Klimasteuer - was kommt da uf uns zu ???

Audi A6 C6/4F

Hallo,

die Frage wird wohl insbesondere die Privatkäufer unter uns bald beschäftigen (müssen) :

Was muss man (wenn diese Klimasteuer kommt) an KfZ-Steuer künftig zahlen?

Bleibt es dann dabei, dass die Diesel generell teurer sind ?

Oder wirds dann so werden:

4-Zylinder (egal ob 2.0 TDI oder TFSI) - CO²-Ausstoß noch einigermassen passabel --> relativ günstig

6-Zylinder (2.8/3.2 FSI / 2.7/3.0 TDI) --> schon deutlich teurer

8-Zyl. / S6 --> kaum noch zu bezahlen ... 🙁

Wer hat schon Erkenntnisse bzw. Vermutungen, was da auf uns zu kommt ?

Udo

57 Antworten

Zurück lehnen und abwarten. Es ist nix entschieden und alle wollen mitreden. aber eines ist doch merkwürdig, machen die Deutschen nix, wird Europa auch nix machen, macht Europa nix, macht der Rest der Welt erst recht nix. Also bleibt wieder alles an uns hängen????

@Frecher_Keks

Du hast in deiner Signatur deinen CO2-Wert beschönigt !

Lt. Spritmonitor bist du schon bei 359 - das ist fast das dreifache des angepeilten Wertes - dafür solltest du künftig Minimum 1.000 EUR zahlen 😉

KFZ Steuer komplett abschaffen und auf Kraftstoffsteuer umlegen. Gerechter gehts nicht. Wer viel fährt erzeugt mehr Schadstoffe und zahlt dafür. Wer seinen 12 Zylinder nur anschaut zahlt dementsprechent weniger. So einfach kann das Leben sein. Um den Auslandstankern ein Schnippchen zu schlagen kann man alternativ eine kilometerabhängige Strassenbenutzungsgebühr einführen, womit dann auch noch der Transitverkehr beteiligt ist.
Wenn es dann den Politikern mit dem Umweltschutz ernst ist(glaub ich aber nicht) nutzt man die Mehreinnahmen für Fördermaßnahmen zur Gebäudedämmung/Heizungsmodernisierung. Hier erreicht man mit 5€ genauso viel wie beim Auto mit 480€. Nachzulesen glaub ich in der neuen AMS, wenn ich mich nicht irre.
Hier geht es wie immer nur um Neid und Ideologie, sonst würde die Diskusion ganz anders laufen. Schuld sind wir allerdings selbst wenn wir 3.Klassige Politker wählen und diese 4.Klassig bezahlen. Ich zumindest würde allein aus finanziellen Gründen nicht tauschen mögen.

QUOTE]Original geschrieben von foreveraudi
KFZ Steuer komplett abschaffen und auf Kraftstoffsteuer umlegen. Gerechter gehts nicht. Wer viel fährt erzeugt mehr Schadstoffe und zahlt dafür. Wer seinen 12 Zylinder nur anschaut zahlt dementsprechent weniger. So einfach kann das Leben sein.. Stimme zu. Der o.g. Vorschlag wäre effizient, da ein reines KFZ Steuermodell die von der Kilometerleistung stark abhängige Masse der CO2 Emissionen nicht abdecken würde. So würde bei einer reinen KFZ Steuer der Wenigfahrer mit 5.000 km gleich zur Kasse gebeten werden wie der Vielfahrer mit meinetwegen 50.000 km im Jahr.

Wer viel fährt, verbraucht viel, emittiert viel. Stimmt- aber da das Leben leider nicht immer so einfach ist 😉 nur für das CO2. Die anderen Schadstoffe CO, THC und NOx kann man nicht linear über den Treibstoffverbrauch quantifizieren, sondern muss sich die Abgasnachbehandlungsmethode ansehen. Und hier verliert das reine Treibstoffsteuermodell dann seine Präzision.

Deswegen sehe ich in einer Anpassung der KFZ Steuer ein durchaus sinnvolles Instrument, bei welcher man die Abgasnachbehandlungsmethode bzw. die Euro Norm einfließen lassen könnte. Man will ja schließlich den Anteil der Euro I, II, III Fahrzeuge immer mehr in Richtung Euro IV und was immer noch kommen mag verschieben. Auch sollte man bedenken, dass sich auch noch viele wirkliche Stinker- also nicht eingestufte bis hin zu Euro II Fahrzeuge- auf unseren Strassen herumtreiben. Diese Fahrzeuge wären also Profiteure einer reinen Treibstoffsteuer, da deren Wägen zwar meinetwegen den einen oder anderen Liter mehr verbrauchen, der Beitrag an den Schadstoffen THC, NOx, CO jedoch nicht an Hand des Mehrverbrauchs beziffert werden kann, sondern exorbitant über dem moderner KFZs liegt.

Im ökologischen Sinne, und wohl auch im Sinne der Gerechtigkeit, müsste man also die KFZ Steuer für Stinker erhöhen und in Richtung höherer Euro Normen sukzessive verringern bzw. abschaffen. Diese Regelung könnte man floatend einführen und die jeweils beste gültige Norm kostenfrei gestalten. Also zB Euro IV 0%, Euro III 50%, Euro II 150%, Euro I 250% und nicht eingestufte 500%. Bei Gültigkeit von Euro V verschiebt sich das Kostenfenster und Euro IV wird mit 50% belastet usw. So würden schadstoffarme Fahrzeuge profitieren und den Nachteil der höheren Treibstoffkosten durch Wegfall der KFZ Steuer kompensieren. Beim Sereno mit 20.000km im Jahr, würde sich theoretisch ein Mehrpreis von 15 Ct pro Liter kostenneutral gestalten, sofern man ihm die KFZ Steuer komplett erlassen würde. Träumen muss noch erlaubt sein 😁

Bin auf alle Fälle gespannt worauf man sich schlussendlich einigen wird.

Zitat:

Original geschrieben von Titanus0815


Könnten Diesel Fahrzeuge nicht günstiger werden ?
Schließlich verblasen diese weniger CO2 aus, als hubraumgleiche Benziner.

Nö, nicht wirklich.

Bei der Verbrennung eines Liters Benzin entstehen ca. 2,37 kg CO²,
bei Diesel sind das pro Liter aber ca. 2,65 kg CO².

Durch den "geringeren?" Gesamtverbrauch/km ergibt sich trotzdem eine positive Bilanz für den Diesel.

Gruß, a6again

Stand heute in der WAZ

Dieser Text stand heute in der WAZ !

Zitat:

Kfz-Steuer-Umstellung soll Autofahrer nicht belasten

Berlin (dpa) - Den geplante Wechsel der Kfz-Besteuerung vom Hubraum zum Schadstoffausstoß will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (CDU) unter dem Eindruck des weltweiten Klimawandels noch in diesem Jahr auf den Weg bringen. Die Umstellung soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung insgesamt nicht mit Mehrkosten für die Autofahrer verbunden sein. Nicht alle sind für eine Änderung. So erklärt der Automobilclub von Deutschland (AvD), dass der Schadstoffausstoß auch vom Fahrverhalten abhänge und darum nicht als Steuergrundlage dienen könne.

Re: Stand heute in der WAZ

Zitat:

Original geschrieben von mike1010


Dieser Text stand heute in der WAZ !

 

Berlin (dpa) - Den geplante Wechsel der Kfz-Besteuerung vom Hubraum zum Schadstoffausstoß will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (CDU) unter dem Eindruck des weltweiten Klimawandels noch in diesem Jahr auf den Weg bringen. Die Umstellung soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung insgesamt nicht mit Mehrkosten für die Autofahrer verbunden sein. Nicht alle sind für eine Änderung. So erklärt der Automobilclub von Deutschland (AvD), dass der Schadstoffausstoß auch vom Fahrverhalten abhänge und darum nicht als Steuergrundlage dienen könne.

...neues Steuermodell und keine Mehrkosten für die Betroffenen???Manchmal glaube ich,die glauben das wirklich in Berlin.

Alex

Wenn ich gewusst hätte, dass das Thema so großes Interesse erfährt, hätte ich schon mal eher nen Link zur XXXX-Zeitung gepostet. Da konnte man sein altes Auto gegen nen Prius tauschen. Wäre doch mal echt nen Hit: Verschrotte X0.000€-A6 gegen Prius.

Ansonsten kotzt mich die ganze Abzockmasche nur noch an. Es sind immer hier noch soundsoviel €, dann dort noch ein bißchen mehr, usw. usf. Am besten wir verheizen die ganzen fossilen Brennstoffe so schnell wie möglich. Dann wissen wir, mit welchen Auswirkungen wir es zu tun haben, müssen uns zwangsläufig um andere Energien kümmern, können mangels Sprit keinen Krieg mehr führen, die Erde kann sich erholen, Steuern müssen sinken, weil kein Job außer Landwirtschaft mehr Sinn macht, ... Wer meint, dass diese Kommentar unqualifiziert sei, kann ja mal überlegen, mit welcher Wahrscheinlichkeit der letzte Tropfen Öl - insbesondere von einer gewissen Supermacht - nicht verfeuert werden wird. Also besser wir als die.

Wie immer es auch weitergeht, genießt die großen Motoren, so lange es noch geht. Ich spare jetzt auf nen Bugatti Veyron 😁

Grüße

Achja:

Wenn die Bundesregierung sich mein Konzept zu eigen machen würde, wären jegliche Kfz-, Umwelt- und Mineralölsteuern, Mautgebühren und Tempolimits natürlich vollkommen kontraproduktiv.

Toller Nebeneffekt:
Wenn es soweit ist, kann Deutschland seine Fortschrittlichkeit auf dem Sektor der Umwelttechnik gewinnbringend verwerten. Vielleicht sollten wir auch an der Atomtechnik dranbleiben.

Grüße

Zitat:

Original geschrieben von heman69


...ich bin übrigens schon ganz auf den Kurs von Frau Künast und Herrn Tiefensee eingeschwenkt, siehe das grüne T in meiner Signatur...

lt. Frau Künast müsste bei Dir ein Toyota in der Sig. auftauchen 🙂

Und solange für einen Polo "Blue Movie" ääh Motion mehr Steuern gezahlt werden müssen wie für manch einen 6 Zylinder besteht akuter Handlungsbedarf .
Verstehen tut es eh keiner mehr . Mein A4 Dieselcabby (ohne DPF) 2,5 tdi war bei EZ in 2004 steuerbefreit und vorbildlich sauber , heute wird nachgedacht , ob damit noch in "Umweltzonen" gefahren werden dar und wie hoch die Strafsteuer ausfallen soll , wenn kein DPF nachgerüstet wird . Da muß man doch nix mehr zu sagen . Und unseren A6 werden wir alle trotzdem weiter fahren können , da bin ich mir ziemlich sicher .

Zitat:

Und unseren A6 werden wir alle trotzdem weiter fahren können , da bin ich mir ziemlich sicher .

Weiterfahren schon, aber zu welchen Kosten ... 🙁

Heute in den Nachrichten: KfZ-Steuer von den Ländern zum Bund, dort Überlegungen Kfz-Steuer ganz abschaffen, dafür die Mineralölsteuer ordentlich erhöhen...

Dann würde Diesel wohl auch in die Preisregion vom Super kommen, bei großer Heizölnachfrage vielleicht noch teurer ...

Bin froh TFSI zu fahren 😉

Zitat:

Original geschrieben von a6again


Bei der Verbrennung eines Liters Benzin entstehen ca. 2,37 kg CO², bei Diesel sind das pro Liter aber ca. 2,65 kg CO².
Durch den "geringeren?" Gesamtverbrauch/km ergibt sich trotzdem eine positive Bilanz für den Diesel.
Gruß, a6again

Mein A6 Diesel 3,0 233 PS wird mit 218 Gramm angenommen, der CLK 280 meiner Gattin, 3.0 Benziner, 231 PS liegt bei 222 Gramm. Die unterscheiden sich also nur im Bereich des Messfehlers.

Zitat:

Original geschrieben von udo4A6


Scheinbar der aktuellen Diskussion angepasst - auf Spritmonitor.de wird zu jedem dort eingetragenen Fahrzeug neuerdings der CO2-Ausstoß berechnet.

Da bin ich aber mal gespannt nach welcher Methode der CO2 Ausstoß ermittelt werden soll. Wenn man mal unter Spritmonitor vergleicht, dann haben die dort für jedes Fahrzeug entsprechend dem Verbrauch, den CO2 Ausstoß berechnet. Das ist auf der Homepage auch einleuchtend erklärt. Meine Werte liegen dabei weit über den Herstellerangaben, die ja auch in der Zulassung eingetragen sind. Grund ist das ich mehr verbrenne als im Normverbrauch angegeben ist. Alles also wieder nur eine fixe Idee, nicht zum Wohle der Umwelt sondern für die Staatskasse.

Gruß Gert

Apropos Ankotzen: meine Nachbarschaft ist dem Kaminwahn verfallen und heizt bei jeder Gelegenheit mit Holz aus dem Wald.Wenn ich sehe,was da aus dem Kamin kommt,dann bin ich stinksauer,wenn mein TDI mit Kat und Filter als Umweltverschmutzer hingestellt wird.

Alex

Zitat:

Original geschrieben von udo4A6


Heute in den Nachrichten: KfZ-Steuer von den Ländern zum Bund, dort Überlegungen Kfz-Steuer ganz abschaffen, dafür die Mineralölsteuer ordentlich erhöhen...

Dann würde Diesel wohl auch in die Preisregion vom Super kommen, bei großer Heizölnachfrage vielleicht noch teurer ...

Bin froh TFSI zu fahren 😉

... hätte ... wäre .... abgerechnet wird zum Schluss .

Weg mit der Kfz Steuer , Diesel genau so teuer wie Super , da hab ich immer noch 2 l auf 100 km gespart und nehme das Drehmoment umsonst mit , die Mehrkosten beim Neukauf werden vernachlässigt , kommen zum Teil beim Verkauf wieder rein . Aber Dieselfahrers Freund ist die Brummigewerkschaft , die werden schon aufmucken 🙂 . Und als "Notnagel" fahren wir noch eine Golf TSI , ein Fahrzeug rechnet sich immer , ich rechne mir alles schön 😁 .

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