Kaufempfehlung E39 bei 5.000 Euro Budget

BMW 5er E39

Moin Leute,

bin gerade auf der Suche nach einem E39 und mein Budget sind 5 - 6K. Bei dem Budget finde ich kaum Fahrzeuge unter einer Laufleistung von 200.000KM, und ich höre von Leuten aus meinem Umfeld ganz oft, dass das schon zu viele Kilometer sind. Ich habe aber auch ganz Oft gehört das die Motoren noch viel mehr als 200.000KM laufen können und sogar die zuverlässigsten Motoren von BMW sind. Da wäre meiner Frage, ob ich den Kauf in Betracht ziehen kann oder eher nicht? Und wenn, worauf ich aufjedenfall achten muss?

31 Antworten

Ohne technisches Verständnis/Geschick/Möglichkeiten oder ordentlich Kohle in der Hinterhand würde ich mir ein betagtes Fahrzeug der oberen Mittelklasse nicht zulegen.

Ja, die Autos sind robust, wunderschön und komfortabel aber auch komplex.
Wenn was dran ist, und das wird irgendwann so sein, sollte man sich zu helfen wissen.

Zudem sollte man prophylaktisch in einige Dinge investieren, um länger Freude am Fahrzeug zu haben.
Damit meine ich sowas wie Getriebeölwechsel/Spülung beim Automatikgetriebe, Differentialölwechsel und natürlich vorbeugende Maßnahmen gegen Rost wie Hohlraum- und Unterbodenkonservierung.

Dinge, die viele Autos in über 20 Jahren noch garnicht erfahren haben.

Auch das kostet, wenn man es selbst nicht machen kann.
Und wenn man es machen lässt, sollte man das nur gewissenhafte Leute machen lassen.
Den Unterboden einfach nur mit dicker, schwarzer Pampe vollzuschmieren bringt nämlich nichts.
Es fördert den Rost unter Umständen sogar.

Ich war auch zu Beginn auf der Suche nach einem E39 und bin dann schnell auf den Trichter gekommen doch einen E61 zu nehmen. Denn es ist ein 20+ Jahre altes Auto und Rost wird früher oder später zum Problem. Und die E60/E61 haben weniger mit Rost zu kämpfen.

Wie die Vorredner hier schon schrieben, der Motor wird in kommenden Jahren dein eher kleineres Problem sein.
Wenn man all 10.000km Ölwechsel macht und schaut das die Anbauteile funktionieren, sind auch Laufleistungen bis hin zu 500.000km+ möglich und realistisch. Ein Freund hat seinen mit M54 Motor bei 410.000km verkauft und da lief der Motor 1A, aber der Rost wenn der erstmal richtig nagt, ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ist auch die Frage was du möchtest. Wenn du nur ein Auto suchst, was dich die nächsten 2-3 Jahre begleiten soll, kann ein E39 bei dem Budget schon klappen und durchhalten. Suchst du aber einen, der dich die nächsten 10 Jahre begleiten soll, dann musst du bereit sein Selbst zu schrauben oder Minimum das selbe Budget nochmal in Reparaturen zu stecken.

Es kann und wird so sein, dass jederzeit irgendwas ausfallen kann.
Heizung, Fahrwerk, Klima, Abgassystem, Karosse. Irgendwas wird kommen und wenn man nicht selber schraubt, kann man immer schon mal damit rechnen in der Werkstatt 1000+ auf den Tisch zu legen.

Hallo,

man sieht ja auch was drauf steht wenn man richtig schaut. Dann weiß man was dem Vorbesitzer der Wagen wert war. Wenn man dann Lemförder oder Hella entdeckt, kann man schon zufrieden sein.
Ich bin bei Käufen von Autos die Privat gewartet wurden, eigentlich nie schlecht gefahren. Nur die, die wegen jeden Scheiß in der Werkstatt waren, und sogar auch bei BMW, waren immer Mist und vermurkst.

Tschüß,

Bernd

Zitat:

@omegaC schrieb am 6. Juni 2024 um 17:34:16 Uhr:


Ich war auch zu Beginn auf der Suche nach einem E39 und bin dann schnell auf den Trichter gekommen doch einen E61 zu nehmen. Denn es ist ein 20+ Jahre altes Auto und Rost wird früher oder später zum Problem. Und die E60/E61 haben weniger mit Rost zu kämpfen.

Wie die Vorredner hier schon schrieben, der Motor wird in kommenden Jahren dein eher kleineres Problem sein.
Wenn man all 10.000km Ölwechsel macht und schaut das die Anbauteile funktionieren, sind auch Laufleistungen bis hin zu 500.000km+ möglich und realistisch. Ein Freund hat seinen mit M54 Motor bei 410.000km verkauft und da lief der Motor 1A, aber der Rost wenn der erstmal richtig nagt, ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ist auch die Frage was du möchtest. Wenn du nur ein Auto suchst, was dich die nächsten 2-3 Jahre begleiten soll, kann ein E39 bei dem Budget schon klappen und durchhalten. Suchst du aber einen, der dich die nächsten 10 Jahre begleiten soll, dann musst du bereit sein Selbst zu schrauben oder Minimum das selbe Budget nochmal in Reparaturen zu stecken.

Es kann und wird so sein, dass jederzeit irgendwas ausfallen kann.
Heizung, Fahrwerk, Klima, Abgassystem, Karosse. Irgendwas wird kommen und wenn man nicht selber schraubt, kann man immer schon mal damit rechnen in der Werkstatt 1000+ auf den Tisch zu legen.

Der e61 hat mich nach 20 Jahren von BMW weggejagt. Hatte zwei (545 und 550), beides technisch wirklich schlechte Autos. Aber gerostet haben beide nicht, das stimmt.

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Also wegen der Motoren musst du dir keinen Kopf machen. Wenn die nicht vergewaltigt wurden, laufen die nochmal so viel km.

Aber das sind halt mindestens 21-28 jahre alte Autos. Da geht halt immer wieder mal was kaputt. Es ist fast wurscht wieviel km die haben. Im Gegenteil, eine Garage Queen die kaum km hat und dann wieder gefahren wird wird ruck zuck erst mal alle Gummilager etc. brauchen.

Also wenn du nicht selbst schraubst und dann nicht 1-2k€ im Notfall für Reparaturen im Jahr in der Hinterhand hast, lass es. Es muss ja nix kaputt gehen jedes Jahr. Aber es kommt immer wieder was vor was ein paar hunderter kostet und schnell summiert sich das.

Unser E39, als Neuwagen gekauft, ist bis 275tkm in 10 jahren ohne Probleme gelaufen, nix außer Verschleiß, ein gerissener Krümmer und rostender Heckdeckel.

Zitat:

@Langsamfahrer schrieb am 5. Juni 2024 um 19:28:53 Uhr:


Ich würde beispielsweise keine Rentnerkarre mehr nehmen. Da sitzt ein 80jähriger mit Tatermann der keine Lenkradvibrationen spürt und fährt 2000km im Jahr, maximal und das in den letzten 10 Jahren.

.

Das mit dem Rentner kann man so nicht stehen lassen. Mein E46 wird bald 26 Jahre ist im Topzustand.
Bin schon lange Rentner und Tattermann habe ich auch nicht. Alles was defekt ist, wird repariert.Fahre auch nur noch 2000km im Jahr, so what?

Holsteiner nicht persönlich nehmen sowas. Ist sehr schön das du deinen E46 noch im Topzustand hälst.
Aber die Gruppe der Rentner, die ihre Autos/Oldtimers pflegen und in Ordnung halten, ist schrumpfend.
Zeiten ändern sich und wo man damals noch sagen konnte, nimm einen Rentnerwagen der ist immer gut gepflegt und war regelmäßig in der Werkstatt. Kann man heute nicht mehr allgemeingültig sagen. Die Gruppe an Leute, die ihre Autos nicht wie Wegwerfgeräte behandelt, wird immer kleiner.

Heutzutage holt man sich was mit Leasing tritt die Karre und dann nächstes Gerät ausgesucht.

Falls jemand die Folge mit dem Kupplungskiller-Opa von den Autodoktoren kennt:
So einen habe ich letztens mit einem ziemlich neuen Toyota Yaris auf dem Supermarktparkplatz erlebt.
Der ist mit bestimmt 4000 U/Min extrem langsam rückwärts ausgeparkt und ist vorwärts dann wieder genauso angefahren.

Hatte sicher nicht mehr die erste Kupplung 😉

Es haben sich viele Leute umgedreht und erstaunt geguckt.

So etwas möchte man natürlich nicht haben.
Aber das betrifft ja nun zum Glück nicht alle Senioren.

Genau, da kauft man lieber einen e39 aus dem Besitz eines jungen Fahrers, der nie Geld hatte für Wartung und seine Teile bei Aliexpress gekauft hat. Dickes Entertainment System drin aber Reifen aus China auf ebensolchen Felgen und nichts über für Bremsbeläge.

Vorurteile gehen auch so rum

Es gibt für alles Vorurteile, das stimmt.
Ich bin mit meinen Autos stets „respektvoll“ umgegangen, auch als 18-jähriger mit meinem Corsa B.
Nie geheizt, nie kalt getreten oder sonstiges.

Hier heißt es ja auch, dass man sich als erstes Auto nur was günstiges kaufen soll, da man es eh zu Klump fährt.
Das stimmt halt auch nicht.

Aber natürlich gibt es genug Heiopeis, bei denen das leider doch zutrifft.

Autokauf ist IMMER ein Risiko. Gedrehte Tachos, gefakte Wartungsnachweise sind eher die Regel als die Ausnahme.
Warum haben z.B. alte Volvo, Ford oder Opel häufig viele Kilometer auf der Uhr, BMW, AUDI, Daimler( gerade in der oberen Mittelklasse) aber gerne mal wenig? Da gehts um richtig Geld.

Ebenso Leasing Rückläufer, der M..., AMG, RS sonstwas, der im Verleih gelaufen ist und von dümmlichen Mietern über Kö, Kudamm oder Kölner Ring geprügelt wurden. Da kannst du gleich dein Geld verbrennen. Von Supersportwagen ganz zu schweigen.

Selbst für seriöse YouTube Autohändler sind Fahrzeuge, die 10 Jahre alt sind, eben alte Autos, bei denen man auch mit größeren Mängeln rechnen MUSS.

Am besten im E39-Forum.de fragen. Demnach gibt es gute Autos zu 5000 Euro. Sollte also passen 😉

Ich klinke mich hier mal ein.

Nach Jahren mit verschiedenen BMW Modellen habe ich aktuell ein Angebot für einen e39, 520i, Baujahr 2001 (FL).
220000 km

Natürlich hat der Wagen ein paar Mängel.
- Spiegel Fahrerseite wurde getauscht, klappt nicht mehr an
- leichter Rost an der heckklappe Seite
- kleine rostblase schneller rechts vorn
- Aufnahmen alle ohne Rost
- pixelfehler bei beiden Displays
- Standlicht funktioniert nicht, xenonscheinwerfer funktionieren.

Bremsen, Kupplung, frischer Tüv, Ölwechsel wurde gemacht, Getriebe und Motor leicht feucht wurde behoben und im TÜV Bericht vermerkt. Aktuell 4ter Halter mit nachvollziehbarer Historie, die letzten beiden Halter in einer Familie.

allgemeiner Zustand ist gut, sauber, Innenraum gepflegt, alle Elektronik funktioniert.
Preis ist 4000 wenn der Spiegel nicht noch getauscht wird.
Läuft gut gerade aus, federt ordentlich, Lenkung ohne spiel, Motor läuft ruhig und keine Geräusche wahrnehmbar die da nicht hingehören. Klima funktioniert, Sitzheizung, alle multifunktionstasten funktionieren.
Bei den zwei kleinen Roststellen habe ich jetzt aktuell wenig Bedenken, da hab ich schon ganz andere Exemplare gesehen.
Was sagt ihr dazu?

Ich bin mir bewusst das so ein altes Auto auch Instandhaltung braucht und das ggf. auch ins Geld gehen kann.

Hallo,

Du mußt die Aufnahmen genau anschauen, auf Bildern kann man da oft nichts erkennen und denk die sind gut. Dann auch noch etwas die Plastikverkleidung runterdrücken und dahinter schauen. Und dann natürlich die Bremsleitungen hinten.
Wenn das alles gut ist, passt doch der Preis.
Mich wundert da nur etwas, daß er mit defektem Standlicht vorn TÜV bekommen hat. Das scheint von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt zu werden in dieser Bananenrepublik. Da kann man manchmal nur den Kopf schütteln. Da habe ich schon Bayern TÜV-Berichte gesehen bei denen die Plakette trotzdem zugeteilt wurde, aber in B-W diese keine Chance gehabt hätten.
Tschüß,

Bernd

Meiner Erfahrung nach ist nicht das Bundesland entscheidend sondern der TÜV-Prüfer.
Gibt eben solche und solche.

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