Neues Elektroauto

VW Golf 5 (1K1/2/3)

Es gibt keinen Technikbereich. Es hat auch nichts mit dem Golf zu tun, noch nicht.

Trotzdem, ist allemal lesenswert:

http://www.heise.de/.../6251

Grüße

Beste Antwort im Thema

 Ja, ein interessanter Artikel.

Wirklich Potential sehe ich für das Auto aber nur als Zweitwagen, als Spassauto.

Die geringe Reichweite und vor allem die noch extrem lange Nachladedauer macht das Auto als Erstfahrzeug recht ungeeignet.

Was macht man denn, wenn man 400 Kilometer weit reisen will?
Losfahren und nach 3 Stunden ein Hotel suchen und 16 Stunden warten bis man die Reise fortsetzen kann?
Es ist ja eher nicht davon auszugehen, dass man Zugriff auf einen Starkstromanschluss bekommt.

Ein Kollege hatte letzte Woche eine gute Idee, die Akkus für Auto müssten normiert und auswechselbar sein.
Wenn der Akku leer ist, einfach zur ( Akku- ) Tankstelle fahren, leeren Akku rausziehen und abgeben, neuen Akku in Auto stecken, fertig.
Dazu sind die Akkus derzeit noch zu groß, leider.

Weiterhin muss ich sagen, die Fahrleistungen sind zwar beeindruckend, aber das geht mitnichten alles auf die Effizienz und Drehmomentstärke des Elektromotors zurück.
Ich bestreite nicht, dass der E-Motor vor allem in der Beschleunigung einem Verbrennungsmotor überlegen ist.

Doch einerseits geht aus dem Bericht hervor, dass der Tesla die Akkus über der Hinterachse montiert hat, was beim Beschleunigen ein immenser Vorteil ist.

Ein Lotus Exige S mit 230 PS geht auch in etwas über vier Sekunden auf 100, und erreicht ein viel höhere Höchstgeschwindigkeit.

Stellt man einen Vergleich zwischen Tesla Roadster und Lotus Exige S an, beschleunigt der Tesla Roadster ersteinmal schneller, trotz des höheren Gewichtes.

Jedoch hat der Tesla einige Motorunspezifische Vorteile:

- höhere Leistung, diese Kompensiert das höhere Gewicht zu großen Teilen wieder

- ein Großteil des Gewichts direkt auf der Hinterachse, was immense Traktionsvorteile bringt

- keine Gänge, kein Zeitverlust durch Schaltvorgänge

Rechnet man diese Effekte raus, traue ich mich zu behaupten, der Beschleunigungsvorteil eines Elektromotors gegenüber einen gleich starken Verbrennungsmotor liegt weit unter einer halben Sekunde.

Jedoch, dass der Tesla auf 100 Kilometer mit dem energetischen Gegenwert von 1,74 Liter Super auskommt, ist einfach nur gigantisch.

Das ist für keinen Verbrennungsmotor je zu erreichen und meiner Meinung nach auch ein Schlag ins Gesicht aller Hersteller von Hybridfahrzeugen.

Solche Autos oder Wasserstofffahrzeuge wie der Honda FCX Clarity ( schon Serienreif, allerdings derzeit nur in Kalifornien zu haben und kann auch nur geleast werden ) sind die Fahrzeuge der Zukunft, und keine fahrspassbefreiten Hybridspielereien, die das Problem der endlichen fossilen Brennstoffe nicht lösen, sondern nur Verzögern und darüberhinaus in ihrer Herstellung derart energieaufwendig und schmutzig sind, dass, die Herstellung in die Umweltbilanz mit einbezogen, bei nahezu allen Hybridfahrern ein Landrover Discovery umweltverträglicher wäre.

Sowohl der Tesla als der Honda FCX haben nur noch das Problem der emissionsneutralen Gewinnung des Betriebsstoffes.

Der Lösungsansatz für die Wasserstofffahrzeuge ist schon gemacht, Honda hat schon einen "kleinen" Kasten vorgestellt, welcher zusammen mit dem Fahrzeug verkauft werden könnte.

Dieser Kasten wird im Vorgarten an die Wasser- und Stromversorgung anschlossen und produziert Wasserstoff, mit welchem dann das Fahrzeug betankt werden kann.

Nun ist es natürlich Blödsinn, ein emissionsfreies Auto zu haben, aber den Treibstoff mit massenweise Strom aus immens stinkenden Braunkohlekraftwerken zu gewinnen, weshalb meiner Meinung nach eine Möglichkeit gefunden werden muss, den Strom aus Solarzellen auf dem Dach des Hauses zu gewinnen.
Dann ist dieses Fahrzeug, außer in seiner Herstellung wirklich zu 100% emissionsfrei.

Der Lösungsansatz für Elektroautos könnte sein, an Tankstellen austauschbare, standardisierte Akkus zu entwickeln, welche mit Strom aus Solarzellenfeldern in den Wüsten der Erde geladen werden.
Ein zweiter Weg wäre ein Kombination mit der Wasserstofflösung, mit gewonnen Wasserstoff aus dem „Vorgartenkasten“ könnte auch ein Generator betrieben werden, welcher das Haus mit Strom versorgt und die Akkus des Elektrofahrzeugs lädt.

Dazu müsste das E-Auto nicht mal am Netz hängen, unter der Annahme dass es über austauschbare Akkus verfügt könnte im Keller des Wohnhauses eine Ladestation für 2 – 3 Reserveakkus installiert werden.

Als Fazit zum Tesla Roadster in seiner jetzigen Form würde ich sagen:

Gut, dass es ihn gibt, da demonstriert wird, dass es bereits heute möglich ist, ein serienreifes Elektroauto zu bauen und zu produzieren.
Ich bin zuversichtlich, dass diese Technologie in 10 oder 15 Jahren leistungsfähig und billig genug ist um auch „normale“ Fahrzeuge zufriedenstellend anzutreiben.

Hätte ich ausreichend Geld, ich würde mir heute einen Tesla kaufen.
Als Zweitwagen zu meinem Golf. Der Tesla wäre für mich optimal, um im Sommer die 10 Kilometer zu meinem Arbeitsplatz und zurück, abends zum Einkaufen oder zum schwimmen im See zu fahren, usw.
Aufladen kann ich ihn, wenn ich die weiteren Strecke am Wochenende mit dem konventionellen Fahrzeug fahre und habe dann Montags immer einen vollgeladenen, kleinen Spaßflitzer für die Stadt.

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Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von superschuette


Das blöde Problem bei Solarzellen ist jedoch, dass es immens viel Energie benötigt, um Diese herzustellen.

dies ist ein ziemlich hartnäckiges Gerücht. Hier gibs genauere Informationen:

http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.html

Danach werden pro 5.600kWh/kWp benötigt. In Deutschland erzeugt man ca. 850kWh/kWp, das währe also gute 7 Jahre. Bei Laufleistungen von 20 - 30 Jahren ist das also kein wirkliches Problem.

MFg MArcell

Zitat:

Original geschrieben von nukefree


Schon mal was davon gehört, dass das Drehmoment allein für die Beschleunigung eines Autos völlig irrelevant ist, sondern hier die Leistung zählt?

ich lach mich schlapp...

bsp.

Leistung 66KW
Drehoment 250Nm

oder doch lieber:

Leistung 90KW
Drehoment 200Nm

Leistung zählt!!! uhh uhh uhh

Hallo,

Zitat:

Original geschrieben von 0815-Driver


ich lach mich schlapp...

bsp.

Leistung 66KW
Drehoment 250Nm

oder doch lieber:

Leistung 90KW
Drehoment 200Nm

Leistung zählt!!! uhh uhh uhh

und was willst du uns damit jetzt sagen? Er hat doch recht. Ich sach schonmal Caravan 16V bescheid (morgen früh) 😉.

MFg Marcell

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