LED-Lampen gehen sehr schnell kaputt
Ich habe folgendes Problem:
Ich habe an ein Fahrzeug mehrere LED-Scheinwerfer gebaut, an verschiedenen Stellen.
Die Scheinwerfer sind mit 10 - 30 V als Eingangsspannung und 12 W als Leistung angegeben.
Das Fahrzeug läuft mit 24 V und ist gute 30 Jahre alt (Mercedes T2) und war während der Tests an die Erhaltungsladung angeschlossen.
Die Lampen sind immer sehr kurz nach dem Einschalten kaputt gegangen.
Woran kann das liegen?
Beste Antwort im Thema
Ich wundere mich etwas zu welchen Ergebnissen hier einige kommen wenn das Datenblatt interpretiert wird.
Bei einem Iout von 0,8 bis 1 A wird eine Speicherdrossel von 33 - 82 Mikrohenry empfohlen.
Die eingesetzte Drossel hat 68 Mikrohenry.
Iout ergibt sich aus 0,1/Rs. Macht bei o,1 Ohm ca 0,9 A.
Zwei LED Stränge parallel ergibt ca. 450 mA pro LED.
Die LED kann 0,7 A ab.
Womit wir wieder beim Thema wären, wer billig kauft kauft öfter.
Das Datenblatt beinhaltet nur die Minimalbeschaltung.
Im Kfz gehört da wenigstens ein Schutz vor Spannungsspitzen dazu bestehend aus Dioden, Kondensatoren und Drosseln.
65 Antworten
Hallo!
Wie sicher bist du denn, daß die LEDs wirklich 10-30V Eingang haben? Du richtest dich doch hoffentlich nicht nach dem Ausgang eines zugehörigen Netzteils?
So ein typisches LED-Netzteil im Haushalt liefert einen konstanten Strom von 350mA, weil das der typische Strom von einem typischen LED-Modul ist. Mehrere LED-Module werden in Serie geschaltet, somit addieren sich die Spannungen zu der Gesamtspannung, die das Netzteil liefern muß. Es hat ne Obergrenze, aber auch ne Untergrenze. Und diese 10-30V klingen sehr typisch für sowas.
Also, was sind das denn für LEDs?
Denke, solange der TE hier nichts zur LED sagt, ist jegliche Spekulation sinnlos! Es kabn faktisch alles sein.
Zitat:
@crafter276 schrieb am 04. Dez. 2019 um 11:59:29 Uhr:
Unterbrechungen im Millisekunden Bereich mögen die LED`s nicht.
LEDs werden in modernen Kommunikationsnetzen (Also weniger in Deutschland 😁) eingesetzt. Sie sind Hauptbestandteil der Datenkommunikation via Glasfaser. Dort blinken die LEDs sogar Picosekundenbereich! Da schlafen diese im Millisekundentakt förmlich ein! Ich selbst hab ein Lifi im Betrieb. Da schalte ich im Nanosekundentakt.
MfG
Zitat:
@Piefke11 schrieb am 3. Dezember 2019 um 22:31:40 Uhr:
Die Lampen dienen der Beleuchtung des Laderaumes, müssen also nicht STVZO konform sein.
Wie kommst Du darauf?
Wenn es Leuchten sind die vom Kfz Netz versorgt werden müssen sie auch eine E Nummer haben.
Deshalb gibt es billigen Chinaschrott weil dem Hersteller die Kosten für eine Typzulassung zu hoch sind.
Und es gibt Leute die so etwas kaufen weil denen die Kosten für eine typzugelassene Leuchte zu hoch sind.
Du bekommst das was Du bezahlst. So ist es nun mal.
Danke für die Rückmeldungen. Ich bin bis jetzt noch nicht dazu gekommen, die tatsächliche Spannung am Fahrzeug zu messen, mache ich am WE.
Ja, die Lampen waren billig und ich habe auch nicht die höchste Qualität erwartet, aber wenigsten leuchten sollten sie und nicht nach einer Sekunde kaputt gehen. Es sind auch nur zwei Stellen, an denen bisher Lampen kaputt gegangen sind. An anderen Stellen funktionieren sie. Ich messe das mal alles aus und berichte dann. Dann leifere ich auch mal ein Datenblatt.
Auf weitere Belehrungen kann ich gern verzichten!
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Dann tausche doch mal Lampen von den Stellen wo sie bisher funktioniert haben. Gehen die dann dort auch sofort kaputt?
Zitat:
@crafter276 schrieb am 4. Dezember 2019 um 11:59:29 Uhr:
Mal so aus Spaß: Wenn die Lampen zum Morsezeichen senden verwendet werden halten die, auch die von Hella nicht lange. Unterbrechungen im Millisekunden Bereich mögen die LED`s nicht.
Vermutlich gibt es kein Leuchtmittel was für zyklischen Betrieb besser geeignet wäre als LEDs.
Schau dir mal an in welchen Anwendungsbereichen LEDs haben.
Sie werden gerade und immer dann verwendet wenn es blinken soll.
Optische Datenübertragung, Signalisierungen an Computern, Netzwerkhubs u.s.w.
Daran liegts also sicher nicht.
Wenn die Möglichkeit besteht, miss die Spannung mit einem Oszilloskop. Da siehst Du ob Spannungsspitzen vorhanden sind.
Wer sich wundert, warum ne LED in Sekunden defekt ist, wird KEIN Oszilloskop haben. 🙄
@Piefke11 : Welche LEDs hast du? Link? Bild? Daten?
Hier sind einige Elektroniker und könnten dir vernünftig helfen. Nur, musst du schon sagen was du verbaut hast. "Ich hab ne LED", hilft nicht!
MfG
So hier mal ein "Datenblatt" und ein Bild von einer geöffneten Lampe. Scheint wirklich billigste China-Technik zu sein. Ich werde es mal mit Kondensatoren als Spannungsspitzenkiller versuchen und mich halt nach besseren Lampen umsehen. Wer billig kauft, kauft zweimal.
Da wird der winzige Switcher vielleicht schon durch Schalterprellen dahingerafft, wenn die Eingangsspannung nah am Limit ist. Kondensator könnte was bringen.
Wenn das im Bild ein Step-Up--Step-Down MT 3608 ist kann ich mir das mit der Eingangsspannung am Limit schon vorstellen.
Der macht maximal 24 Volt Input.
Stromtechnisch macht der ca. 2 Ampere
bei einer Taktfrequenz von ca. 2 MHz (richtig: 2MHz)
1 oder mehr gute Dioden in Reihe zum Eingang reduzieren die Spannung um 0,7 Volt je Diode.
Quellenangabe der Bilder:
Bild 1: Beschreibung des MT 3608 Fa. Aerosemi.
Bild 2: Mein Foto des gekauften Step-Up-Reglers.
Zitat:
@Kung Fu schrieb am 13. Dezember 2019 um 18:59:27 Uhr:
Kondensator könnte was bringen.
Vermutlich nicht, sind schon eingebaut (mit C bezeichnet)
Zitat:
@Piefke11 schrieb am 3. Dezember 2019 um 21:06:44 Uhr:
Das Fahrzeug läuft mit 24 V und ist gute 30 Jahre alt (Mercedes T2) und war während der Tests an die Erhaltungsladung angeschlossen
Gehen die LED nur kaputt, wenn das Ladegerät angeschlossen ist? Wenn das Ladegerät nicht angeschlosen ist, leuchten die LED dann ohne Ausfälle?
Was für ein Ladegerät ist das? Kannst du mal den Typ nennen?
Wenn das z. B ein Ladegerät ist, das über eine De-Sulfatierungsfunktion verfügt, könnten dadurch störende Spannungsimpulse entstehen. Es könnte auch generell ein Defekt in dem Ladegerät vorliegen.
Gruß
electroman
Zitat:
@amdwolle schrieb am 13. Dezember 2019 um 19:30:02 Uhr:
MT 3608
Der mag ohne Schutzbeschaltung keine Überschwinger am Feedback. Dabei ist der sofort hin. Sprich: Eingangsspannung darf nicht höher liegen, als die LED-Spannung, die benötigt wird. Ich denke, mehr wie ~14V (4 x 3.2V + 0.6V + Spulenverlust) verträgt die Schaltung nicht. Dabei ist die maximale Eingangsspannung vom IC egal.
Der MT3608 ist ein reiner Step-Up-Wandler, der mit 1.2 MHz arbeitet. Die Eingangsspannung muss geringer sein, als die Ausgangsspannung. Ich denke, dies ist hier nicht der Fall.
MfG
Zitat:
@Johnes schrieb am 13. Dezember 2019 um 20:06:37 Uhr:
Der MT3608 ist ein reiner Step-Up-Wandler, der mit 1.2 MHz arbeitet. Die Eingangsspannung muss geringer sein, als die Ausgangsspannung. Ich denke, dies ist hier nicht der Fall.
Ups, stimmt. Habe ich leider übersehen.