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Motor springt einfach nicht an

Opel Astra F
Themenstarteram 9. September 2017 um 19:54

Hallo Leute,

ich weiß langsam nicht weiter, der Motor unseren treuen Astra F will einfach nicht anspringen.

Wenn man ihn ohne Gas versucht zu starten, nudelt er nur und macht keinerlei Anstalten anzuspringen. Zündkerzen anschließend sind trocken.

Wenn man mit Gas versucht zu starten, hat man manchmal einen Hauch das Gefühl er wolle gleich kommen, aber das ist nur kurz und unter 1 Sekunden. Weitere Versuche bringen absolut nichts. Wenn man anschließend in das Gehäuse schaut wo die Drosselklappe sitzt und sie aufschiebt dann steht dort regelrecht der Sprit. Zündkerzen sind trotzdem trocken.

Was bisher geprüft/erneuert wurde:

- Batterie frisch geladen

- Anlasser scheint OK

- Zündspule durchgemessen, kein Masseschluss, Primärwicklung 0,4 Ohm, Sekundär ca. 5000 Ohm

- Zündkabel durchgemessen, Alle Kabel im Bereich zwischen 8000 und 4000 Ohm. Wobei seltsamerweise das zweitkürzeste Kabel so viel Widerstand hat wie das längste...

- Zündkerzen komplett ausgetauscht

- Verteilerkappe und Verteilerläufer ausgetauscht

- Benzinpumpe getestet durch Überbrückung am Relais. Nach ca. 30sek war über 1l Sprit im Kanister

Ich bin ratlos was ich jetzt noch machen/testen sollte.

Erste Probleme zeigten sich übrigens während der Fahrt (als er noch fuhr ;-) ), er zog plötzlich immer schlechter und machte heftige(!) Ruckler beim Gasgeben. (heftiger als damals, als Verteilerkappe kaputt war). Es waren schon regelrechte Schläge im Motor, statt Ruckler.

Ein spät Abends hinter uns fahrender Bekannter sagte, da kam einmal eine Stichflamme aus dem Auspuff.

Bin für alle Tipps dankbar!

Grüße,

N

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45 Antworten
Themenstarteram 17. September 2017 um 13:43

Ok, dieses Zündkabel durchgemessen: ca. 6100 Ohm. Im Etzold steht leider nicht, wie der Soll-Wert hierfür aussieht... ?

Zumindest optisch macht das Kabel aber nen guten Eindruck.

Themenstarteram 18. September 2017 um 19:11

Also ich hoffe mal das ist keine allzu dumme Frage: Bei dem Zündmodul ist so ein kleines Tütchen dabei mit einer weißen Masse drin (sieht aus wie Leim), wozu ist das gut? (siehe Bild)

...habe noch nie so ein Teil ausgetauscht...

Img-1734

Hallo

Das ist Wärmeleitpaste, kommt auf das Zündmodul und auf den Alukühlkörper

Weniger von dem Zeug ist mehr....bedeutet nicht einkleistern. Eine dünne Schicht genügt

Gruß Thomas

Themenstarteram 19. September 2017 um 23:33

Hallo!

Zündmodul gewechsel und ...unglaublich, der Motor sprang (nach einigem Genudel) an!

Allerdings so ganz rund scheint er nicht zu laufen. Ich musste anfangs ständig am Gas bleiben, damit der Motor nicht abstirbt. Irgendwann lief er dann im Leerlauf, aber das Losfahren gelang nicht recht: Ruckel-Aus.

Auch bei konstantem leichten Gasgeben im Stand waren diese unregelmäßigen Ruckler zu hören/spüren. Bin nicht sicher, ob das im Video so richtig rüber kommt:

https://youtu.be/vgK5g9-DDHg

Werde dann wohl nochmal Verteilerkappe und Co. checken...

Hallo

Huch, das hört sich aber wirklich sonderbar an, vor allem das Hintergrundgeräusch das man als Knistern deuten könnte, springt das irgendwo ein Zündfunke über? War ja dunkel auf deinem Video....hat man was sehen können. so eine Art Blitze im Motorraum auf dem Weg von der Spule zu den Kerzen.

Fehlt da ein Zylinder...zünden alle 4 Kerzen wenn sie ausgebaut u. auf Masse liegen?

Hat der Astra noch ein Masseband vom Motor zur Karosserie, ist das iO?

Wurde am Zündverteiler gedreht...Zündzeitpunkt?

Hast den eigenartigen Motorlauf auch wenn die Spritpumpe gebrückt ist?

......Auch bei konstantem leichten Gasgeben im Stand waren diese unregelmäßigen Ruckler zu.....

Ruckler deute ich persönlich immer als Zündungsprobleme. Du hast allerdings schon Spule, Kerzen, Z-Modul und Verteilerkappe samt Finger erneuert, es blieben noch die Zündkabel.

Gruß Thomas

Themenstarteram 20. September 2017 um 21:04

Hallo Thomas,

danke für deinen Beitrag, ich komme grad von draußen von einer Probefahrt.

Nein Funken usw. habe ich gestern nicht gesehen, aber hab jetzt nochmal die Verteilerkappe+Läufer gewechselt (die sah innen furchtbar aus, so ein weißes krümeliges Zeug und auch irgendwie was öliges).

Danach sprang er an, lief ruhig im Leerlauf (ohne Gasgeben), kein Knistern, kein Ruckeln.

Bin dann wie gesagt eine Runde gefahren und er zeigte wieder genau das Problem, das schon da war bevor er gar nicht mehr ansprang: Nach einigen Minuten ruhiger ruckelfreier Fahrt geht es einfach so wieder los. Er ruckt, zieht kaum noch, geht aus. Springt dann aber auch wieder an, dann kann man etwas weiterfahren ... wieder aus. Je länger man das macht, umso schlimmer. Eine zeitlang kann man ihn mit kostantem Gasgeben noch am Leben halten, aber irgendwann geht er selbst während dessen aus.

Dann springt er erstmal gar nicht mehr an. Nach ein paar Stunden abkühlen geht es dann wieder fast wie normal - wie gesagt, für einige Minuten, dann wieder das gleiche Spiel.

Habe eben mal Tank geöffnet, kein (Unter-)Druck.

Im Motorraum (bei abgestelltem Motor, nach der ganzen obigen Aktion) seltsames Geräusch gehört, irgendwann entdeckt wo es her kommt: Da entweicht Druck durch die Ventildeckeldichtung. Hatte den Deckel zuvor ja offen, vll. hab ich ne Schraube nicht richtig fest gezogen, aber ist das normal, dass das unter Druck steht? Öldeckel geöffnet, da kam ein seltsamer Dampf raus (aber kein Druck, nur so Nebel-artig..) ..vll auch normal? Habe nach ner Fahrt noch nie das Ding geöffnet...

Hilfe... ich weiß langsam nicht mehr was ich prüfen soll.

Das Auto gehört meiner Freundin, sie will es abmelden und verschrotten - ich will nicht wie ein Versager da stehen... bitte! ;-)

Hört sich für mich nach Bröckchen im Auspuff an. So es nicht wirklich aus dem Motorraum kommt. Auch das Verhalten bzgl ausgehen etc könnte in die Richtung deuten.

Einfach mal den Auspuff am Krümmer abmachen. Die 2 Schrauben mit den Federn. Wird dann zwar laut aber wenn er an bleibt und das geklapper weg ist weiß man die Richtung.

Hallo

.....Habe eben mal Tank geöffnet, kein (Unter-)Druck......

Das wäre die nächste Vermutung gewesen.

Hast den eigenartigen Motorlauf auch wenn die Spritpumpe gebrückt ist?

Auch wenn ich mich wiederhole, es ist schwierig einen Fehler einzugrenzen ohne passende Diagnose, und wieder komme ich auf das bereits erwähnte Oszilloskop. Mit zunehmender Erwärmung kommen die Probleme...hmm

 

PS:

Beim Polo meiner Tochter war es seinerzeit der Hallgeber im Verteiler, die Symptome waren ähnlich

EDIT: Spinnt da am Ende der Temperatursensor des MSG und geht auf fett ohne Ende, laufen seine Widerstandswerte aus dem Ruder?

Gruß Thomas

Der Verteiler de C14NZ ist in aller Regel unauffällig. Der des C16NZ ist der böse...

Zieh die Lambdasonde mal ab, sollte er wegen der warm Probleme machen, ist das dann weg aber die MKL geht an.

Das Geräusch würde mich aktuelle aber nervöser machen. So es aus dem Motor kommt, fällt da was rum das nicht rumfallen sollte...

Riesiger Druck ist nicht normal und wird normalerweise über die Entlüftung gen Drosselklappe gezogen. Kann also auch sein das der Schlauch verstopft ist bzw. das Gitter im Ventildeckel. Der weisse Qualm ist aber normal wenn man den Öldeckel warm aufmacht.

Themenstarteram 20. September 2017 um 22:36

Danke Mozartschwarz, für deine Beiträge.

Ja das Geräusch im Video war echt seltsam, aber nach dem Tausch der Verteilerkappe lief er ruhig und das Geräusch war weg - bis dann die oben geschilderten Probleme nach 5-10 Minuten Fahrt auftraten.

Zu WBMVW: Gebrückte Spritpumpe habe ich noch nicht ausprobiert, muss ich mal schauen, wie das geht.

Den Temperatursensor habe ich schon im kalten und warmem Zustand durchgemessen, die Widerstandswerte waren jeweils normal (gemäß der Tabelle im Etzold).

Der Tipp mit dem Hallgeber ist Interessant (auch ein Teil, das ich bisher nicht auf dem Schirm hatte)

Hab mal ein bisschen rumgesucht und diesen Beitrag gefunden https://www.motor-talk.de/forum/hallgeber-austauschen-t637145.html

Darin beschreibt einer ähnliches Problem und redet dann vom Hallgeber (und hat auch den C14NZ Motor). Ob es letztlich daran lag, geht leider aus dem Thread nicht hervor.

Hallo

OK...Tempfühler kann man also ausschließen. Man kommt der Sache näher

Du weist wie das geht mit der Spritpumpe ;)

.....- Benzinpumpe getestet durch Überbrückung am Relais. Nach ca. 30sek war über 1l Sprit im Kanister....

Deine Worte in deinem ersten Beitrag.

Besorg dir einfach einen guten, gebrauchten Verteiler...mit einem Multimeter lässt sich der Hallgeber nicht prüfen, zu langsam/träge. Es wird sehr wahrscheinlich, ich betone wahrscheinlich auf diesen hinauslaufen...Bauchgefühl :rolleyes:

Gruß Thomas

Ich darf mich an der Stelle mal selbst zitieren:

Du steckst den Zündschlüssel ins ZS und drehst in Stufe 1, die Spritpumpe wird ganz kurz angesteuert um Druck aufzubauen. Relais K58 hörst klacken u. die Pumpe summen. Nun wird gestartet....KW dreht die Nockenwelle, die NW dreht den Verteiler u. die Segmentscheibe des Hallgebers. Der Hallgeber liefert das wichtige Drehzahlsignal für das MSG.

Das Drehzahlsignal (Rechtecksignal des Hallgebers) kann man wunderbar prüfen siehe Link

 

https://www.youtube.com/watch?v=atlKdx_IHqA

Themenstarteram 20. September 2017 um 23:46

Zitat:

@WBMVW schrieb am 20. September 2017 um 22:51:44 Uhr:

 

Du weist wie das geht mit der Spritpumpe ;)

.....- Benzinpumpe getestet durch Überbrückung am Relais. Nach ca. 30sek war über 1l Sprit im Kanister....

Deine Worte in deinem ersten Beitrag.

Ja das habe ich tatsächlich geschrieben ;-) ...dachte nicht, dass das genau so gemeint war, wie ich es schon gemacht hatte. Wie ist da der Verdacht? Dass das Relais zwar schaltet, aber nach ein paar Minuten den Betrieb einstellt? Bin mir grad nicht sicher, wie ich das genau machen soll. Das Relais ab, dann überbrücken und dann starten? Läuft dann nicht in der Zwischenzeit schon der Motor voll Sprit?

Stichwort Hallgeber.. du sprichst vom Wechsel des ganzen Verteilers.. warum nicht einfach nur den Hallgeber wechseln..?

Das mit dem Oszilloskop klingt stimmig, ich will mir aber momentan sowas nicht anschaffen, daher bringt mir das leider nichts ;-)

Gruß

N

EDIT: War grad nochmal draußen weil mir das keine Ruhe lässt =) Stecker vom Hallgeber abgezogen und das "Innere" kam gleich hinterher (Pins mit Kabeln dran). Kontakte sehen komplett grün aus. Vielleicht ist es das wirklich. So dass evtl. bei Erwärmung/Ausdehnung irgendwann irgendwo kein Kontakt mehr ist.

Hallo

....Stichwort Hallgeber.. du sprichst vom Wechsel des ganzen Verteilers.. warum nicht einfach nur den Hallgeber wechseln..?.....

Ja sicher kannst auch nur den Hallgeber erneuern, Problem dürfte sein diesen zu bekommen. Auch hattest du geschrieben das die Verteilerkappe ölig war. Der Verteiler könnte undicht u. ausgeschlagen sein....darum die Empfehlung einen gut gebrauchten zu kaufen.

 

.....Nein Funken usw. habe ich gestern nicht gesehen, aber hab jetzt nochmal die Verteilerkappe+Läufer gewechselt (die sah innen furchtbar aus, so ein weißes krümeliges Zeug und auch irgendwie was öliges)......

Alte Relais machen gelegentlich die tollsten Dinge, seien es gebrochene Lötstellen, seien es verschlissene Lastkontakte die durch Spannungsabfall den Verbraucher in die Knie zwingen und lauter solch Zeugs. Der Motor wird dir keinesfalls voll Sprit laufen....das Einspritzventil hält dem Pumpendruck locker Stand. Auch im Fahrbetrieb wird es getaktet, ist teils geöffnet u. teils geschlossen und dicht.

....Wie ist da der Verdacht? Dass das Relais zwar schaltet, aber nach ein paar Minuten den Betrieb einstellt? Bin mir grad nicht sicher, wie ich das genau machen soll. Das Relais ab, dann überbrücken und dann starten? Läuft dann nicht in der Zwischenzeit schon der Motor voll Sprit?.....

Das spricht Bände will ich mal meinen

....Stecker vom Hallgeber abgezogen und das "Innere" kam gleich hinterher (Pins mit Kabeln dran). Kontakte sehen komplett grün aus.....

Gruß Thomas

EDIT:

kein sauberes Drehzahlsignal, keine Benzinpumpe u. kein Einspritzventil....ebenfalls kein Zündfunke

Themenstarteram 22. September 2017 um 20:07

Wahnsinn Leute, der Motor sprang vorhin problemlos an, ich bin mehrere Kilometer durch den Ort gefahren inkl. starker Steigungen und anschließend sogar noch bis in den übernächsten Nachbarort - kein Ruckeln, kein Motorabsterben, ruhiger Lauf, alles ganz normal!

Was habe ich gemacht: Habe ja gestern erzählt, dass mir die Pins des Hallgeber Anschlusses schon entgegen kamen, als ich den Stecker abzog - und sie waren komplett grün. Habe diese heute mit Schleifpapier behandelt und - wow - die Dinger sind ja aus KUPFER! ;-)

Also blank geschliffen und wieder zurück geschoben, Stecker drauf und ab dann war es ein sanfter ruhiger ruckelfreier Motorlauf. Wie gesagt bin ca. 30-40min durch die Gegend gefahren.

Somit kann man wohl Lambdasonde, Benzinpumpenrelais und Einspritzventil ausschließen, würd ich sagen.

Die Frage ist, ob man das jetzt so belassen sollte oder zur Sicherheit doch schonmal nach nem neuen Zündverteiler umsehen, weil man sich darauf jetzt nicht mehr verlassen kann?

Achso, auf jeden Fall schonmal Danke an alle Beteiligten hier im Forum! :-)

Hallo

Sehr schön, Freut mich das der gute, alte und sehr zuverlässige C14NZ wieder läuft wie er soll.....feine Maschine, ich mag das Ding, hatte zwei von der Sorte. Eine im Kadett, die andere im Astra F.

Das Drehzahlsignal ist das A und O des MSG, darum habe ich auch mehrmals darauf hingewiesen. Aber auch die anderen angesprochenen Bauteile beeinflussen den Motorlauf u. das starten des Motors.

Beobachte das Ölige in der Verteilerkappe, sollte es wieder auftreten ist der Verteiler undicht und gehört neu abgedichtet oder erneuert.

Gruß Thomas

PS:

Der Kadett E wurde mi 296 000 km verschrottet, nicht wegen der Maschine, die lief wunderbar u. war noch die erste. Der Kadett war eine Rostbeule ohne Ende, einfach wiederlich

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