Qualitätsunterschiede beim Benzin
Guten Abend liebe Community,
mal eine kleine Frage zu dem Benzin.
Ich tanke eigentlich immer bei den Großen Marken wie Schell, Aral, Jet etc. und hab mich mal so gefragt ob es eigentlich Qualitätsunterschiede beim Benzin gibt.
Ich habe irgendwie "angst" bei einer kleinen Dorf Tankstelle zu tanken, da ich schon öfters gehört habe dass das Benzin dort nicht so gut sein soll und auf langer zeit den Motor schaden kann.
Stimmt das, oder kauft die kleine Dorf Tankstelle auch ihr Benzin auch bei den Großen marken, und ich kann dort problemlos Tanken und ein paar Cent pro liter sparen
Beste Antwort im Thema
Vielleicht solltest du mal selbst lesen was du geschrieben hast. @OHCTUNER
Das was da jetzt in merkwürdigster Grammatik steht sagt aus, dass Ultimate günstiger ist als anderer Sprit.
Wir sind hier aber nicht in einem Interpretationsforum für philosophische Satzkonstruktionen sondern in einem Technikforum.
Da kann man sich zumindest mal Mühe geben den Satz so zu schreiben, dass ihn überhaupt irgendwer versteht.
2041 Antworten
"Die" verweisen immer auf die Klopfregelung. Dumm nur, dass keine Klopfregelung der Welt optimaler zünden kann als am "Optimum". Ist dieser Punkt bei 95 Oktan erreicht, dann helfen dir 100 Oktan genau nicht weiter. Wer diese 100 Oktan und Co wirklich nutzen will, der muss eben "tunen". Weil man dann den Sprit so bemisst, dass der eben am optimalen Zündzeitpunkt mit dem Fülldruck des Brennraums beim Verdichten grade so nicht klopft/klingelt. Was auch bedeutet, dass die Klopfregelung kommt wenn du dann doch nur 95 Oktan reinmachst. In Teillast merkt man das in der Regel eh nicht 😉
Zitat:
@Jan565 schrieb am 30. April 2021 um 11:28:50 Uhr:
Wenn ich da jetzt raten müsste, würde ich schätzen das die meisten Motoren mit E30 - E40 noch ohne Probleme klar kommen würden.Am ende ist dabei aber der Volumenverbrauch höher. So 5-15% mehr Liter wären es dann wohl schon. Dann würden sich die Leute aber wieder beschweren, wie schlecht das alles ist etc. Dabei ist es für den Motor und für die Abgasnachbehandlung wesentlich besser.
Aber diese Diskussionen wird man immer haben, die gab es auch damals als der verbleite Sprit abgeschafft wurde auch.
hm, 5-15 % könnte passen, aber kaum mehr.. wie gesagt mein ex Volvo lief auf E85 und soff so 12-14 Liter, je nach Strecke, aber auf Benzin eben auch gern deutlich über 10
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/959412.html
mein aktueller Lexus ist da deutlich genügsamer, auch mit alkoholischen Anteilen im Urlaub
Bitte weiter differenzieren ob man jetzt kleinere Ethanolanteile meint oder größere.
Es bleibt hoffentlich unbestritten das kleinere, also bis E30 beim Verbrauch keine Rolle spielen, aber größere dann schon.
Aber das ist so und so differenziert zu betrachten, denn gerade bei E85, offiziell gibt es ja oft nichts anderes. Das ist das ein Thema für sich und hat auch seine Vorteile und wer diese nutzten will, redet entweder über kosten(teils aus Steuergründen) oder will E85 weil es einfach Leistung bietet und dann auch nutzt. Wobei ich den Nutzen bei einem Koenigsegg hinterfrage.
Aber einen 1.0l Motor könnte man damit noch salonfähiger machen für den Alltag.
Ähnliche Themen
Also meiner PERSÖNLICHEN Meinung und Erfahrung nach spielt der Verbrauchsunterschied auch bei E30 durchaus schon eine Rolle.
Der Unterschied E30 zu E0 wird aber ganz sicher! kleiner sein als der Unterschied von E30 zu E60!
Ich bin jetzt noch nicht so viele blend-Tankfüllungen gefahren.
Da ich aber in der Verbrauchssache relativ firm bin, meine Standartstrecken habe und auch etwas im Hypermiling-Bereich unterwegs bin glaube ich schon zumindest ein grobes Gespür zu haben wo die Unterschiede auf den beiden Tankfüllungen gelegen haben.
Ich schätze es auf den Bereich von 5-7% Mehrverbrauch bei meinem Fahrzeug (Saab 9-5 Aero)
Das kann bei anderen Fahrzeugen natürlich anders ausschauen!
Die Werte bei mir sind allerdings mit angepasster Software die Flex-Fuel verarbeiten kann.
ABER:
Es ist halt ein niedriger verdichteter Turbomotor.
Bei höherer Verdichtung und angepasster Software ist es möglich, dass der Mehrverbrauch mit E30 nochmal geringer ausfällt weil dann insbesondere im Teilllastbereich mehr schöpfbares Potential vorhanden ist.
Eben, das wollte ich sagen. Es liegt sicherlich auch immer am Motor.
Welche Verdichtung hat denn dein SAAB? Das Thema an dem Punkt finde ich ja spannend in der Alltagsbetrachtung.
Auf der anderen Seite, wie genau und wie hast Du wie oft verschiedenen E Anteile umgesetzt? Denn im Alltag gibt es ja selbst mit gleichem Sprit durchaus alltägliche Verbrauchsunterschiede. Wie will man da auf diese Zahlen kommen?
9.3:1
Modernere Turbomotoren (die ganzen Brot/Butter-Downsizer) haben ja alle eher so gegen 11:1 und wenn man wirklich gute Kraftstoffe am Markt hätte wäre da sicherlich noch etwas mehr Potential vorhanden was halt Verbrauchsnachteile wieder kompensieren könnte.
Die Mischungsverhältnisse waren vorerst in der Erprobung mit Kaminethanol, später dann mit E85-Resten.
Wenn ich im Ausland E85 getankt habe tanke ich danach in Deutschland wenn ich die Zeit habe oft so früh wie möglich wieder nach um lange einen gewissen Ethanolanteil im Tank zu behalten.
Dadurch bin ich schon viele Mischungsverhältnisse auf vergleichbaren Alltagsstrecken gefahren. Allerdings nie für soo viele Kilometer weil ich doch weiter weg von der Grenze wohne.
Geschätzt hätte ich den Unterschied auf 6% bei E30 bei sehr moderater Fahrweise.
Wegen mir kann man auch +-2% rechnen. Natürlich nur bei meinem konkreten Motor.
Kann bei anderen Motoren wieder ganz anders aussehen.
Es wird natürlich nie mega genau sein weil man dafür halt wirklich mehreren komplette Tankfüllungen auf vergleichbaren Strecken mit vergleichbarem Wetter fahren müsste. Aber es wird sich mit meinem konkreten Motor ungefähr in diesem Bereich bewegen.
Gemessen sind die Unterschiede anhand einer üblichen Alltagsstrecke die ich bei vergleichbarem Wetter immer mit +-0.1l dem gleichen Verbrauch schaffe.
Wohne sehr ländlich und Verkehrseinflüsse wie viel Verkehr, Ampeln etc gibt es daher bei mir zum Glück nicht.
Aber klar, auch +- 0.1l sind schon eine gewisse Messtoleranz.
Wirklich 100% knallhart valide Aussagen die richtig belastbar sind könnte man halt erst machen, wenn man mal 40-50.000km auf dem gleichen Fahrprofil (Arbeitsweg) mit verschiedenen Kraftstoffen gefahren ist)
Auf ca E70-E75 waren es ca 25% Mehrverbrauch.
Die Schere geht obenraus auf und dass es ab E30-E40 dann anfängt spürbar auseinanderzulaufen was ja immer wieder berichtet wird kann ich aus eigener Erfahrung auch bestätigen.
Leider hatte im letzten Sommer das E85 in Frankreich nie die kompletten 85% Ethanol gehabt
In Tschechien hingegen schon
der Saab ist ja auch optimiert für alkoholisiertes Fahren 😉 im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen. ich würde auch gern höhere Alkoholanteile fahren, aber dafür Kaminethanol kaufen lohnt nicht und man darf das auch nicht (Steuerhinterziehung). Klar könnte man auch den 96,5%igen Alk fahren, der Wagen kann damit sicher umgehen, wenn man das zu mixt zu E10. Aber auch das ist nicht legal und auch nicht lohnenswert. Da müssen wir alle wohl noch auf E20 warten oder mal in Frankreich urlauben.
Das ist schon eher weniger.
Ich weiß aus dem Kopf heraus gerade nur, alte VW Benziner, also Golf 3 und Co haben 8,5:1. Die TSI meine ich 10,5:1. Die laufen da mit E10 schon besser. Die vorgenannten so wie ich lese nicht.
Aber heute hat ein Golf 8 1,0l 11,5:1. Der 1,5l Miller 13:1, der Mazda X 16:1. Da ist E10 schon eher zu wenig. Und darauf laufen die Verbrenner ja hin, so lange es diese noch gibt. Und da ist es sicherlich mit Entscheidend so und so, Ethanol dazu zu nehmen. Der Anwender hat was davon, die Autobauer haben was davon.
Der Anteil der 8,5:1 Motoren ist ebenso gering wie damals als man Bleifrei eingeführt hat.
E5 gehört so gesehen gestrichen, wie es geplant war und eigentlich brauchen wir E20.
Denn selbst wenn der Verbrenner zu 2035 ausstirbt, werden viele noch 20-30 Jahre weiter betrieben und die können das auch und ziehen einen positiven Nutzen. E0 oder E5 hat in der Entwicklung keinen Wert mehr!
Nein, sie hätten es wohl gerne. Aber es gibt ja tatsächlich Länder die kein E10 haben. Wie will man das dann kommunizieren? Ich bin mir aber sicher, wenn die schon Beiblätter produzieren, dass es schon einen gewichtigen Grund hat nicht weniger als E10 zu tanken.
Letzte persönliche Frage:
Hat jemand Erfahrungen im VW Golf 7 / Golf 8 bei den (Serie) TSI Motoren gemacht?
Ob es Unterschiede macht ob man 95 oder 100 Oktan tankt - sowohl hinsichtlich Reichweite als auch Power/Durchzug?
Dies kann ich bejahen und dir versichern, dass es keome Unterschiede gibt. Das Ding läuft mit E10 ideal. Es ist darauf entwickelt.
Unser Golf 7 TSI war Fan von V-Power, sehr leiser Motorlauf, guter Durchzug und geringer Verbrauch. Mit E10 lief er ok, aber lauter, rauer. Der GTI verändert sich klanglich kaum mit E10, läuft recht sparsam damit. Probier die Sorten einfach jeweils 2-3x hintereinander aus und achte auf Laufverhalten, Verbrauch und Laufkultur.
Für halbwegs vergleichbare Verbräuche sollte man mehrere tausend Kilometer in der gleichen Jahreszeit zurücklegen.