M119 auf Öldruck drehen
Moin,
mein 1996 SL500 mit M119 wird Anfang Mai aus dem Winterschlaf geweckt.
Die erste Fahrt soll zur Werkstatt gehen, da der Wagen eine neue Steuerkette kriegt (habe im Kaltstart ab und an ein Rasseln).
Ich möchte beim Start nun nicht auf den letzten Metern noch was riskieren und würde gerne den Motor auf Öldruck drehen.
Hat jemand einen Tipp, wie ich das bewerkstellige, ohne die Zylinder in Sprit zu ersaufen? Reicht es, wenn ich das Kraftstoffpumpen-Relais ziehe oder wie gehe ich am besten vor?
Danke, viele Grüße und schöne Ostern,
Jan
17 Antworten
Hallo Jan....
ich verstehe dein Problem nicht so ganz, kann mir aber so ungefähr vorstellen was du meinst.
Wenn der Motor dreht, aber nicht anspringt, dann wird auch erst mal Benzin nicht endlos gefördert.
Hat dein Motor denn Probleme auf Öldruck zu kommen ??
Ich mache das immer so, dass ich den Motor so 2-3x drehen lasse, dann springt er nicht gleich an ,
also quasi Öbah... Öbah... Öbah... Dann Zündung aus, und das gleiche Spiel wieder hole ich so 2-3x.
Dann hat der Motor soviel Öl gefördert, dass du ihn kann anlaufen lassen.
Grüße...thomas
Es geht mir darum, dass beim Kaltstart aktuell öfters mal die Kette rasselt. Das rasseln hört auf, sobald Öldruck aufgebaut ist.
In meiner Vorstellung könnte ich das rasseln umgehen, indem ich vorher so lange Orgel, bis Öldruck aufgebaut ist. Vielleicht ist das aber auch Irrglaube.
Wahrscheinlich ist es eh egal, da ich ja direkt auf dem Weg zur Werkstatt bin, nur in meinem Kopf hätte ich gerne einen Start ohne rasseln….ist also eher eine Kopfsache 😁
Ich lege vor dem Orgeln zuerst immer die Spritzufuhr lahm und schraube die Kerzen raus. Keine Kompression - kein Druck auf den Lagern.
Bisher hat sich mein Motor noch nie bei dieser Erweckung aus dem Winterschlaf beschwert.
Und warum denkst du dass eine neue Kette das rasseln beseitigt?
Ach und übrigens Motoren aus den letzten 50 Jahren kann man nach dem Überwintern bedenkenlos ganz normal anlassen.
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Also so Sachen wie Zündkerzen rausschrauben, etc. ...man kann es auch übertreiben.
Ich gebe meinem Vorredner vollkommen recht... moderne Motoren haben damit so
überhaupt kein Problem...
Mein Motor hat nach den 1. Drehen des Zündschlüssels bis zum Verlischen der Öldrucklampe
weniger als 2 Sekunden. Und abgesehen davon... beim Anlassen steht der Motor ja noch
lange nicht unter Belastung.
Ich kennen auch Leute, die machen den Deckel vom Nachfüllsutzen auf und schütten 1/4 Liter Öl rein,
bevor sie starten... okay, sehe ich jetzt auch keinen Nährwert...aber wenn es die Leute glücklich macht.
Ich habe meinen R107.046, Mot. 117.964 RÜF, Bj. 11.1987, gekauft mit 8 t Km, LL jetzt 60t Km, seit 1991. Er stand oft Jahrelang herum, weil ich im Ausland war und über den Winter (von Mitte / Ende Oktober bis Mitte April) steht er sowieso. Batterie geladen, ohne Gas gestartet - er dreht meist keine Umdrehung und schon läuft er im Leerlauf und das war bis jetzt, (in 33 Jahren) immer so. Probleme hatte ich bis jetzt noch keine.
Ich habe mir auch damals Gedanken zu diesem Thema gemacht, da mein SL ein Jahr lang nicht bewegt wurde, vielleicht hilft es Dir weiter @450sel69
https://www.motor-talk.de/.../...tandzeit-ueberwinterung-t7467007.html
@450sel69 Wenn dein Motor beim Kaltstart kurz rasselt, ist das eher kein Problem mit einer gelängten Tandemkette und das Einziehen (ist das der Plan, oder soll der Motor vorne komplett zerlegt werden?) einer neuen Kette wird nicht helfen. Viel wichtiger sind neue Gleitschienen und ein neuer Kettenspanner. Die über 30 Jahre alten Kunststoffschienen sind mittlerweile spröde und brechen wie Glas. Oft sind die Schienen zwischen den beiden NW einer Bank zerbröselt, die können noch ohne riesigen Aufwand getauscht werden. Nur, wenn die bröseln, dann tun es die großen Schienen auch und da droht Ungemach. Bei mir war eine Schiene gebrochen und ein Stück der Schiene hatte sich zwischen Kette und Umlenkrad (unten im V) verklemmt -> Motor war fest, ließ sich aber retten, da der Bruch wohl beim Abstellen des Motors auftrat. Unter Drehzahl wäre der Motor sicherlich platt gewesen. Fakt ist, wenn du auf die sichere Seite willst, wird der Aufwand riesig (Und in der Werkstatt entsprechend teuer), die Teile sind eher günstig, habe damals (2011) sogar 25% Rabatt von MB bekommen, da sowas bei einem damals nur 20 Jahre alten M119 nicht vorkommen sollte.
Hi @apfel23
mein SL bekommt am 05. Mai eine neue Kette eingezogen und dabei werden selbstverständlich auch die oberen Gleitschienen und der Kettenspanner getauscht. Alles originale MB Teile.
Hatte die Details dazu eingangs nicht erwähnt, da es bei diesem Thema weniger um die Steuerkettenreparatur ging, sondern um den Kaltstart.
Zu der Steuerkettenreparatur werde ich noch mal einen separaten Thread erstellen, um das hier zu thematisieren.
Beste Grüße und schöne Ostern.
@apfel23: der M119 hatte allerdings auch noch keine Versteller sondern normale Kettenräder.
Meinst Du mit „Versteller“ die Nockenwellenverstellung?
Wenn ja, die hat der M119 schon und zwar für die Nockenwellen der Einlass-Seite.
Zu meiner Antwort vom 15.4., so sehen meine Nockenwellen aus, trotz über 30 Jahren Normalstart nach langer Standzeit - ich glaube, Du machst dir unnütz Sorgen. Die Ventildeckel hatte ich offen, weil die Ventildeckeldichtungen nach ca. 30 Jahren undicht wurden, wie man im Bild 3 sieht.