Kupferpaste empfehlenswert?

Ich wechsele meine Reifen meist selbst.
Nun habe ich in einem Youtube-Video den Tipp gesehen, auf die Nabe am Fahrzeug jeweils etwas Kupferpaste aufzutragen, bevor man den neuen Reifen wieder montiert (natürlich vorher Nabe mit Bürste säubern).

Was haltet Ihr davon und was ist der Zweck einer solchen Paste?
Und... sollte / kann man diese Kupferpaste auch an die Radschrauben geben, damit sie sich besser lösen / befestigen lassen?

LG
imebro

Beste Antwort im Thema

Interresant, da jeder sagt man soll die Schrauben udn Aufllageflächen von allen Wundermitteln frei halten.

Vorallem die Schrauben, wenn diese geschmiert sind, kann man das vorgeschriebene Drehmoment nicht mehr einhalten sondern überzieht die Verbindung.

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Vollkommen richtig, was ihr dort schreibt, allein die hohen Brems- und Beschleunigungskräfte die auf diese Stelle wirken, verbietet dort eine Schmierung. Doch ich schrieb, das ich es so bei mir mache, und habe darauf aber keine allgemein gültige Regel herbeigeleitet.Negative Erfahrungen mit festgammeln von Stahlfelgen,auch bei Verwendung von Kupferpaste trieb mich dahin, das ich seit ein paar Jahren nun auch an diese Stelle einen dünnen Auftrat von Keramikpaste bei Stahlfelgenmontage vornehme.Aber da bin ich schon bei euch, richtig ist es nicht.Ich habe aber auch noch keine negativen Erfahrungen mit sich lösenden Radschrauben oder/und als Folge dessen sich bewegende Felgen gemacht.Sollte dieses Ereignis eintreten, würde ich diese Montage-Politik wieder ändern.

Das Ölen von Zylinderkopfschrauben (Dehnschrauben...) ist eine gaaaaanz andere Geschichte, da die Schrauben auf Zug belastet werden müssen, um sich zu verformen und dadurch Spannung zu erzeugen. Da wäre es kontraproduktiv, wenn hohe Reibungskräfte durch ungeschmierte Auflagepunkte und Gewinde das Zugmmoment verfälschen würden.

Bei Dehnschrauben merkt man das auch, sobald sie beginnen sich zu verformen. Bei Radschrauben wäre das doof, da ist der Kopf dann ab.

Zitat:

@kasemattenede schrieb am 14. April 2017 um 19:52:41 Uhr:


Warum benutzen selbst die Profis in den Reifenbetrieben Drehmoschlüssel und kein Fett an den Radschrauben ?

Ein Freund von mir hatte sich vor zig Jahren einen neuen Alfa Romeo Sportwagen gekauft. Er hatte sich auch gleich vom Händler spezielle Alu-Felgen bestellt. Der Wagen kam mit den Serienfelgen zum Händler. Diesem gelang es NICHT eines der Vorderräder abzuschrauben. Die Radschrauben waren staubtrocken UND FESTGEROSTET. Mit einer Hebelsarm-Verlängerung riss eine der Schrauben nach der anderen ab ...

Man montierte meinem Freund auf Garantie eine komplette neue Vorderrad-Welle ...

Seit wann, sind die Räder an der Welle fest? Bei mir schraube ich sie auf die Nabe!

Unser Focus hat Jahre ohne Radkappen draußen geparkt. Nie waren die Muttern fest gerostet. Bei einem Neuwagen waren die Muttern fest? Spricht das jetzt für die Qualität von FORD oder gegen die Qualität von Alfa/Fiat?

😕🙄😕

MfG

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astra-j kommt das auch vereinzelt vor.

Wann kommt das vor?

  • Wenn die Bolzen Jahre nicht abgebürstet werden?
  • Gleich alle fest?
  • Nur ein Einzelner?

MfG

konstruktive Schwäche/schlechter Materialmix in Verbindung mit ungeschütztem Winterbetrieb. insignia hat auch (andere) radmuttern und erfahrungsgemäß keine Probleme dieser Art.

Man muss sich die Situation am eigenen Wagen genau ansehen. Bei manchen Auto/Rad-Kombinationen ragen die Gewinde nach hinten über die Nabe ein Stückchen heraus und da bildet sich dann massiv Rost, der auch ins Gewinde rein wandert. Wenn das über Jahre so bleibt, kann es sein, dass man die Schraube kaum noch raus bekommt ohne das Gewinde zu schädigen und rein auch nicht mehr. Wenn man so eine Situation hat, sollte man die Schrauben hin und wieder rausdrehen, reinigen und neu fest ziehen. Empfehlung von Südrad ist ein Tropfen Öl pro Schraube und Montage. Ich nehme normales Fahrradöl dafür.

Ansonsten etwas Fett auf den Kranz am Mittelloch, aber eher keins auf die Auflagefläche.

Zitat:

@sukkubus schrieb am 15. April 2017 um 13:09:59 Uhr:


jetzt kann ichs doch nicht lassen...

die verbindung felge/nabe ist in erster linie eine kraftschluß/pressverbindung.
d.h. die durch den anpressdruck erzeugte reibung zwischen felge/nabe verhindert das abdrehen der felge.
(...)

Hättest du jetzt noch Rad oder Radschüssel gesagt statt Felge, wäre es perfekt. Aber die Botschaft kommt klar rüber.

Und bitte: jede Vorgabe eines Anzugsdrehmomentes zielt darauf ab, über die dabei zu erwartende Längenänderung des Bolzens - die kein alleiniges Merkmal von Dehnschrauben ist - eine Spannkraft in axialer Richtung zu erzeugen. Wird ein nennenswerter Anteil dieses Drehmoments wegen Schmutz oder Korrosion im Gewinde schon für das Überwinden der Reibung aufgezehrt, kommt die konstruktiv vorgesehene Spannkraft nicht zustande. Genau daraus resultiert ein Risiko des ungewollten Lösens.

Zwischen den Zuständen "kräftig geölt" und "verrostet / verdreckt" ist aber eine Menge Luft. Das mag erklären, warum Opel das Ölen eher untersagt und andere sich dazu nicht äußern oder, wie Porsche, ein "Anti-Seize"-Mittel verlangen.

Grüße
SpyderRyder

Edith: wer glaubt, dass beim gewöhnlichen Reifenhändler durchweg "Profis" arbeiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Meine Wahrnehmung ist hier jedenfalls eine ganz andere. Kenne genügend Branchenfremde oder Ungelernte, die in diesen Betrieben jobben. Trifft wie immer nicht auf alle zu, aber doch auf nicht wenige.

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 19. April 2017 um 13:41:15 Uhr:


Edith: wer glaubt, dass beim gewöhnlichen Reifenhändler durchweg "Profis" arbeiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Meine Wahrnehmung ist hier jedenfalls eine ganz andere. Kenne genügend Branchenfremde oder Ungelernte, die in diesen Betrieben jobben. Trifft wie immer nicht auf alle zu, aber doch auf nicht wenige.

ja, immer wieder beliebtes scenario dieser 'fachleute':
rad erst mit schlagschrauber anrattern, dann theatralisch den riesendrehmoment rausholen und anknacken. um ganz sicher zu gehen, noch mal 'knack' machen *hier-fehlt-jetzt-der-vogelzeig-smilie*

ich hab mal so einen gefragt, was der schwachsinn soll; das machte er

Zitat:

um vorspannung zu haben

er dürfte dann lösen und

ich

hab die nur mit dem drehmoment angezogen. der übrigens auch falsch eingestellt war.

mittlerweile fahre ich die reifen u. felgen im lastesel hin und lasse nur noch den reifen wechseln.

Zitat:

@sukkubus schrieb am 19. April 2017 um 14:48:00 Uhr:


mittlerweile fahre ich die reifen u. felgen im lastesel hin und lasse nur noch den reifen wechseln.

Handhabe ich tunlichst genau so.

Ich drehe die Bolzen immer solange fest, bis sie wieder leicht gehen. Dann eine halbe Umdrehung zurück und voilà, schon sind sie mit dem richtigen Drehmoment angezogen. 😁

mfg

@Go}][{esZorN: Das ist deine letzte Ermahnung! Nächstes Mal, gibt es eine Auszeit!!! 😠

Der OT ist nicht hilfreich! Was, wenn das jemand für voll nimmt? 😰

MfG 😛
Johnes
MT-Moderation

Zitat:

@Johnes schrieb am 19. April 2017 um 17:37:04 Uhr:


@Go}][{esZorN: Das ist deine letzte Ermahnung! Nächstes Mal, gibt es eine Auszeit!!! 😠
[...]
MT-Moderation

Jetzt kloppt schon der eine Mod auf den anderen ein und droht mit Sperre. Herrlich! 😁 😕

@Johnes
Gut gebrüllt, Löwe. Einzig die Zähne fehlen. 😁

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