Kaufberatung V-Klasse: Eierlegende Wollmilchsau
Hallo zusammen,
ich mach’s kurz, demnächst steht Nachwuchs an. Kind 3+4 kommen auf einem Schlag, also muss ein Bus her. Dass es eine V-Klasse werden soll steht schonmal fest. Es soll ein Gebrauchter werden mit <100.00km. Budget: 35.000€.
Meine bisherigen Überlegungen sehen wie folgt aus:
- V250 (lange Version - nicht extralang) mit 2-2-3-Sitzkonfiguration
- 2. Sitzreihe soll entgegen der Fahrtrichtung
- Liege-Paket weil dort 3 Isofix-Halterungen dran sind
- Standheizung
- Easy-Pack zum schnellen Beladen von Einkäufen
- Schiebetüren beidseitig
- Elektr. Heckklappe, damit sie wirklich jeder in der Familie auf bekommt
- 360°-Kamera, damit sich auch meine Frau traut einzuparken
- evtl noch Tisch-Paket
Hauptsächlich wird das Fahrzeug Kurzstrecke bewegt: Kindergarten, Schule, Arzt, Einkaufen...
Neben der Familientauglichkeit soll der Bus auch mal für ein Mountainbike-Wochenende herhalten:
- Liegepaket zum gelegentlichen Pennen im Bus
- Standheizung passend dazu
- Anhängerkupplung für Fahrradträger
Meine Fragen:
1. Was hab ich vergessen? Worauf besser nicht verzichten?
2. Muss ich mir Sorgen machen wegen Diesel vs. Kurzstrecke? Hab etwas Angst um die Batterie insbesondere wegen der Standheizung...
3. Hab gelesen fürs Campen benötigt man Warmluft-Standheizung. Tut es die Warmwasser-Standheizung überhaupt nicht? Taugt die für den Innenraum garnicht?
4. Passt bei in der angedachten Sitzkombination ein Kinderwagen problemlos hinten rein?
5. Wie ist die Audio-Qualität ohne Burmester-Soundsystem? Akzeptabel?
6. kann man bequem zwischen den Einzelsitze nach hinten durchgehen? Das wäre mit Tisch-Pakte bestimmt nicht mehr möglich, oder?
7. Gibt es irgendwo eine Auflistung über die kleinen Verbesserungen über die letzten Jahre? Jedes Mal wenn ich Modellpflege suche gibt es nur Infos zum Facelift 2019.
Ok, doch etwas länger geworden, danke für eure Hilfe :-)
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@mezgo schrieb am 8. März 2020 um 14:10:48 Uhr:
Also ich fahr jetzt die dritte V Klasse und hab noch nie ein Werkstatt von innen gesehen. Allerdings bin ich jemand der auch nicht alles reinbestellt was kaputt gehen kann. So hab ich z.B . absolut kein Problem damit meine Türen selber zu schließen.
Und wenn andere 2.000 Euro Aufpreis dafür zahlen, dass die Türen elektrisch öffnen und schließen, dürfen sie auch erwarten, dass dies ohne Fehler funktioniert!
59 Antworten
Kann ich mir zwar kaum vorstellen, aber wenn, dann gehts da echt nur "auf Press". Vielleicht auch dann, wenn die Vordersitze ganz vorne sind und alle Rückenlehnen steil stehen. Aber saueng isses allemal. Ok, für ein- zweimal übernachten geht sowas vielleicht, aber längeren Urlaub wollte ich mit dieser Lösung nicht machen.
Da bleibt ja dann noch die Frage, wo das Gepäck noch Platz findet?
Fahren jetzt seit einem Jahr (9.000 km) einen
V250 Edition in lang mit vier Kindern (6,5,2,1) und waren bereits 3 x im Urlaub. Kofferraum ist ausreichend für sechs Standard-Trolleys. Damit bleibt man noch unter der Kante der Kopfstützen. Mit einem Gepäcknetz könnte man noch höher laden. Hat Mercedes so aber nicht vorgesehen.
Wir haben aus 2-3-3 eine 2-2-3 Bestuhlung gemacht, um so ohne Sitzumklappen bequem in die dritte Reihe zu gelangen, zwecks Kontrolle der Gurte von den Kindern.
5 und 2 sitzen ganz hinten auf Isofix. 6 und 1 in Reihe 2 auf Isofix, dabei guckt 1 im Reborder die 6 an. In Reihe 3 gibts noch einen Gruppe 3 Sitz ohne Isofix für etwaige Mitfahrer im Kindesalter.
Die elektrische Schiebetüren sind klasse, ebenso die Elektrische Heckklappe mit Easy Pack Fenster. Die Laderaumunterteilung wegzulassen, war die richtige Entscheidung. Wir sind dadurch viel flexibler beim Beladen und selbst durch das kleine Fenster lassen sich Einkäufe und der Buggy nach draußen hieven.
Die Standard Musikanlage ist die größte Enttäuschung für mich. Da haben moderne Laptops einen besseren Klang. Schade dass ich meine Frau nicht vom Burmester überzeugen konnte.
Sind alles in allem zufrieden mit der Vau, auch wenn die Fahrten zum Kindergarten (2km) suboptimal für den Motor sind und wir komischerweise nur auf längeren Autobahnetappen von der Meldung "Motorölstand reduzieren" genervt werden.
Verbrauch lt. Tankbuch = 9.44 Liter. Angesichts des Fahrprofils völlig in Ordnung.
Zitat:
@Halb-Marathon-Man schrieb am 14. März 2020 um 15:17:21 Uhr:
6 und 1 in Reihe 2 auf Isofix, dabei guckt 1 im Reborder die 6 an.
Euer/Eure Einjährige/r sitzt quer zur Fahrtrichtung?
Nein. Sorry. Hab mich da missverständlich ausgedrückt. Der Kronprinz (1) sitzt im Reborder und kann schräg seine große Schwester (6) im Sitz daneben anschauen. Beide Kinder sind vorschriftsmäßig gesichert. Wir haben die Feststellung gemacht, dass die Nutzung des Reborders nicht so lange möglich ist, wie es im Sinne des Erfinders gewesen ist. Die Füße unserer Kinder stießen bereits mit 12 Monaten an die Rückenlehne des Sitzes, so dass wir die 6, 5 und 2 bereits ab 10kg in Fahrtrichtung mit Fangsack ( ab mindestens 9kg möglich) transportiert haben. Dadurch, dass sie uns nicht nur über einen Spiegel am Sitz, sondern direkt (von hinten) sehen konnte und auch das Fahrgeschehen, war es für alle ein entspanntes Fahren.
Ähnliche Themen
Sagt mal kann man eigentlich von Außen erkennen, ob sich die Heckscheibe auklappen lässt (also ob die Easy-Pack Funktion dabei ist)?
Kann man das an der Abdeckung des Heckscheibenwischers irgendwie erkennen?
Ich frage, da es bei Gebrauchtwagenverkäufen häufig nicht eindeutig aus der Beschreibung hervorgeht.
Wenn die breite Chromleiste an der Unterseite der Heckscheibe verbaut ist, handelt es sich die separat aufklappbare Heckscheibe.
Da es im Thread bereits mehrfach thematisiert wurde, wollte ich das Thema Kurzstreckenfähigkeit nochmal ansprechen. Unser Fahrprofil wird so aussehen, dass unser MPH außerhalb von Urlaubsfahrten ausschließlich Kurzstrecken <5 km sehen wird. Unabhängig davon, dass ich voraussetze, dass der Motor das wegstecken können muss, würde ich mich freuen, wenn andere mit ähnlichem Fahrprofil berichten können, ob ihnen über die Zeit irgendetwas Negatives bedingt durch die Kurzstrecken aufgefallen ist. Die Theorie ist mir bekannt, interessant wäre, ob es in der Praxis genauso aussieht.
Die Standheizung (Luft) wird bei uns ausschließlich im Urlaub genutzt werden, daher hoffe ich mal, dass die Zusatzbatterie funktioniert, wenn wir sie brauchen.
Was bringt dich zu der Annahme, dass der Motor das abkönnen muss? Bei dem Fahrprofil fährt man Fahrrad. 🙂 Spaß beiseite aber wenn es tatsächlich zu 90% in diesem Profil bewegt wird, wirst du sehr schnell Probleme bekommen. Motor und Abgasnachbehandlung kommen nie auf Betriebstemperatur, die Abgasrückführung wird dir Probleme bereiten und der DPF verstopfen.
Dieses Profil macht dir auf Dauer jeden modernen Verbrennungsmotor kaputt. Vielleicht nicht, indem die Steuerkette reißt aber es kann mannigfaltige Probleme verursachen, die auf Dauer die Reparaturkosten unwirtschaftlich werden lassen.
Wenn du abseits vom Urlaub nicht auf den Platz angewiesen bist, solltest du vielleicht nochmal in dich gehen, ob das das richtige Gefährt dafür ist. Mit den gegebenen Informationen würde ich zu nein tendieren.
Ich gehe davon aus, gerade weil es ein moderner Verbrennungsmotor ist. Geringe Fertigungstoleranzen, dünnes 0W20-Öl, motornahe Abgasnachbehandlung und in meinem Fall ein leichter Gasfuß. Deshalb die Frage nach Praxiserfahrungen. Wir werden bestimmt nicht die einzigen mit diesem Nutzungsverhalten sein.
Ist zwar für meine Frage nicht relevant, aber das Auto dient neben dem Urlaub nur dem Kindertransport und Wocheneinkauf (alles Kurzstrecken), für mich alleine nehme ich fast ausschließlich das Rad. Ich steige quasi vom Rad auf den MPH um. 😉
Der MPH ist vom Aufbau her schon das richtige Auto (vor allem für den Urlaub, den wir machen), ist nicht so, dass wir uns keine Gedanken gemacht hätten. In der Vergangenheit hatten wir nur keinen, weil wir nie in Europa waren, das soll sich jetzt mit kleinen Kindern aber ändern (letztes Jahr mit nem Miet-MP ausprobiert und für gut befunden). Aber er soll eben auch den "Alltag" bewältigen können.
So ähnlich gehts mir ja auch, wollen nächstes, spätestens übernächstes Jahr auch durch Skandinavien mit den kleinen Kids (aber halt nicht autarkes Camping) und dient sonst als Kindertransporter und Einkaufswagen. Aber die 2km zur Kita wird annähernd grundsätzlich gelaufen oder geradelt und wir sind (bzw wollen, meinem alten Auto hab ich das nicht mehr zugetraut) an den Wochenenden schon die erweiterte Gegend erkunden. So steht das Auto zwar mindestens 3/7 Tagen aber bekommt dann auch regelmäßig Strecke. Aktuell Coronabedingt gibts natürlich nicht soviel zu Entdecken aber das gibt sich ja wieder.
Was ich sagen will: Lieber nicht bewegen, als zu kurz bewegen.
Für die unvermeidbaren Kurzstrecken werden wir uns irgendwann noch ein E-Auto holen, die juckt das nicht.
Ansonsten können auch moderne Verbrennungsmotoren nicht dauerhaft außerhalb ihrer Spezifikation laufen. Und da ist das wichtigste Betriebstemperatur.
Wie haben uns extra für diese Kurzstrecken einen VW Polo zugelegt (Benzin).
Die V sieht bei uns nur > 30km
Und Mercedes baut den Motor in den GLE als Hybrid ein. Der fährt dann gerade im Nahbereich überwiegend elektrisch und schaltet den Diesel dazu, wenn die Leistung vom Elektro nicht ausreicht. Der kalte Motor darf dann sofort Power geben, um kurz danach wieder in Stillstand zu gehen. Wie lange das wohl hält?
Wir haben da lieber für den Nahbereich einen Mokka-e bestellt.
Zitat:
@1PZ2OM schrieb am 10. Dezember 2020 um 23:08:20 Uhr:
Da es im Thread bereits mehrfach thematisiert wurde, wollte ich das Thema Kurzstreckenfähigkeit nochmal ansprechen. Unser Fahrprofil wird so aussehen, dass unser MPH außerhalb von Urlaubsfahrten ausschließlich Kurzstrecken <5 km sehen wird. Unabhängig davon, dass ich voraussetze, dass der Motor das wegstecken können muss, würde ich mich freuen, wenn andere mit ähnlichem Fahrprofil berichten können, ob ihnen über die Zeit irgendetwas Negatives bedingt durch die Kurzstrecken aufgefallen ist. Die Theorie ist mir bekannt, interessant wäre, ob es in der Praxis genauso aussieht.Die Standheizung (Luft) wird bei uns ausschließlich im Urlaub genutzt werden, daher hoffe ich mal, dass die Zusatzbatterie funktioniert, wenn wir sie brauchen.
Mein V250 muss genau das seit zwei Jahren ertragen, hat jetzt 30k km auf dem Tacho. Der Verbrauch liegt im Schnitt um 10 Liter und ich musste kurz vor dem ersten Service Öl absaugen, da durch Dieseleintrag zuviel drin war. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten.
Zum Thema Kurzstrecke kann ich nur sagen, es gibt genug Situationen, in denen man ein großes Auto braucht, auch wenn man nur kurze Strecken zurücklegt. Ich fahre wahrscheinlich überwiegend 2x7km am Tag und ab und an auch mehr und ganz selten auch 800 km am Stück. Der einzige Nachteil bisher in 4,5 Jahren ist der erhöhte Dieselverbrauch insbesondere im Winter.
Aber man kann davon ausgehen, dass die ganzen Transporter, die den gleichen Motor haben und z.B. als Servicefahrzeug eines Handwerksbetriebes in einer größern Stadt dienen, im Regelfall auch nur Strecken zwischen 2-15 km fahren, dann stehen und nach einigen Stunden wieder nur eine ähnlich kurze Strecke fahren. Und die haben auch keine wesentlichen Probleme.
Dürfte doch nicht so schlimm sein, wie befürchtet.