LKW und Schneefall. Keine gute Kombination

Was veranläßt Fahrer von LKW´s, die auch noch ohne geeignete Bereifung unterwegs sind, bei starkem Schneefall an Autobahnsteigungen auf die mittlere und sogar die linke Fahrspur zu gehen, um schon fast stehende (mit durchdrehenden Rädern) LKW zu überholen? Dabei aber selber liegen bleiben, und die Autobahn komplett blockieren.
Die Folge: Mehrer Stunden Stau !!
Ganz schlaue fahren dann von der Autobahn runter, mit ihren LKW , und versuchen ihr Glück auf Ausweichruten. Dumm nur, wenn diese auch über Steigungen verfügen und nun auch blockiert werden.
Die Folge: Ausweichrute gesperrt !!
Alles erfunden? Nein, erst jetzt am Wochenende erlebt.
Wieso gibt es keine Mitführungspflicht von Ketten für LKW, und zwar eine kalendarische?

Das Problem mit der Bereifung ist dem BGL bekannt, dennoch gibt es jedes Jahr die gleichen Szenarien.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Alpenfreund schrieb am 1. Februar 2015 um 19:51:00 Uhr:


Was veranläßt Fahrer von LKW´s, die auch noch ohne geeignete Bereifung unterwegs sind, bei starkem Schneefall an Autobahnsteigungen auf die mittlere und sogar die linke Fahrspur zu gehen, um schon fast stehende (mit durchdrehenden Rädern) LKW zu überholen?

Antwort:

Das Wissen, selber in solchen Situationen nicht wieder anfahren zu können, falls sie endgültig zum stehen kommen sollten.

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Zitat:

@Luke1637 schrieb am 10. Februar 2021 um 13:11:12 Uhr:



Dass man mit seinem Geld haushalten muss, ist klar. Aber wenn ich bei der Wahl zwischen Artikeln, die unter bittersten Armutsbedingungen hergestellt für 2€ zu haben sind oder Artikeln, die zu fairen Bedingungen hergestellt für 3,5€ zu kaufen sind, mich für die 2€ Artikel entscheide, dann entscheide ich falsch.
Es ist auch dann noch falsch, wenn die anderen 89 Millionen sich genauso entscheiden.

Das lässt sich doch für die meisten Normalbürger gar nicht feststellen. Die widrigen Bedingungen gibt es hier zu Land schließlich auch zu genüge. Man denke an die Fleisch-, Automobilindustrie, .....

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 10. Februar 2021 um 13:13:38 Uhr:



Zitat:

@Luke1637 schrieb am 10. Februar 2021 um 12:46:37 Uhr:


Ist doch nicht so schwer zu verstehen: Der LKW wird erst zum Laden bestellt, wenn mit dieser Ladung seine Kapazität ausgeschöpft wird.

Aber einen vollen LKW kann man doch nicht mehr beladen. 😁

Sicher...???

https://www.google.com/imgres?...https://images.app.goo.gl/4qkszfQRP9MdCewg8

😉

Dass teilweise die 100€ Jeans genauso aus Bangladesh kommt, wie das 5€ Pendant dazu, ist schon richtig. Kann tatsächlich kein Konsument nachvollziehen.

Andersherum ist aber sicher, dass die 5€ Jeans nicht fair produziert wurde. Ebenso sollte einleuchten, dass Fleisch für 2€/kg nicht von "artgerecht" gehaltenen Tieren kommt.

Ich gebe dir völlig Recht, dass man als Konsument praktisch nicht in der Lage ist, wirklich nachhaltig und fair einzukaufen.
Bei Vielen scheitert es schon an der finanziellen Möglichkeit sich gegen die 5€ Jeans und für die vermeintlich bessere 100€ Jeans zu entscheiden.
Allerdings gibt es zu Viele, die statt einer hochwertigen Hose lieber 20 Billighosen kaufen.
Eine Diskussion in dieser Richtung wäre aber nu' viel zu Offtopic.

Der Punkt bleibt aber bestehen, dass die LKW aufgrund der Verbraucher-Interessen und dem Sparzwang in der Wirtschaft trotz Fahrverbot unter Umständen mit Sommer-Reifen unterwegs waren.
Und dank unserer Sanktionen und dem Druck im Sozialsystem können die Fahrer gar nicht anders, als ihrem Arbeitgeber nachzugeben.

Zu guter Letzt sprang mich aber gerade noch die Automobilindutrie in deiner Aufzählung an. Vielleicht habe ich da einfach was nicht mitbekommen, aber wo siehst du da Misstände? Abgesehen von den Betrugsfällen? Ich bin eigentlich der Meinung, dass man als Arbeiter in dieser Industrie ganz gut versorgt ist?

Zitat:

@reox schrieb am 10. Februar 2021 um 14:36:05 Uhr:



Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 10. Februar 2021 um 13:13:38 Uhr:


Aber einen vollen LKW kann man doch nicht mehr beladen. 😁


Sicher...???
https://www.google.com/imgres?...
https://images.app.goo.gl/4qkszfQRP9MdCewg8
😉

Sieht man doch. Die waren eben noch nicht ganz voll 🙂

Andere Länder, andere Sitten. In Ägypten sah ich mal einen LKW, der richtig große, quadratische Steine geladen hatte. Ladungssicherung für die insgesamt 4 großen Blöcke auf Zugmaschine und Hänger? 0,0 🙂 Aber gut, da liegt ja auch seltenst Schnee.

Ladungssicherung
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Es wurde im aktuellen Beispiel "Bielefelder Berg" ja auch schon eingestanden, dass die Nachricht über das Fahrverbot nicht alle Fahrer erreicht hat.
Was hilft es dem Bulgaren, wenn im Radio eine Sperrung nur auf Deutsch durchgegeben wird?

By the Way, Winterreifen hin oder her: 40T auf einer angetriebenen Achse sind bei Glätte einfach Mist und zum Scheitern verurteilt.

Nun, da frage ich mich, wie das insgesamt kommuniziert hat und evtl. zukünftig besser machen kann.

Zitat:

@NDLimit schrieb am 10. Februar 2021 um 15:01:33 Uhr:


Ladungssicherung für die insgesamt 4 großen Blöcke auf Zugmaschine und Hänger? 0,0 🙂

Was willst da sichern, wenn der Stein los will dann geht der einfach.

So viele Spanngurte gibt's vermutlich auf dem ganzen Kontinent nicht. 😁

Gruß Metalhead

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 10. Februar 2021 um 15:37:37 Uhr:



Zitat:

@NDLimit schrieb am 10. Februar 2021 um 15:01:33 Uhr:


Ladungssicherung für die insgesamt 4 großen Blöcke auf Zugmaschine und Hänger? 0,0 🙂

Was willst da sichern, wenn der Stein los will dann geht der einfach.
So viele Spanngurte gibt's vermutlich auf dem ganzen Kontinent nicht. 😁

Gruß Metalhead

Ich sag ja, andere Länder....

Aber nun mal lieber wieder zurück zum Schneetreiben 🙂

Na das Schneetreiben hat ja aufgehört.
Ladungssicherung ist standartgeschäft und hat unter dieser Überschrift nichts verloren.
Was in den LKW drin ist auch nicht.
Und was sonst so an OT war erst recht nicht.
Nur was in der Eingangsfrage und der Überschrift steht.............

Moorteufelchen

Vermutlich regen sich viele PKW-Fahrer, die selbst nicht unbedingt hätten fahren müssen, darüber auf, dass sie aufgrund liegengebliebener LKWs nicht weiterkamen. Wenn man bei solchen Wetterverhältnissen nicht unbedingt fahren muss, es dann doch tut, ist man selbst schuld, wenn man stecken bleibt.

Ich hatte letztes Wochenende eine längere Fahrt geplant und die dann rechtzeitig verschoben. Meine Strecke ist dann doch nicht kritisch geworden, aber im Vorfeld konnte ich das nicht wissen.

Natürlich gibt es auch PKW-Fahrer, die konnten ihre Fahrt nicht verschieben, aber zumindest letztes Wochenende dürften das nicht so viele gewesen sein.

Aber auch in der Woche denke ich, hätten viele PKW-Fahrer nicht fahren müssen, denn das Home-Office hat sich inzwischen gut etabliert, so dass es viele Arbeitgeber akzeptieren, wenn man bei solchen Wetterverhältnissen zu Hause bleibt.

Dann aber trotzdem fahren und meckern, dass andere dies auch machen, das verstehe ich nicht. 🙁

Klar gibt es auch Autofahrer, die mussten fahren, die haben dann natürlich das Recht, etwas unwirsch über Fahrer zu sein, die nicht hätten fahren müssen oder dürfen und dann mit ihren liegengebliebenen Fahrzeugen die Straße blockierten

Gerade manche LKW-Fahrer stehen so unter Druck, dass sie kaum eine Wahl haben, als zu fahren. Sie sind immer die Dummen und nicht die Speditionen. Wenn man dann noch bedenkt, dass nicht alle LKW-Fahrer etwas von dem Fahrverbot mitbekommen haben. Wie werden LKW-Fahrer eigentlich informiert, über das Radio? Ist es Pflicht als Autofahrer Radio zu hören? Ist es als Autofahrer Pflicht, Verkehrsinformationen in deutscher Sprache auch zu verstehen?

Es ist immer leicht darüber zu meckern, dass die LKW-Fahrer gegen das Fahrverbot verstoßen haben, vielleicht sollte man aber das Ganze auch mal hinterfragen und auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Gruß

Uwe

Zitat:

@212059 schrieb am 1. Februar 2015 um 21:38:05 Uhr:


Hallo ins Forum,

die maßgeblichen Regelungen für die Autobahnen finden sich § 7 Abs. 3c StVO und § 18 Abs. 11 StVO. Darin ist zusammenfassend geregelt:

  • LKW und PKW mit Anhänger dürften den linken Fahrstreifen (bei 3-spurigen Strecken) oder alle Fahrsteifen links der beiden rechten Fahrstreifen (bei Strecken mit 4 oder mehr Spuren) nicht befahren, außer wenn dies zum Abbiegen erforderlich ist.
  • LKW>7,5t und Zugmaschinen dürfen bei Schnee und Regen mit Sichtweite von 50m oder weniger sowie bei Schnee- oder Eisglätte den äußersten linken Fahrstreifen (dies gilt auch bei 2-spurigen Strecken!) nicht benutzen.

Für LKW gilt im Übrigen das Rechtsfahrgebot immer und überall (also auch innerorts).

Viele Grüße

Peter

Gilt das auch während eines Staus? Ich denke eher nicht oder?

Zitat:

@Andreas.Weber schrieb am 10. Februar 2021 um 18:47:07 Uhr:



Zitat:

@212059 schrieb am 1. Februar 2015 um 21:38:05 Uhr:


Hallo ins Forum,

die maßgeblichen Regelungen für die Autobahnen finden sich § 7 Abs. 3c StVO und § 18 Abs. 11 StVO. Darin ist zusammenfassend geregelt:

  • LKW und PKW mit Anhänger dürften den linken Fahrstreifen (bei 3-spurigen Strecken) oder alle Fahrsteifen links der beiden rechten Fahrstreifen (bei Strecken mit 4 oder mehr Spuren) nicht befahren, außer wenn dies zum Abbiegen erforderlich ist.
  • LKW>7,5t und Zugmaschinen dürfen bei Schnee und Regen mit Sichtweite von 50m oder weniger sowie bei Schnee- oder Eisglätte den äußersten linken Fahrstreifen (dies gilt auch bei 2-spurigen Strecken!) nicht benutzen.

Für LKW gilt im Übrigen das Rechtsfahrgebot immer und überall (also auch innerorts).

Viele Grüße

Peter

Gilt das auch während eines Staus? Ich denke eher nicht oder?

Selbstverständlich.

Zum Thema Beseitung des Schneefalls/Schneechaos habe ich heute 2 Berichte gesehen (1 gelesen), wonach es bei unseren niederländischen Nachbarn deutlich besser mit der Schneeräumung klappte. Keine großartigen Staus auf den Autobahnen, da die priorisiert frei waren und dann kamen direkt die Landstraßen und (oh Wunder 😁) die Radwege.

Leider sind die Artikel hinter einer Bezahlschranke und dürfen daher hier nicht verlinkt werden.

Zitat:

@Bamako schrieb am 10. Februar 2021 um 15:13:44 Uhr:


...
By the Way, Winterreifen hin oder her: 40T auf einer angetriebenen Achse sind bei Glätte einfach Mist und zum Scheitern verurteilt.

...das funktioniert, so lange der LKW nicht in einer Steigung zum Anhalten gezwungen wird.

In der Regel -das kenne ich noch aus der Zeit als ich auf großer Tour unterwegs war- vergrößert man als Fahrer eines solchen Zuges den Abstand so weit, dass man den LKW auch bei stockendem Verkehr stetig am Rollen halten kann und auf einer Steigung nicht komplett anhalten muß... selbst Schrittgeschwindigkeit reicht.

Das Problem hierbei sind die PKW-Fahrer, welche um jeden Preis links nach vorne fahren und diese Lücken, welche die LKWs auf den Steigungen benötigen zufahren... so die LKW zum Anhalten zwingen... und sobald ein 40 Tonner einmal in einer Steigung zum Stehen kommt schafft der es in der Regel nicht mehr anzufahren.

Ich habs schon auf spiegelglatten ebenen Eisflächen erlebt... sobald der LKW anhält sinken die warmgefahrenen Reifen eines LKWs in die Eisfläche ein... wenige Millimeter genügen schon und der LKW kommt nicht mehr vom Fleck.

PS: ... mitm Sattelzug (Bild (klick)) bei winterlichen Straßenverhältnissen... das geht problemlos, hier ein paar Videos von damals - https://www.youtube.com/watch?v=YY6DyuwoTkc
https://www.youtube.com/watch?v=KUZCcZ0GPDQ
https://www.youtube.com/watch?v=B8jphpQDKAc
https://www.youtube.com/watch?v=LkJqvZJnqR8

Ich hab hier nochmal aufgeräumt.

Oben steht von mir schon was dazu wie hier weiter gepostet wird.

Moorteufelchen
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