Lücke zwischen Astra und Insignia zu groß?!?!?!

Opel Astra H

Was denkt ihr darüber, reißt der Insignia ein Lücke auf die die durch ein neues Modell geschlossen werden soll????

Beste Antwort im Thema

Richtig,

wenn der Insignia 4,60m lang wäre würden alle BMW,DB und Audi Fahrer zu Opel wechseln 😉 - ist nur fraglich warum die dann bisher nicht beim Vectra C zugeschlagen haben. Gerade diese 3 Marken sind keine Zielgruppe für Opel.

Wenn dann VW, Ford und mit Einschränkungen Italiener und Franzosen.

Vectoura, der Mondeo in deiner Liste ist etwas kurz. lt Ford ist der etwas länger als der Insignia - 4,844 m
Ford Daten

Der neue Opel passt sich also genau zwischen seine Hauptkonkurrenten VW und Ford ein.

DB, BMW und Audi lasse ich bewusst außen vor, dort wir ein Image gekauft, das Auto ist fast wurscht. Einen Opel fährt man nicht wegen, sondern trotz seines Image.

Nehme ich deine Liste Vectoura, ist der Vectra C abgesehen vom Toyota der kürzeste.
Ein Alfa 159 ist einen Hauch kürzer, aber der hat auch eine eng umrissene Zielgruppe die sich eher mit BMW deckt.

Aber ich hab auch gar nicht vor jemanden zu überzeugen, wäre zum einen Langweilig (wäre nichts mehr zu diskutieren hier) außerdem darf ja jeder seine Eigene Meinung haben.

Ich finde für mich nicht das die Länge ein Problem darstellt solange der Preis stimmt. Darf aber jeder gerne anders sehen.

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Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Ich bin da nicht ganz auf dem laufenden, aber es wurde doch nicht "die Länge" (Größe) des Vorderwagens festgelegt, sondern die Erfüllung von standardisierten Crashtestergebnissen-oder täusche ich mich? Man könnte alao auch andere konstruktive Maßnahmen ergreifen ( Hauben-Airbag?; aufspringende Haube...etc.), um Crashnormen zu erfüllen.

Sicher gäbe es noch andere Möglichkeiten die Fußgängercrashnormen erfüllen zu können ... doch sind diese Systeme bedeutend teuerer und daher für den Hersteller und sicher auch für den Kunden uninteressant, oder möchtest du nach einem relativ leichten Fußgängerunfall enorm hohe Instandsetzungskosten haben?

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Andere Hersteller (Audi A4...Neukonstruktion, Limousine Länge 4,70m; C-Klasse unter 4,70 m...) erfüllen auch die Crashnormen sehr gut und bauen deswegen noch lange nicht im Segment der Mittelklasse Autos von über 4,80 m.

Und wenn es wirklich "nur" um die Erfüllung der Fußgänger-Crashnorm gegangen wäre, dann wären bei den hier oft postulierten 8 cm mehr an Haubenlänge beim Insignia immer noch ca. 14 cm an Längenzuwachs gegenüber dem Vectra c Limousine "erklärungsbedürftig" (Vectra C 4,61 m; Insignia: 4,83 m).

Aber der Audi ist auch deutlich gewachsen, vorher war er auch entsprechend kleiner und auch damals gab es schon den unterschied, dass Vectra, Mondeo, und Passat deutlich mehr platz als die "Kleinwagenlimosinen" A4, 3er und C-Klasse boten. Das war zu Zeiten des Vectra A schon so, zu Zeiten des Vectra B's und zu Zeiten des C's ebenso und jetzt eben wieder!

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Es ist schlichtweg so, daß Opel/GM eben 2 Segmente (Mittelklasse; obere Mittelklasse) bedienen wollen, was man auch mittlerweile offiziell in diversen Statements nachlesen kann, deswegen ist der Insignia so groß"geworden".

Stimmt, gibt ja auch nix dagegen einzuwenden.

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Kollidiert ein bewegtes Fahrzeug mit einem stehenden, modernen "großen und schweren" Fahrzeug, dann mag das stimmen.

Aber was passiert energetisch, wenn ein fahrendes (modernes) "großes, schweres" Fahrzeug gegen ein "Hindernis" prallt. Dann ist die Aufprallenergie,welche aus dem eigenen, beschleunigten Fahrzeuggewicht resultiert und welche zu absorbieren ist, deutlich höher als bei einem "leichteren" (modernen) Fahrzeug, die Fahrgastzelle muß mehr Energie "schlucken" und größere "Innenräume" erfordern auch mehr konstruktiven Aufwand bei der Sicherung gegen ein Kollabieren der Zelle.

Und genau so sind sie auch ausgelegt. Bei dem Vergleich sind sicherlich alle hier von gleichen oder ähnlichen Crash-Test-Ergebnissen ausgegangen und dann stimmt es auch.

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Es gibt, wie so oft, einen "optimalen" Bereich, aber immer zu sagen: großes Auto = sicher (oder sicherer als "kleines" Auto) ist nicht korrekt.

In der Regel stimmen diese Aussagen, wenn man nicht gerade bestimmte Extrembeispiele nimmt.

Gruß
Michael

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster. Kollidiert ein bewegtes Fahrzeug mit einem stehenden, modernen "großen und schweren" Fahrzeug, dann mag das stimmen.

Das stimmt auch wenn man mit bewegten "Gegnern" kollidiert, egal welcher größe!

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Aber was passiert energetisch, wenn ein fahrendes (modernes) "großes, schweres" Fahrzeug gegen ein "Hindernis" prallt. Dann ist die Aufprallenergie,welche aus dem eigenen, beschleunigten Fahrzeuggewicht resultiert und welche zu absorbieren ist, deutlich höher als bei einem "leichteren" (modernen) Fahrzeug, die Fahrgastzelle muß mehr Energie "schlucken" und größere "Innenräume" erfordern auch mehr konstruktiven Aufwand bei der Sicherung gegen ein Kollabieren der Zelle.

Was dann passiert? Folgendes: ein großes Auto hat bedeutend mehr berechnete Knautschzone, zwar muss diese auch mehr Energie vernichten, doch dafür ist sie auch logischer weise ausgelegt! In so einem Fall stehen eben mal (beispielsweise) 1,5 Meter Knautschzone zur verfügung, in der die Energie abgebaut wird. In dieser Zeit in der die Energie abgebaut wird, wird eben das Fahrzeug verlangsamt, dadurch bekommt der Insasse weniger Beschleunigung ab, was ihm natürlich weniger schadet. Hat das Auto (kleines Auto) aber nur nen halben Meter knautschzone oder weniger (zb. Smart) so muss in diesem kurzem Weg die ganze Geschwindigkeit abgebaut werden. Der Insasse bekommt also einen größeren Beschleunigungsimpuls ab und ist größeren Gefahren ausgesetzt.

Wobei man auch betrachten muss, welches Bauteil wieviel Energie abbaut. Ist die vordere Hälfte weich und dann kommt die harte Zone, wird es dennoch hoe Beschleunigungen für die Insassen geben.

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Ich wollt es einfach nicht verstehen...

In Japan ist der neue Mira (=Cuore) genauso lang wie das Vorgängermodell.
Dabei ist der Radstand und der Innenraum um 10 cm gewachsen.
Er bietet mehr Sicherheit, mehr Komfort... es ist eben alles besser.

Davon hat man doch mehr, als von einem Wagen, der 15 cm länger geworden ist aber vielleicht, wenn überhaupt 10 cm mehr im Innenraum zugelegt hat.
Dass der alte Vectra einfach zu kurz wäre um Fußgängersicherheit zu bieten ist totaler Blödsinn.

Dass Gewicht steigt unnötig, der Verbrauch, die Garage wird zu klein...
Wer früher schon einen Omega gefahren hat wird sich freuen (weil Opel endlich wieder einen anständigen Wagen mit etwas mehr Platz baut), wer bisher einen Vectra hatte und ihn zu klein gefunden hat ebenfalls.
Aber die meisten brauchen dieses Längenwachstum überhaupt nicht oder eben nur für das Ego... jeder will den längsten haben.

Eure Sicherheitsbedenken wären alle entkräftigt, wenn es vorgeschriebene Klassen gäbe. Damit wäre ein Mittelklassewagen immer um das gleiche Maß sicherer, als ein Kompaktwagen mit demselben Baujahr. Er ist eben einfach ein bisschen schwerer, was aus der Größe resultiert.

So habt ihr aber alle Angst in euren Vectras, weil der neue Mondeo und andere Mittelklassewägen länger und schwerer sind.
Schon ruft man nach mehr Außenlänge (und mehr Gewicht - warum fahrt ihr kein SUV ? - die sind aufgrund des höheren Gewichts doch immer sicherer) um nicht der schwächere im Straßenverkehr zu sein.

Und schon diskutiert man über so einen Blödsinn - "womit soll Opel die Lücke zwischen Astra und Insignia schließen ?"...

Mfg Flo

PS: Steigender Wohlstand ?
Hoffentlich steigt der schneller als der Benzinpreis und die Grundpreise...

Zitat:

Original geschrieben von 25plus


Ich wollt es einfach nicht verstehen...

In Japan ist der neue Mira (=Cuore) genauso lang wie das Vorgängermodell.
Dabei ist der Radstand und der Innenraum um 10 cm gewachsen.
Er bietet mehr Sicherheit, mehr Komfort... es ist eben alles besser.

Davon hat man doch mehr, als von einem Wagen, der 15 cm länger geworden ist aber vielleicht, wenn überhaupt 10 cm mehr im Innenraum zugelegt hat.
Dass der alte Vectra einfach zu kurz wäre um Fußgängersicherheit zu bieten ist totaler Blödsinn.

Also: Die Richtlinie zum Fußgängerschutz gilt für alle Hersteller, die

hier

ihre Autos verkaufen werden. Dafür werden einige Zentimeter relativ weicher Vorbau benötigt, der als normale Knautschzone nicht zur Verfügung steht, wenn man die Kosten für Bagatellunfälle nicht unnötig steigen lassen will.

Wenn man also diese Richtlinie einhält und das Autos trotzdem nicht wächst, verkauft man das Auto so entweder nicht in der EU oder die Käufer zahlen auf eine andere Art drauf.

Zitat:

Original geschrieben von 25plus


Eure Sicherheitsbedenken wären alle entkräftigt, wenn es vorgeschriebene Klassen gäbe. Damit wäre ein Mittelklassewagen immer um das gleiche Maß sicherer, als ein Kompaktwagen mit demselben Baujahr. Er ist eben einfach ein bisschen schwerer, was aus der Größe resultiert.

Das verstehe ich nicht. Was soll sich an der Sicherheit verbessern, wenn es vorgeschriebene Klassen gäbe?? Wird dann auch gleich mit vorgeschrieben, dass zum Beispiel ein Kleinwagen nicht mit einem LKW kollidieren darf?

Zitat:

Original geschrieben von 25plus


So habt ihr aber alle Angst in euren Vectras, weil der neue Mondeo und andere Mittelklassewägen länger und schwerer sind.
Schon ruft man nach mehr Außenlänge (und mehr Gewicht - warum fahrt ihr kein SUV ? - die sind aufgrund des höheren Gewichts doch immer sicherer) um nicht der schwächere im Straßenverkehr zu sein.

Hier hat niemand etwas davon geschrieben, dass er Angst vor größeren Fahrzeugen hat. Das Thema Sicherheit bei Kleinwagen hast Du ja angeschnitten.

Zitat:

Original geschrieben von 25plus


Und schon diskutiert man über so einen Blödsinn - "womit soll Opel die Lücke zwischen Astra und Insignia schließen ?"...

Finde ich auch blödsinnig. Der nächste Astra wird die Lücke schließen, sofern überhaupt eine da sein wird.

Zitat:

Original geschrieben von 25plus


PS: Steigender Wohlstand ?
Hoffentlich steigt der schneller als der Benzinpreis und die Grundpreise...

Ich weiß ja nicht, was Du unter dem Begriff Wohlstand verstehst, aber der bezieht Preise eigentlich neben dem Einkommen mit ein...

Gruß
Michael

Q-le@tigra;

vermutlich habe ich mich nicht ganz verständlich ausgedrückt, also nochmal:

Die Schwere einer Kollision hängt von der kinetischen Energie ab, welche die beteiligten Unfallgegner besitzen. Diese kinetische Energie steigt linear mit der Masse (auf der Erde Masse = Gewicht) und quadratisch mit der Geschwindigkeit an.

Man kann (doch sicherlich?) davon ausgehen, daß ein (Bsp.) 4,83 m langes Fahrzeug mit den entsprechenden anderen Maßproportionen (Breite,Höhe), bei der Verwendung vergleichbarer Materialien und bei Anwendung vergleichbarer Fertigungsverfahren sowohl "teurer" als auch " schwerer" wird als ein (Bsp.) entsprechendes Fahrzeug mit 4,67 m Länge (und entsprechenden anderen Maßproportionen). Weil eben mehr "Größe" unter o.g. Aspekten (gleiche Materialien, gleiche Fertigungstechniken, ...) immer auch "mehr" Materialeinsatz und damit "höhere " Kosten bedeutet.

Das gewichtigere Fahrzeug hat aber zwansgläufig immer in jedem beschleunigten Bewegungszustand eine höhere kinetische Energie als das "leichtere" Fahrzeug bei dem jeweils gleichen Beschleunigungszustand.

Nun zu sagen, ..."

ein großes Auto hat bedeutend mehr berechnete Knautschzone, zwar muss diese auch mehr Energie vernichten, doch dafür ist sie auch logischer weise ausgelegt! In so einem Fall stehen eben mal (beispielsweise) 1,5 Meter Knautschzone zur verfügung, in der die Energie abgebaut wird."

ist nicht ganz schlüssig.

Korrigier mich, falls ich falsch liege:

Jeder Kubikzentimeter umbauter Karosserieraum hat ein Eigengewicht, welches in bestimmten Bewegungszuständen (Beschleunigung...) quasi durch sich selbst (Gewicht) kinetische Energie "erzeugt", welche dann wiederum durch konstruktive Maßnahmen, welche wiederum Gewicht bedingen, abgefangen werden muß. Dabei ist wegen bestimmter Materialeigenschaften (Dehnungen, Spannungen, Verwindungen..bedingt durch Eigengewichte und Formen, Materialstärken der Materialien ) davon auszugehen, daß ab bestimmten Formen und Größen umbauten Karosserieraumes das mindestens notwendige einzusetzende Materialgewicht nicht mehr "linear" zunimmt, sondern "stärker" wächst (fiktives Beispiel: Eine Motorhaube mit 3,0 qm Fläche wiegt nicht doppelt soviel wie eine vergleichbare Motorhaube mit 1,5 qm Fläche, sondern wegen notwendiger Verstrebungen und Profilierungen 2,3 x mehr).

Also, je "größer" (schwerer) ein Fahrzeug ist, um so höher (linear) ist seine kinetische Energie im Kollisionsfall, um so "größer" muß sein Potential zur Energieumwandlung (Verformungsarbeit... "Energie-Umwandlung" sein). Trifft nun ein bewegtes (beschleunigtes) Fahrzeug auf ein stehendes , schweres Fahrzeug, dann hat das schwere Fahrzeug eine kinetische "Eigenernergie" von "Null" und muß "nur" die kinetische Energie des "aktiven" Kollisionsgegner "verkraften". Ist aber das "größere" (gewichtigere) Fahrzeug im beschleunigten Zustand und kollidiert z.B. mit einem anderen beschleunigten Fahrzeug, dann müssen die Karosserien höhere Aufprallenergien "absobieren" und jedes Fahrzeug muß dabei auch einen "Anteil" an eigenverursachter Aufprallenergie (= kinetische Energie= Masse/Gewicht x Geschwindigkeit) aufnehmen.

Habe ich da Denkfehler oder kommt das so hin?

Viele Grüße, vectoura

Die kinetische Energie steigt nicht linear mit der Masse, sondern exponentiell. Also: E= 0,5 * Geschwindigkeit ² * Masse. Ein Auto mit 200km/h hat demnach die 16-fache Energie wie eines mit 50km/h. Das ist auch der Grund, warum der Bremsweg mit steigender Geschwindigkeit nicht linear größer wird.

Bezüglich des Gewichtes hast aber wohl Recht.

1.Den Längenzuwags beim Insigia gibt es nicht zum Nulltarif

1.weil er mindestens 100 kg mehr wiegt steigt der Verbrauch
2.weil er mehr wiegt muß man z.b. statt einen 1.6 nen 1.8 nehmen damit er die gleichen Fahrwerte hat dadurch muß man wieder mehr bezahlen
3. der 1.8 wiegt mehr als der 1.6 da steigt der Verbrauch nochmals
4. der 1.8 kostet dann natürlich wieder mehr Steuern und Versicherung

Also zu sagen mehr Auto für das gleiche Geld dem würde ich nicht zustimmen

Der 2 Punkt ist das Mann nicht immer fährt sonder auch mal Frau,
so ist bei mir der Kauf eines neuen Mondeos ins Wasser gefallen weil Frau damit nicht fahren will, weil zu lang.(irgendwie wachsen Parklücken nicht mit)

wie es auch anders geht sieht man am neuen Mazde 6 mehr Platz weniger Gewicht UND SICHER IST DER AUCH

Die Themen Überschrift lautet " Lücke zwischen Astra und Insignia zu groß ?!?!?!" ich wollt nur mal darüber dikutieren. Ob es eine gibt oder nicht, aber wie immer wird in diesem Forum alles in alle Einzelteile zerlegt. Ich halt mich da jetzt raus es kommt ja doch nichts raus dabei.

Ich stehe gerade auf der Leitung:
Irgendwie kann ich keinen exponentiellen Zusammenhang zwischen der Masse und der kin. Energie aus deiner Formel erkennen. Ich sehe da nur einen proportionalen Zusammenhang (0,5 x M...) und einen quadratischen zur V.

???
Viele Grüße, vectoura

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Q-le@tigra;

vermutlich habe ich mich nicht ganz verständlich ausgedrückt, also nochmal:

Die Schwere einer Kollision hängt von der kinetischen Energie ab, welche die beteiligten Unfallgegner besitzen. Diese kinetische Energie steigt linear mit der Masse (auf der Erde Masse = Gewicht) und quadratisch mit der Geschwindigkeit an.

Man kann (doch sicherlich?) davon ausgehen, daß ein (Bsp.) 4,83 m langes Fahrzeug mit den entsprechenden anderen Maßproportionen (Breite,Höhe), bei der Verwendung vergleichbarer Materialien und bei Anwendung vergleichbarer Fertigungsverfahren sowohl "teurer" als auch " schwerer" wird als ein (Bsp.) entsprechendes Fahrzeug mit 4,67 m Länge (und entsprechenden anderen Maßproportionen). Weil eben mehr "Größe" unter o.g. Aspekten (gleiche Materialien, gleiche Fertigungstechniken, ...) immer auch "mehr" Materialeinsatz und damit "höhere " Kosten bedeutet.

Das gewichtigere Fahrzeug hat aber zwansgläufig immer in jedem beschleunigten Bewegungszustand eine höhere kinetische Energie als das "leichtere" Fahrzeug bei dem jeweils gleichen Beschleunigungszustand.

Nun zu sagen, ..."

ein großes Auto hat bedeutend mehr berechnete Knautschzone, zwar muss diese auch mehr Energie vernichten, doch dafür ist sie auch logischer weise ausgelegt! In so einem Fall stehen eben mal (beispielsweise) 1,5 Meter Knautschzone zur verfügung, in der die Energie abgebaut wird."

ist nicht ganz schlüssig.

Korrigier mich, falls ich falsch liege:

Jeder Kubikzentimeter umbauter Karosserieraum hat ein Eigengewicht, welches in bestimmten Bewegungszuständen (Beschleunigung...) quasi durch sich selbst (Gewicht) kinetische Energie "erzeugt", welche dann wiederum durch konstruktive Maßnahmen, welche wiederum Gewicht bedingen, abgefangen werden muß. Dabei ist wegen bestimmter Materialeigenschaften (Dehnungen, Spannungen, Verwindungen..bedingt durch Eigengewichte und Formen, Materialstärken der Materialien ) davon auszugehen, daß ab bestimmten Formen und Größen umbauten Karosserieraumes das mindestens notwendige einzusetzende Materialgewicht nicht mehr "linear" zunimmt, sondern "stärker" wächst (fiktives Beispiel: Eine Motorhaube mit 3,0 qm Fläche wiegt nicht doppelt soviel wie eine vergleichbare Motorhaube mit 1,5 qm Fläche, sondern wegen notwendiger Verstrebungen und Profilierungen 2,3 x mehr).

Also, je "größer" (schwerer) ein Fahrzeug ist, um so höher (linear) ist seine kinetische Energie im Kollisionsfall, um so "größer" muß sein Potential zur Energieumwandlung (Verformungsarbeit... "Energie-Umwandlung" sein). Trifft nun ein bewegtes (beschleunigtes) Fahrzeug auf ein stehendes , schweres Fahrzeug, dann hat das schwere Fahrzeug eine kinetische "Eigenernergie" von "Null" und muß "nur" die kinetische Energie des "aktiven" Kollisionsgegner "verkraften". Ist aber das "größere" (gewichtigere) Fahrzeug im beschleunigten Zustand und kollidiert z.B. mit einem anderen beschleunigten Fahrzeug, dann müssen die Karosserien höhere Aufprallenergien "absobieren" und jedes Fahrzeug muß dabei auch einen "Anteil" an eigenverursachter Aufprallenergie (= kinetische Energie= Masse/Gewicht x Geschwindigkeit) aufnehmen.

Habe ich da Denkfehler oder kommt das so hin?

Viele Grüße, vectoura

Die Theorie stimmt soweit, da ist nix dagegen zu sagen, doch angenommen großes Auto und kleines Auto kollidieren frontal mit identischer Anfangsgeschwindigkeit V, so sagt die Impulserhaltung aus, (vom vollkommen unelastischen Stoß ausgegangen, da plastische Verformungsarbeit) dass die resultierende Geschwindigkeit U identisch ist. Logischerweise ist die Richtung der Geschwindigkeit noch immer identisch mit derer, des schwereren Fahrzeuges, da der Betrag des Impulses größer ist (Masse * Geschwindigkeit). Jetzt kannst du dir ausrechen, welcher der beiden Insassen eine höhere Beschleunigung erfährt. Der Fahrer des schweren Fahrzeuges der die Anfangsgeschwindigkeit V in eine Richtung und die Endgeschwindigkeit U in der gleichen Geschwindigkeit hat, oder der Fahrer des leichten Fahrzeuges der auch V hatte und dann aber U in die Gegenrichtung!?

Sind die Fahrzeuge dagegen identischer Masse (und auch sonst identisch) so resultiert die Endgeschwindigkeit 0. Der Fall gleicht dann einem Aufprall auf eine starre Wand.

Vielleicht ist der Denkfehler jener, dass du das Auto als ganzes siehst, und nicht das, was der Fahrer davon abbekommt?

Andererseits, wie willst du mir erklären, dass es im Kleinwagen/Kleinstwagenbereich noch nicht durchgängig gelingt, den Insassenschutz von 5 Sternen zu erreichen (siehe zB. der neue Twingo vom "Sicherheitshersteller" Renault), in der Mittel- und Oberklasse aber nahezu kein neues Fahrzeug mehr ohne 5 Sterne gibt?
Das durch die zusätzlichen Knautschzonen mehr Masse entsteht ist natürlich klar, aber diese wird in der Entwicklung berücksichtigt. Entscheidend für den Insassenschutz ist, dem Insassen im Falle einer Kollision den längst möglichen Weg zur Veringerung der Geschwindigkeit zu geben, so dass dieser immer punktuell eine möglichst geringe Beschleunigung erfährt. Also je mehr Knautschzone zur Verfügung steht, desto weniger Belastung wirkt auf den Insassen. (Vorrausgesetzt natürlich, dass alles sinnvoll konstruiert wurde!)

Zitat:

Original geschrieben von vectoura


Ich stehe gerade auf der Leitung:
Irgendwie kann ich keinen exponentiellen Zusammenhang zwischen der Masse und der kin. Energie aus deiner Formel erkennen. Ich sehe da nur einen proportionalen Zusammenhang (0,5 x M...) und einen quadratischen zur V.

???
Viele Grüße, vectoura

Ich nehme an er hat da was falsch aufgenommen, natürlich ist die Masse linear und die Geschwindigkeit exponentiell verknüpft. E=1/2*m*v²

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