Kaufberatung Ford Focus

Ford Focus Mk3

Salut zusammen!

Ich bin neu hier im Forum. Seit nunmehr sechs Jahre fahre ich einen VW Golf IV, Bj 2003, 75 PS. Leider hat sich die hoch gelobte Technik von VW im Alltag nur mäßig bewährt: So nervt das Auto mit permanenten Wassereinbrüchen, darüber hinaus will es im Winter kaum anspringen (bei voller Batterie, woran es liegt, hat seit Jahren niemand herausgefunden). Zwar ist in Sachen Fahrwerk, Karosserie und Motor bislang nichts auffälliges gewesen außer den regelmäßigen Inspektionen - dennoch überlege ich gerade, mich nach einem anderen Auto umzuschauen.

Der "neue" Ford Focus kommt da auf jeden Fall auch in die engere Auswahl: In den Tests liegt er zwar meist hinter VW, allerdings werden dafür dann zu viele Knöpfe auf dem Lenkrad oder dgl. angeführt - wenn die Qualität stimmt, nehme ich diesen "Nachteil" gern in Kauf 😁

Zu meinem Fahrprofil: ca. 12.000-13.000km/a,

davon ca.

50% Überland,
40% Stadt,
10% Autobahn

Ich wohne im deutschen Mittelgebirgsraum (Südsauerland).

Konkret: Ein Diesel kommt kaum bis gar nicht in Betracht. Nun habe ich schon eine Weile im Internet recherchiert: Der "Ecoboost" wird natürlich sehr gelobt - allerdings bin ich bei einer gerade frisch eingeführten bzw. noch relativ jungen Technik doch äußerst vorsichtig und würde gern abwarten, wie die ersten "Langzeiterfahrungen" aussehen: Ich halte es derzeit für schwierig zu beurteilen, wie das fette Drehmoment sich auf den Motor auswirkt etc.
Daher habe ich mich mal an den ganz normalen Saugbenzinern orientiert. Klar, die sind etwas durchzugsschwächer, aber dafür wohl soweit ausgereift? Was sind "typische" Schwachstellen am aktuellen Modell (Zahnriemen, ZKD, ...)? Zumindest habe ich keine typischen Schwachstellen gefunden. Konkret wäre nur die Frage, ob bereits die 100PS ausreichend sind oder es dann doch im Zweifel eher 125PS sein sollten.

Darüber hinaus würde mich natürlich interessieren, wie die Versicherungskosten für den Focus sind. Klar, das hängt von ganz vielen Faktoren ab und ich rufe morgen auch mal beim Versicherungsfuzzi an, aber eine Tendenz sollte sich ja vlt. doch abzeichnen.

Wie ist es mit den Inspektionskosten? Tendenziell schwanken die hier im Forum angegebenen Preise natürlich schon erheblich.

 

Vielen Dank für Eure Antworten!

Westfalenblitz

Beste Antwort im Thema

Also über die größeren 1.6er EB-Motoren und die noch größeren im Mondeo gibt es schon eine gewisse Erfahrung und die ist durchweg positiv und es ist fast unmöglich wirkliche Motorschäden zum EcoBoost zu finden. Bei VW haben sich die Probleme bereits sehr früh eingestellt.

Zum Sauger gibt es zumeist die folgenden Probleme:
Fehlender Durchzug
Motornotlauf bei zu hoher Belastung
Sehr starke Schwankungen in der Gasannahme
sehr hoher Verbrauch bei geringer Leistung
schlechte Übersetzung

Das sind die Sachen die mir in dem Jahr, seitdem ich hier aktiv bin und wirklich ausnahmslos jeden Beitrag in diesem Forum lese untergekommen sind.

Das wichtigste, was m.E. nach am Sauger zu bedenken ist, ist zum einen das er grottenlangsam ist (das ist keine Übertreibung) und eigentlich mit dem Gewicht des Wagens überfordert ist, und dazu auch noch sehr viel verbraucht. Der 150er EcoBoost den ich fahre ist ein Porsche dagegen. Wenn du also dem 1.0er EcoBoost nicht traust, weil er zu neu ist, okay, aber die 1.6er EcoBoosts sind schon sehr erprobt und du wirst die Leistung nicht mehr missen wollen

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Guten Tag zusammen,

ich hole den Beitrag noch mal wieder hoch. In den letzten Tagen hatte ich (endlich) mal Zeit, um ein wenig zu recherchieren und zu schauen. Grundsätzlich habe ich erst mal keine Angst (mehr) vor dem Ecoboost - die Motoren scheinen wirklich deutlich stabiler zu sein als die "gute" VW-Technik ...
Ich bin ganz in der Nähe auf ein Angebot gestoßen, das zunächst mal verlockend klingt. Ein Focus Champions Edition 1,0 Ecoboost (100 PS). Der Wagen ist 11 Monate alt und hat ca. 6.000km auf dem Tacho. Er wird ca. 33 % unter Listenpreis angeboten (15.500€). Allerdings ist der Wagen offiziell als "Vorführwagen" deklariert. Er ist auch bunt beklebt mit dem Autohaus-Logo etc. Meine Frage: Würdet Ihr grundsätzlich keine Bedenken gegen den Kauf eines derartigen Fahrzeugs haben - oder sind Vorführwagen doch eher mit Vorsicht zu genießen? Schlussendlich habe ich mir versucht vorzustellen, wie die Kilometer auf den Tacho gekommen sind: Das kann ja kaum alles per Kunden geschehen sein; vermutlich werden doch auch die Verkäufer damit durch die Gegend gefahren sein?
Vielen Dank für Eure Einschätzungen!
Herzliche Grüße Westfalenblitz

Hallo Westfalenblitz,

es gibt ja Leute, die würden niemals einen Vorführwagen, Mietwagen etc. kaufen, weil man nicht wissen kann, wie die Leute damit umgegangen sind.

Und es stimmt. Ich habe selbst mal bei einem P****r von Kollegen im Mietwagen gesessen, der den Benziner kalt startete und dann gleich im Leerlauf ein paar Mal in den Begrenzer gejagt hat. Nur, um zu posen. Bei einem Vorführwagen liegt es nahe, dass der eine oder andere Käufer mal getestet hat, was so geht.

Andererseits frage ich mich immer, was geht da eigentlich konkret kaputt bzw. wenn man nicht weiß, dass das Auto so behandelt wurde: gibt es tatsächlich einen physikalischen Unterschied zwischen einem "gequälten" und einem geschonten Auto? Geht das eine zwangsläufig früher kaputt? Ist die Zylinderwand abgenutzter, sind die Schrauben lockerer? Wenn man so leicht ein Auto beschädigen könnte, würden viele Autos ihr zweites Lebensjahr nicht erreichen.

Ich gehe davon aus, dass das Autohaus das Auto nochmal durchcheckt und ggf. das Öl wechselt. Guck dir den Lack gut an, nicht dass die Beklebung Schatten oder rauhe Stellen hinterlassen hat.

Und vergleich den Preis mal mit dem DAT-Preis. Man kriegt ja teilweise auf Neuwagen schon 20 bis 25 Prozent im Moment.

Grundsätzlich wäre ich aber nicht dagegen. Ein Restrisiko bleibt vielleicht, aber dafür ist er nun mal billiger.

Gruß
FnF

Zitat:

Original geschrieben von Westfalenblitz


Das mache ich gern! Wo finde ich denn diesen Testbericht 😁

Grüße!!
Westfalenblitz

Leider kann ich meinen Testbericht nicht verlinken. Schau einfach mal in mein Profil. Dort solltest Du einen Hinweis finden. Oder Du kopierst den Link in meiner Signatur in die Adresszeile des Browsers.

Zitat:

Original geschrieben von FahrNurFord


Hallo Westfalenblitz,

es gibt ja Leute, die würden niemals einen Vorführwagen, Mietwagen etc. kaufen, weil man nicht wissen kann, wie die Leute damit umgegangen sind.

Und es stimmt. Ich habe selbst mal bei einem P****r von Kollegen im Mietwagen gesessen, der den Benziner kalt startete und dann gleich im Leerlauf ein paar Mal in den Begrenzer gejagt hat. Nur, um zu posen. Bei einem Vorführwagen liegt es nahe, dass der eine oder andere Käufer mal getestet hat, was so geht.

Andererseits frage ich mich immer, was geht da eigentlich konkret kaputt bzw. wenn man nicht weiß, dass das Auto so behandelt wurde: gibt es tatsächlich einen physikalischen Unterschied zwischen einem "gequälten" und einem geschonten Auto? Geht das eine zwangsläufig früher kaputt? Ist die Zylinderwand abgenutzter, sind die Schrauben lockerer? Wenn man so leicht ein Auto beschädigen könnte, würden viele Autos ihr zweites Lebensjahr nicht erreichen.

Ich gehe davon aus, dass das Autohaus das Auto nochmal durchcheckt und ggf. das Öl wechselt. Guck dir den Lack gut an, nicht dass die Beklebung Schatten oder rauhe Stellen hinterlassen hat.

Und vergleich den Preis mal mit dem DAT-Preis. Man kriegt ja teilweise auf Neuwagen schon 20 bis 25 Prozent im Moment.
Gruß
FnF

Klar. Das Risiko ist etwas höher. Aber so Vollidioten, die den kalten Wagen aus Spaß am Quälen treten, gibt es dann hoffentlich doch nicht so viele. Und ein paar Mal, wird ein Wagen das auch ohne weiteres überleben. Ich habe meine Wagen auch noch nie wirklich "warm" gefahren und ein früheres Auto - ein Golf IV - habe ich mit 180.000 km auf der Uhr verkauft und der läuft heute noch. Meine FORDs hatten bislang bis zum Verkauf mit ca. 80.000 km auch null Probleme und keinen Ölverbrauch. Durch die modernen Schmierstoffe sind die Motoren auch im kalten Zustand schon gut geschmiert und neue Werkstoffe sind deutlich weniger temperaturabhängig als es früher mal der Fall war.

Somit hätte ich, rein technisch, keine Bedenken einen Vorführwagen zu kaufen. Ich würde eher drauf achten, dass der schön gerade aus läuft und die Räder keinen Schlag haben.

Viele Grüße

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Mein Focus war ein Vorführwagen (2000km) und ich kann überhaupt nicht klagen. 40000 problemlose Kilometer bisher 🙂

Ein freundliches Hallo ins Forum,

ich häng mich hier einfach mal dran. Ich fahre jetzt seit 7 Jahren Golf (5 + 6er) und muß auch noch bis Mai 2014 dabei bleiben. Was mich am Meisten am Golf nervt, sind die miserablen Wintereigenschaften. Es dauert ewig bis der warm wird und die Heizleistung ist freundlich ausgedrückt sehr bescheiden. Ansonsten hatte ich noch keine ernsten Probleme.

Wir haben aber auch noch einen Fiesta MK 6 (1,4er mit 80PS) und der begeistert im Winter. Heizbare Frontscheibe und nach knapp 3km auf 90°C Motortemperatur und was schlechtes könnte ich bis jetzt auch nicht über ihn sagen. Ohne jegliches Problem das 2. mal durch den TÜV.

Das legt bei mir die Überlegung nahe, der Focus könnte so ähnlich sein. Mich würde mal interessieren wie schnell die EB Motoren auf Temperatur kommen und wie gut der heizt. Der Winter scheint ja gerade aufzugeben, sodaß es bei allen noch in guter Erinnerung sein wird.
Ich bin noch keinen Probe gefahren, aber so aus der Papierform und was ich bis jetzt so gelesen habe, käme eventuell der 1,6er in Frage.

Wie beurteilt ihr die Wintereigenschaften, besonders bei Laternenparkern???

Grüße rudi

Ich hatte vorher einen Seat Leon 1,4 TSi und jetzt den FoFo Ecoboost 150....
von der Heizleistung würde ich sagen, die sind etwa gleich. Die heizbare Frontscheibe ist aber genial !

Danke für die Antwort,
aber wie schnell ist der Motor warm nach einer kalten Nacht. Wie gesagt, der Fiesta braucht dafür knappe 3 km. Der Golf mindestens 10.

Grüße rudi

Definiere bitte kalte Nacht: -5 °C oder -15°C?, mit oder ohne Schnee...

Grundsätzlich werden die EB-er schnell warm, da sie die automatische Jalousie haben.
Bei mir dauert's bei -10° ca. 2 Km bis 3 Km bis warme Luft kommt.

Bitte keine Haare spalten. Das er bei -15°C ein bißchen länger braucht ist klar.
Schön wenn er so schnell den Innenraum warm macht. Geht die Motortemperatur auch so schnell hoch?
Gruß rudi

Irgendwer hat mal ein Video eingestellt mit Garmin an der OBD und man konnte wunderbar sehen wie die Motortemperatur steigt.
Musste mal suchen

Danke für die Antwort,

wo soll ich das suchen? Bin nicht mehr der Jüngste und damit mit den neuen Medien teilweise nicht so bewandert.
Hab hier im Forum mal gesucht, aber kein Video gefunden. Dafür einen anderen Fred, in dem von der Kühlerblende die Rede war( schön!) und davon, dass die Temperaturanzeige des Kühlwassers auch nur eine Lügenanzeige wie bei VW ist. Das ist weniger schön. Dachte das macht nur VW, aber denkste.

Grüße rudi

Müsste das Video sein:

http://www.motor-talk.de/videos/engine-warming-up-v552880.html

Oh vielen Dank,

hab es mir angesehen. Die Strecke kann man ja nicht einschätzen. Aber es dauert rund 10min. bis er auf 90° ist. Ist doch auch ganz schön lange, trotz der vielen Minusgrade.
Weiß nicht ob der 1,6er schneller ist.

Grüße rudi

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