Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang
Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.
Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.
Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../
Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.
942 Antworten
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 31. Dezember 2020 um 10:49:32 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 31. Dezember 2020 um 09:17:05 Uhr:
schön wärs...
Das Motor hoch und runterfahren (inkl. trägem Turbolader) führt jedesmal kurzzeitig zu uneffizienten Betriebszuständen, die Sprit kosten.
(das Muscheldiagramm des Motors gilt in diesen Phasen nicht mal annähernd...)Nehmen wir mal an, wir haben bei einem identischem Auto einmal Handschalter, einmal Automatik.
Beide Autos haben jetzt von Tempo X auf Tempo Y die identische, reine Beschleunigungsstecke, bei der sie im Schnitt so 20L/100km verblasen.
ich habe von gleicher Zeit bei gleicher Strecke geschrieben.....(wollte ich zumindest. Im vorherigen Text war allerdings ein Schreibfehler).
Beim üblichen täglichen "Ampelrennen" zählt normalerweise wer "vorn" ist und z.B. nicht, dass man nach doppelter Strecke gleich schnell ist.
Bei dieser im Durchschnitt identischen Beschleunigung kann die Last und die Drehzahl von einer zugkraftunterbrechungsfreien Automatik bei Schaltvorgängen deutlich besser gehalten werden und diese vergleichbare Beschleunigung mit besserem Motordurchschnittswirkungsgrad absolvieren.
Zitat:
@GaryK schrieb am 31. Dezember 2020 um 16:09:53 Uhr:
Bei meinem fühlt es sich nicht so an als wäre das Schleppmoment bei "Fuß vom Gas" komplett abwesend.
Der 330i N52 hatte schon ein sehr direktes Fahrgefühl im manuellen Modus. Im Automatikmodus der bekannte Matsch.
Zitat:
@Gravitar schrieb am 31. Dezember 2020 um 18:03:38 Uhr:
VW hatte überhaupt kein Interesse daran, mir irgendwie anders zu helfen.
Da ist wohl BMW etwas kulanter. Nach ca. 150000 km und über 4 Jahre Fahrzeugalter wurde der Automatikwahlhebel getauscht, der so um die 900,- € gekostet hat. Das Ganze auf 100% Kulanz. Der Hebel wurde getauscht, nur weil die P-Anzeige-LED einen Wackelkontakt hatte.
Ansonsten habe ich bei all meinen Autos nie große Probleme mit dem Getriebe (egal ob Schaltung oder Automatik) und dem Motor gehabt. Auch brauchte noch nie bei einem Auto die Kupplung gewechselt werden. Maximale Laufleistung von zwei Fahrzeugen war 250000 km, ausgenommen die zwei Minis sonst mindestens 140000 km. Dabei fordere ich meine Fahrzeuge auch.
Basierend auf diesen Erfahrungen mein Grundoptimismus.
Gruß
Uwe
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 31. Dezember 2020 um 14:26:36 Uhr:
Zitat:
@Gravitar schrieb am 31. Dezember 2020 um 14:13:31 Uhr:
Eine Automatik ausschließlich anzubieten wurde bedeuten, mir diese Zusatzkosten verbindlich aufzuzwingen.......
Im Moment ist es ja wohl umgekehrt. Die, die immer noch auf Schaltung bestehen, zwingen den Automatikfahrern Zusatzkosten auf, weil die Automatik als teure Option bezahlt werden muss. Das sind aber nicht die tatsächlichen Mehrkosten, denn die Autohersteller lassen sich jede Option überproportional teuer bezahlen.Somit ist es für Automatikfahrer tatsächlich ein Gewinn, wenn keine Schaltung mehr angeboten wird und Automatik somit Standard ist. Ebenso wäre es natürlich in Ordnung, wenn die Schaltung als Option angeboten werden würde oder beide Getriebearten gleichwertig als zwei Standardoptionen angeboten werden würden.
Gruß
Uwe
Das ist blauäugig wie in Möbelhäusern, wenn man glaubt der ab Werk gedruckte Rabatt auf dem Preisschild bedeutet, man hätte was gespart.
Große Haltbarkeitsprobleme vorallem beim DSG sehe ich aber auch nicht mehr.
Ähnliche Themen
Zitat:
@the_WarLord schrieb am 31. Dezember 2020 um 18:33:21 Uhr:
Der 330i N52 hatte schon ein sehr direktes Fahrgefühl im manuellen Modus. Im Automatikmodus der bekannte Matsch.
Ich hab xHP Stage2 - trotzdem "Matsch". Und das ist sowas von besser als "Serie".
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 31. Dezember 2020 um 20:40:20 Uhr:
Das ist blauäugig wie in Möbelhäusern, wenn man glaubt der ab Werk gedruckte Rabatt auf dem Preisschild bedeutet, man hätte was gespart.
Immer wieder schön der Rundumschlag, wenn einem die substanziellen Argumente fehlen, um auf die einzelnen Punkte in einem Beitrag einzugehen und diese zu widerlegen. Nun, ein Zeichen, dass ich mit meinem Beitrag nicht so falsch liegen, danke. 🙂
Gruß
Uwe
Zitat:
@navec schrieb am 31. Dezember 2020 um 18:29:28 Uhr:
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 31. Dezember 2020 um 10:49:32 Uhr:
Nehmen wir mal an, wir haben bei einem identischem Auto einmal Handschalter, einmal Automatik.
Beide Autos haben jetzt von Tempo X auf Tempo Y die identische, reine Beschleunigungsstecke, bei der sie im Schnitt so 20L/100km verblasen.
ich habe von gleicher Zeit bei gleicher Strecke geschrieben.....(wollte ich zumindest. Im vorherigen Text war allerdings ein Schreibfehler).
Beim üblichen täglichen "Ampelrennen" zählt normalerweise wer "vorn" ist und z.B. nicht, dass man nach doppelter Strecke gleich schnell ist.Bei dieser im Durchschnitt identischen Beschleunigung kann die Last und die Drehzahl von einer zugkraftunterbrechungsfreien Automatik bei Schaltvorgängen deutlich besser gehalten werden und diese vergleichbare Beschleunigung mit besserem Motordurchschnittswirkungsgrad absolvieren.
Ähm, wenn du von gleicher Zeit, auf gleicher Stecke redest, muss dann aber der Handschalter schneller beschleunigen, um die Rollphasen mit der Leistungsunterbrechung + Schaltpausen, wieder aufzuholen. Logisch das er dann auf der selben Stecke mehr Kraftstoff investieren muss.
Mein Beispiel zog aber darauf ab, das die reine, absolute Beschleunigung bei beiden identisch ist und somit beide, nur für die Beschleunigung, in etwa die selbe Kraftoffmenge benötigen.
Der Handschalter hat aber bei den Schaltvorgängen Rollphasen mit konstanter Geschw., bei deutlich geringerem Kraftstoffverbrauch mit drin, weshalb er, bis zu jenem Streckenpunkt, wo er seine Zielgeschw. erreicht hat, gegenüber dem Automaten etwas sparsamer unterwegs war, weil der Automat, bis zu diesem Streckenpunkt eine durchschnittlich höhere Leistungsabgabe verzeichnet.
Und höhere Leistungsabgabe, auf identischer Streckenlänge, ergibt immer einen größeren Kraftstoffbedarf. Die bessere Effizienz sorgt nur dafür, das der Mehrverbrauch geringer ist, als das Mehr an investierter Leistung.
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 1. Januar 2021 um 11:04:50 Uhr:
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 31. Dezember 2020 um 20:40:20 Uhr:
Das ist blauäugig wie in Möbelhäusern, wenn man glaubt der ab Werk gedruckte Rabatt auf dem Preisschild bedeutet, man hätte was gespart.
Immer wieder schön der Rundumschlag, wenn einem die substanziellen Argumente fehlen, um auf die einzelnen Punkte in einem Beitrag einzugehen und diese zu widerlegen. Nun, ein Zeichen, dass ich mit meinem Beitrag nicht so falsch liegen, danke. 🙂Gruß
Uwe
Welches Argument fehlt denn?
Seit wann ist Preis X besser, wenn man nicht mehr sieht um wieviel günstiger ein Handschalter ist? Er verändert sich ja nicht.
Ein Automatikgetriebe wird in der Produktion immer teurer sein, als ein Schaltgetriebe. Wenn MB das nun serienmäßig anbietet, wird das in die Preise sicher irgenwo eingehen und wenn es eine verdeckte Preiserhöhung ist.
Andererseits verbilligen sich die Automatikgetriebe durch höhere Stückzahlen, verringerte Produktvielfalt und somit einer höheren Effizienz im Produktionsablauf, da nun keine Schaltgetriebe (Logistik) mehr vorgehalten werden müssen.
Der Aufpreis von ca. 2.000 € für einen Automaten ist mir schon immer etwas überhöht vorgekommen, nach dem Motto, wer mehr Komfort möchte, den schröpfen wir etwas mehr.
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 1. Januar 2021 um 11:26:24 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 31. Dezember 2020 um 18:29:28 Uhr:
ich habe von gleicher Zeit bei gleicher Strecke geschrieben.....(wollte ich zumindest. Im vorherigen Text war allerdings ein Schreibfehler).
Beim üblichen täglichen "Ampelrennen" zählt normalerweise wer "vorn" ist und z.B. nicht, dass man nach doppelter Strecke gleich schnell ist.Bei dieser im Durchschnitt identischen Beschleunigung kann die Last und die Drehzahl von einer zugkraftunterbrechungsfreien Automatik bei Schaltvorgängen deutlich besser gehalten werden und diese vergleichbare Beschleunigung mit besserem Motordurchschnittswirkungsgrad absolvieren.
Ähm, wenn du von gleicher Zeit, auf gleicher Stecke redest, muss dann aber der Handschalter schneller beschleunigen, um die Rollphasen mit der Leistungsunterbrechung + Schaltpausen, wieder aufzuholen. Logisch, das er dann auf der selben Stecke mehr Kraftstoff investieren muss.
Eben....
Auch das ist letztendlich so, weil der Motor eben durch die Schaltung nicht so effektiv funktioniert.
Durch die Schaltung, die ja die kurzen Pausen provoziert, ist man gezwungen ansonsten stärker zu beschleunigen, um die Pausen kompensieren zu können.
Wenn beides in Summe gleich effektiv wäre, müsste der Spritverbrauch bei einer im Schnitt exakt gleichen Beschleunigung für eine bestimmte Strecke auch exakt gleich sein.
In der Zugkraftpause läuft der Motor z.B. völlig uneffektiv (Wirkungsgrad, bezogen auf den Antrieb: 0)
Ansonsten gibt es bei HS schnellere und größere Drehzahlveränderungen und in diesen Phasen ist die Effektivität des Motors, da die Verbrennung dann nicht optimal (also so, wie bei der Erstellung des Muscheldiagramms) sein kann, ebenfalls nicht so gut.
Die erbrachte Beschleunigungs"leistung" ist aber letztendlich in beiden Fällen gleich, wenn sich beide Fz nach einer bestimmten Strecke "gleichauf" befinden und zu dem Zeitpunkt gleich schnell fahren.
Würden beide Vorgänge gleich effektiv zu bewerkstelligen sein, müsste beide für diese Übung exakt das Gleiche an Spritbrauchen.
Wenn vom Start bis zu diesem (Strecken-)Punkt, ein Auto mit Zwangunterbrechungen fahren muss und das andere zugkraftunterbrechungsfrei beschleunigen kann, wird das Fz mit den Zwangunterbrechungen bei Verwendung eines Verbrenners mehr Kraftstoff benötigen müssen.
Das beste wäre diesbezüglich ein stufenloses Getriebe,mit welchem man den Motor während der gesamten Beschleunigungsphase bei möglichst konstanter Drehzahl und Last im dann besten Bereich des Muscheldiagramms betreiben könnte.
Nur dann ergeben sich nahezu die Idealbedingungen, mit denen der Wirkungsgrad des Motors offiziell bestimmt wird.
Das Stufenautomatikgetriebe erreicht diesen Zustand zwar nicht, aber mit Handschaltgetrieben, wird die Geschichte eben noch mal eine Nummer schlechter.
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 01. Jan. 2021 um 11:46:42 Uhr:
Der Aufpreis von ca. 2.000 € für einen Automaten ist mir schon immer etwas überhöht vorgekommen, nach dem Motto, wer mehr Komfort möchte, den schröpfen wir etwas mehr.
Wenn man den mitunter deutlichen Mehrverbrauch bedenkt, kann das auch einfach die finanzielle Kompensation für den Flottenverbrauch des Herstellers sein, neben den höheren Produktionskosten.
Zitat:
@FWebe schrieb am 1. Januar 2021 um 11:57:02 Uhr:
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 01. Jan. 2021 um 11:46:42 Uhr:
Der Aufpreis von ca. 2.000 € für einen Automaten ist mir schon immer etwas überhöht vorgekommen, nach dem Motto, wer mehr Komfort möchte, den schröpfen wir etwas mehr.
Wenn man den mitunter deutlichen Mehrverbrauch bedenkt, kann das auch einfach die finanzielle Kompensation für den Flottenverbrauch des Herstellers sein, [...]
Für den Flottenverbrauch interessiert nicht der tatsächliche Verbrauch eines Fahrzeugs auf der Straße, sondern der auf dem Teststand ermittelte und dort ist er mit Automatikgetriebe oft geringer, siehe z.B. BMW F40 116i.
Gruß
Uwe
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 1. Januar 2021 um 12:28:20 Uhr:
Zitat:
@FWebe schrieb am 1. Januar 2021 um 11:57:02 Uhr:
Wenn man den mitunter deutlichen Mehrverbrauch bedenkt, kann das auch einfach die finanzielle Kompensation für den Flottenverbrauch des Herstellers sein, [...]
Für den Flottenverbrauch interessiert nicht der tatsächliche Verbrauch eines Fahrzeugs auf der Straße, sondern der auf dem Teststand ermittelte und dort ist er mit Automatikgetriebe oft geringer, siehe z.B. BMW F40 116i.Gruß
Uwe
Einen Effekt den man aber immer nur bei Fahrzeugen ab stärkerer Motorisierung vorfindet, sprich, bei Fahrzeugen, die problemlos Geschw. von 200+ ereichen.
Was heißt "ab stärkerer Motorisierung"?
Bereits für das Volks-Volumenauto Golf VIII 1.5 TSI ACT mit 110 kW gibt VW aktuell für den 6-Ganghandschalter und die 7-Gang -DSG Version einen identischen Verbrauchswert nach WLTP an.
Ach, ich übersah, die erreichen ja "problemlos" 200+....... wenn man nicht gerade den Golf GTI als Vergleich nimmt 😉.
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 1. Januar 2021 um 12:28:20 Uhr:
Für den Flottenverbrauch interessiert nicht der tatsächliche Verbrauch eines Fahrzeugs auf der Straße, sondern der auf dem Teststand ermittelte
Das war mal so, ist aber mittlerweile Geschichte. Der Verbrauch wird am Kundenauto abgelesen und an den Hersteller übermittelt. Der wiederum muss die 6ahlen weiter geben. Relevant für Neuwagen ist also das was auf der Straße passiert.
Die Schaltpausen spielen beim Schalter Fast keine Rolle, da in der Pause kein Sprit verbraucht wird. Vorteile für den Schalter ist die höhere Last und der damit verbundene höhere Wirkungsgrad sowie der bessere Wirkungsgrad des manuellen Getriebes.