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Merkwürdiges Anlasserproblem

BMW 3er E90
Themenstarteram 14. November 2020 um 14:27

Vor ein paar Wochen hörte ich nach dem Anlassen ein "kreischendes" Nachlaufgeräusch, ganz so, als würde ein Lager schwingen/resonieren. Bin dann zur Werkstatt gefahren, um das Problem zu demonstrieren, aber es trat nicht mehr auf.

Zeitsprung:

Habe aufgrund von Fehlzündungen Zündspulen getauscht und in meiner Werkstatt gestern die Zündkerzen wechseln lassen, nebst Batterie, weil die nur noch 38% zeigte. Heute morgen um halb 6 zerrt mich meine Frau aus dem Bett, weil der Wagen nicht anspringen würde.

Ich also zum Wagen und wollte ihn starten.

Man hört ein Relais oder einen Magnetschalter klacken (Innenraum), danach ein Säuseln, als wenn in einer Leitung Druck aufgebaut wird und es gehen alle Lichter aus, als wäre die Batterie komplett leer, aber der Anlasser bewegt sich keinen Millimeter.

Der Werkstattmeister kam dann auch am Vormittag und meinte, ggf. Batterie defekt. Neue Batterie eingesetzt, gleiches Problem. Beim Drücken des Startknopfes gibt es ein Klack, das Säuseln oder Rauschen und die Bordspannung scheint komplett zusammenzubrechen.

Ich habe jedoch den Anlasser im Verdacht. Wäre dieses merkwürdige Verhalten ein Indiz dafür?

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24 Antworten

Das kreischende Geräusch war der Anlasser, der nicht ausgespurt hat. Vermutlich ist er jetzt ganz kaputt.

Anlasser ist bei den N52 jetzt nix großartig ungewöhnliches. Da du es scheinst nicht selbst machst: Lass dich nicht abzocken, ist bei dem Motor schnell gemacht.

Themenstarteram 14. November 2020 um 19:03

Kann also sein, dass der sogar eine neue Batterie in die Knie zwingt? Für mich wäre das auch das Nächstliegendste. Komisch nur, dass der jetzt wochenlang eben keine Geräusche gemacht hat und nie Startprobleme hatte. Dann, plötzlich, kaputt.

Muss beim N52B25 dafür nicht die Ansaugbrücke runter?

Zitat:

@alexb schrieb am 14. November 2020 um 18:04:18 Uhr:

Das kreischende Geräusch war der Anlasser, der nicht ausgespurt hat. Vermutlich ist er jetzt ganz kaputt.

Ich denke nicht, dass er jetzt ganz kaputt ist.

Obwohl die Werkstatt den bestimmt komplett tauschen will. Was auch nicht unbedingt falsch ist. Geht eben schneller als Ausbauen, Fehlersuche, Ersatzteil(e) bestellen, Reparatur und wieder einbauen.

Das klacken war vermutlich das Relais des Starters.

Dieses Relais gibt den Strom auf den Startermotor und drückt das Ritzel gegen den Zahnkranz.

Bis hierhin scheint es zu funktionieren.

Der Startermotor bekommt offensichtlich noch Strom, deswegen bricht die Spannung ein.

Ob er genug Strom bekommt oder nicht ist erst mal unklar. Aber wenn die Batterie i.o. ist und die Spannung trotzdem einbricht, dann müsste der Startermotor auch genug Strom bekommen und auch ziehen.

Hast du mal einen Startvorgang mittels Starthilfekabel gemacht mit Hilfe eines intakten Fahrzeuges? Wenn sich da die selben Symptome zeigen würde ich die Batterie ausschließen und den Fehler eher in Richtung Verkabellung der Hauptplus oder Anlasserstromleitung suchen.

Themenstarteram 14. November 2020 um 21:13

Leider nicht. Hat sich in der Aufregung nicht ergeben. Aber die Batterie an sich kann ich ausschließen. Eventuell haben die beim Batterietausch etwas falsch gemacht.

Zitat:

@E90N52B25 schrieb am 14. November 2020 um 19:03:41 Uhr:

Muss beim N52B25 dafür nicht die Ansaugbrücke runter?

Jein. Es reicht, sie zu lösen und etwas zur Seite zu legen. Dann kannst du den Kabelkaum und Drosselklappe dranlassen und dazwischen den Anlasser ausbauen.

Themenstarteram 16. November 2020 um 19:29

Es ist definitiv der Anlasser gewesen. Werkstatt will über 500€. Alleine das Ersatzteil soll über 300€ im Austausch kosten. Mein Vorschlag, einen Bosch Anlasser im Netz für 153€ zu nehmen, wurde mit dem Argument verweigert, dass im Netz nur B-Ware und Ausschussware verkauft wird und man bei dem Aufwand keine Experimente machen sollte.

Man sagte mir, dass die Firmen x% Ausschuß produzieren, also Ware, die nicht 100%ig den Spezifikationen oder der geforderten Qualität entsprechen. Das Zeugs wird palettenweise von den Internethändlern aufgekauft. Geht dann so ein Anlasser dann nach 50.000 km kaputt, stünden die Werkstätten doof da.

Irgendwie kann ich das nicht so ganz nachvollziehen, denn die Hersteller stünden ziemlich doof da, wenn das herauskäme. Ich glaube, es geht hier um einen saftigen Ersatzteileaufschlag.

500€ sind fair.

Mein Anlasser hat in Netz 200€ gekostet. Einbau auch locker 2h. Also ca 350€ Anlasser und 2x75€ Einbau ist ok.

Zitat:

@E90N52B25 schrieb am 16. November 2020 um 19:29:07 Uhr:

Es ist definitiv der Anlasser gewesen. Werkstatt will über 500€. Alleine das Ersatzteil soll über 300€ im Austausch kosten. Mein Vorschlag, einen Bosch Anlasser im Netz für 153€ zu nehmen, wurde mit dem Argument verweigert, dass im Netz nur B-Ware und Ausschussware verkauft wird und man bei dem Aufwand keine Experimente machen sollte.

Man sagte mir, dass die Firmen x% Ausschuß produzieren, also Ware, die nicht 100%ig den Spezifikationen oder der geforderten Qualität entsprechen. Das Zeugs wird palettenweise von den Internethändlern aufgekauft. Geht dann so ein Anlasser dann nach 50.000 km kaputt, stünden die Werkstätten doof da.

Irgendwie kann ich das nicht so ganz nachvollziehen, denn die Hersteller stünden ziemlich doof da, wenn das herauskäme. Ich glaube, es geht hier um einen saftigen Ersatzteileaufschlag.

Auch der Internethändler muss dir 2 Jahre Garantie geben. Deine Werkstatt möchte nur die Marge sichern. Man sollte aber auf einen in Deutschland ansässigen Händler achten. Wenn der Ausschuss bei einem Zulieferer im % Bereich liegen würde gäbe es den nicht mehr lange. Ausschussquoten werden in der Automobilindustrie in ppm gemessen. Der Wert liegt in der Regel nicht über 100. Von der beschriebenen B-Ware wird es daher gar nicht soviel geben.

Themenstarteram 21. November 2020 um 19:29

Bezahlt habe ich letztlich 600€ und ein paar Zerquetschte. Aber darin enthalten war auch ein beheizter Schlauch von der KGE. Der neue Anlasser dreht so schnell und kernig durch, dass ich erstaunt bin! Der dreht gehört mit der dreifachen U/min, ohne dass das Licht dunkler wird.

Man wollte zuerst das Getriebe absenken, hat dann aber erkannt, dass man die Ansaugbrücke doch lösen muss. Berechnet wurden 2,5 Arbeitsstunden, was ich mehr als fair finde.

Allerdings hat sich auch das Fahrverhalten geändert und zwar in dem Sinne, dass der Wagen im Drehzahlkeller nicht mehr so giftig heraus kommt. Das wurde aber immer besser, daher dürfte das vermutlich an den geänderten Adaptionswerte druch den neuen Schlauch liegen, die sich nun wieder einpendeln müssen. KGE ist aber ansonsten in Ordnung gewesen.

Damit waren bislang fällig:

1. Wasserpumpe

2. Stoßdämpfer

3. Kühler

4. Batterie

5. Anlasser

6.Lichtmaschine

Laufleistung 197000 km. Kann man eigentlich nicht wirklich meckern, auch wenn jetzt alles hintereinander kam und dann echt ins Geld ging.

Und dann bekam ich noch dringend den Rat, an dem Wagen festzuhalten und keinesfalls ein Nachfolgemodell zu kaufen, weil die Reparatur bei denen wohl noch deutlich aufwendiger sind und die Fahrzeuge qualitativ immer mehr abgebaut haben. Die F-Reihe, meine er, ist praktisch so konstruiert, dass man die nach 5 Jahren besser in den Export gibt.

Was kommt als nächstes? Ich denke Radlager, Bremsscheiben, Kupplung und Vanos, LMM....*bibber*

Mit Vanos, Valvetronic und elektrischer Wasserpumpe hat der Motor schon noch ein paar Trümpfe gegen dich in der Hand ;)

Aber so ist das nun mal... Pflegen, genau hinhören und regelmäßig Fehlerspeicher checken und dann kann man nur hoffen.

Moin,

das der Anlasser defekt ist, sagte schon dein Anfangs beschriebene Geräusch. Und das es eine Werkstatt nicht erkannt hat? Oh, wie schwach! Aber dann eine neue Batterie anzudrehen, ganz arm. Das nennt sich Werkstattmeister:confused::confused:

Früher (80.Jahre) hatte ich immer einen Hammer dabei gehabt, und auf den Anlasser gekloppt, damit sich die Magneten wieder lösen, und der Anlasser nicht mehr mitläuft. Aber da war auch der Motorraum nicht so verbaut, um man konnte sich über Monate ohne neuen Anlasser rüber retten.:)

Zitat:

@allesgeht schrieb am 22. November 2020 um 13:06:29 Uhr:

Früher (80.Jahre) hatte ich immer einen Hammer dabei gehabt, und auf den Anlasser gekloppt, damit sich die Magneten wieder lösen, und der Anlasser nicht mehr mitläuft. Aber da war auch der Motorraum nicht so verbaut, um man konnte sich über Monate ohne neuen Anlasser rüber retten.:)

Wenn ich das lese, kommt mir die Galle hoch. Was soll das bringen, einen Anlasser, der nicht richtig ausspurt, über Monate zu retten? Einen neuen braucht man doch eh. Es besteht zudem die Gefahr, dass man sich dabei noch das ZMS kaputt macht. Und dann wird es richtig teuer. Zur Not, um noch heimzukommen, kann man das mal machen, aber dann so schnell wie möglich Anlasser tauschen.

Und es sind nicht die Magneten, die nicht loslassen, sondern aufgrund von Verschmutzung (Kupplungsabrieb) läuft das Ritzel nicht mehr leichtgängig auf der Welle und bleibt beim Ausspuren hängen.

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