Kurzschluss Motorsteuergerät
Mein Astra H Caravan 1,3 CDTi hatte letzte Woche schon mehrmals Aussetzer, dann startete er gar nicht mehr. Der ADAC baute eine neue Batterie ein, half nicht lange. Fehlercodes auslesen vor 4 Tagen ergab: ABS Sensor nicht erkannt, die Fehler wurden gelöscht, dann selbes Problem: Motor ging während der Fahrt aus, tags drauf startete er gar nicht mehr. Fehlercodes konnten diesmal weder vom ADAC noch von der Opel Werkstatt ausgelesen werden.
Diagnose der Werkstatt: Kurzschluss im Motorsteuergerät.
1653 EUR wollen die inkl. Einbau haben für ein Neues. Das ist für mich (Astra Basis 181.000 km, Bj. 10/2008) ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Nun die Fragen:
Wie hoch ist erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kurzschluss IM Steuergerät zuschlägt - oder muss man von einem Kurzschluss außerhalb des Geräts ausgehen und mithin einer anderen (echten) Fehlerquelle?
Opel soll die alten "HE" Steuergeräte (die lt. Opel Händler noch um die 800 EUR gekostet hätten) nicht mehr herstellen, nur noch die Teilenummer GM 55572740 (1237779) - und das kostet eben 1376,16 zzgl. Mwst.
Kennt jemand vielleicht Bezugsquellen für die alten Steuergeräte (gibt es da noch Nachbauten oder andere, die passen?). Das Bild meines ausgebauten ist anbei.
Grüße und Dank
Uwe-Hans
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15 Antworten
So, heute kam der Opel Astra zur Schlachtbank. Habe gerade noch den 2. Satz Reifen (Opel Designfelgen) vorbeigebracht und den Ankaufschein abgeholt.
Letztes Jahr aus erster Hand vom DRK gekauft, Kaufpreis inkl. neu angebauter Westfalia AHK (abnehmbar) vom FOH, 4 neue Reifen, neue Alufelgen + neue Sitzbezüge hat mich das Fahrzeug rd. 8000 EUR gekostet.
Jetzt, 22 Monate später muss ich es wegen undichtem Motorsteuergerät zum Schrottwert von 1000 EUR abgeben.
Trotz penibelster Inspektionen (alle beim FOH) vom DRK+mir.
Wenn das die neue Qualität eines deutschen Mittelklassewagens sein soll - nach 7 Jahren schrottreif - dann kann man Opel vergessen.
Ein undichtes Motorsteuergerät - also schlampige Abdichtung, das darf nicht passieren. Nicht nach 7 Jahren im zivilen Strassenverkehr.
Dass ein Motorsteuergerät für 800 EUR nicht mehr als Ersatzteil angeboten wird und stattdessen ein MSG für 1400 (alles so laut Auskunft meines FOH) genommen werden muss, ist ebenfalls keine Glanzleistung von Opel.
@altae: Deine kritischen Anmerkungen zum Privatverkauf eines defekten fahrzeugs habe ich beherzigt. Zumal dazu auch keine Tipps aus dem Forum sonst kamen.
Aber "wirtschaftlicher Totalschaden" ist ja klar definiert: Schrottwert + Reparaturpreis > Zeitwert des reparierten Autos
Wobei wir schon beim nächsten Opel-Problem wären: dem Wiederverkaufswert.
Der Astra bringt laut meinem FOH 2500-3000 im Verkauf, Einkauf natürlich einiges darunter. Mein Automobilclub hat mir ebenfalls noch ein Wertgutachten erstellt. Da liegt er mit der Fahrleistung etc. bei 2900 Verkaufswert. Also bin ich keinem schlitzohrigen Händler aufgesessen. Und mein Erstfahrzeug, ein Opel Zafira liegt nach gut 3 Jahren noch bei 29% des Listenneupreises.
Soviel % vom Listenpreis habe ich für meinen vorletzten VW nach Diebstahl auch bekommen - nur war der da nicht 3, sondern 6 Jahre alt und hatte weit mehr als doppelt soviel km (nämlich 240000) drauf.
Und für meinen letzten VW, ein Polo, der korrekt parkend von einer Dame angefahren wurde, wurden mir noch sage und schreibe 1400 EUR Schrottwert geboten, obwohl er 9 Jahre alt und 264.000 (problemlose) km hinter sich hatte und durch den Unfallschaden gar nicht mehr fahrbereit war.
Auch demgegenüber sind die 1000 EUR für einen scheckheftgepflegten Astra Combi mit lediglich def. Motorsteuergerät (sonst unfallfrei) und nur 181.000 km schon ne fette Enttäuschung.
Mein Fazit nach 3x Neukauf Opel:
Ich habe fertig. Qualität, Service, Wertverlust - das geht so nicht.