Ölverbrauch 2.0 Tfsi, Kulanzfrage?

Audi A3 8PA Sportback

Hallo,

ich besitze seit 11 Monaten einen Audi A3 Bj 2006. BWA Motor (200ps)

Seit knapp 2000 km verlangt mein Auto bei jeden voll Tanken 600ml öl und das bei einer Reichweite von 600km.

Gibt es irgendwie die möglichkeit etwas auf Kulanz vom Händler bzw Audi machen zu lassen?

Der Motor ist nicht Ölig oder spuckt blauen Rauch aus. Kühlwasser ist auch nicht verölt.

Ich fahre fast nur Kurzstrecke 15Km.

Ich habe mal gehört das die 2.0 TFSi Motoren aus dem A5 durch eine Werkstatt aktion verbessert worden.
(extremen Ölverbrauch, Kolbenringe usw getauscht)

Was würdet Ihr an meiner Stelle machen.

Gruß Micha

Beste Antwort im Thema

Ich fahre einen Gebrauchtwagen und habe keine Herstellergarantie mehr. Demnach trage ich alle Reparaturkosten selbst. Ergo fahre ich so, dass die Wahrscheinlichkeit für teure Ausfall- und Verschleißreparaturen möglichst gering bleibt.

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Das mit dem Kalt- und Warmfahren.

Ich stelle mal die These auf, dass es modernen Motoren wie unseren absolut nichts mehr ausmachen darf, wenn man sie vom Start weg bis zum Ziel normal fährt.

Mit normal meine ich z.B. Schalten bei ~3000u/min; 200km/h bei 4000u/min (macht man ja auch nicht Stundenlang..); Abstellen nach der Autobahn.

Edith hat bei solchem Umgang auch noch NIEMALS einen glühenden Turbo gesehen...

Ich fahre einen Gebrauchtwagen und habe keine Herstellergarantie mehr. Demnach trage ich alle Reparaturkosten selbst. Ergo fahre ich so, dass die Wahrscheinlichkeit für teure Ausfall- und Verschleißreparaturen möglichst gering bleibt.

Ok, nächste Behauptung: Durch deine "schonende" Fahrweise, grade nach dem Start, "verschleißt" der Motor sehr viel mehr weil er länger braucht um überhaupt auf Betriebstemperatur zu kommen.

🙂

Preisfrage für dich: welcher Weg ist wohl optimal?
- ab Start weg 7.000 upm und Vollgas, so wird der Motor schnellstmöglich warm
- im Leerlauf warmlaufen lassen, so ist der Verschleiß pro Zeiteinheit am geringsten
- oder Einsteigen, losfahren und nicht über mittlere Last und mittlere Drehzahl hinaus Belastung erzeugen, bis der Motor warm ist, ca. 2.000 - 2.500 upm beim Benziner

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Ich nehme die vierte Antwort: Einsteigen, losfahren, keine Gedanken machen, am fahren freuen

Zitat:

Original geschrieben von TomKtm



Zitat:

Original geschrieben von Micha18Tfsi


Hallo,

ich besitze seit 11 Monaten einen Audi A3 Bj 2006. BWA Motor (200ps)

Seit knapp 2000 km verlangt mein Auto bei jeden voll Tanken 600ml öl und das bei einer Reichweite von 600km.

Gibt es irgendwie die möglichkeit etwas auf Kulanz vom Händler bzw Audi machen zu lassen?

Der Motor ist nicht Ölig oder spuckt blauen Rauch aus. Kühlwasser ist auch nicht verölt.

Ich fahre fast nur Kurzstrecke 15Km.

Ich habe mal gehört das die 2.0 TFSi Motoren aus dem A5 durch eine Werkstatt aktion verbessert worden.
(extremen Ölverbrauch, Kolbenringe usw getauscht)

Was würdet Ihr an meiner Stelle machen.

Gruß Micha

Ganz ehrlich?Schnell wieder los werden das Auto

Ja und solche Autos werden gerne beim Händler in Zahlung gegeben. Privat hätte ich da ein schlechtes Gewissen, viele andere bestimmt auch.

Bj 2006 Kulanz ???? Nach Abwägung der eventuellen Kosten würde ich auch in Betracht ziehen
den Wagen in Zahlung zu geben und mit einem anderen mehr Glück zu haben.

Mein Senf zum Warmfahren. Auf keinen Fall im Leerlauf warmlaufen lassen. Das steht sogar im Handbuch. Richtig ist sofortiges, "normales" Losfahren. D.h. nicht mit durchdrehenden Reifen aber auch nicht kriechen. Jedenfalls, einfach im Handbuch nachlesen, wer keine Lust auf großartige theoretische Ausschweifungen hat.

Zum eigentlichen Thema Ölverbrauch:

Meiner verbraucht auch Öl und ich habe viel Zeit investiert, um mich diesbezüglich schlau zu machen. Als erstes sollte im Hinterkopf behalten, dass laut Audi bis zu 1l auf 1000km (!) normal seien. D.h. alles drunter und Audi wird nicht mit sich drüber reden lassen. Es ist natürlich unter aller Sau aber da kann man eben nichts machen. Anderes Öl? Ich habe da meine Zweifel...

Es bleiben aber die Fragen: Warum verbraucht der scheiß Motor überhaupt Öl? Und wo geht das hin, wenn weder welches im Kühlwasser zu finden ist (also kein Kopfschaden), noch blaue Rauchschwaden den Hintermann das Fürchten lehren (also kein bevorstehender Kapitalschaden durch defekte Kolbenringe)? Es gibt an der Stelle mehrere Hypothesen. Lang ist die Motorentheorie her, deswegen werde ich versuchen sie leihenhaft wiederzugeben.

1. Durch die hohen Temperaturen im Motorinneren verdampft ständig eine gewisse Menge Öl. Ein Teil davon gelangt durch die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt und wird so der Verbrennung beigefügt. Es ist nicht genug, um blauen Rauch zu erzeugen, aber genug, um die Menge des Öls im Motor schwinden zu lassen.

2. Wegen der extrem hohen Temperaturen an der Abgasseite des Turboladers und der enormen Drehzahlen wird die Welle hier mit größerem Spiel gelagert, um der Ausdehnung der Welle gerecht zu werden. Zur Schmierung der Lagerung wird das Motoröl verwendet. Nun wird bei solch hohen Temperaturen auch das Öl extrem dünnflüssig, sodass ein Teil davon durch die hohem Spiel behaftete Lagerung entweicht und mit den Abgasen, ebenfalls in Gasform, ausgeschieden wird. Auch hier wäre kein blauer Rauch wahrnehmbar.

3. Die meiner Meinung nach plausibelste Theorie stammt aus einem anderen Forum. Leider weiß ich nicht mehr woher. Der 2.0T FSI ist als Hochleistungsmaschine auf hohe thermische und mechanische Belastungen ausgelegt. Das bringt höhere Ausdehnungstoleranzen der Bauteile mit sich. Das bedeutet, dass die Kolben- und Ölabstreifringe so ausgelegt sind, dass sie auch unter Höchstlast sich nicht soweit ausdehnen können, als dass sie durch einen Schmierfilmabriss an den Zylinderwänden fressen könnten. Bei sparsamer Fahrweise und bei Kurzstreckenfahrten wird also nie das ausgelegte Maß der Ausdehnung erreicht. Dadurch gelangt immer etwas Öl in die Brennkammer. Das erscheint plausibel, zumal viele Berichte sich in dem Punkt einig sind, dass bei schnellen und langen Autobahnfahrten kaum Öl verbraucht wird. Wohingegen bei Kurzstreckenbetrieb wie etwa der täglichen Fahrt zur Arbeit ein ungewöhnlich hoher Ölverbrauch nachgewiesen werden kann.

Das sind also meine Erkenntnisse aus der Internetrecherche. Es sind und bleiben Hypothesen, weil keiner so richtig weiß, was es wirklich ist oder ob es nicht an der Summe der einzelnen Möglichkeit liegt. Man wähle diejenige für sich aus, mit der man am ruhigsten schlafen kann. Egal was davon zutreffen mag, so wirklich zeitgemäß oder beruhigend erscheint mir persönlich keine der genannten Erklärungen, zumal keine davon einen Lösungsansatz beinhaltet. Es bleibt also nur Karre loswerden oder damit leben.

Übrigens fahre ich seit kurzen das Auto zum Test mal nicht unterturig sparsam, sondern orgel auch mal ordentlich hoch, wenn er warm ist. Bis jetzt scheint der Ölverbrauch zurückgegangen zu sein, aber immernoch vorhanden. Für eine Schätzung bzw. Aussage über die verlorene Menge ist es aber noch zu früh.

Román Ende.

Wie schaut es denn mit den neueren Baujahren aus (BJ 2011 und 2012): Verbrauchen die jüngeren Motoren noch immer so viel Öl?

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