die Konkurrenz in keinem Falle unterwegs sein, sei es Mercedes oder gar Audi. Wobei Audi sowieso eher nicht, bei Audi kämpft man noch immer mit der Gewichtsverteilung dank Allrad. Als sportlich würde ich dann nebst Mercedes AMG noch eher die genannten ausländischen Marken bezeichnen, die aber meiner Meinung nach trotzdem, dass sie in den letzten Jahren stark aufgeholt haben, BMW noch lange nicht das Wasser reichen können.

Pefekt ist freilich keine Marke, das muss man sich immer vor Augen halten, selbst Mercedes kämpft beispielsweise im C63 AMG mit knarzenden Geräuschen im Interieur. Bei BMW hat dieses Problem teilweise bei der E90 Baureihe auch bestanden, ist aber eben ein Unterschied ob das Problem nach 150K Kilometern zu tage tritt, oder eben bereits nach 20K Kilometern.

BMW steht trotz alledem seit jeher für Freude am Fahren, und auch für kompromisslose Sportlichkeit.

Das hat sich bis heute auch nicht geändert, jedoch sollte man um Sportlichkeit wirklich definieren zu können auch die richtigen Modelle zu einem Vergleich heran ziehen. Und dafür eignet sich weder ein 318D noch ein 330D. ;)

Bei Audi ist einfach aufgrund des Torsen-Allrads die Antriebsgeometrie blöd. Der Motor sitzt quasi zwischen den Scheinwerfern vor der Vorderachse um an der VA die Antriebswellen abführen zu können. Wenn dann 400kg V6Biturbo vor der VA verbaut sind hat das in etwa den gleichen fahrdynamischen Effekt wie sich ein totes Pferd vor den Kühler zu hängen. BMW ohne X ist da schon ne andere Hausnummer. Xdrive ist nur ein störanfälliges Fehlkonstrukt als schnell entwickelte Antwort zum Quattro. Vom 4matic hab ich keine Ahnung. Bei MB stört mich die noch viel verbreitetere Zwangsverordnung von Automatik und Allrad...es gibt kaum noch Modelle ohne das eine oder das andere...das hasse ich wie die Pest

Zitat:

@Dieselmeister86 schrieb am 18. September 2020 um 06:13:10 Uhr:

[...]

Xdrive ... schnell entwickelte Antwort zum Quattro.

[...]

Huh, woher kommt die Behauptung den her?!

 

Quattro wurde 1981, 1982? oder 1983? Jahren von Audi eingeführt https://de.m.wikipedia.org/wiki/Audi_Sport_quattro

 

Xdrive erst 2003 https://de.m.wikipedia.org/wiki/XDrive

 

Also das ist weder schnell noch als Antwort zum Quattro gedacht... Die Systeme unterscheiden sich auch grundlegend von einander.

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