In Gedenken...
Liebe Leute,
am Samstag musste ich zwangsläufig meinen 318is zu Grabe tragen (Totalschaden). Glück daran war, dass ich und meine Freundin lebend und nur leicht verletzt aus dem Wrack herausgekommen sind.
Habe mein Fahrzeug im Bayerischen auf einer Landstrasse nach einer Kuppe verloren. Das Heck ist ausgebrochen und ich habe es nur noch geschafft durch 3 Kurven trotz Gegenlenken zu fahren. Es war wohl dann nur eine Frage der Zeit bis das nicht mehr gutgeht. Zum Schluss haben wir uns dann zu allem Übel auch noch überschlagen.
Warum das Fahrzeug nach der Kuppe (trotz M-Sportfahrwerk) bereits ausgebrochen ist, ist mir immer noch schleierhaft. Ich war eigentlich nicht zu schnell.
15 Antworten
LOL.... Schade um deinen Wagen, aber aber du warst bestimmt nicht zu LANGSAM unterwegs, einen BMW mit Sportfahrwerk in der Kurve zum schleudern zu bringen da gehört schon was dazu, wirst schon nen zacken drauf gehabt haben.
Aber trotzdem mein Beileid, seid froh das euch nichts passiert ist, Autos kann man ersetzen, Menschenleben nicht. Leider schnallen das die wenigsten.... 🙄
Schön das du und deine Freundin heil rausgekommen seid. Die hat dir bestimmt die schuld in die Schuhe geschoben nach dem Unfall, hab ich recht ?
Durch Sportfahrwerke ist die Neigung des Fahrzeugs, bei Bodenwellen, abzuheben, größer als bei weichen Fahrwerken.
Dies ist einer der Nachteile eines Sportfahrwerks, welcher durch abgenutzte Stoßdämpfer noch begünszigt wird.
Es stimmt selbstverständlich das die Straßenlage insgesamt besser wird, dennoch sollte man sich dessen bewußt sein.
Gruß Oerek
@laguncoupe
Mein Beileid! Und gleichzeitig Glückwunsch, dass Du da heil rausgekommen bist!! Wie Thunder schon sagte, Autos kann man nachkaufen, Menschen nicht! Hast Du denn vielleicht sogar so viel Glück, auch eine Vollkasko abgeschlossen zu haben?
Kopf hoch, wird schon wieder!
Uli
Du hast es sicherlich sowieso schwer genug im Moment, und ich will jetzt nicht auch noch auf Dir rumhacken, aber gerade wenn man einen Beifahrer bei sich hat (und dazu noch einen geliebten Menschen!) - fährt man da nicht etwas vorsichtiger?
Zitat:
Original geschrieben von Aimx09
Die hat dir bestimmt die schuld in die Schuhe geschoben nach dem Unfall, hab ich recht ?
Wem denn sonst ??? Hättest Du es anders gemacht wenn Deine Freundin gefahren wäre ?
@ laguncoupe
Glückwunsch das Dein Schutzengel an dem Tag keinen Urlaub hatte. Hoffe für dich das Du Volkasko hast und das nächste mal anders reagierst, denn wenn man sich wo nicht auskennt heizt man nicht. Schon gar nicht mit seiner Freundin oder wem auch immer auf dem Beifahrersitz. Niemand könnte es sich verzeihen wenn man die Schuld an dem Tod eines Menschen trägt.
Zitat:
Original geschrieben von oerek
Durch Sportfahrwerke ist die Neigung des Fahrzeugs, bei Bodenwellen, abzuheben, größer als bei weichen Fahrwerken.
Oh ja, das kann ich nur bestätigen...
Ich hatte vor meinem BMW einen Peugot 106 S16 mit einem KAW-Fahrwerk (Koni-gelb-Dämpfer)
Tieferlegung war vorne 75mm und hinten 50mm und die Dämpfer schön weit zugedreht.
Es hat echt Spaß gemacht mit so einem kleinen Auto (118PS) durch die Kurven zu räubern. Der Nachteil an so einem Sportfahrwerk ist eben nur, dass man einen sehr engen Grenzbereich hat. Im einen Moment hast du noch volle Bodenhaftung und im nächsten Moment gar keine mehr. Das ist mit einem "zivileren" Fahrwerk einfacher, weil man früher merkt, wenn der Wagen woanders hin möchte als man selber.
Hier mal zwei Bilder von dem Peugeot falls es wen interessiert:
http://hometown.aol.de/Wiing1/Osterode2001_24.jpg
http://hometown.aol.de/Wiing1/lim_49.jpg
Zitat:
Original geschrieben von cocooncrew
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Wem denn sonst ??? Hättest Du es anders gemacht wenn Deine Freundin gefahren wäre ?
_______________________________________________________Ja, ich hätte es anders gemacht, wenn meine Freundin gefahren wäre. Ich hätte ihr ebenso wenig Vorwürfe gemacht, wie sie mir.
Grundsätzlich: Vielen lieben Dank für die aufmunternden
aber auch für die kritischen Worte. Ich selbst sehe natürlich momentan auch in erster Linie das Glück, dass nicht mehr passiert ist. Alleine der Gedanke an Gegenverkehr!Klar dass man, wenn man von so einem Unfall hört, als erstes davon ausgeht, dass derjenige geheizt ist. Ich will mich sicherlich auch nicht als "Schnarchnase" bezeichnen, aber ich denke, dass ich mit meinen 33 Jahren gelernt habe, verantwortungsvoll mit so einem Auto umzugehen. Natürlich weiss ich auch, dass ich einen Fehler gemacht haben muss. Wenn ich auch nicht genau weiß welchen. Immer wenn so etwas passiert, hast Du irgend einen Fehler gemacht. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, ob ich gebremst habe, vom Gas runter gegangen bin oder sogar Gas gegeben habe (eher unwahrscheinlich) Am ehesten würde ich sagen, dass ich vom Gas ging und nicht gebremst habe.
Zu schnell war ich eher trotzdem nicht. Das bestätigt sogar meine Freundin. Ausserdem kannte ich die Strecke.
Aber ich schliesse auch einen technischen Defekt nicht aus. So schlagartig, wie das Heck kam, war das nicht normal. Selbst als ich dachte, ich habe ihn nun wieder unter Kontrolle, kam das Heck plötzlich ein letztes Mal (dann folgte der Überschlag).
Was wir davon gelernt haben, in Bayern sind die Leute wirklich hilfsbereit.
Das kommt mir bekannt vor...
Sowas, wie Du da erzählst, habe ich auch mal erlebt mit 'nem E36 320i: Wir sind auf einer französischen Route Nationale rumgegondelt. War ein herrlicher Tag, die Straße lief schnurgerade, ein Mädel am Steuer, 2 Kumpel und ich mit dabei. Schnell waren wir auch nicht - ca. 110 km/h.
Plötzlich ging ein Ruck durch die Karre, der Beifahrer schaute verstört aus dem Buch hoch, die Fahrerin verzog das Gesicht und fing an am Lenkrad zu korrigieren (nicht so stark, aber erkennbar). Geholfen hat alles nicht mehr: Die Karre ist mit dem Hintern rumgekommen... Zuerst ging's nach links. Das Mädel hat gut reagiert und gegengelenkt. Dadurch hat's das Auto nach rechts geschoben. Dann brach Panik aus = Vollbremsung! Auto drehte sich komplett und knallte mit der linken Seite in die rechte Leitplanke.
Nach dem Aussteigen und den Danksagungen an den Herrn ob des Überlebens, haben wir auf der Straße Bremsspuren entdeckt.
Es sah also so aus, als ob die Hinterachse irgendwelche Probleme gemacht hätte (irgendwas blockiert) und noch dazu das ABS nicht funktioniert hat! BMW schließt das natürlich aus.
Das Fahrzeug wurde sichergestellt, die Sache kam vor Gericht.
Wie es aussging weiß ich allerdings nicht...
P.S. Der Wagen gehörte der Mutter des Mädels, war bei BMW scheckheftgepflegt - also kein ausgeheizter Schrubber.
@laguncoupé
Ich denke eigentlich auch, dass Du ein verantwortungsvoller Fahrer bist und Dein Leben bzw. das Deiner besseren Hälfte nicht einfach so aufs Spiel gesetzt hast. Der Beschreibung nach klingt es, als wäre das Heck wegen der Kuppel abgehoben. Bei Rennwagen passiert das gerne mal wegen eines Luftkeiles unter der Front, aber bei einem 3er-BMW im normalen Landstraßentempo? Wohl kaum. Und wenn sogar Deine Freundin nicht der Ansicht ist, dass Du zu schnell gefahren bist, kann es ja wirklich keine sonderlich rasante Reise gewesen sein.
Sag doch mal ne Zahl, wie schnell warst Du etwa? Viele Kräfte potentieren sich ja schon bei geringen Geschwindigkeitssteigerungen.
Viele Grüße
Uli
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---Sag doch mal ne Zahl, wie schnell warst Du etwa? Viele Kräfte potentieren sich ja schon bei geringen Geschwindigkeitssteigerungen.---
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Als Hausnummer würde ich ca. 60 km/h sagen. Kann aber natürlich auch etwas danebenliegen. Langsamer als 50 war ich nicht, schneller als 80 auf keinen Fall. Mir kam es natürlich bei meinen Gegenlenkbewegungen tierisch schnell vor. Das lag aber wohl , weil ich so eine Art "Tunnelblick" entwickelt hatte auf ca. 10 Meter Asphalt vor mir.
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---Nach dem Aussteigen und den Danksagungen an den Herrn ob des Überlebens, haben wir auf der Straße Bremsspuren entdeckt.---
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Danke für den Hinweis!!!! Die Polizei und auch der Abschleppdienst sprachen auch von Brems- bzw. Reifenspuren auf dem Strassenstück.
Kann es denn sein das da das ABS verrückt gespielt hat? Ich mein jetzt in beiden Fällen. Dieser Ruck im Auto von dem wo das da gefahren ist spricht schon dafür das das ABS oder die Traktionskontrolle eingegriffen hat.
Ich könnt mir gut vorstellen dass es, wenn die Traktionskontrolle bei 60Kmh n Rad bremst, zu so einem Verhalten kommen kann.
Nur ma so als Gedanke.
wie gesagt - Ihr 2 beiden lebt noch - und dazu ohne schwere Verletzungen... das is die hauptsache...
nun mein Senf zum technischen:
ABS sollte es eigentlich nich sein...
Sämtliche ABS Komponenten dienen doch der "Entsperrung" der Bremsbacken bei einer vollbremsung im milisekundentakt oder? also wie soll das ABS eine Blockierung der rades bzw. eine Bremsung auslösen?
könnte eher was am Diff sein - um das arschende so dermassen ausbrechen zu lassen denke ich mal das nur eine seite blockiert / verzögert hat...
hoffe mal mit dir auf einen wirklich guten Sachverständigen / Gutachter der evtl. die Ursache lokalisiert.
mir wird gerade etwas anders beim gedanken das mir das nachts auf der bahn bei 240 passiert...
aber nochmal : kopf hoch - ihr 2 habts "gut" überstanden...
Ja, nee - ich dachte auch eher an die Traktionskontrolle die ja gezielt Räder ausbremsen kann, als an das ABS. Habs nur irgendwie net richtig rüber gebracht.
JiM-PaNsE Zitat:________________________________
nun mein Senf zum technischen:
ABS sollte es eigentlich nich sein...
Sämtliche ABS Komponenten dienen doch der "Entsperrung" der Bremsbacken bei einer vollbremsung im milisekundentakt oder? also wie soll das ABS eine Blockierung der rades bzw. eine Bremsung auslösen?
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Antwort:
Da gebe ich Dir eigentlich nach meinem techn. Verständnis recht. Was mir auf der Hinfahrt aber aufgefallen ist, dass ich auf der Autobahn bei starken Bremsmanövern ziemlich starke Vibrationen hatte. Kann das am ABS liegen. Ich hatte das zunächst nicht in Zusammenhang mit dem Unfall gebracht, aber durch die Diskussion hier jetzt...
JiM-PaNsE
Zitat:__________________________________________
hoffe mal mit dir auf einen wirklich guten Sachverständigen / Gutachter der evtl. die Ursache lokalisiert.
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Antwort:
das wird sich dann wohl nie aufklären. Das Fahrzeug war nur teilkaskoversichert. Einen Gutachter auf eigene Kosten, nur des Wissens wegen, zu beauftragten, sehe ich nicht ein. Der finanzielle Schaden ist bereits groß genug. Die Frage ist, ob sich so etwas letztendlich überhaupt mit Gewissheit feststellen läßt. Das Auto hat ja sicherlich auch durch den Crash selbst einiges an Schäden hinzubekommen.
JiM-PaNsE
Zitat:__________________________________________
mir wird gerade etwas anders beim gedanken das mir das nachts auf der bahn bei 240 passiert...
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Antwort:
ich wünsche Dir, dass dieser Fall nie eintritt!!