Mopf-Test (Achtung subjektiv)
Mitte der Woche war es soweit: Dienstreise (1.100km) im gemopften Avantgarde 250CDI T-Modell.
Das Beste zuerst. Der Motor ist Klasse. Tolles Drehmoment, dabei selbst von einem Bleifluss wie mir kaum zum Saufen zu verführen. Viel mehr als 7l/100km habe ich nicht hingekriegt. Ich habe versagt 😉
Gewundert habe ich mich über die Windgeräusche. Da die gleichen Spiegel wie in meinem W204 verbaut sind, muss das wohl ein Kombiproblem sein. Fakt ist: Viel zu heftig - ein dickes Minus.
Sitze: Es waren das Artico Teil(kunst)leder Modell. Optisch dicht an meinen Sportsitzen, faktisch aber Sessel für Breitärsche ohne besonderen Seitenhalt. Weniger langstreckentauglich als meine. Der Hintern tat deutlich eher weh als gewohnt.
Lenkung: Serie. Furchtbar, wenn man die Parametervariante gewohnt ist. So ist sie in der Stadt zu schwergängig, bei hoher Geschwindigkeit unangenehm.
Fahrwerk: Standard verbaut. Wirkt die E/S Taste überhaupt auf die Dämpfer? Ich habe keinen Unterschied bemerkt. Für meinen Geschmack viel zu weich. Rentnergerecht.
Automatik: Ist OK, für mich aber nur in 'S'-Position interessant. Wenig Fehler im Sinne von Schaltgeschwindigkeit und passender Fahrstufenwahl.
Navi: Becker Mappilot. Unmögliche Ergonomie. Statt dessen optisches Bling Bling. Auflösung nur wenig besser als das Navi20. Einziger Vorteil zum Vorgänger ist die Lautstärkeabsenkung bei Ansagen. Darstellung im KI identisch, war ja auch vorher schon gut. Teile der französischen A35 fehlten im Kartenmaterial, aber das ist ein generelles und kein modellspezifische Problem. Unter dem Strich: Lieber das Delta zum Comand investieren. Bediengeschwindigkeit und Handhabung sind beim Becker grauslich.
Audio: Kein HK verbaut. Geht, wie vorher auch schon, in Ordnung. Für den normalen Musikhörer völlig ausreichend. HK legt eben, für etwas mehr Geld, noch ein Schüppchen drauf.
Thermatic: Funktioniert, auch mit dem größeren Volumen des Kombis, fehlerfrei.
Lenkrad: Leder besser als im Vor-Mopf. Deutliche Verschlechterung bei den Tasten. Die runde Anordnung zuvor war intuitiver und haptisch um Welten besser. Warum wird Gutes einer sinnlosen optischen Änderung geopfert? Die Verlagerung der Einzeltasten von unten nach oben ist ergonomischer Blödsinn. Optisch ist das Lenkrad ein Brechmittel für mich. Das Airbag-Geschwür und das Plastik-Aluminium der unteren Speiche gehen gar nicht.
Regler (Lautstärke, Klima, Multifunktionknopf): Schlecht - viel zu glatt, daher rutschig und nicht mehr so bediensicher, wie sie vorher waren.
Avantgarde Schildchen über dem Ascher: Wäre schon grenzwertig gewesen, hätte MB hier ein hübsches verwendet. So ist es nur ein überflüssiger, optischer Tiefpunkt.
Optische Neugestaltung Mittelkonsole: Es bleibt dabei -> Opelhaft, grottig, peinlich und eigentlich nur von Geschmacksverirrten zu ertragen. Wie kann man nur so zielsicher in die Scheisse greifen? Luftdüsen: NoGo. Hochglanzrechteck um den Lautstärkeregler: Passt nicht, sieht billig aus. Schaltereinheit für Sitzheizung, etc.: Passt optisch nicht zum Rest. Funktions- und Zahlentasten: Ideenlose, nicht in den Kontext passende, schlechte Lösung. Verschlimmbessert. Optische Brüche noch und nöcher.
Innenraum Materialen: Das aufgeschäumte Plastik am Armaturenbrett ist ein wenig glatter geworden. Macht die Reinigung bestimmt etwas einfacher. Gut. Davon ab ist mir nichts aufgefallen.
KI 'eye candy': Keine Änderung des Informationsgehalts. Nicht mein Geschmack. Nüchterner (also vorher) fand ich es besser.
SS-Funktion: Nervt. Abgeschaltet.
iPod Integration im Staufach des Kardantunnels: Sehr gute Lösung, warum nicht schon vorher so?
Türgriffe innen: Waren mal ergonomisch geformt, jetzt nur noch glattes Plastik. Schade.
Zusammen mit den tuntig ausgeschnittenen, neuen Scheinwerfern (die neuen Halogen SW sind übrigens klar schlechter als ihre Vorgänger) kommt das Facelift für mich nicht in Frage. Ich warte lieber auf das neue Modell. In der Hoffnung, dass MB diesmal nicht Azubis die Arbeit von Designern machen lässt.
Grüssle.
Beste Antwort im Thema
Wenn man die einzelenen Punkte des Threaderstellers analysiert, kann man sie doch in 2 Kategorien einteilen.
1. Negative Bewertung weil einfachere/andere Ausstattungsavariante als "seiner"
(z.B.: Sitze, Lenkung, Fahrwerk, Windgeräusche wg. Kombi, Audio)
2. Negative Bewertung weil "Neuer" als bei seinem alten
(z.B.: Lenkrad, Armaturenbrett, Luftdüsen, Schalter, Materialien, Farbiges KI !!, StartStopp, Scheinwerfer)
Er lässt also nicht ein gutes Haar an den Veränderungen, die sowohl von der Fachpresse als auch von den meisten Lesern hier im Forum begeisternd aufgenommen wurden. Selbst bei Bauteilen an denen es selbst subjektiv nicht negatives auszusetzen gibt, mäkelt er hemmungslos dran rum.
Mein Fazit: Ein absolut überflüssiger Beitrag eines Pre-Mopf Fahrers der versucht sich sein Auto besser zu reden.
Üblicherweise ändert sich die Einstellung solcher Schreiber meist um 180 Grad, wenn sie selbst aufs neuere Modell wechseln.
41 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von lulesi
Deine subjektiven Empfindungen sind Dir umbenommen, jedoch das Aluminium im Lenkrad ist echtes massives Aluminium. Im Gegensatz zum Vormopf auch an der Klimaanlage und den Schaltern.Zitat:
Original geschrieben von bk.968
Mitte der Woche war es soweit: Dienstreise (1.100km) im gemopften Avantgarde 250CDI T-Modell.
......
Optisch ist das Lenkrad ein Brechmittel für mich. Das Airbag-Geschwür und das Plastik-Aluminium der unteren Speiche gehen gar nicht.
Bei mir ist es ebenfalls Kunstoff/ Plastik... schon enttäuschend
Einige der Eindrücke sind aus meiner Sicht auch "menschlich".
Wenn man bestimmte Dinge gewohnt ist, dann ist eine Veränderung erst einmal ein negativer Eindruck.
Siehe Lenkung, Lenkradtasten etc. Dinge, die unterbewusst geschehen klappen plötzlich nicht, oder man muss sich darauf konzentrieren.
Hier fände ich eine Einschätzung "anders" glücklicher in der Wahl.
Viele Dinge lassen sich auch mit Blick auf sein aktuelles KfZ erklären. Wer AMG Sportpaket fährt, ja, dem dürfte das Normalfahrwerk zu weich sein. Wer Sportsitze gewohnt ist, ja, der dürfte erst mal die Normalsitze für Sofas halten. Glaube vielen wäre es umgekehrt ähnlich gegangen. AMG zu hart, Sportsitze zu unbequem, Breitreifen zu laut, 180K zu lahm, und und und.
Ansonsten ist es, wie ja vom TE beschrieben, ein subjektiver Eindruck. Kommt zwar alles extrem negativ rüber und vieles kann ich erst mal nicht nachvollziehen aber ich bin ich und er ist er.
Ich hoffe der TE muss sich sein Auto nicht "schönreden". Zumindest sagt er es.
Zitat:
Original geschrieben von J.M.G.
Ich kenne das Becker und habe den direkten Vergleich zum Comand NGT 1 und 2.5 im 211 sowie zum Comand im 212. Der Vergleich zu Opel sei ebenfalls gestattet, habe ich doch sowohl NCDC 2015 (Kartenmaterial und Prozessor baugleich BMW MKIII) als auch das CD70 / DVD90 lange gefahren.Das Becker ist wirklich saulangsam und wenig intuitiv zu bedienen.
... das bezweifele ich eben 😉
Was ist "saulangsam"? Die Routenberechnung ..., die Neuberechnung beim Verlassen der Route?? Da sind die Unterschiede marginal.
Die Bedienung des Beckers geht mindestens genauso einfach, wie beim Comand.
Wir haben mittlerweile auch beide Geräte im Fuhrpark. Becker ganz klare Empfehlung für Privat- und Gelegenheitsnutzer. Preis-Leistung (Aktionspreis Comand ausgenommen) deutliche besser.
lg
Es steht Dir frei das zu bezweifeln. Mit Saulangsam meinte ich übrigens die Bedienung - wenn man irgendetwas anklickt dauert das gefühlte Ewigkeiten. Kein Vergleich zu aktuellen DVD- oder gar Festplattennavis. Was mal gar nicht geht ist auch die Fahrzeugpositionsbestimmung. Fahr mal in eine Innenstadt mit hohen Häuserschluchten und folge nicht dem Straßenverlauf (zB wegen einer Baustelle) oder der Routenführung (fahr mal geradeaus statt rechts wie befohlen abzubiegen). Das Ding hat massive Probleme sich zu positionieren - Dinge die ich weder von den 11 Jahre alten Opel-Navis noch den 9 Jahre alten Mercedes-Navis kenne.
Kurzum: Um an's Ziel zu kommen reicht das Becker aus. Um damit zu arbeiten? Never.
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Sellman
... das bezweifele ich eben 😉Zitat:
Original geschrieben von J.M.G.
Ich kenne das Becker und habe den direkten Vergleich zum Comand NGT 1 und 2.5 im 211 sowie zum Comand im 212. Der Vergleich zu Opel sei ebenfalls gestattet, habe ich doch sowohl NCDC 2015 (Kartenmaterial und Prozessor baugleich BMW MKIII) als auch das CD70 / DVD90 lange gefahren.Das Becker ist wirklich saulangsam und wenig intuitiv zu bedienen.
Was ist "saulangsam"? Die Routenberechnung ..., die Neuberechnung beim Verlassen der Route?? Da sind die Unterschiede marginal.
Die Bedienung des Beckers geht mindestens genauso einfach, wie beim Comand.
Wir haben mittlerweile auch beide Geräte im Fuhrpark. Becker ganz klare Empfehlung für Privat- und Gelegenheitsnutzer. Preis-Leistung (Aktionspreis Comand ausgenommen) deutliche besser.
lg
Bin mit Becker auch zufrieden.
Ich bin auch nur Gelegenheitsnutzer und bin mit dem Becker sehr zufrieden und bewege mich am Wochenende meistens durch Hamburg und derer Häuserschluchten und hatte noch nie ein Problem. Die paar Sekunden bis zum errechnen der Route habe ich allemal, da kein Hektiker. Ein Command kam darum auch nicht in Frage, keinesfalls will ich es schlecht reden, durch die Probefahrt kenne ich es. Hatte dann doch lieber in ILS investiert.
Wenn ich an mein früheres Falk an dem Saugnapf denke, ist das Becker doch um Welten besser. Es gibt immer etwas Besseres und vielleicht muss man nicht alles schlecht reden, nur weil man etwas besseres hat.
Schönen Tag
Vielleicht ist es ja schneller nachdem ich das empfohlene Update durchgeführt habe, jedenfalls bringt mich mein Becker immer ohne Probleme ans Ziel. Ich weiß nicht wo der Unterscheid zwischen beruflicher und privater Navigation liegt 🙄 Vielleicht will der Schreiber auch nur sagen, dass er einen Jop hat, gratuliere.
Ich bin pro Woche ca. 3 bis 4 mal beim Kunden irgendwo im Nirgendwo und quatsche bei Ausfahrt aus der TG das Ziel ins Navi, 200m weiter fängt er an zu lotsen ... und komme immer entspannt an. Egal ob Stadt, Land, Umleitung, Baustelle, Sperrung. Zugegeben mir fehlt der Vergleich zum aktuellen Command, aber mir fällt nichts ein was das Navi noch können müsste. Klar gibt es optisch schönere, verspielte oder funktionsreichere, aber seine primäre Aufgabe meistert das Becker akzeptabel für einen Bruchteil des Preises.
Zitat:
Original geschrieben von BJ.Simon
Vielleicht ist es ja schneller nachdem ich das empfohlene Update durchgeführt habe, jedenfalls bringt mich mein Becker immer ohne Probleme ans Ziel. Ich weiß nicht wo der Unterscheid zwischen beruflicher und privater Navigation liegt 🙄 Vielleicht will der Schreiber auch nur sagen, dass er einen Jop hat, gratuliere.
Ich bin pro Woche ca. 3 bis 4 mal beim Kunden irgendwo im Nirgendwo und quatsche bei Ausfahrt aus der TG das Ziel ins Navi, 200m weiter fängt er an zu lotsen ... und komme immer entspannt an. Egal ob Stadt, Land, Umleitung, Baustelle, Sperrung. Zugegeben mir fehlt der Vergleich zum aktuellen Command, aber mir fällt nichts ein was das Navi noch können müsste. Klar gibt es optisch schönere, verspielte oder funktionsreichere, aber seine primäre Aufgabe meistert das Becker akzeptabel für einen Bruchteil des Preises.
Da stimme ich dir 100% zu, auch während der Fahrt macht es selbst beim Aufsprechen seine Arbeit recht gut und bestimmt nicht zu langsam.
Für den Preis kann ich mich keinesfalls beklagen. Für Leute, die nicht 5-10 Sek. warten können, gibt es sicherlich auch etwas anderes.
Schönen Tag noch
Zitat:
Original geschrieben von J.M.G.
Kurzum: Um an's Ziel zu kommen reicht das Becker aus.
Dann hat das Navi ja seinen Zweck erfüllt 🙂😛
C250 CDI T-Modell mit 7G , "selbst mit Bleifuss max. 7 Liter.... Und die Automatik im S-Modus.....
Ja klar, und der Papst tanzt Tango.
Ich frage mich ehrlich gsagt auch, wenn du die neue C-Klasse Innen so häßlich findest, wieso du dir einen geholt hasst ?
Übrigens, ich finde Opel Cockpits nicht immer häßlich :-)
Naja, man muss das nicht so eng sehen. Geht man von einer langen Fahrt aus, so ist bei heutigen Verkehrsverhältnissen oft Mitschwimmen oder Begrenzung angesagt. Das reicht, sofern kein Stau ist, aus den Gesamtverbrauch niedrig zu halten, ob man nun dazwischen die paar Mal mit Bleifuß beschleunig oder nicht macht das Kraut nicht fett.
Die ganzen Geschmacksaussagen darf man nicht beurteilen, das ist total subjektiv.
Anderes verwundert nicht, denn es ist unbestritten, dass eine Limosine leiser ist als ein Kombi, meist handlicher fährt und natürlich auch weniger verbraucht.
Zitat:
Original geschrieben von mattberlin
ob man nun dazwischen die paar Mal mit Bleifuß beschleunig oder nicht macht das Kraut nicht fett.
Naja...diese Aussage stimmt aber nur für die Fahrer von schwachen Fahrzeugen. Fahre ich mit einer C-Klasse 160 km/h, brauche ich in etwa 75PS (so pi mal Daumen). Bei einem 150PS-Fahrzeug könnte ich also meinen Verbrauch maximal verdoppeln im Vergleich zur Konstantfahrt mit 160. In einem 225PS-Fahrzeug schon verdreifachen, in einem 300PSer vervierfachen und in einem 380PSer verfünffachen. Deshalb sieht man zB beim E 500 5.5 sofort jeden Zwischensprint an der Verbrauchsanzeige (selbst wenn man 700km mit 8 l/100km dahingerollt ist - ein Kickdown und man sieht die Anzeige klettern!).