Mercedes W211 SBC-Bremse

Mercedes E-Klasse W211

Hallo wollte mal frafen on sich jemand auskennt mit SBC. Ich habe eine E500 Bj.2002 mit 16000km und wollte wissen ob Mercedes es erstetzt auf kulanz oder was des ca kostet. ich fahre das auto jetzt 8 monate oder kann man des mit der Gebrauchtwagen garantie machen lassen.

🙂

Beste Antwort im Thema

Ist schon wieder Groundhog-Day?

und täglich grüßt das Murmeltier....SBC

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Die günstigen Gebrauchtpreise der fetten Motorisierungen verleiten verständlicherweise zu einem Kauf. Wer will nicht* so einen Schlitten fahren ... 😉

Die Instandhaltung dieser ehemaligen Luxusmobile sprengen dann allzuhäufig das Budget, gewartet wird in freier Werkstatt und repariert wird auch nur das Nötigste. Kündigen sich dann richtig teure Probleme an und/oder ist bereits ein schöner Wartungsstau beieinander, dann schnell weg mit der Karre.

Da hilft dann der Besuch beim 🙂 auch nix mehr, da Arbeiten nicht dokument sind und Kulanz wie Mobilo-Life Garantie verwirkt sind.

____________________________
* Ich könnte mir so einen Kübel sogar leisten, aber ich hab auch noch was anderes im Leben vor und im Stau der Vorstadtautobahn sind alle wieder gleich. 😉

@Austro-Diesel:

Das kann ich so unterschreiben.

Primär sollte der Wagen bei Mercedes Benz gewartet werden und bei Kauf darf keine Inspektion im Heftchen fehlen. "Lückenlos" ist hier das Stichwort!

Ich selbst lasse auch außerplanmäßige Wartungen und Checks bei MB ausführen. Mein Motor hat nun fast 260.000KM auf der Uhr und läuft wie ein Uhrwerk.

Greets,
SternSinger500

ja ich habe lueckenloses scheckheft, also ich habe differenzial, schaltgetriebe, servolenkungs oel und bremsfluessigkeits wechsel, lenkung und fahrwerksbegutachtung, klima wartung desentfizieren, oel und kaeltemittel neu machen lassen in einer guten freien werkstadt, 430€ die haben sogar die traggelenke getestet mit hebel spezial, das ist eine werkstadt die 100%bewertungen hat positiv und 3 sterne, das personal wird staendig geschult,seit dem servooel neu macht das lenksystem GAR keine geraeusche mehr kein surren beim einschlagen und quietschen mehr

Manchmal tut lesen echt weh!
Lies es doch mal selbst, bevor Du postest, bitte.

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ich verstehe die Leute nicht die meinen man muss Massen an Geld für einen Mercedes haben oder in eine Mercedeswerkstatt fahren. Wie viele junge Leute fahren Audi mit 19 oder wie ich einen Golf von 2008. Die sind mindestens genau so teuer wenn was kaputt geht. Auch eine freie Werkstatt kann an einem Mercedes gute Arbeit leisten.

danke sehr freundlich

Nun ja, es zeugt auch deinerseits von Repekt anderen gegenüber, nicht irgendein Kauderwelsch hinzuklatschen.
Hier sind viel gute Leute bemüht, anderen 211- Fahrern mit ihrer Erfahrung zur Seite zu stehen.
Schreibfehler werden auch gern mal überlesen - jeder macht sie!
Nur etwas Mühe kann man doch freundlichst erbitten.

SBC Finalissimo

Ich war eben 8 Wochen lang Besitzer eines E270 CDI von 5/04. Nach 20 Jahren Mercedes mit über 1 Mio km habe ich diese Karriere jetzt ohne Rücksicht auf Verluste abgebrochen. Gründe sind die sogenannte SBC-Bremse und vor allem das Verhalten des Unternehmens Mercedes-Benz in diesem Zusammenhang.

Dass irdendwann eine aufwendige Bremsinstandsetzung anstünde, war mir klar, ist aber bei meinen Kilometern nicht das Problem, das verläuft sich in den Gesamtkosten. Weil mein Comand geklaut wurde, war ich beim Freundlichen und hatte in diesem Zusammenhang darum gebeten, nach der Bremse zu schauen und mir zu sagen, wann ich mit dem Austausch der Einheit zu rechnen habe. Das ließ sich aber nicht bemessen. Diese Auskunft bekam ich zweifach unabhängig voneinander. Wie ich mittlerweile weiß, war diese Auskunft auch richtig.

Genau 27 km nach Verlassen der Werkstatt mitten auf der Kreuzung Frankfurter Alle / Warschauer Straße in Berlin - rote Armaturenbeleuchtung, Piepsen und das Bremspedal verschwindet im Untergrund. Ich bin einfach dem Bremspedal hinterhergefallen und dachte im nächsten Moment nur "hoffentlich bricht das Lenkrad nicht ab", weil ich mich mit aller Gewalt nach vorn gezogen habe. (Nebenbei: Schönen Gruß an den Kollegen Fahrlehrer, beim dem ich Punkte abbauen durfte: Ätsch, ist doch besser das Lenkrad unten anzufassen ! Bei theoriegerechtem Griff hätte ich ein paar Meter, die nicht frei waren, mehr gebraucht). Das Kombinstrument forderte mich auf : "Werkstatt aufsuchen" - ein böser Instruktionsfehler ! Ich habe mich parkplatzsuchend weggeschlichen, da nach einem Neustart erst einmal das Bremsverhalten normal erschien. Gefahren bin ich nur noch knappe Schrittgeschwindigkeit und trotzdem: im Rondell des Bersarinplatzes kommt von rechts die Straßenbahn und ich könnte wetten, diesmal hatte ich das Pedal auf das Blech aufgesetzt. Der Straßenbahnfahrer hat mich von oben nicht schlecht angestaunt.

Nachdem ich dieses Forum und andere Quellen gezielt nach SBC-Bremse durchsucht habe, kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln, was hier in Deutschland möglich ist. Ich muß dazu erklären, dass ich ein Maschinen- und Anlagenbauer bin, der viel mit Maschinensicherheit befaßt ist. Nun ist das Straßenfahrzeug per Definition keine Maschine (nach den elementarsten Regeln der EU-Maschinenrichtlinie wäre es undenkbar, dass eines der aktuellen Straßenfahrzeuge in Betrieb genommen werden könnte) aber es gibt ein übergeordnetes universelles Produkthaftungsrecht. Wer ein Erzeugnis in Verkehr bringt, welches zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens nicht dem aktuellen "Stand von Wissenschaft und Technik" entspricht, haftet für alle darauf zurückzuführende Schäden.

So wie ich gelesen habe (ich hatte bisher keine Gelegenheit das gegenständlich zu prüfen) wurde die SBC-Bremse vornehmlich für Maybach-Fahrzeuge entwickelt. In diesen Fahrzeugen wurden wesentliche Bauteile redundant verbaut. Nun gibt es für einen Konstrukteur gute Gründe etwas doppelt auszuführen - wenn er mit einer einsträngigen Ausführung nicht die notwendige Betriebssicherheit erreicht. Also aus Jux und Tollerei wird eine solche Entscheidung nicht getroffen. Sie ist das Ergebnis von Berechnungen und Versuchen. Es war also von vornherein bekannt, dass diese elektro-hydraulische Bremse zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zur Gewährleistung der Betriebssicherheit erfordert.

Im W211 wurde auf die Redundanzen verzichtet. Warum auch immer. Ein Ausgleich durch andere Maßnahmen ich mir nicht bekannt. Also ist die Aussage " der W211 VorMopf hat eine SBC-Bremse" falsch. Der W211 VorMopf hat eine HALBE SBC-Bremse.
Im Bereich der Maschinensicherheit würde in einem solchen Fall der Staatsanwalt bei der Aufarbeitung eines Arbeitsunfalles ganz selbstverständlich von vorsätzlichem Handeln des Inverkehrbringers zum Schaden des Benutzers reden. Und damit wären neben den zivilrechtlichen Schadenersatzforderungen auch strafrechtliche Belange relevant.

Dass sich vor 10 Jahren "Autojournalisten" nicht entblödet haben, nachzuweisen, dass ein W211 am Ende doch noch zum Stehen zu bringen ist, ist einfach nur peinlich. Diese Frage war nicht zu beantworten. Es war und ist zu beantworten, ob die im W211 verbaute Konfiguration zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens dem Stand von "Wissenschaft und Technik" entsprochen hat oder eben nicht. Und die Zeit hat nachgewiesen, dass dem nicht so war und nicht so ist. Alle Nachbesserungsversuche haben offensichtlich nicht die Ursachen für sporadische, z.T. nicht dokumentierte Fehlerzustände beseitigen können. Die Berichte über Ausfälle reißen nicht ab. Meine ausgefallene Hydraulikeinheit war ziemlich genau 1 Jahr alt - eingebaut bei MB im August 2012.

Ist Euch aufgefallen, dass MB sich aktuell wieder einen "Cheflobbyisten" aus der oberen Etage des Politikbetriebes geangelt hat ? Vielleicht erklärt sich aus diesen Verhältnissen das Stillhalten staatlicher Einrichtungen ?
Für mich ist dieses Unternehmen jetzt ein absolutes "no go". Wäre ich nicht in Richtung Büro unterwegs gewesen, sondern wie geplant Richtung Süden auf der A9 - ich hätte dem Fahrer des LKW, der beim Zigaretteanzünden nebenbei mal eben zum Überholen ausgeschert ist, den ganzen Tag versaut. Und das Lustige dran wäre gewesen: der Fehlerspeicher: leer. Selber schuld, wer so einen Sarg fährt.

Wenn Ihr Euch nicht von Euren VorMöpfen trennen wollt oder könnt, meine Ratschläge :

1. Sitz nach vorn, Lehne steil stellen und prüfen, ob der Fußballen hinter dem Bremspedal das Bodenblech erreicht. Das ist jetzt die Sitzposition für jeden Tag.
2. Notbremsung üben (und prüfen, ob überhaupt möglich! Die Berichte darüber, dass das nicht in jedem Fahrzeug geht, würde ich ernst nehmen. Eine geringe außerplanmäßige Elastizität im System dürfte ausreichen, die paar Milliliter Bremsflüssigkeit, die in der Notfunktion zur Verfügung stehen, zu schlucken)
Dazu bräuchtet Ihr aber jemanden, der die reguläre Bremse außer Betrieb setzt. Da fällt mir nur ein, dass die W211 VorMopf-Gemeinde vielleicht bei Fahrsicherheitszentren des ADAC vorspricht, ob dort ein präpariertes Fahrzeug gestellt werden könnte. Denn s.Pkt. 4.
3. Von Frau und Schwiegermutter die Zündschlüssel einziehen
4. Für alle Schrauber: Finger weg von der Bremsanlage. (Mir tun die hauseigenen MB-Schrauber leid, sie können nichts dran ändern, auch wenn sie sich noch soviel Mühe geben und werden am Ende dafür angeschaut, dass z.B. 27 km hinter ihrer Werkstatt Schicht im Schacht ist.
5. Sicherheitsabstand nach vorn mindestens 3 x Regelwert.
6. Differenzgeschwindigkeit beim Überholen auf der Autobahn (wenigstens so lange die Gefahr besteht, dass einer übersichtslos ausschert) nicht mehr als 30 kmh. Denkt daran: die Geschwindigkeit geht quadratisch in den Energiegehalt Eures Geräts ein - der Weg beim Abbremsen von 110 auf 80 ist deutlich länger, als der, der für die Bremsung von 30 auf 0 gebraucht wird.
7. Beim Heranfahren an Kreuzungen und an das Heck des Maybachs vor Euch : schön anschleichen
8. Fahrt bitte ausschließlich vor mir.

Allzeit Gute Fahrt !

Thomas

Als Verfechter der SBC muss ich dann leider nach dem Thread von Ottotoc auch sagen: Da kommt man schwer ins grübeln.😕

Andy

Vielleicht kannst du ja auch mal schreiben was jetzt genau defekt war. Die Laufleistungsschwelle kann ja nach einem Jahr noch nicht erreicht worden sein.

mein Gott: Soviele Worte - ja - um was uns jetzt zu sagen ?

Zitat:

Original geschrieben von ottotoc


SBC Finalissimo

Ich war eben 8 Wochen lang Besitzer eines E270 CDI von 5/04. Nach 20 Jahren Mercedes mit über 1 Mio km habe ich diese Karriere jetzt ohne Rücksicht auf Verluste abgebrochen. Gründe sind die sogenannte SBC-Bremse und vor allem das Verhalten des Unternehmens Mercedes-Benz in diesem Zusammenhang.

Dass irdendwann eine aufwendige Bremsinstandsetzung anstünde, war mir klar, ist aber bei meinen Kilometern nicht das Problem, das verläuft sich in den Gesamtkosten. Weil mein Comand geklaut wurde, war ich beim Freundlichen und hatte in diesem Zusammenhang darum gebeten, nach der Bremse zu schauen und mir zu sagen, wann ich mit dem Austausch der Einheit zu rechnen habe. Das ließ sich aber nicht bemessen. Diese Auskunft bekam ich zweifach unabhängig voneinander. Wie ich mittlerweile weiß, war diese Auskunft auch richtig.

Genau 27 km nach Verlassen der Werkstatt mitten auf der Kreuzung Frankfurter Alle / Warschauer Straße in Berlin - rote Armaturenbeleuchtung, Piepsen und das Bremspedal verschwindet im Untergrund. Ich bin einfach dem Bremspedal hinterhergefallen und dachte im nächsten Moment nur "hoffentlich bricht das Lenkrad nicht ab", weil ich mich mit aller Gewalt nach vorn gezogen habe. (Nebenbei: Schönen Gruß an den Kollegen Fahrlehrer, beim dem ich Punkte abbauen durfte: Ätsch, ist doch besser das Lenkrad unten anzufassen ! Bei theoriegerechtem Griff hätte ich ein paar Meter, die nicht frei waren, mehr gebraucht). Das Kombinstrument forderte mich auf : "Werkstatt aufsuchen" - ein böser Instruktionsfehler ! Ich habe mich parkplatzsuchend weggeschlichen, da nach einem Neustart erst einmal das Bremsverhalten normal erschien. Gefahren bin ich nur noch knappe Schrittgeschwindigkeit und trotzdem: im Rondell des Bersarinplatzes kommt von rechts die Straßenbahn und ich könnte wetten, diesmal hatte ich das Pedal auf das Blech aufgesetzt. Der Straßenbahnfahrer hat mich von oben nicht schlecht angestaunt.

Nachdem ich dieses Forum und andere Quellen gezielt nach SBC-Bremse durchsucht habe, kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln, was hier in Deutschland möglich ist. Ich muß dazu erklären, dass ich ein Maschinen- und Anlagenbauer bin, der viel mit Maschinensicherheit befaßt ist. Nun ist das Straßenfahrzeug per Definition keine Maschine (nach den elementarsten Regeln der EU-Maschinenrichtlinie wäre es undenkbar, dass eines der aktuellen Straßenfahrzeuge in Betrieb genommen werden könnte) aber es gibt ein übergeordnetes universelles Produkthaftungsrecht. Wer ein Erzeugnis in Verkehr bringt, welches zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens nicht dem aktuellen "Stand von Wissenschaft und Technik" entspricht, haftet für alle darauf zurückzuführende Schäden.

So wie ich gelesen habe (ich hatte bisher keine Gelegenheit das gegenständlich zu prüfen) wurde die SBC-Bremse vornehmlich für Maybach-Fahrzeuge entwickelt. In diesen Fahrzeugen wurden wesentliche Bauteile redundant verbaut. Nun gibt es für einen Konstrukteur gute Gründe etwas doppelt auszuführen - wenn er mit einer einsträngigen Ausführung nicht die notwendige Betriebssicherheit erreicht. Also aus Jux und Tollerei wird eine solche Entscheidung nicht getroffen. Sie ist das Ergebnis von Berechnungen und Versuchen. Es war also von vornherein bekannt, dass diese elektro-hydraulische Bremse zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zur Gewährleistung der Betriebssicherheit erfordert.

Im W211 wurde auf die Redundanzen verzichtet. Warum auch immer. Ein Ausgleich durch andere Maßnahmen ich mir nicht bekannt. Also ist die Aussage " der W211 VorMopf hat eine SBC-Bremse" falsch. Der W211 VorMopf hat eine HALBE SBC-Bremse.
Im Bereich der Maschinensicherheit würde in einem solchen Fall der Staatsanwalt bei der Aufarbeitung eines Arbeitsunfalles ganz selbstverständlich von vorsätzlichem Handeln des Inverkehrbringers zum Schaden des Benutzers reden. Und damit wären neben den zivilrechtlichen Schadenersatzforderungen auch strafrechtliche Belange relevant.

Dass sich vor 10 Jahren "Autojournalisten" nicht entblödet haben, nachzuweisen, dass ein W211 am Ende doch noch zum Stehen zu bringen ist, ist einfach nur peinlich. Diese Frage war nicht zu beantworten. Es war und ist zu beantworten, ob die im W211 verbaute Konfiguration zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens dem Stand von "Wissenschaft und Technik" entsprochen hat oder eben nicht. Und die Zeit hat nachgewiesen, dass dem nicht so war und nicht so ist. Alle Nachbesserungsversuche haben offensichtlich nicht die Ursachen für sporadische, z.T. nicht dokumentierte Fehlerzustände beseitigen können. Die Berichte über Ausfälle reißen nicht ab. Meine ausgefallene Hydraulikeinheit war ziemlich genau 1 Jahr alt - eingebaut bei MB im August 2012.

Ist Euch aufgefallen, dass MB sich aktuell wieder einen "Cheflobbyisten" aus der oberen Etage des Politikbetriebes geangelt hat ? Vielleicht erklärt sich aus diesen Verhältnissen das Stillhalten staatlicher Einrichtungen ?
Für mich ist dieses Unternehmen jetzt ein absolutes "no go". Wäre ich nicht in Richtung Büro unterwegs gewesen, sondern wie geplant Richtung Süden auf der A9 - ich hätte dem Fahrer des LKW, der beim Zigaretteanzünden nebenbei mal eben zum Überholen ausgeschert ist, den ganzen Tag versaut. Und das Lustige dran wäre gewesen: der Fehlerspeicher: leer. Selber schuld, wer so einen Sarg fährt.

Wenn Ihr Euch nicht von Euren VorMöpfen trennen wollt oder könnt, meine Ratschläge :

1. Sitz nach vorn, Lehne steil stellen und prüfen, ob der Fußballen hinter dem Bremspedal das Bodenblech erreicht. Das ist jetzt die Sitzposition für jeden Tag.
2. Notbremsung üben (und prüfen, ob überhaupt möglich! Die Berichte darüber, dass das nicht in jedem Fahrzeug geht, würde ich ernst nehmen. Eine geringe außerplanmäßige Elastizität im System dürfte ausreichen, die paar Milliliter Bremsflüssigkeit, die in der Notfunktion zur Verfügung stehen, zu schlucken)
Dazu bräuchtet Ihr aber jemanden, der die reguläre Bremse außer Betrieb setzt. Da fällt mir nur ein, dass die W211 VorMopf-Gemeinde vielleicht bei Fahrsicherheitszentren des ADAC vorspricht, ob dort ein präpariertes Fahrzeug gestellt werden könnte. Denn s.Pkt. 4.
3. Von Frau und Schwiegermutter die Zündschlüssel einziehen
4. Für alle Schrauber: Finger weg von der Bremsanlage. (Mir tun die hauseigenen MB-Schrauber leid, sie können nichts dran ändern, auch wenn sie sich noch soviel Mühe geben und werden am Ende dafür angeschaut, dass z.B. 27 km hinter ihrer Werkstatt Schicht im Schacht ist.
5. Sicherheitsabstand nach vorn mindestens 3 x Regelwert.
6. Differenzgeschwindigkeit beim Überholen auf der Autobahn (wenigstens so lange die Gefahr besteht, dass einer übersichtslos ausschert) nicht mehr als 30 kmh. Denkt daran: die Geschwindigkeit geht quadratisch in den Energiegehalt Eures Geräts ein - der Weg beim Abbremsen von 110 auf 80 ist deutlich länger, als der, der für die Bremsung von 30 auf 0 gebraucht wird.
7. Beim Heranfahren an Kreuzungen und an das Heck des Maybachs vor Euch : schön anschleichen
8. Fahrt bitte ausschließlich vor mir.

Allzeit Gute Fahrt !

Thomas

Zitat:

Original geschrieben von Powerkombi


Vielleicht kannst du ja auch mal schreiben was jetzt genau defekt war. Die Laufleistungsschwelle kann ja nach einem Jahr noch nicht erreicht worden sein.

Ich habe nur Arbeitspapiere über die im Rahmen der Reparaturgewährleistung verbauten Materialpositionen.

Es war von mangelhafter Druckhaltung die Rede. Könnte ein nicht sauber schließendes Ventilchen (Dreck im System ?) sein oder eine defekte Speichermembran. Hätte ich in einer Hydraulikanlage nach einem Jahr eine defekte Speicherblase, würde ich mir Hersteller den Produktionszeitraum seiner Elastomerteile nachweisen, wenn er noch einmal etwas liefern wollte.

Das ist jetzt aber Spekulation auf Basis meines täglichen Kaffeesatzes im über- und untertägigen Anlagenbau.

mfg Th.

Zitat:

Original geschrieben von ottotoc


So wie ich gelesen habe (ich hatte bisher keine Gelegenheit das gegenständlich zu prüfen) wurde die SBC-Bremse vornehmlich für Maybach-Fahrzeuge entwickelt. In diesen Fahrzeugen wurden wesentliche Bauteile redundant verbaut. Nun gibt es für einen Konstrukteur gute Gründe etwas doppelt auszuführen - wenn er mit einer einsträngigen Ausführung nicht die notwendige Betriebssicherheit erreicht. Also aus Jux und Tollerei wird eine solche Entscheidung nicht getroffen. Sie ist das Ergebnis von Berechnungen und Versuchen. Es war also von vornherein bekannt, dass diese elektro-hydraulische Bremse zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zur Gewährleistung der Betriebssicherheit erfordert.

Im W211 wurde auf die Redundanzen verzichtet. Warum auch immer. Ein Ausgleich durch andere Maßnahmen ich mir nicht bekannt. Also ist die Aussage " der W211 VorMopf hat eine SBC-Bremse" falsch. Der W211 VorMopf hat eine HALBE SBC-Bremse.

Denkfehler!!!

Ich verstehe, dass du zu diesem Schluss kommst, allerdings die sie informative Ausgangsbasis offensichtlich seeeehr lückenhaft! Und insofern liegen da ein paar logische Denkfehler vor!

Die SBC wurde für den R230 (SL) entwickelt mit dem Ziel sie von da aus in alle anderen Baureihen auszurollen. Der SL hat -genau wie die E-Klasse auch- eine GANZE SBC-Bremse und KEINE HALBE. Der R230 wurde bis zum Schluss mit der SBC gebaut und komischerweise hört man da eher weniger Gemotze wie bei der E-Klasse.

Im Maybach wurden in der Tat 2 SBC-Einheiten verbaut (und nicht eine ganze). Diese ist im Maybach notwendig, weil eine ganze SBC die bis zu 4,7t zulässiges Gesamtgewicht alleine nicht runterbremsen kann!!! Die Entwicklung und Herstellung einer grösseren SBC-Einheit wäre teurer gewesen als 2 normale bereits entwickelte und mit entsprechenden Stückzahlen versehenen SBC-Einheiten einzubauen, da der Maybach doch mehr als humane Stückzahlen hat.
Eine konventionelle Bremse wäre im Maybach auch nur mit viel Mehraufwand möglich gewesen, da die Bodengruppe/der Vorbau auf dem V220 basiert und dieser für einen ca 12"-Tandem-Bremskraftverstärker (notwendig für die 4,7t ZGG) hätte komplett geändert werden müssen. Das wiederum hätte immense Werkzeugkosten und WKZ-Umlagen für das Fahrzeug bedeutet.

Darum und nur darum (!!!) hat der Maybach 2 SBC-Einheiten!

Zitat:

<span style="line-height: 1.6em; display: inline !important;">...da die Bodengruppe/der Vorbau auf dem V220 basiert...

Servus,

Ich will ja nicht zum Haarspalter werden... aber, der Vollständigkeit halber : Soweit ich weiß wurde für die Maybach 57 und 62 das Chassis des 140ers verwendet. Die Elektrik stammt vom 220er.

Dem Rest ist absolut nichts hinzuzufügen! 🙂

Ich werde mich auch für meinen TEE schlau machen müssen was die SBC-Bremse betrifft. Ich habe bei Mercedes in Dorsten gefragt, und die gehen davon aus dass ich zu 100% zahlen muss. In Essen Kupferdreh war bisher meine Stammwerkstatt, daher werde ich dort nochmal nachfragen. Wenn die Leute einen gut kennen geht erfahrungsgemäß immer etwas.
Zumindest hat mir der Mitarbeiter in Dorsten mitteilen können dass meine bei 149.000 komplett erneuert wurde, daher dürfte ich hoffentlich noch etwas Guthaben haben (aktuell 205.000km).

Grüßle,

Zitat:

Original geschrieben von klkl


mein Gott: Soviele Worte - ja - um was uns jetzt zu sagen ?

Adressaufkleber kaufen - Anschrift mbgtc drauf und ab damit. Sind doch ein Haufen gut verwertbarer Teile dran. Für die Presse einfach zu schade.

Wer über die relativ hohe Wahrscheinlichkeit (Maßstab: Betriebszuverlässigkeit der Bremsanlagen des PKW-Bestandes allgemein) sporadischer Fehlfunktion der Bremse informiert ist und sich in seiner Fahrweise nicht darauf einstellt, handelt mindestens grob fahrlässig, würde ich mal sagen.

Und über einen Hersteller, der die Sache so laufen läßt, kann sich ja jeder selbst ein Urteil bilden. In meiner persönlichen Zuverlässigkeitsprüfung ist dieser Hersteller jetzt durchgefallen. Es ist weniger die Tatsache, dass hier technische daneben getreten wurde, sondern vielmehr die Reaktion und der Umgang mit dem ganz offensichtlich nach wie vor bestehenden Mangel. Das was hier im Forum auftaucht ist ja nur die Spitze eines Eisberges.
Leute wie ich sammeln vermeintlich gut abgehangene Rentnerfahrzeuge von den Plätzen, um denen noch mal ordentlich Auslauf zu verschaffen. Kein Mensch kommt im 21.Jahrhundert auf die Idee, dass er sich um die Betriebszuverlässigkeit seiner PKW-Bremse Gedanken machen müßte. Da ist ein bestimmter Stand der Technik erreicht und allgemein bekannt. Die Tatsache, dass der w211 VorMopf ganz offensichtlich aus diesem Rahmen fällt, führt für den Hersteller eigentlich zu Informationspflichten, die mit den Rückrufen und Informationen von vor 10 Jahren nicht vom Tisch sind, da auch überarbeitete Fahrzeuge weiterhin gleiches Verhalten zeigen. In Sachen Informationspflicht zu den Ratschlägen also noch ein Punkt:

9. Anbringen eines dauerhaften Warnhinweises im Sichtfeld des Fahrers: "Achtung (halbe :-)) SBC-Bremse! Halten Sie sich für eine Bremsung mit reduzierter Leistung bereit !"

Ansonsten könnte man z.B. Energie aus dem System nehmen, indem die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge technisch begrenzt wird. Die Voraussetzungen sind ja in den Fahrzeugen vorhanden. Aus 130 ist die in Wärme umzuwandelnde Bewegungsenergie weniger als ein Drittel so viel, wie aus 240. Das wär doch schon mal was.

mfg Th.

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