Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang
Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.
Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.
Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../
Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.
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Der Wegfall der Schaltgetriebe wird bei allen Herstellern kommen.
Moderne Assistenzsysteme bauen zwingend auf Automatikgetrieben auf.
Autonomes Fahren kann als Beispiel darauf nicht verzichten.
Parkassistenten parken vollautomatisch ein, geht nur mit Automatik.
Zitat:
@Steph666 schrieb am 21. Dezember 2020 um 05:35:22 Uhr:
Falsch. Die Kupplungen müssen ja auch geschlossen bleiben. Ohne Öldruck sind die meisten Kupplungen geöffnet.
Deshalb verbraucht mein DSG ja auch etwas mehr Sprit als der Schalter. Meine Klimaanlage braucht auch eine Extraportion Sprit, meine Breitreifen ebenso. Die Sitzheizung gehört auch zum Kreis der Spritfresser, so wie meine Servolenkung auch.
Ich hab mir extra keinen Lamborghini gekauft. Der wäre mir vom Unterhalt/Verbrauch zu teuer. Deshalb hab ich ja den Vertreterdiesel. Den kann ich mir gerade noch leisten, sogar mit Automatik.
Wie ist das bei Euch? Auf was würdet Ihr verzichten?
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 20. Dezember 2020 um 20:10:45 Uhr:
Zitat:
@abm_70 schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:58:46 Uhr:
öhm...du hast zuerst geschrieben, daß du eine automatik bevorzugen würdest, weil der verbrauch geringer sei...und dann kam die aussage, daß man eine handschaltung sparsamer fahren könne als eine automatik...lies selbst nach 😉
Ich habe FWebe so verstanden:…wäre der Verbrauch geringer dann würde er…
wäre heißt nicht, dass es so ist.
Gruß
Uwe
Das hat er geschrieben:
Zitat:
Der einzige Punkt, wo ich eine Automatik entsprechend bevorzuge wäre das Szenario eines damit mitunter deutlich sparsameren Antriebs.
Ich verstehe das nach wie vor so, weil in deinem falle zwischen ´bevorzuge´und ´wäre´ein ´würde´stehen müsste....aber gut, haben wir das trotzdem geklärt 🙂
Zitat:
@Rasanty schrieb am 21. Dez. 2020 um 09:28:29 Uhr:
Die Sitzheizung gehört auch zum Kreis der Spritfresser
Das stimmt so pauschal auch nicht. Eine Sitzheizung kann Kraftstoff sparen, wenn man dafür das Aufheizen des Innenraums verlagert.
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Zitat:
@abm_70 schrieb am 21. Dez. 2020 um 09:41:03 Uhr:
Ich verstehe das nach wie vor so, weil in deinem falle zwischen ´bevorzuge´und ´wäre´ein ´würde´stehen müsste....aber gut, haben wir das trotzdem geklärt ?
Die Option muss nicht konjunktiviert werden. Ich habe als Beispiel nicht ohne Grund den HSD von Toyota genannt, welcher nur als Automatik funktioniert, wenn man das gleiche Niveau an Bedieninput beibehalten möchte.
Zitat:
Wie ist das bei Euch? Auf was würdet Ihr verzichten?
Ich sage mal, auf was ich Wert lege.
1. Auto vermittelt ein gutes Fahr- und Lenkgefühl
2. gute Ergonomie in der Bedienung
(dazu gehört auch, gefühlte lineare Pedalbedienung/-umsetzung)
3. dezente, funkionelle Armaturen, fernab jedweder Reizüberflutung
4. mehrstündiges Sitzen am Stück ist kein Problem
(meine längste Fahrt mit dem Fiesta am Stück dauerte 4 1/2 Stunden; 275km Landstraße)
5. es ist nicht zu laut, aber auch nicht zu leise
(man kann es nach Gehör fahren)
Alles Dinge (die ersten beiden ganz besonders), die mir ein sehr intuitiven Umgang mit dem Auto gewährleisten und somit reichlich Aufmerksamkeitspotential für das Verkehrsgeschehen freischaufeln, wodurch ich wiederum genauso intuitiv mit diesem, wie mit dem Auto, umgehen kann.
Mein "Assistenzsystem" nennt sich dann Unterbewusstsein, das deutlich über 90%, bei allem was ich mit dem Auto und Verkehr handhabe, abwickelt.
Alles darüber hinaus ist für mich unnützer Schnickschnack.
So genieße ich noch pures Autofahren, die Synapsen laufen im Hintergrund im Ausdauermodus, werden permanent trainiert und halten lange ermüdungsfrei durch, weil der Anteil anstrengender, bewusster Konzentration auf einem extrem niedrigen Level beansprucht wird.
Höheres Verkehrsaufkommen, wo man sich permanent den Umständen anpassen muss. ist mir mitunter angenehmer, als auf gähnend leeren Straßen unterwegs zu sein.
Der Schritt auf Schaltgetriebe zu verzichten ist aus Sicht von MB absolut nachvollziehbar. Allein die zukünftige Elektrifizierung (ob Hybrid oder rein elektrisch) setzt ein Automatikgetriebe schon voraus. Klar gibt's ein paar Versuche Hybrid mit Handschaltung zu koppeln (siehe Honda), diese waren aber immer Mildhybride und keine sonderlichen Verkaufhits.
Von der Kundschaft her schätze ich, das mittlerweile die meisten MB-Kunden auf Automatik setzen und die Handschalter die Ausnahme sind. Also ist es nur konsequent, einen Schlussstrich zu ziehen und den Handschalter auslaufen zu lassen. Spart auch bei der Applikation der Motorsteuerung die für Automatikgetriebe und Handschalter unterschiedlich ist.
Ich selber würde ebenfalls nie wieder zu einem Handschalter greifen. Das Gerühre war ganz nett in einem Integra Type R, aber als Auto für den Alltag empfinde ich das Schalten nur lästig, besonders seit 6-Gang-Getriebe usus sind. Das ist ein Gang zuviel. Vorallem die heutigen Turbomotoren verlangen kräftiges rühren in der Schaltung. Bei meinem Civic 2.2i-CTDi (6-Gang HS) ist man mit dem Schalten nicht fertig geworden. Der Integra hingegen (5-Gang HS) hatte einen weitaus elastischeren Motor und war deutlich einfacher und schaltfauler zu fahren. Umgekehrt konnte man es mit dem Ding halt auch krachen lassen, wenn der Drehzahlmesser gegen 8500U/min ging.
Grüße,
Zeph
Zitat:
@Steph666 schrieb am 21. Dezember 2020 um 05:35:22 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:24:58 Uhr:
Die Aufgabe der Pumpe, die am meisten Leistung schluckt, dürfte die Umwälzung für die Ölkühlung sein.
Das Schließen von Kupplungen ist nicht sehr leistungshungrig....Falsch. Die Kupplungen müssen ja auch geschlossen bleiben. Ohne Öldruck sind die meisten Kupplungen geöffnet.
Nicht falsch...einfach mal genau lesen....
meine Aussage war, dass sämtliches Kuppeln, Schalten und Druck halten, erheblich weniger Pumpenleistung kostet, als das Umwälzen des wegen der Kühlung.
mach dich mal schlau.
Es gibt die SSP 386 von Audi, wo es um das ältere DSG DQ250 geht. Da steht einiges drin und es gibt z.B. Abhandlungen zum DQ200, also einem Trockenkupplungsgetriebe, welches keine Ölkühlung aber ebenfalls normal offene Kupplungen besitzt.
das DQ250 braucht im Durchschnitt 500W, während das DQ200 mit durchschnittlich unter 50W hin kommt.
Zitat:
@Rasanty schrieb am 21. Dezember 2020 um 09:28:29 Uhr:
Wie ist das bei Euch? Auf was würdet Ihr verzichten?
Auf das DSG, Sitzheizung, ....
Zitat:
@FWebe schrieb am 21. Dezember 2020 um 09:48:29 Uhr:
Zitat:
@Rasanty schrieb am 21. Dez. 2020 um 09:28:29 Uhr:
Die Sitzheizung gehört auch zum Kreis der Spritfresser
Das stimmt so pauschal auch nicht. Eine Sitzheizung kann Kraftstoff sparen, wenn man dafür das Aufheizen des Innenraums verlagert.
Die hitze erzeugt der motor doch sowieso, und bei manchen pkw braucht man ab einer gewissen geschwindigkeit noch nicht mal einen ventilator, um den innenraum beheizen zu können, und heizventile sind meist sogar stromlos geöffnet...also verstehe ich nicht, weshalb die heizung strom brauchen sollte (elektrisch betriebene zuheizer freilich ausgenommen)
Wenn man die Heizung aber erstmal ausschaltet, wird der Motor schneller warm, weil keine Wärme für den Innenraum abgezogen wird. Und ein Motor, der schneller auf Temperatur ist, ist weniger lange in der Kalt- und Warmlaufphase und verbraucht daher weniger.
Bei Hybriden und natürlich E-Autos ergibt die Nutzung der Sitzheizung schon Sinn, wenn man Sprit / Energie sparen will.
Unser Vollhybrid genehmigt sich im Winter je nach Fahrprofil gut 1-2 Liter mehr, da der Motor deutlich häufiger läuft, um die Innentemperatur zu erreichen und zu halten. Klar, ein Teil der Energie geht in die Batterie, aber der überwiegende ausschließlich in Wärme. Schaltet man die Heizung ab und nutzt Sitz- und Lenkradheizung, erreicht man fast das gleiche Verhalten wie im Sommer und damit einen spürbar niedrigeren Verbrauch.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 21. Dezember 2020 um 11:42:50 Uhr:
Wenn man die Heizung aber erstmal ausschaltet, wird der Motor schneller warm, weil keine Wärme für den Innenraum abgezogen wird. Und ein Motor, der schneller auf Temperatur ist, ist weniger lange in der Kalt- und Warmlaufphase und verbraucht daher weniger.
der Effekt ist aber minimal.
Zitat:
@illusion2001 schrieb am 21. Dezember 2020 um 11:48:15 Uhr:
Bei Hybriden und natürlich E-Autos ergibt die Nutzung der Sitzheizung schon Sinn, wenn man Sprit / Energie sparen will.Unser Vollhybrid genehmigt sich im Winter je nach Fahrprofil gut 1-2 Liter mehr, da der Motor deutlich häufiger läuft, um die Innentemperatur zu erreichen und zu halten. Klar, ein Teil der Energie geht in die Batterie, aber der überwiegende ausschließlich in Wärme. Schaltet man die Heizung ab und nutzt Sitz- und Lenkradheizung, erreicht man fast das gleiche Verhalten wie im Sommer und damit einen spürbar niedrigeren Verbrauch.
ja, nur erkauft man sich den geringeren Spritverbrauch dann mit schlechtem Komfort.
Am besten wäre, man hätte in eine kraftstoffbetriebene Standheizung zusätzlich investiert....die kann deutlich effektiver heizen, als der Motor.
Klar, mir ist der Komfort den Mehrverbrauch auch locker wert, zumal er trotzdem spürbar weniger schluckt als ein konventioneller Benzinmotor im Winter. Die Heizung mache ich höchstens mal auf extremen Kurzstrecken aus, bei denen eh klar ist, dass der Motor und Innenraum nicht warm werden. Also die Zeit, die auch bei normalen Fahrzeugen die Sitzheizung überbrücken muss.
Grundsätzlich wird der Motor sehr schnell und vor allem schonend erwärmt, dazu noch effizienter. Ich denke nicht, dass eine Standheizung so viel bringen würde, da der Verbrauch nicht nur nach dem Kaltstart höher ist, sondern auch während der Fahrt, wo die Standheizung sowieso nicht läuft.