Probefahrt 325d C220cdi
Schönen guten Tag zusammen,
da meine Erfahrungen mit dem BMW noch frisch sind - komme gerade von der Probefahrt zurück - schreibe ich euch mal einen kleinen Erfahrungsbericht.
Punkt 1: Kundenfreundlichkeit
Mercedes: Bei MB war es von Anfang an kein Problem, zu einer Probefahrt eingeladen zu werden. Leider konnte zum damals aktuellen Zeitpunkt kein adäquates Fahrzeug bereit gestellt werden, wir einigten uns also auf den Samstag darauf. Probezeit hier: 300 km / 1 ganzer Tag
BWM: Durch ein klein wenig organisatorisches Geschick und den Willen, mir eine Probefahrt zu ermöglichen, besorgte mir der Händler einen 325d mit allem pi-pa-po. Zeitaufwand hier 2 Stunden (Wartezeit auf rote Kennzeichen)
Probezeit hier: x km / 1,5 std.
Punkt 2: Materialanmutung / Bedienbarkeit innenraum
Mercedes: Die Materialien sind meiner Meinung nach eine absolute Zumutung. Am HUD lassen sich einige Plastikteile verformen und verbiegen wie bei einem Ü - Ei. Besser als beim BMW gefällt mir hier allerdings die Bedienbarkeit der Multifunktionstasten und der Blinkerhebel. Auch das Display im HUD ist sehr viel schöner anzusehen als das des Widersachers. Die Knöpfe der Klimaanlage und des Radios lassen keine Zweifel offen: Hier wurde gespart, dass sich die Balken... sorry.. Knöpfe biegen.
BMW: Die Sitze fand ich etwas zu klein. Die Sitzverstellbarkeit ist in weit größerem Rahmen gegeben als beim MB. Das Fach unter bzw in der Mittelarmlehne ist zwar ziemlich klein - aber gekühlt! Dicker Pluspunkt! Die Materialien wirken insgesamt hochwertiger als die im MB, dafür fühlte ich mich im BMW ein klein wenig eingeengt.. oder besser gesagt: Ich war nicht sofort "zuhause". Die Bedienbarkeit des i - Drive im BMW kommt nicht an die des Comands bei MB ran. Viel höherwertiger sind dessen Schalter auch nicht. Was mit beim BWM sehr gut gefallen hat war der Start/Stop - Knopf, das ist aber sicherlich eine Frage des Geschmackes.
Punkt 3: Das KFZ im Einsatz
Mercedes: Angenehm zu fahren, schön gefedert und dennoch sehr Agil. Die Sitzposition ist optimal und das Fahrzeug reagiert so, wie man es einfach erwartet - die Gedenksekunde beim gasgeben ist längst nicht so störend wie beim BMW. Das KFZ liegt ruhig auf der Straße und bietet für jede Situation genügend Reserven. Die manuelle Schaltung fand ich übrigens nicht gut.
BMW: Härter gefedert aber keineswegs unkomfortabel! Schlaglöcher / Randsteine dringen härter zum Fahrer durch, stören aber in keinster Weise. Im BWM ist es ein wenig lauter als im MB - das stört mich.
AGILITÄT wird hier großgeschrieben... aus gutem Grund! Wer lenkt, der lenkt - und zwar auf der Stelle. Extrem störend empfand ich den viel zu großen Drehzalhkeller. Der ist einfach nervig ohne Ende, das kann selbst mein C180 (W202) besser. Hat man den BMW dann über 2200 Touren drückt es einen gepflegt in den Sitz. Auch hier ist die manuelle Schaltung ein Komforthindernis.
Fazit: Meine Entscheidung wird wohl zu Gunsten der C - Klasse ausfallen. Bedienbarkeit und das "ich bin daheim - Feeling" möchte ich nie wieder missen. Allerdings wage ich wohl den sprung zum 320 cdi. Comand und Soundsystem sind für mich ein absolutes "must-have", denn das Standardsystem genügt meinen Ansprüchen nicht im Geringsten.
Gruß Benny - Ich hoffe, ihr könnt damit was anfangen!
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
da ich zur Zeit auf der Suche nach einem neuen Dienstwagen bin, kann ich Euch meine Erfahrungen von der Probefahrt mit einem C250 CDI (Automatik) und einem BMW 325d (Automatik) berichten.
Ich war schon sehr gespannt auf den C250 CDI mit seinen 500 Nm Drehmoment.
Vorher bin ich einen Tag lang den BMW 325d gefahren und war sofort begeistert von dem Motor und dem Gesamteindruck des Autos.
Der 6 Zylinder des BMW ist ein absolutes Sahnestück an Laufkultur und Kraft.
Der Innenraum ist absolut hochwertig und ergonomisch gestaltet.
Nun zum C250 CDI.
Ich habe das Auto in der AMG Ausstatung ein Wochenende lang gefahren und war doch sehr enttäuscht.
Der Motor ist brummig und hat rein subjektiv weniger Power als der auf dem Papier schwächere BMW.
Der Verbrauch ist aus meiner Sicht ebenfalls zu hoch bei "normaler" Fahrweise.
Der Mercedes verbraucht 1,5 Liter auf 100 km mehr als der BMW. 7,2 Liter bei Mercedes zu 5,7 Liter bei BMW.
Die Automatik hat nur 5 Stufen im Gegensatz zu 6 Stufen des BMW und ist aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß.
Der Innenraum ist qualitativ O.K., aber nicht so wie man es von einem 52.000 € Mercedes erwartet.
Der Komfort des Mercedes sollte ja zumindest überzeugen. Ist ja schließlich die Paraderolle des Sterns.
Der Komfort ist O.K., aber im Vergleich zum BMW ebenfalls nicht besser, sondern bestenfalls gleichauf.
Insgesamt hat mich der Mercedes überhaupt nicht begeistert, obwohl ich absolut neutral in den Vergleich gegangen bin.
Meine Entscheidung steht fest.
Es wird ein BMW aus Überzeugung!
Aber wie man es dreht und wendet.
Es bleibt eine Frage des eigenen Geschmacks.
Schönen Sonntag!!
37 Antworten
Zitat:
Bei VW habe ich mal von Gerüchten gelesen, dass die Software erkennt, wenn der Norm-Zyklus gefahren wird und entsprechend die Motorsteuerung anpasst. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber vorstell- und machbar ist das sicherlich.
Bei Bikes, hier spreche ich von Harley, wird in bestimmten Bereichen die Lautstärke eingeschränkt (Klappen im Abgastrakt), das entspricht, sicherlich rein zufällig 😉, den Prüfbedingungen zur Lautstärkenmessung im Fahrbetrieb.
Das mag sein. Hatte im Vorführer keine Becherhalter, aber Komfortelefonie.
Aber danke für den Hinweis mit dem Kleingeld. Ich habe mich schon gefragt was das Minifach für einen Sinn macht.
Wie gesagt das Fach unterm Lichtschalter kannte ich nicht.
Das Ändert nichts daran im GTI aktuell bekomme ich noch viel mehr unter.
Zitat:
Original geschrieben von HD-330i
Ich glaube, das ist unterschiedlich, je nach Ausstattungsvariante.Zitat:
Im Mercedes passt das ganze Zeug bequem in Mittelarmlehne und das Fach davor und da ist dann noch viel Luft.
Ich habe bei meinem 250CDI ein Getränkehalterfach vor der Mittelarmlehne, da kannst Du nichts vernünftig ablegen, außer Dosen oder Flaschen. Bedingt durch den Handyhalter ist das Fach unter der Mittelarmlehne zwar schön tief aber auch sehr schmall geworden, kein bequemer Zugang.
Wie gesagt, bei mir steckt das Handy in dem vorgesehenen Halter, die Ablage vor dem Schalthebel ist sowohl beim BMW als auch beim Mercedes eigentlich etwas für das Kleingeld für Parkautomaten oder Sonnenbrille.
Das ideale "Versteck" für diverse Schlüssel, Keyholder und gar ggf. Börse ist beim BMW unter dem Lichtdrehschalter zu finden. Der fehlt mir beim Benz. Finde die Ablagemöglichkeiten, ausstattungsbedingt, gar etwas eingeschränkter als beim Münchner.
Ne leider nicht, aber so kann man es selber machen
http://birkholz.de/klorolle/anleitung.htmWürde Automatik bestellen, aber die Becherhalter von MB kenne ich gar nicht. Ich dachte das wäre nur ein Einsatz für das Fach vor der Schaltung?!
Zitat:
Original geschrieben von HD-330i
Ich fand die Dinger (ausgefahren) auch immer seltsam, waren aber nicht unpraktisch. Bei der C Klasse stehen Dir die Getränke immer im Weg wenn Du Schalten mußt.Zitat:
Und die Becherhalter dürften die Designhimbeere des Jahrhunderts gewinnen
http://www.mannheim.de/.../klo220.jpg
Diese gefällt mir ganz gut. Hast du eine Bezugsquelle für?
Zitat:
Würde Automatik bestellen, aber die Becherhalter von MB kenne ich gar nicht. Ich dachte das wäre nur ein Einsatz für das Fach vor der Schaltung?!
Genau, wenn Du in diesem Fach den Getränkehaltereinsatz hast und tatsächlich mit Flaschen bestückst, bleibst dann immer mit der Hand dran hängen wenn Du schalten mußt. Erübrigt sich ja bei der Automatik.
Zitat:
Aber danke für den Hinweis mit dem Kleingeld. Ich habe mich schon gefragt was das Minifach für einen Sinn macht.
Möglicherweise bald unbrauchbar, wenn die Kommunen / Betreiber weiterhin so schnell ihre Parkgebühren erhöhen. Dann braucht man nun noch den Kreditkartenhalter🙁😉
Zitat:
Das Ändert nichts daran im GTI aktuell bekomme ich noch viel mehr unter.
Das war ein Modell aus der Vernunftautoserie. Jetzt probierst Du ja Premium 🙂 und das heißt ja nicht unbedingt vernünftig und praktisch.🙂
Hallo !
Am Anfang waren wir auch sehr enttäuscht von dem Verbrauch des 250CDI. Aber wir haben die Enttäuschung nach mehreren 1000KM überwunden, da der Verbrauch auch sank, von anfangs 7,5ltr auf knapp über 6. (ca. gleiche Fahrbedingungen)
Vllt haben andere die gleiche Erfahrung gemacht.
Gruß
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Senna 05/01/94
Da wäre interessant zu wissen wie genau die jeweiligen Verbrauchsanzeigen sind.Als Anhaltspunkt: www.spritmonitor.de/.../37-3er.html?...
Der 325d ist zwischen 5,67 und 9,14 bei Spritmonitor angegeben.
Der 250 CDI zwischen 5,51 und 7,13.Die 1,5 Liter Differenz erschliessen sich mir nicht.
P.S. Mein Verbrauchserfahrung mit dem 250 CDI (allerdings Schaltgetriebe) bisher über 6000km: 4,8 - 8,6l/100km. Ich sehe kein Problem an die Werksangabe heranzukommen.
da kann ich weiterhelfen, den 325D gibt es in zwei Varianten, der iene bis 2007 mit 2,5L Hubraum und danach mit 3L Hubraum. Der neuere braucht einiges weniger..... lustigerweise ist der 3L 330D noch sparsamer. Der wurde kürzlich von AMS auf einer Lenagstrecke von 100km getestet und kam bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h auf 6,5L/100km, aber in einem 7er 😰...
lg
Peter
Zitat:
Original geschrieben von pfirschau
da kann ich weiterhelfen, den 325D gibt es in zwei Varianten, der iene bis 2007 mit 2,5L Hubraum und danach mit 3L Hubraum. Der neuere braucht einiges weniger..... lustigerweise ist der 3L 330D noch sparsamer. Der wurde kürzlich von AMS auf einer Lenagstrecke von 100km getestet und kam bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h auf 6,5L/100km, aber in einem 7er 😰...Zitat:
Original geschrieben von Senna 05/01/94
Da wäre interessant zu wissen wie genau die jeweiligen Verbrauchsanzeigen sind.Als Anhaltspunkt: www.spritmonitor.de/.../37-3er.html?...
Der 325d ist zwischen 5,67 und 9,14 bei Spritmonitor angegeben.
Der 250 CDI zwischen 5,51 und 7,13.Die 1,5 Liter Differenz erschliessen sich mir nicht.
P.S. Mein Verbrauchserfahrung mit dem 250 CDI (allerdings Schaltgetriebe) bisher über 6000km: 4,8 - 8,6l/100km. Ich sehe kein Problem an die Werksangabe heranzukommen.
lg
Peter
sorry, blödes Notebook Keyboard..... das war natürlich eine Langstrecke von 1000 km Länge....
lg
Peter
Noch etwas zum Getränkehalter. Viele Fahrer, besonders ältere oder Kurzstreckenfahrer verzichten während der Fahrt auf Getränke im Wagen. Diese Leute benutzen das Fach dann für alle Kleinigkeiten des täglichen Lebens. Wenn der Getränke/Dosenhalter fehlt, dann kann man diese Halterung für 2 Dosen für 29 Euro nachrüsten. Es gibt auch einen schönen Edelstahlbecher mit Deckel, der perfekt reinpaßt und das Trinken sicher macht. Durch den Deckel kann nichts rausschwappen, wenn man mal plötzlich absetzen muß. Und der Becher hält noch kühl. Es gibt immer verschiedene Lösungen, die dann aber auch für alle Fahrer passen sollen. Das geht nicht. Fahrwerk ist dem einen im Mercedes zu soft, dem anderen im BMW zu hart. Man muß das Gesamtpaket sehen und mit den kleinen "Fehlern" leben.
Danke Eduard!
Ich denke Du triffst den Nagel auf den Kopf.
Bei mir im Auto herrscht seit eh und je Trink- und Essverbot, weil immer irgendwas auf den Sitz etc kommt und ich muß dann wieder sauber machen.
Ich vermisse die Getränkehalter gar nicht.
Ein schönes Lenkrad vermisse ich allerdings schon 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Eduard56
Noch etwas zum Getränkehalter. Viele Fahrer, besonders ältere oder Kurzstreckenfahrer verzichten während der Fahrt auf Getränke im Wagen. Diese Leute benutzen das Fach dann für alle Kleinigkeiten des täglichen Lebens. Wenn der Getränke/Dosenhalter fehlt, dann kann man diese Halterung für 2 Dosen für 29 Euro nachrüsten. Es gibt auch einen schönen Edelstahlbecher mit Deckel, der perfekt reinpaßt und das Trinken sicher macht. Durch den Deckel kann nichts rausschwappen, wenn man mal plötzlich absetzen muß. Und der Becher hält noch kühl. Es gibt immer verschiedene Lösungen, die dann aber auch für alle Fahrer passen sollen. Das geht nicht. Fahrwerk ist dem einen im Mercedes zu soft, dem anderen im BMW zu hart. Man muß das Gesamtpaket sehen und mit den kleinen "Fehlern" leben.