Jahreswagenkauf - Wertverlust im ersten Jahr

Mercedes

Hallo zusammen,

seit über 15 Jahren bin ich begeisterte Ford-Focus-Fahrerin. Eigentlich wollte ich mir Anfang 2021 einen neuen bestellen. Da nun beim neuen Modell die Qualität sehr zu wünschen übrig lässt, bin ich auf der Suche nach einer Alternative und bei der A-Klasse macht mein Herz Luftsprünge. Zunächst hatte ich über einen Neuwagen nachgedacht da es in meiner Wunsch-Konfig. doch wenig bis keine Auswahl an Jahreswagen gibt. Nun habe ich aber doch einen gefunden - mit etwas mehr an Ausstattung was eigentlich sein müsste aber lieber zu viel als eben zu wenig. Was mir nun aufgefallen ist: der A200, AMG Line hat eine UVP von 52.000, EZ 06/2020 bei 600km Laufleistung. 1. Hand, unfallfrei. Kostenpunkt 34.990€. Jetzt suche ich nach dem Fehler. Ist der Wertverlust im ersten Jahr wirklich so immens? Wie kann ich herausfinden, dass es sich um kein Montagswagen handelt? Würdet ihr eher zu einem Neuwagen raten? Viele Grüße und vielen Dank vorab an alle.

109 Antworten

Bei vielen Daimler Autohäusern hat man in der Tat den Eindruck als sind sie nicht wegen Corona, sondern wegen Reichtum geschlossen. Da wirst du dich leider am besten auf einen anderen Umgang als bei Ford einstellen.
Das hat auch historische Gründe: Früher wurden bei Daimler Autos nicht verkauft, damals wurden sie verteilt. Das ist heute schwer verständlich, manche Verkäufer bemühen sich auch redlich. Diese sind aber leider in der Minderheit.

@Jasi_87 Verkäufer arbeiten auf Provisionsbasis. Entsprechend wird der erste Verkäufer mit dem du gesprochen hast, auch derjenige sein, der dich bis zum Ende betreuen wird. Andere Verkäufer helfen in der Regel nur, wenn jemand krank oder im Urlaub ist.

Nun, ich werde abwarten müssen. Die Bewertungen der Niederlassung decken sich auf jeden Fall mit meinem ersten Eindruck und mit dem, was Mainhattan Olli schreibt. Letztlich verlange ich nicht dass man mir den Hintern abwischt, sondern „nur“ ein Auto verkauft. Wenn man sich noch meldet ist ok, wenn nicht, pech gehabt. Mein Geld werde ich notfalls auch woanders los :-). Den Lock-Down-Bonus sollen sie vorerst mal noch erhalten.

Also bei mir war so, dass das Mercedes Autohaus das Auto gar nicht ankauft, sondern ein externer Händler mit dem die zusammenarbeiten, von dem her können die dir auch selber kein besseres Angebot machen, weil sie es ja nicht direkt ankaufen. So war der Stand bei mir damals und das hat mir mein Verkäufer auch ganz ehrlich gesagt. Deshalb bin ich auch in den Privatverkauf gegangen.

Ähnliche Themen

@Blonde Da musst du aber ein altes Auto gehabt haben oder das Autohaus ist recht kein 🙂

Händler möchten sich in der Regel keine alten Autos auf den Hof stellen, da Instandsetzungsarbeiten und Garantiekosten sehr hoch sind, so dass sich das bei der Marge nicht lohnt. Recht neue Autos stellt sich dagegen fast jeder gerne auf den Hof, weil noch etwas dran zu verdienen ist.

Aber auch in diesem Fall wird als Ankaufsgrundlage nur der günstigste Internetpreis von Autos ohne Sonderausstattungen genommen. Bei meinem W176 waren es 29.000 Internetpreis (A45 mit 360 PS ohne Extras), so ergab sich bei mir 26.000 EUR Ankaufspreis (A45 mit 381 PS mit 20.000 EUR Extras). Habe ich selbstverständlich nicht verkauft.

Zitat:

@Jasi_87 schrieb am 3. Februar 2021 um 20:19:40 Uhr:


Kleines Update: gestern erhielt ich die Bewertung für meinen Ford. Die Bewertung liegt knapp 1.500 € unter dem, was mir bei wkda.de geboten wurde und 3.000 € unter dem, was ich vor einem Jahr beim Ford Händler bekommen hätte.

Das ist schon mal ein Anhaltspunkt. Wahrscheinlich eine unverbindliche Schätzung, wenn es nur auf deinen Angaben beruht und dem Ankäufer das Auto nicht direkt vorgeführt wurde. Einen verbindlichen Preis, der dann auch mal niedriger (selten höher) ausfallen kann als die erste Schätzung, bekommt man nach einer Begutachtung vor Ort beim Händler. Die war bei mir bei wkda kostenlos. Jetzt mit Corona-Einschränkungen kann es natürlich komplizierter sein.

@Halema naja, mein Seat Ibiza war sieben Jahre alt, aber mein Händler hat eigentlich gar keine anderen Autos dort, außer die, die sie eben verkaufen von ihren Marken her (Mercedes, Jeep etc). Und die haben wirklich viele dort stehen inkl einem zweiten Gelände.
Also ich denke, dass sie einen Mercedes vl schon angekauft hätten, aber sie gehen eben meist den Weg über den externen Ankauf.

Zitat:

@Blonde. schrieb am 3. Februar 2021 um 21:14:09 Uhr:


Also bei mir war so, dass das Mercedes Autohaus das Auto gar nicht ankauft, sondern ein externer Händler mit dem die zusammenarbeiten, von dem her können die dir auch selber kein besseres Angebot machen, weil sie es ja nicht direkt ankaufen. So war der Stand bei mir damals und das hat mir mein Verkäufer auch ganz ehrlich gesagt. Deshalb bin ich auch in den Privatverkauf gegangen.

Danke dir, ich „muss“ ihn dort auch nicht zwangsläufig in Zahlung geben. Das Angebot bei wkda.de ist gar nicht so verkehrt... Ich hatte beim ersten Telefonat nur grundsätzlich gefragt ob ne Inzahlungnahme möglich wäre. Gefühlt waren sie am Ford auch mehr interessiert als mir zu sagen, ob es möglich ist das Auto auf den Hof zu stellen damit ich es mal „anschauen“ kann oder an sich über einen möglichen Kauf zu sprechen. Das einzige Angebot war mir erstmal den Bewertungsbogen zuzusenden :-D...

@Blonde Die meisten Kunden geben auch noch kaum noch Fremdfahrzeuge in Zahlung. Leasing und verbriefte Rückgabe sind im Trend. Fahrzeuge älter als 5 Jahre gelten bereits als unattraktiv. Besonders Fahrzeuge mit einem Neupreis unter 20.000 EUR.

Zitat:

@Blonde. schrieb am 3. Februar 2021 um 21:14:09 Uhr:


Also bei mir war so, dass das Mercedes Autohaus das Auto gar nicht ankauft, sondern ein externer Händler mit dem die zusammenarbeiten, von dem her können die dir auch selber kein besseres Angebot machen, weil sie es ja nicht direkt ankaufen. So war der Stand bei mir damals und das hat mir mein Verkäufer auch ganz ehrlich gesagt. Deshalb bin ich auch in den Privatverkauf gegangen.

Autohäuser, die von Mercedes für "junge Sterne"zertifiziert werden wollen, dürfen sich wohl keine Gebrauchten von Fremdfabrikate mehr auf dem Hof stellen. Das war im DEZ 2019 die Aussage meines Verkäufers.
Daher kaufen diese Mercedes-Händler nicht mehr selbst an, sondern Regeln das über einen großen Einkäufer. Auto wird begutachtet, beim Händler zusammen mit Daten und etwaigen Mängeln hochgeladen und der Händler erhält nach wenigen Minuten dann die Bewertung. Händler kauft das Auto eines Fremdfabrikats also nicht mehr selbst an, sondern im Auftrag von Auto1 (bzw. WKDA)

Hat also nichts mit dem Alter des Autos zutun. Die Händler sind bei Fremdfabrikaten quasi dazu gezwungen.
Macht aber nichts. Angebot passte trotzdem

Es sollte bei so einem Händler vom Preis her egal sein, ob man den alten gebrauchten bei WKDA oder über den Händler verkauft.

@kabael Es kann schon sein, dass es Auflagen gibt, aber anscheinend hält sich mein Händler nicht dran.

Der hat aber als Kette noch zusätzlich eine Gebrauchwagengesellschaft für Fahrzeuge von Mercedes und anderen Herstellern. Vermutlich ist das die Umgehungslösung.

Zitat:

@Jasi_87 schrieb am 3. Februar 2021 um 21:33:40 Uhr:



Zitat:

@Blonde. schrieb am 3. Februar 2021 um 21:14:09 Uhr:


Also bei mir war so, dass das Mercedes Autohaus das Auto gar nicht ankauft, sondern ein externer Händler mit dem die zusammenarbeiten, von dem her können die dir auch selber kein besseres Angebot machen, weil sie es ja nicht direkt ankaufen. So war der Stand bei mir damals und das hat mir mein Verkäufer auch ganz ehrlich gesagt. Deshalb bin ich auch in den Privatverkauf gegangen.

Danke dir, ich „muss“ ihn dort auch nicht zwangsläufig in Zahlung geben. Das Angebot bei wkda.de ist gar nicht so verkehrt... Ich hatte beim ersten Telefonat nur grundsätzlich gefragt ob ne Inzahlungnahme möglich wäre. Gefühlt waren sie am Ford auch mehr interessiert als mir zu sagen, ob es möglich ist das Auto auf den Hof zu stellen damit ich es mal „anschauen“ kann oder an sich über einen möglichen Kauf zu sprechen. Das einzige Angebot war mir erstmal den Bewertungsbogen zuzusenden :-D...

Hallo Jasi,

wenn der Wagen dir von den Eckdaten her gefällt, ruf noch mal dort an und sag das du das Auto kaufen möchtest.
Bei der Niederlassung können die VKB 1% Nachlass geben.
Das wären in deinem Fall 350€. Musst du nur anfragen und dann kriegst du zu 99% diesen Nachlass.
Da du das Auto per Mail kaufst, hast du ein 14 tägiges Widerrufsrecht, welches erst mit Abnahme des Fahrzeugs beginnt.

Du hast dann genug Zeit um dir das Auto auch vorher anzusehen. Wenn er einmal verkauft gemeldet wurde wird er dann in die von dir 80km entfernte Filiale gebracht, damit er für die Übergabe fertig gemacht werden kann.
Selbst wenn der Wagen dir nicht gefallen sollte oder da irgendwas dran ist, kannst du sofort mit einem Zweizeiler den Vertrag stornieren.

LG
Kurt

Zitat:

@Jasi_87 schrieb am 3. Februar 2021 um 21:14:03 Uhr:


Nun, ich werde abwarten müssen. Die Bewertungen der Niederlassung decken sich auf jeden Fall mit meinem ersten Eindruck und mit dem, was Mainhattan Olli schreibt.

Ich verstehe Dich vollkommen... ich war selbst einige Jahre im Verkauf teurer Wirtschaftsgüter tätig und kann da nur den Kopf schütteln.

Wenn ein Händler in dieser Zeit seinen Laden so fährt dass sein Verkauf nicht erreichbar ist und nicht in adäquater Zeit (1 Werktag) auf Emails reagiert der hat einfach die Zeichen der Zeit verkannt und hat sich ne Insolvenz verdient. In Deinem Fall wäre zumindest ein Einzeiler "da können wir leider nicht mehr bieten" oder "wir prüfen das, ich melde mich bis..." wahrlich nicht zuviel erwartet.

Was WKDA betrifft kann man sich übrigens bei weitem nicht auf die Online-Bewertung verlassen... entgegen der weit gestreuten Werbung hat da schon so mancher dann vor Ort heftige Abzüge präsentiert bekommen.

Wer glaubt das da mehr erzielbar ist als im Privatverkauf der ist entweder ein extrem schlechter Verkäufer oder hat keine Ahnung.

Ich danke euch für eure Meinung und auch für die Infos zu wkda.de. Dass ich überall weniger bekomme als im Privatverkauf ist mir klar. Da ich aber rund 45 Stunden die Woche arbeite, ist es mir lieber mich da nicht mit rumärgern zu müssen und bekomme dafür etwas weniger. 6.500 finde ich aber tatsächlich zu wenig. Der Ford hat zwar 5 Jahre auf dem Buckel, wird aber gehegt und gepflegt und steht top da. Aber wie gesagt, für ihn finde ich schon ne Lösung.

Ich hatte ja bereits beim Anruf gesagt, dass ich großes Interesse am Kauf des Fahrzeuges habe. Schon da ging man ja nur ausweichend darauf ein. „Auto ist noch in der Aufbereitung“. Auf meine Frage wann es von da zurück kommt und wie es dann aussieht hat man auf den Lock-Down verwiesen. Worauf ich meinte, dass ich es auch erst nach dem Lock-Down holen kann da ich ja noch ein funktionsfähiges Fahrzeug habe. Zumindest wollte ich mir die erste Position als potenzieller Käufer sichern für nach dem Lock-Down oder wann sie es auch immer verkaufen möchten.

Wie Andi schreibt, hätte ich zumindest ein „wir können hier nichts weiter für sie tun“ oder „wollen wir hierzu telefonieren“ oder „wir sind derzeit unterbesetzt wir melden uns in 2-3 Tagen“ oder „wollen wir ein online Meeting für nächste Woche vereinbaren“ oder oder erwartet. Denn so arbeite ich auch. Aber vllt kann ich auch einfach nicht von mir auf andere schließen.

Für meine Eltern haben wir gerade ein neues Fahrzeug bei BMW bestellt. Das war auch während des Lock-Downs und da war der Verkäufer schon fast negativ aufdringlich und meldete sich sogar mehrmals am Tag... Neuer Tag, neues Glück :-).

Wenn du dir die Mühe machen willst, Gebrauchten privat verkaufen! Günstige Gebrauchte werden derzeit gesucht, nicht jeder kann bei Corona auf ein üppiges Budget zurückgreifen. Mein CLA war nicht günstig, aber nur einen Tag online und dann 2.500€ über bestem Händlerangebot verkauft. Dafür bekam ich noch 2 Monate Post von den ganzen bei mobile.de angehängten Aufkäufern wie "wir kaufen dein Auto" usw. Heute will sich wohl kein Händler das Gebrauchtwagengeschäft entgehen lassen, Händlerspanne und zugehörige Mwst. landen aber am besten in meiner Tasche....

Ansonsten bekommst du bei Mercedes heute 18,45% Nachlass auf den Listenpreis, die kannst du also auch beim Neuwagen abziehen. Und Extras verlieren im Vergleich zum Fahrzeug überproportional schnell an Wert. Jeder will sie im Gebrauchtfahrzeug haben aber möglichst nichts zusätzlich dafür löhnen. Mein CLA war eher nicht zu üppig ausgestattet, Anfragen hatte ich zuhauf. Ich lag etwa 2.000€ unter dem Marktpreis bei etwa 7.000€ weniger Extras. Mein CLA hatte neu wesentlich weniger mit Leder ect. gekostet als deine A-Klasse gebraucht. Auch heute kannst du einen neuen CLA rabattiert für etwas über 30.000€ bekommen, soll aber kein Thema hier sein, da du auf Ausstattung stehst.

Die ersten 1.000km sind die wichtigsten des Fahrzeugs und sind auch heute nicht unerheblich für den Ölverbrauch und die Dauerhaltbarkeit. Wenn du das Fahrzeug nur bis 100.000km halten möchtest, ist das aber egal, die Auswirkungen treten erst danach auf. Ich habe mal einen 5er BMW als Vorführer gefahren und habe laut Motorinstandsetzer damit ins Klo gegriffen. Bei 140.000km war der Zylinderkopfriß so tief, das ein neuer her musste. Viel Feuer ohne Warmfahren haben nach seiner Meinung dazu geführt, ich war es nicht.

Ich freue mich, dass du dich für Mercedes entscheidest, die sind echt gut, ich hatte keinen technischen Ärger über 130.000km (CLA180) über 88 Monate. Im letzten Jahr hat mir Volvo ein wesentlich besseres Angebot gemacht und so ist es aktuell halt ein XC40 geworden, den Platz schätze ich bei meinem Hobby, ein wenig vermisse ich die Spritzigkeit. Den M282 Motor halte ich nicht für den besten von Mercedes, er wird aber deine Erwartungen erfüllen....

Gruß

Gravitar

Deine Antwort
Ähnliche Themen