Kupplung schwergängig nach Autobahnfahrt??
Hi. ich weiß nicht ob ich es mir einbilde, aber ich habe das gefühl wenn ich eine weile autobahn gefahren bin ohne kupplung zu benötigen, muss ich beim ersten treten kräftiger treten als normal, beim zweiten mal normal. wenn das auto ne woche steht, habe ich nicht das gefühl das sie schwer geht. hat jemand eine ähnliche erfahrung gemacht??
Beste Antwort im Thema
Beim 202/203 war es de facto so, dass sich Bremse und Kupplung ein Flüssigkeitssystem geteilt haben. Da ga es dann auch immer das "Phänomen", dass nach langen Strecken ohne zu Kuppeln der erste Tritt auf die Kupplung schwer war.
Das lag (vereinfacht ausgedrückt) daran: die Flüssigkeit war zurück in den Behälter gelaufen und die Hydraulik der Kupplung brauchte einen Kupplungsvorgang, um wieder das System zu versorgen. Beim 202 und 203 war es bei dauerhaft schwergängiger Kupplung auch üblich, einen Bremsflüssigkeitswechsel vorzunehmen. Das hat z.T. Wunder gewirkt.
Also, schwergängige Kupplung bei 202/203 z.T. völlig normal, da bauartbedingt.
Nun gilt es nur noch zu klären, ob der 204 das gleiche gemeinsame System vom Bremsflüssigkeit und Kupplung hat, was sich für mich nach den obigen Schilderungen der Handrührfraktion so anhört.
Ein schönes WE wünscht
Superlolle
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Ich hab gestern mit meinem Merceds-Meister darüber gesprochen. Er sagte, bisher hätte er von dem Problem noch nichts gehört. War glaubhaft. Er sagte, das die Kupplung hydraulisch sei und sich da eigentlich nichts festfressen könne oder so. Ich kann das jetzt nur so weitergeben, weil ich selbst davon zu wenig Ahnung habe. Hoffe, es hilft weiter.
Das wurde hier aber schon öfter erklärt.
Die Bremsanlage und die Kupplung teilen sich den gleichen Hydraulikkreislauf.
Warum auch immer läuft etwas Bremsflüssigkeit aus der Leitung des Kupplungsgeberzylinders (KGZ)wieder zurück in den Ausgleichbehälter. Je wärmer es ist, desto "mehr" läuft zurück. Wärmer= dünnflüssiger.
Nun kommt der erste Tritt auf das Kupplungspedal und die Flüssigkeit flutet wieder die Leitungen, bis das Spiel wieder von vorne beginnt.
Ist konstruktionsbedingt eben so. Bei den Einen etwas mehr, bei Anderen etwas weniger.
War beim W203 schon so und bei den W210 und W211-Schaltern ebenso.
Ich habe das auch, aber dieses Jahr nicht so ausgeprägt, sondern nur schwach.
In den ersten Jahren war es deutlicher zu spüren. nach einem routinemässigen Bremsflüssigkeitswechsel war es dann weg, kam aber nach ca. 6 Monaten wieder, nur dann eben ganz schwach. So ist es bis heute.
Ich merke es, wenn überhaupt, dann nur zwischen Mai Oktober (also wenn es wärmer ist) und nach etwa 20 Minuten Autobahnfahrt, manchmal auch nach längerer Überlandfahrt....eben, wenn die Kupplung mal 20 Minuten nicht getreten wird, die Drehzahl aber immer nahezu konstant bleibt.
Es ist also alles in Ordnung.
Ich kann nur raten, daß diejenigen, bei denen es wirklich sehr präsent ist, mal einen Bremsflüssigkeitswechsel vornehmen lassen und mal andere BFK benutzen (ATE oder so). Eben mal was anderes. Möglicherweise pumpt der KGZ keine ausreichende Menge, sodaß hier zuviel zurückfließt.
Weiter beobachten....
Oh prima, danke! Ich hatte mir sowas in der Art schon gedacht, passt zu dem was mir der MB Meister gestern erklärt hat, nur kann ich sowas halt nicht so gut weitergeben.
Oh Mann, da fließt doch nicht zurück, das ist ein geschlossenes System, also (hoffentlich) ohne Luft. Aus technischer Sicht ist dieser Text als sehr abenteuerlich zu beurteilen... 😁 😁 😁
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OK. Würde mir aber einleuchte, bei gleichem Hydraulikkreislauf.
Bei meinem W123 ist mir mal die Bremsleitung gebrochen, woraufhin das Kupplungspedal einfach nach unten wegklappte.
War beim Vito mal genauso.
Und nu? Ich bin technisch nicht bewandert genug, um jetzt zu sagen, was genau da vorgeht. Die Kernaussage für mich ist jetzt: kein Defekt, sondern alles ok.
Zitat:
Original geschrieben von Powermikey
Oh Mann, da fließt doch nicht zurück, das ist ein geschlossenes System, also (hoffentlich) ohne Luft. Aus technischer Sicht ist dieser Text als sehr abenteuerlich zu beurteilen... 😁 😁 😁
Doch, nur ohne Luft selbstverständlich. Vielleicht "fließt" es auch nicht sprichwörtlich, sondern es ändern sich die Druckverhältnisse. Reinschauen kann man ja nicht.
Aber nur so, kann man es einigermassen verstehen.
Vielleicht kann es ja mal irgendwann jemand besser oder richtig erklären...🙄
Moin, ich hol das Thema mal aus der Versunkung wieder raus.
Ich habe gelesen, dass die Schwergängigkeit der Kupplung nach langen Autobahnfahrten (ohne die Kupplung für ca 1ß-15 min bei hoher Geschwindigkeit getreten zu haben) an einem defekten Ausrücklager oder aber auch an der schelchten oder fehlenden Schmierung an der Antriebswelle, dort wo das Ausrücklager sitzt liegen kann.
Was meint ihr? Logisch oder nicht?
Ausserdem habe ich gelesen, dass sich die Antriebswelle nachträglich schmieren lässt.
Man muss den Abdeckgummi im Getriebe, dort wo die Kupplung entlüftet wird, abnehmen.
Und dann kann man mit einem langen Sprühröhrchen die Heißschmierpaste (A0009899151) auf die Getriebeeingangswelle sprühen. Hin und wieder die Kupplung betätigen, damit es sich gut verteilt.
Allerdings ist das aus einer Quelle, wo es um W203er geht.
Ist das Schaltgetriebe des W204 und der W203 gleich? Dann würde diese Methode ja funktionieren.
Was meint ihr?
Hat der W204 (VorMopf) eigentlich eine vernickelte Antriebswelle und muss diese überhaupt gefettet werden?
Kann es evtl auch Kupplungsabrieb sein, welches sich auf der Antriebswelle festklebt und somit die Kupplung schwergängig wird? Aber dann müsste soe ja immer, auch bei geringeren Geschwindigkeiten (Stadtverkehr) schwergängig sein?
So Leute, jetzt seit ihr dran. Was meint ihr zu diesem Thema.
PS: Ich war bei zwei MB Werkstätten und beide zucken mit den Schultern. Evtl. gibt es ja ein Tips Dokument oder so. Dann könnte ich denen das mal vorlegen.
Danke
sykdiver
Zitat:
So Leute, jetzt seit ihr dran. Was meint ihr zu diesem Thema.
PS: Ich war bei zwei MB Werkstätten und beide zucken mit den Schultern. Evtl. gibt es ja ein Tips Dokument oder so. Dann könnte ich denen das mal vorlegen.
Ich fahre meinen S204 jetzt seit knapp 3 Jahren und am Anfang war mir der Effekt auch aufgefallen, mittlerweile aber nicht mehr. Entweder habe ich mich in der Zwischenzeit daran gewöhnt, oder es hat sich irgendwann von selbst erledigt.
Wie dem auch sei, ich bin eigentlich nie auf die Idee gekommen, daran etwas ändern lassen zu wollen; das ist doch nur bei den ersten 2-3 Kupplungsbetätigungen nach der Autobahnfahrt spürbar.
Gruß,
Bernd
Ja, aber..... Bist Du schon mal richtig lange Autobahnstrecken gefahren? zb navh Italien? Die Kupplung wird so richtig hart! Du hast dad Gefühl als würdest Du eine Tonne gewicht mit Deinem linken Fuß wegschieben bein Kuppeln.
So kann es nicht bleiben. Das ist nicht Stand det Technik.
Gruß Sykdiver
Ahh, OK.
Ich fahre zwar jeden Tag Autobahn, aber nur rund 50km, und danach war der Effekt nie besonders stark. Wenn sich das mit steigender Strecke immer weiter verstärkt, dann ist das natürlich etwas anderes.
Gruß,
Bernd
Zitat:
Original geschrieben von sykdiver
Ja, aber..... Bist Du schon mal richtig lange Autobahnstrecken gefahren? zb navh Italien? Die Kupplung wird so richtig hart! Du hast dad Gefühl als würdest Du eine Tonne gewicht mit Deinem linken Fuß wegschieben bein Kuppeln.So kann es nicht bleiben. Das ist nicht Stand det Technik.
So ist es bei mir schon lange, und das ist mal mehr, mal weniger "hart" aber für echte Männer kein Problem 😁
Wenn es Dich so sehr stört, würde ich einfach auf der Fahrt nach Italien alle 200 km mal kuppeln (bzw. ein Päuschen machen), dann klappts auch mit der Geschmeidigkeit.
Was ich sagen will, es wird auf alle Fälle nicht schlimmer....
Viele Grüße
Moonwalk
Moin,
ich bin immer mehr davon überzeugt, dass es mit einem Defekt aus Zentralausrücker zusammenhängt. Evtl sogar zzgl. schlechter oder keiner Fettung am Lager. Wenn dann noch der thermische Effekt mit eintritt (hohe Geschwindigkeit, größere Wärme-/Hitzeentwicklung am Lager bzw Ausrücker, dadurch Ausdehung des Materials, dadurch höhere Reibung), wird mehr Kraft zum betätigen des Kupplungspedals benötigt.
Aus diesem Grunde, werde ich den Zentralausrücker austauschen und die Getribewelle ordentlich einfetten lassen. Wen ich schon dabei bin, kommt gleich noch eien neue Kupplung von Sachs rein.
Was meint ihr? Haltet ihr das für einen richtigen Ansatz?
Gruß sykdiver
Mein S204 250 CDI hat auch das schwergängigere Pedal nach Autobahnfahrt. Kurz nach Kauf Ende 2012 bekam ich eine neue Kupplung auf Gewährleistung, da die alte durchrutschte. Auch wurde vor einigen Wochen die Bremsflüssigkeit erneuert. Die Schwergängigkeit war vorher wie nachher vorhanden und ich mache mir darüber überhaupt keinen Kopp. Vor Jahren meine Wagen mit Schaltgetriebe (hatte zwischenzeitlich Automatik-Autos) von anderen Marken hatten genau so das schwergängige Pedal beim ersten Tritt nach längerer Autobahnfahrt. Damals hatte ich mich mal erkundigt und die Begründung war, wie hier schon mehrfach genannt, der gemeinsame Hydraulikkreislauf von Kupplung und Bremse.
Ich fahre über 40.000 km p.a. und es ändert sich an den "Symptomen" rein gar nix. Also, einfach fahren und geniessen und nicht irgendwelche Flöhe husten hören, die gar nicht da sind ;-)
Gruß, Thomas
Hey Thomas, wie stark schwergängig war bzw. ist deine Kupplung denn? Bei mir ist es wirklich so, dass ich so richtig richtig viel Kraft aufwenden muss. Gefühlt eine Tonne!
Der Wagen von meinem Vater (auch C220 W204 Bjr 2008) verhält sich nicht so bzw. die Kupplung wird nur ein kleinen wenig schwergängiger. Das ist aber noch absolut im Toleranzbereich.
Gruß sykdiver
Gruß sKdiver
Hallo sykdiver,
die Kupplung wird schon deutlich strammer. Schwer zu beschreiben, aber es hat vom Pedalgefühl in dem Moment nichts mehr mit dem "normalen" Gefühl zu tun. Der Kraftaufwand ist die nächsten ein, zwei "Tritte" deutlich höher. Verhärtet irgendwie. Es wird deutlich Kraft benötigt.
Wie gesagt, schwer zu beschreiben....
Gruß, Thomas