Kosten ABC Fahrwerk/Ventilbloecke W220 S65/S600 im Jahre 2020

Mercedes S-Klasse W220

Hallo liebe Gemeinde,

ich dachte ich eroeffne mal aus gegebenem Anlass einen neuen Thread welcher rein der Information dient und vielleicht auch dem einen oder anderen Originalliebhaber etwas hilft.

Bei mir musste aufgrund eines GRUENDLICHST schief gegangenen ABC-Oelwechsels das ganze System gewartet und (sehr interessant hier) neu eingestellt werden.

Fehlerbild war am Schluss ein sofortiges Absacken meines S65 auf der gesamten linken Seite nach wenigen Minuten, mit Glueck Stunden und ein genereller Schiefstand des gesamten Fahrzeugs um die Laengsachse, welcher zu fehlerhafter Regelung im Fahrbetrieb fuehrte.

Nach eingehender Diagnose wurde - klassisch Mercedes - natuerlich der Ventilblock, respektive die Ventilbloecke als schuldig erachtet und standen zum Tausch an.

Kosten fuer BEIDE Bloecke im Jahr 2020 sind exakt 3244,80 netto, also 1622,40 pro Stueck netto.
Dazu kommen Oelfilter fuer 35,33 netto und Oel fuer 295,08 netto fuer die anschliessende Neubefuellung/Spuelung.
Kleinteile sind witzigerweise mit integriert, weiss nicht ob das ob des gigantischen Preises Kulanz war.
Die Arbeit fuer den Wechsel beider Bloecke ist mit knapp 931,26 noch recht gut, vor allem muss man hier bedenken, das da AMG-AWs gelten, da kostet die Stunde knappe 135,- netto (ja 'nuff said 😉).

Da nach dem Tausch beider Bloecke festgestellt wurde, dass das Fahrzeug nach wie vor schief stand und unsinnige Werte zu erreichen versuchte, musste das Fahrwerk neu kalibriert werden. Dafuer sind laut MB 3h drauf gegangen. Die sind von den 931,26 also abzuziehen, wenn das Fahrwerk vorher gut war. Beim S65 wurde allerdings vorher schon Mist gebaut und einfach alles - wie wuerde man in der IT-Welt sagen - zerschossen von Unwissenden Werkstaetten.

Dazu kamen dann noch 3 Hochdruckleitungen HA, weil die ebenfalls kaputt gebastelt wurden, Kosten hier insgesamt 291,20 plus 2h Arbeit da die HA gesenkt werden musste.

Soooo... die Rechnung am Ende kann jeder selbst machen, netto waren es dann knappe 5000,- nur fuer die Arbeiten. Waere noch die Pumpe dabei gewesen und 4 Federbeine sind es knappe 12000,- netto. Alles natuerlich AMG-zertifizierte Fachwerkstatt (Hauptniederlassung), die auch eben die 135 Euro berechnen. Teilepreise bleiben gleich.
Ich hatte jetzt Glueck und bei mir war alles fein mit dem Wechsel, seither faehrt das Fahrwerk wieder wie am ersten Tag (oder vor dem Beginn der katastrophalen Massnahmen) und bleibt auch wieder nach 3 Wochen da stehen wo es hingehoert. Da bewegt sich nichts um KEINEN Millimeter (nur um mit dem Irrglauben es duerfe/koennen sich ja absenken auch mal aufzuraeumen - nein tut und darf es nicht, wenn alles im Topzustand ist).

Ob sich der Aufwand fuer jedes Fahrzeug lohnt muss jeder selbst beurteilen. Beim S65 ist es eine Investition in den Klassikzustand und der Seltenheit geschuldet, zumal ich das aufgrund des aktiven Gerichtsverfahrens wohl nicht selber bezahlen muss (oder nur gewissen Prozentsatz). Ich haette es aber generell gemacht, hilft ja nicht. Fuer einen Standard-W220/C215 muss man sich wirklich gut ueberlegen obs lohnt. Im Hinblick darauf, dass der AMG auch zwei Kaufangebote bekommen hat allein im Standzeitraum Werkstatt sag ich mal ja. 😁 So oft wie die Baureihe verschrien wird, so beliebt ist sie im 1A-Zustand.
Es waere auch nur der Wechsel eines BLockes wirklich noetig gewesen (der an der VA), aber aufgrund der Langzeitauswirkungen sinds beide geworden.

Noch was zu den Auswirkungen - aufgrund des Gerichtsgutachtens wurden beim Wechsel zwei Oelproben genommen - einmal eine aus dem Behaelter, und einmal (zweimal) eine aus den Bloecken direkt.
Das aus dem Behaelter sah ziemlich gut aus, war ja auch nagelneu an sich (hinter dem Filter). Das Oel aus den Bloecken, vor allem dem der VA, war eine Katastrophe. Natuerlich macht das Absinken des Fahrzeugs technisch erstmal nichts, es faehrt ja wieder hoch und sofern das Fahrzeug nicht generell schief ist wie bei mir aufgrund falscher Werte, ist da auch nichts zu sagen. Bewege ich aber so ein Fahrzeug dauerhaft wird der ganze Mist der hier gut sichtbar war mindestens auf einer Seite durch die Bloecke und die Daempfer gedrueckt. Hat man Glueck und es kommt irgendwo aus dem mittleren Bereich des Systems bleibvt auch die Pumpe davon zumeist unbehelligt, ausser ich lass das System jahrelang so und der Filter geht irgendwann seiner Arbeit nicht mehr nach. Dennoch gehen die Bloecke, die Leitungen UND die Daempfer sporadisch mit jeder Fahrt kaputt.
Rechnet man das hoch kommt auf die Nutzungszeit der Jahre alles nacheinander, erst die Bloecke, dann ein Bein, dann das naechste, dann eine Leitung und am Ende wenn gar nichts gemacht wurde eben die Pumpe und die restlichen Beine/Ventilsitze.
Das nur dazu, wie das System wirklich kaputt geht und das kann man sehr gut betrachten. Und das auch dazu, dass das System so empfindlich und problematisch waere. Ist es aber nur bei miserabler Wartung.
So rate ich jedem, der sich im 600er oder AMG das Fahrwerk holt, jenes sofort, wie das Motoroel und heute Getriebe ja auch, zu wechseln. Das allerdings auch nur bei einer wirklichen MB-gefuehrten Hauptniederlassung mit Erfahrung (bitte, bitte fragt danach wie oft das gemacht wird Monatlich und lasst es beim kleinsten Zweifel bleiben!!) und nicht die kleine MB-Vertragswerkstatt um die Ecke. Klingt tragisch, aber meine jetzt fast zwei Jahre waehrende Odyssee wuensche ich niemandem.

Dazu berichte ich sicherlich wie schon mal angekuendigt auch noch, aber erst wenn alles abgeschlossen wurde. Dank Corona dauert das noch ein wenig. 🙂

Bei Fragen gerne Fragen, Erfahrungen hat natuerlich jeder ABC-Besitzer, aber das ist meine aus dem Bereich "Wenn Geld keine Rolle spielt oder der Liebhaber zugeschlagen hat". 😁

Ach so - ich betone 2020 immer - die Preise sind in 2020 um gut 8% gestiegen, sowohl Lohn als auch Material.

Beste Antwort im Thema

Hallo liebe Gemeinde,

ich dachte ich eroeffne mal aus gegebenem Anlass einen neuen Thread welcher rein der Information dient und vielleicht auch dem einen oder anderen Originalliebhaber etwas hilft.

Bei mir musste aufgrund eines GRUENDLICHST schief gegangenen ABC-Oelwechsels das ganze System gewartet und (sehr interessant hier) neu eingestellt werden.

Fehlerbild war am Schluss ein sofortiges Absacken meines S65 auf der gesamten linken Seite nach wenigen Minuten, mit Glueck Stunden und ein genereller Schiefstand des gesamten Fahrzeugs um die Laengsachse, welcher zu fehlerhafter Regelung im Fahrbetrieb fuehrte.

Nach eingehender Diagnose wurde - klassisch Mercedes - natuerlich der Ventilblock, respektive die Ventilbloecke als schuldig erachtet und standen zum Tausch an.

Kosten fuer BEIDE Bloecke im Jahr 2020 sind exakt 3244,80 netto, also 1622,40 pro Stueck netto.
Dazu kommen Oelfilter fuer 35,33 netto und Oel fuer 295,08 netto fuer die anschliessende Neubefuellung/Spuelung.
Kleinteile sind witzigerweise mit integriert, weiss nicht ob das ob des gigantischen Preises Kulanz war.
Die Arbeit fuer den Wechsel beider Bloecke ist mit knapp 931,26 noch recht gut, vor allem muss man hier bedenken, das da AMG-AWs gelten, da kostet die Stunde knappe 135,- netto (ja 'nuff said 😉).

Da nach dem Tausch beider Bloecke festgestellt wurde, dass das Fahrzeug nach wie vor schief stand und unsinnige Werte zu erreichen versuchte, musste das Fahrwerk neu kalibriert werden. Dafuer sind laut MB 3h drauf gegangen. Die sind von den 931,26 also abzuziehen, wenn das Fahrwerk vorher gut war. Beim S65 wurde allerdings vorher schon Mist gebaut und einfach alles - wie wuerde man in der IT-Welt sagen - zerschossen von Unwissenden Werkstaetten.

Dazu kamen dann noch 3 Hochdruckleitungen HA, weil die ebenfalls kaputt gebastelt wurden, Kosten hier insgesamt 291,20 plus 2h Arbeit da die HA gesenkt werden musste.

Soooo... die Rechnung am Ende kann jeder selbst machen, netto waren es dann knappe 5000,- nur fuer die Arbeiten. Waere noch die Pumpe dabei gewesen und 4 Federbeine sind es knappe 12000,- netto. Alles natuerlich AMG-zertifizierte Fachwerkstatt (Hauptniederlassung), die auch eben die 135 Euro berechnen. Teilepreise bleiben gleich.
Ich hatte jetzt Glueck und bei mir war alles fein mit dem Wechsel, seither faehrt das Fahrwerk wieder wie am ersten Tag (oder vor dem Beginn der katastrophalen Massnahmen) und bleibt auch wieder nach 3 Wochen da stehen wo es hingehoert. Da bewegt sich nichts um KEINEN Millimeter (nur um mit dem Irrglauben es duerfe/koennen sich ja absenken auch mal aufzuraeumen - nein tut und darf es nicht, wenn alles im Topzustand ist).

Ob sich der Aufwand fuer jedes Fahrzeug lohnt muss jeder selbst beurteilen. Beim S65 ist es eine Investition in den Klassikzustand und der Seltenheit geschuldet, zumal ich das aufgrund des aktiven Gerichtsverfahrens wohl nicht selber bezahlen muss (oder nur gewissen Prozentsatz). Ich haette es aber generell gemacht, hilft ja nicht. Fuer einen Standard-W220/C215 muss man sich wirklich gut ueberlegen obs lohnt. Im Hinblick darauf, dass der AMG auch zwei Kaufangebote bekommen hat allein im Standzeitraum Werkstatt sag ich mal ja. 😁 So oft wie die Baureihe verschrien wird, so beliebt ist sie im 1A-Zustand.
Es waere auch nur der Wechsel eines BLockes wirklich noetig gewesen (der an der VA), aber aufgrund der Langzeitauswirkungen sinds beide geworden.

Noch was zu den Auswirkungen - aufgrund des Gerichtsgutachtens wurden beim Wechsel zwei Oelproben genommen - einmal eine aus dem Behaelter, und einmal (zweimal) eine aus den Bloecken direkt.
Das aus dem Behaelter sah ziemlich gut aus, war ja auch nagelneu an sich (hinter dem Filter). Das Oel aus den Bloecken, vor allem dem der VA, war eine Katastrophe. Natuerlich macht das Absinken des Fahrzeugs technisch erstmal nichts, es faehrt ja wieder hoch und sofern das Fahrzeug nicht generell schief ist wie bei mir aufgrund falscher Werte, ist da auch nichts zu sagen. Bewege ich aber so ein Fahrzeug dauerhaft wird der ganze Mist der hier gut sichtbar war mindestens auf einer Seite durch die Bloecke und die Daempfer gedrueckt. Hat man Glueck und es kommt irgendwo aus dem mittleren Bereich des Systems bleibvt auch die Pumpe davon zumeist unbehelligt, ausser ich lass das System jahrelang so und der Filter geht irgendwann seiner Arbeit nicht mehr nach. Dennoch gehen die Bloecke, die Leitungen UND die Daempfer sporadisch mit jeder Fahrt kaputt.
Rechnet man das hoch kommt auf die Nutzungszeit der Jahre alles nacheinander, erst die Bloecke, dann ein Bein, dann das naechste, dann eine Leitung und am Ende wenn gar nichts gemacht wurde eben die Pumpe und die restlichen Beine/Ventilsitze.
Das nur dazu, wie das System wirklich kaputt geht und das kann man sehr gut betrachten. Und das auch dazu, dass das System so empfindlich und problematisch waere. Ist es aber nur bei miserabler Wartung.
So rate ich jedem, der sich im 600er oder AMG das Fahrwerk holt, jenes sofort, wie das Motoroel und heute Getriebe ja auch, zu wechseln. Das allerdings auch nur bei einer wirklichen MB-gefuehrten Hauptniederlassung mit Erfahrung (bitte, bitte fragt danach wie oft das gemacht wird Monatlich und lasst es beim kleinsten Zweifel bleiben!!) und nicht die kleine MB-Vertragswerkstatt um die Ecke. Klingt tragisch, aber meine jetzt fast zwei Jahre waehrende Odyssee wuensche ich niemandem.

Dazu berichte ich sicherlich wie schon mal angekuendigt auch noch, aber erst wenn alles abgeschlossen wurde. Dank Corona dauert das noch ein wenig. 🙂

Bei Fragen gerne Fragen, Erfahrungen hat natuerlich jeder ABC-Besitzer, aber das ist meine aus dem Bereich "Wenn Geld keine Rolle spielt oder der Liebhaber zugeschlagen hat". 😁

Ach so - ich betone 2020 immer - die Preise sind in 2020 um gut 8% gestiegen, sowohl Lohn als auch Material.

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Hallo an die Spezialisten!

Hat der "normale" M 279 (also nicht AMG) auch schon serienmäßig den Ausgleichsbehälter im Niederigtemperaturkreislauf für die Ladeluftkühler?

Oder hat das nur der AMG M 279?

Danke im Voraus!

Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär

Zitat:

@windelexpress schrieb am 30. Mai 2020 um 12:57:50 Uhr:


Soll er weg, oder sieht er Deinem sehr ähnlich,

Gruß M

Soll weg, den gibt es kein zweites mal.

@ Blauer Bär bin mir nicht sicher, aber denke der Nicht-AMG M279 hat die Änderung auch bekommen. Es gibt vom Block nur noch den einen M279 - den mit 5980 ccm. Als S600 etwas gedrosselt.

Hab hier kurz mitgelesen und dann mal mobile scharf gemacht, da ich mir was gönnen möchte. Und bei der Suche,denk ich,das Bild hast schon mal gesehen. Sehr schönes Teil

Was schwebt dir denn so vor? Wie du siehst, verschlingen Hochleistungs-High-Tech- Fahrzeuge gut Geld. Manchmal sehr viel Geld. Aber dafür bereiten sie auch ein Dauergrinsen 😁

Ich glaube hier im S-Klasse und SL-Forum tummeln sich drei 65er Fahrer. Zwei davon schreiben hier im Thread. Dann gibt es noch ein paar 600er Fahrer. Erfahrungen und Meinungen gibt es wenig, aber es gibt sie wenigstens. Aber auch Non-V12 Biturbo kann teuer werden, siehe ersten Beitrag. Das ABC gibt es auch in nen V8-Versionen, teilweise "nur" die Airmatic - aber auch nicht billig.

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Das ABC war auch der Grund weshalb ich mich vor 4 Jahren gegen eine S Klasse als Daily Driver entschieden hab.
Wir haben um die Ecke eine Firma, deren haupteinnahmequelle , Wartung und instandsetzung vom ABC ist. Die haben fast nur AMG in ihren Fuhrpark und wenn die mal bei mir waren,hab mich öfter mit denen mal ausgetauscht.

Also die normalen S-Klassen haben immer eine Airmatic (ab dem W220, W221, W222 kenne ich mich zu wenig aus) als Aufpreis war es für die Non-AMG's bestellbar. Und eigentlich alle AMG's haben das ABC-Hydraulikfahrwerk.

Der wahre V12 der ungelogene 6 Liter Hub, vier Ventile, KEINEN Turbo, den damals größten Kat hat ist doch der M120. Der konnte auch als Sauger bis 600 PS haben. Glaube Brabus und noch ein paar Firmen haben sich da ran gewagt. Dann hatte der 7,3 Liter Hub. Die Ingenieursspitze war meiner Meinung der M120. Zurück zum ABC. Ich fahre lieber den W140 als den C215. Letzteren schaue ich gerne an. Aber das Fahren macht ohne ABC zumindest für mich als Nostalgiefahrer beim W140 mehr Spaß. Und der ist keines Wegs schwammig. Aber man merkt halt was man fährt. Beim ABC fühlt sich das Auto immer so tot kontrolliert und auch klein an.

Der M120 ist tatsächlich technisch aufwändiger konstruiert, hat aber auch seine Schwachstellen. Mit dem M137, welcher der Nachfolger des M120 war, hatte man keinen Treffer gelandet. Erst durch die Verbesserung zum M275 wurde der Motor einigermaßen konkurrenzfähig. In erster Linie durch die Aufladung. Die Einsparmaßnahmen (3 statt 4 Ventile und nur eine, nicht verstellbare Nockenwelle je Zylinderbank) konnte man damit recht gut kaschieren. Man wusste bei MB wohl schon recht früh das die V12 keine lange Zukunft mehr haben werden, deshalb gab es auch keine echte Neuentwicklung mehr. Der M279 baut auch auf den alten M137 auf und hat die gleichen konstruktiven Merkmale. Der V12 ist heute "nicht mehr zeitgemäß" wie man so schön sagt. Das ist sehr schade. Ich finde einen V12 traumhaft. Die Leistungsentfaltung, die Laufruhe und der Klang sind einmalig. Allerdings muss man sich auch schief angucken lassen, von einigen Zeitgenossen.

Meinen S65 AMG (V221) habe ich vor vier Jahren gekauft. Wenig km mit Designo-Aussstattung. Ich fahre wirklich gern damit, aber ein Alltagsauto ist das nicht. Mir reicht der eine V12 in der Sammlung. Als ich im letzten Jahr einen R230 gekauft habe, habe ich mich dann doch für den SL 55 AMG entschieden. Der Kompressormotor macht richtig viel Spaß. Leider wird es auch solche Motoren in Zukunft nie mehr geben.

Zitat:

@windelexpress schrieb am 30. Mai 2020 um 19:59:53 Uhr:


Das ABC war auch der Grund weshalb ich mich vor 4 Jahren gegen eine S Klasse als Daily Driver entschieden hab.
Wir haben um die Ecke eine Firma, deren haupteinnahmequelle , Wartung und instandsetzung vom ABC ist. Die haben fast nur AMG in ihren Fuhrpark und wenn die mal bei mir waren,hab mich öfter mit denen mal ausgetauscht.

Bei richtiger und regelmäßiger Wartung ist das ABC-Fahrwerk sehr robust und haltbar. Beim Fahren ist es unerreicht und der Luftfederung bei weitem überlegen. Ich habe auch einen V221 und damit den direkten Vergleich.

Bei vielen Wagen wurde jedoch auf die Wartung verzichtet und dann kommt irgendwann das böse Erwachen. Ich habe insgesamt 4 Fahrzeuge mit ABC-Fahrwerk in meiner Sammlung und mit keinem davon Probleme. Die Autos stehen teilweise viele Monate und trotzdem senkt sich das Fahrwerk nicht ein Stück ab. Das Pentosin wird alle 2 Jahre getauscht, ebenso der Filter und wenn Teile getauscht werden müssen, werden sie getauscht. Allerdings ist es ein Problem, wenn man das nicht selbst machen kann. Bei MB sind die Werkstätten sehr oft überfordert. Man geht dann nach WIS vor und macht zunächst einmal den s.g. "Rodeotest" damit wird dann der ganze Dreck wunderschön im System verteilt.

Das ganze Gerede von "bloß kein Auto mit ABC" ist Quatsch und wird von Leuten breitgetragen, die damit noch nicht einmal eigene Erfahrungen haben.

Zitat:

@C215 schrieb am 30. Mai 2020 um 21:07:41 Uhr:


Der wahre V12 der ungelogene 6 Liter Hub, vier Ventile, KEINEN Turbo, den damals größten Kat hat ist doch der M120. Der konnte auch als Sauger bis 600 PS haben. Glaube Brabus und noch ein paar Firmen haben sich da ran gewagt. Dann hatte der 7,3 Liter Hub.

Ja, der S600 im W140 hatte auch die 6 Liter Hubraum. Später, wenn man auf Modell-Bezeichnung = Hubraumangabe wollte ist es der S600 im V222 - auch mit 6 Liter Hubraum.

Ist etwas verwirrend, aber das waren ja nicht die einzigsten Ungereimtheiten wie in diesem Beispiel. Unsere 65er haben "nur" die 5980 ccm - als 6 Liter.

Brabus war Spezialist in Sachen Hubraumerweiterungen und Umbauten, den M120 7,3 V12 gab es sogar im uralten Vor-Mopf W210!

Die Hubraumkrönung kam aber von Carlsson mit 7,4 Liter V12 aus dem M120. Mehr ist mir nicht bekannt.

Wie dem auch sei, auch der M120 hat seine Probleme, ähnlich wie der M137, M275 und wenn noch ein paar Jahre vergangen sind, auch der M279. Alle kämpfen mit Hitzeproblemen, das macht der Zündanlage und den Kabeln zu schaffen.

Ich finde den M120 geil, aber den M275 geiler. Viel mehr Wums - Dank Aufladung. Auch sprechen die Motoren besser an, zudem das modernere Automatikgetriebe mit schnelleren Schaltzeiten. Der Fortschritt wurde da schon erfüllt.

@ Joergsel du hast auch einen 65er? Cool, sind wir schon zu dritt hier. Und dazu noch einen R230 - genial! Mit dem besten Motor drin! Was will man mehr. Den SL55 AMG hatte ich auch, ist meiner Meinung nach echt das Beste - egal in welcher Karosse - im R230 wie gemacht für den!

Mit dem ABC hast du Recht. Oft von Leuten, die nur über's Hören & Sagen - oder Lesen, sich über genervte, über MB abkotzende Besitzer Info's aufschnappen und beklagen / abraten.

ABC ist genial, braucht aber sehr viel Pflege und ich würde auch mal behaupten - Auslauf. Das System muss arbeiten, in Bewegung bleiben.

Man muss es aber auch von der Seite von MB sehen: sie entwickelten ein komplett neues System von Fahrwerk, was es bis dahin noch nie gab. Wann kam es raus? So um 2000 rum, das sind jetzt 20 Jahre her. Die Erfahrungswerte und die Verbesserungen - oft von Schraubern erkannt und umgesetzt - das kam auch erst vor gut 10 Jahren würde ich mal sagen. Davor hat man halt die ABC-Fahrwerke ihre Arbeit machen lassen. Und daher tummeln sich dann Fahrzeuge mit Defekten, zum Teil ohne Ende.

Wenn man das ABC richtig wartet, denke ich auch, das solch ein System auch mal 10 Jahre ohne Probleme läuft.

[

Das ganze Gerede von "bloß kein Auto mit ABC" ist Quatsch und wird von Leuten breitgetragen, die damit noch nicht einmal eigene Erfahrungen haben.

Genau so ist es!!

Ich sag nur: andere Mütter haben auch nicht perfekte Töchter 😁

Bei MB ist es das ABC, bei BMW die nicht standhaften M-Motoren, bei Audi dies, bei Porsche das, und so geht es gerade weiter.

Es sind Fahrzeuge, die wohl einige - mir eingeschlossen - uns nicht neu kaufen konnten. Noch vor 6 bis 7 Jahren träumte ich nicht mal, das in den wenigen Jahren vom SL55 zur Corvette C6 Z06 - geschweige bis zum SL65 "hüpfen" würde. Der SL65 - das war das nie erreichbare Über-Auto, total realitätsfremd, ungeheim teuer und daran verschwendete ich nie einen Gedanken, gesehen hat man sowas auch noch nie und jetzt eigentlich auch nicht.

Das muss halt einem klar sein. Wenn man sich ein Schloß kauft und mal das Dach eines 5.000 m² großen Schloßes mit Türmen und gefühlt 50 Gauben erneuern muss, muss man sich nicht wundern, weshalb es so teuer ist. Das gleiche mit den Über-Autos. Daran wurde seitens der Hersteller richtig verdient! Arnie, Hollywood, Scheich's, Oligarchen und Mafiosis ist es wurschd, ob man wegen einem Defekt mal alles neu machen und 10 k€ liegen lässt.

Ich kann mir solch einen Wagen nur leisten, durch Hilfe von Foren (ich versuche dadurch etwas zurück zu geben, wenn ich mal was schraube), Teile suche ich mir im Zubehör (mit Original-Teilen bzw. vergleichbar - bestes Beispiel Bremsen vorne an meinem 65er: bei MB über 1.600 €, im Netz 750 € und das ist die klitze gleiche Schexxe wie bei MB weil es da auch nix anderes gibt für den) und weil ich selber schraube. Ansonsten ehrlich gesagt - untragbar!!! Vor allem ist der Umstieg von SL55 AMG zum SL65 AMG eine große, sehr große Hausnummer mehr.

Zitat:

@joergsel schrieb am 31. Mai 2020 um 10:52:16 Uhr:



Das Pentosin wird alle 2 Jahre getauscht, ebenso der Filter und wenn Teile getauscht werden müssen, werden sie getauscht. Allerdings ist es ein Problem, wenn man das nicht selbst machen kann.

Das ganze Gerede von "bloß kein Auto mit ABC" ist Quatsch und wird von Leuten breitgetragen, die damit noch nicht einmal eigene Erfahrungen haben.

@joergsel Machts du den Pentosinwechsel klassisch Ölwechsel über den Ausgleichsbehälter und Filter, oder zusätzlich auch das Ablassen des Öls der Federbeine über die Entlüftungsventile?

VG

Zuerst wird der Behälter geleert, dann das Öl aus den Ventilen aus jedem Federbein abgelassen. Anschließend fülle ich den Behälter mit frischem Öl auf und starte den Motor. Nach ein paar Minuten wird dann die Taste für das Anheben auf Stufe zwei betätigt. Damit wird frisches Öl aus dem Behälter angesaugt. Anschließend den Motor aus und das Fahrzeug absenken. Dabei wird der Rücklauf in einem separaten Behälter aufgefangen. Nun strömt das alte Öl aus den Federbeinen und den Ventilblöcken über den Rücklauf in das Gefäß. Das ganze wird mehrmals wiederholt, bis nur noch frisches Öl über den Rücklauf kommt.

Meine einzig wahren Freunde,

nachdem ich immer wieder die teilweise unterschiedlichsten Positionen zum ABC-Fahrwerk aufgesogen habe, lag es doch nahe, mal so bissel "zu spielen"...

Fahrwerk hoch und runter gefahren, ohne jegliche Geräusche und dann den Sportmodus "reingehauen".

In der Tat, ein Unterschied (nahezu!) wie Tag und Nacht!
Er klebt regelrecht auf der Strasse, Kreisverkehre, gezogene Kurven, die teilweise in sich verwunden sind, tadellos, als würde ich einen Allradler zirkeln...
Dieselbe Strecke im Comfortmodus, ohne das er auch da Traktion verlieren würde, aber teilweise hat man das Gefühl, als wenn er etwas versetzt (Hinterachse).

Meine Frage grundsätzlich :
A.)
Ist es ratsam, das Fahrwerk ab und zu hoch und runter zu fahren, wenn ja, im Stand oder beim Fahren, wenn ja, ist dann auch eine Weile in der jeweiligen Höhe zu fahren?

B.)
Ist das Fahren (wenn man es dauerhaft tut) im Sportmodus irgendwie 'abträglich', z.B fahrwerkseitig?

Viele Grüße
Jens

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