Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang
Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.
Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.
Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../
Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.
942 Antworten
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 1. Januar 2021 um 12:28:20 Uhr:
Zitat:
@FWebe schrieb am 1. Januar 2021 um 11:57:02 Uhr:
Wenn man den mitunter deutlichen Mehrverbrauch bedenkt, kann das auch einfach die finanzielle Kompensation für den Flottenverbrauch des Herstellers sein, [...]
Für den Flottenverbrauch interessiert nicht der tatsächliche Verbrauch eines Fahrzeugs auf der Straße, sondern der auf dem Teststand ermittelte und dort ist er mit Automatikgetriebe oft geringer, siehe z.B. BMW F40 116i.Gruß
Uwe
Mir ist bewusst, wie der Flottenverbrauch ermittelt wird. Und da ist es i.d.R. so, dass der Verbrauch insbesondere bei Automaten mit Wandlergetriebe höher ausfällt als der Verbrauch mit Handschaltung.
0,5 l Mehrverbrauch kann man bei 95 € pro g CO2 mit gut 1,1 k€ einpreisen und die 0,5 l Mehrverbrauch werden nach Norm schon recht einfach erreicht.
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 1. Januar 2021 um 12:43:10 Uhr:
Zitat:
[...] mit Automatikgetriebe oft geringer, siehe z.B. BMW F40 116i.
Einen Effekt den man aber immer nur bei Fahrzeugen ab stärkerer Motorisierung vorfindet, sprich, bei Fahrzeugen, die problemlos Geschw. von 200+ ereichen.
😁 😁
Gruß
Uwe
Zitat:
@FWebe schrieb am 1. Januar 2021 um 13:35:08 Uhr:
Mir ist bewusst, wie der Flottenverbrauch ermittelt wird. Und da ist es i.d.R. so, dass der Verbrauch insbesondere bei Automaten mit Wandlergetriebe höher ausfällt als der Verbrauch mit Handschaltung.
Nö, muss nicht sein, Beispiel BMW F40 118d hat mit beiden Getriebearten den selben angegebenen Verbrauch und CO2-Ausstoß.
Gruß
Uwe
Bergab mit Heimweh und Rückenwind? Für 200 km/h brauchts übrigens kaum 120PS.
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Zitat:
@Volvoluder schrieb am 1. Januar 2021 um 13:06:35 Uhr:
Was heißt "ab stärkerer Motorisierung"?Bereits für das Volks-Volumenauto Golf VIII 1.5 TSI ACT mit 110 kW gibt VW aktuell für den 6-Ganghandschalter und die 7-Gang -DSG Version einen identischen Verbrauchswert nach WLTP an.
Ach, ich übersah, die erreichen ja "problemlos" 200+....... wenn man nicht gerade den Golf GTI als Vergleich nimmt 😉.
Wobei VW hier ja mogelt, nur die Automatik hat weitere Spritspartechnik.
Ist also nicht auf die Automatik zurück zu führen.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 1. Januar 2021 um 13:49:52 Uhr:
Wobei VW hier ja mogelt, nur die Automatik hat weitere Spritspartechnik.
Ist also nicht auf die Automatik zurück zu führen.
Kannst du mir mal auf die Sprünge helfen, was da bei dem Golf 8 mit 1.5 TSI ACT -Motor (110 kW) beim Handschalter an Spritspartechnik fehlt?
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 1. Januar 2021 um 14:16:16 Uhr:
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 1. Januar 2021 um 13:49:52 Uhr:
Wobei VW hier ja mogelt, nur die Automatik hat weitere Spritspartechnik.
Ist also nicht auf die Automatik zurück zu führen.Kannst du mir mal auf die Sprünge helfen, was da bei dem Golf 8 mit 1.5 TSI ACT -Motor (110 kW) beim Handschalter an Spritspartechnik fehlt?
Die Mini Hybrid Technik und Freilauf Motor aus
Zitat:
Ach, ich übersah, die erreichen ja "problemlos" 200+....... wenn man nicht gerade den Golf GTI als Vergleich nimmt 😉.
Also, mit 110PS wird ihm schon eine Höchsgeschw. 202km/h ausgewiesen.
Mit 150PS sind es 224km/h.
Und stärker motoriert fängt bei mir so oberhalb 100PS pro 1t Leergewicht an.
Beim Ford Focus mit dem 1.0 EcoBoost (125PS) ist die 8gang Automatik, gegenüber dem 6gang Handschalter mit einen höheren Verbrauch angegeben.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 1. Januar 2021 um 14:26:04 Uhr:
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 1. Januar 2021 um 14:16:16 Uhr:
Kannst du mir mal auf die Sprünge helfen, was da bei dem Golf 8 mit 1.5 TSI ACT -Motor (110 kW) beim Handschalter an Spritspartechnik fehlt?
Die Mini Hybrid Technik und Freilauf Motor aus
Dann ist es aber nicht das Automatikgetriebe, das Kraftstoff spart.
Die Mini Hybrid Technik mit Freilauf kann man auch mit einem Handschalter kombinieren.
KIA macht das zum Beispiel über eine elektrische Kupplung, die im eigentlichen Schubbetrieb den Motor vom Getriebe trennt und ihn dann im Segelmodus ausgehen lässt.
Tippst du das Gas-oder Bremspedal an, startet der Motor + automatischem Drehzahlangleich und die elektrische Kuplung schließt wieder.
Der Fahrer muss halt nur, bei entsprechendem Geschw.-Verlust, zuvor den passenden Gang einlegen.
Ob Letzteres dann genauso intuitiv funktioniert, wie ohne diese Technik? Keine Ahnung.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 1. Januar 2021 um 14:26:04 Uhr:
.....
Die Mini Hybrid Technik und Freilauf Motor aus
Vielen Dank für die Aufklärung.
Ja, in der heutigen schnelllebigen Zeit gibt es jedes Jahr neue Entwicklungen. Der letzte Golf 8 mit 1.5 TSI Motor und 7-Gang-DSG, den ich selber Mitte letzten Jahres für 2 Tag fuhr, hatte noch nicht die Mild-Hybrid Rechnungsbetrag drin.
Zitat:
@Rasanty schrieb am 1. Januar 2021 um 13:17:18 Uhr:
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 1. Januar 2021 um 12:28:20 Uhr:
Für den Flottenverbrauch interessiert nicht der tatsächliche Verbrauch eines Fahrzeugs auf der Straße, sondern der auf dem Teststand ermittelte
Das war mal so, ist aber mittlerweile Geschichte. Der Verbrauch wird am Kundenauto abgelesen und an den Hersteller übermittelt. Der wiederum muss die 6ahlen weiter geben. Relevant für Neuwagen ist also das was auf der Straße passiert.@navec
Die Schaltpausen spielen beim Schalter Fast keine Rolle, da in der Pause kein Sprit verbraucht wird. Vorteile für den Schalter ist die höhere Last und der damit verbundene höhere Wirkungsgrad sowie der bessere Wirkungsgrad des manuellen Getriebes.
Beim Beschleunigen von der Ampel hat man gerade beim Handschalter eine schneller Drehzahlveränderung und bei schneller Drehzahländerung (plus Pausen und erneutem Hochlaufen des Motors) arbeitet kein Verbrenner optimal (Verbrenner mit Turbolader schon gar nicht).
Da zählt es wenig, wenn, dazu ja nur sporadisch, mit höherer Last gefahren wird.
Die Drehzahl ändert sich schnell und beim Schalter ändert sich die Last ändert schnell und erheblich. Während der Beschleunigung mit dem Schaltwagen ist eine Belastung von 0 vorhanden, aber auch eine größere Belastung als beim Automatik-Fz vorhanden.
Der gesamte Beschleunigung kann daher motorseitig nicht sehr effektiv sein.
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 1. Januar 2021 um 13:06:35 Uhr:
Was heißt "ab stärkerer Motorisierung"?Bereits für das Volks-Volumenauto Golf VIII 1.5 TSI ACT mit 110 kW gibt VW aktuell für den 6-Ganghandschalter und die 7-Gang -DSG Version einen identischen Verbrauchswert nach WLTP an.
das ist, gerade wegen der Effektivitätsbetrachtung kein gutes Beispiel, denn dieses DSG hat mechanisch einen nahezu ebenbürtigen Wirkungsgrad, wie eine Handschaltung.
Jegliche leistungsfressende Ölkühlung fehlt.
Zitat:
@navec schrieb am 1. Januar 2021 um 15:26:05 Uhr:
Beim Beschleunigen von der Ampel hat man gerade beim Handschalter eine schneller Drehzahlveränderung und bei schneller Drehzahländerung (plus Pausen und erneutem Hochlaufen des Motors) arbeitet kein Verbrenner optimal (Verbrenner mit Turbolader schon gar nicht).
Sorry, aber 3x falsch.
Warum sollte sich die Drehzahl beim Schalter schneller ändern als bei der Automatik?
Warum läuft ein Verbrenner schlechter wenn sich diesen Drehzahl schnell ändert?
Warum zählt es nicht wenn ein Teil der Beschleunigungsphase mit höherer Last und damit verbunden einem höheren Wirkungsgrad gefahren wird?
Erschwerend kommt bei der Automatik, sofern es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe handelt der Gasstoß beim herunterschalten dazu. Der braucht auch ein bisschen Sprit.
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 1. Januar 2021 um 14:48:10 Uhr:
Ja, in der heutigen schnelllebigen Zeit gibt es jedes Jahr neue Entwicklungen. Der letzte Golf 8 mit 1.5 TSI Motor und 7-Gang-DSG, den ich selber Mitte letzten Jahres für 2 Tag fuhr, hatte noch nicht die Mild-Hybrid Rechnungsbetrag drin.
Dafür den praktisch wesentlich relevanteren Miller Zyklus samt Zylinderabschaltung. Rate mal warum man den trotz der formal "ansprechenden Leistung" in Teillast durchaus sparsam fahren kann.
Zitat:
@Rasanty schrieb am 1. Januar 2021 um 18:28:00 Uhr:
Zitat:
@navec schrieb am 1. Januar 2021 um 15:26:05 Uhr:
Beim Beschleunigen von der Ampel hat man gerade beim Handschalter eine schneller Drehzahlveränderung und bei schneller Drehzahländerung (plus Pausen und erneutem Hochlaufen des Motors) arbeitet kein Verbrenner optimal (Verbrenner mit Turbolader schon gar nicht).
Sorry, aber 3x falsch.Warum sollte sich die Drehzahl beim Schalter schneller ändern als bei der Automatik?
Warum läuft ein Verbrenner schlechter wenn sich diesen Drehzahl schnell ändert?
Warum zählt es nicht wenn ein Teil der Beschleunigungsphase mit höherer Last und damit verbunden einem höheren Wirkungsgrad gefahren wird?
Erschwerend kommt bei der Automatik, sofern es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe handelt der Gasstoß beim herunterschalten dazu. Der braucht auch ein bisschen Sprit.
Zum letzten Absatz:
Beim Beschleunigen ab 0km/h wird selten herunter geschaltet.....spielt also beim beschleunigen an der Ampel absolut keine Rolle.
Zu 1:
Beim Schalter hat man größere Drehzahländerungen in der Beschleunigungsphase. Von gut Leerlaufdrehzahl bis mehr als beim Schalter, denn die einzelnen Gänge müssen in den Beschleunigungsphasen normal etwas weiter gedreht werden.
Beim Schalter musst du wegen der Verzögerung jeweils stärker beschleunigen, was zwangsläufig zu einer schnelleren Drehzahländerung führt.
Zu 2: Der Verbenner (vor allem mit Turbolader) braucht eine Zeit bis der optimale Betrieb bei konstanter Drehzahl vorhanden ist. So ein Turbolader ist träge und dessen Drehzahl kann nun mal nicht direkt beeinflusst werden. Bei schnellen Drehzahländerungen gibt es keinen konstanten Zustand.
Beispiel:
Wann setzt der merkliche Schub bei einem Fz mit TL ein, wenn das maximale Drehmoment z.B. werkseitig ab 1500rpm angegeben wird und in den unteren Gängen voll beschleunigt wird?
Bei 1500?
Sicher nicht. Der deutliche Schub ist erst bei höherer Drehzahl zu merken. Der Motor ist also nicht in der Lage, bei schneller Drehzahländerung das maximale Drehmoment bei Werksangabe zu liefern, also gilt auch das Muscheldiagramm nicht.
wenn die Drehzahländerung langsam erfolgt, wie z.B. im höchsten Gang, kommt es dagegen mit der Werksangabe und dem tatsächlichen Schubeinsatz schon eher hin.
Zu 3:
Da das System bei schneller Drehzahländerung nicht gem. Werksangabe funktioniert weil die Regelung nicht hinterher kommt, kann man auch keine Rückschlüsse (hohe Last= guter Wikungsgrad) ziehen, die sich letztendlich aus dem Muscheldiagramm ergeben, welches ebenfalls ausschließlich Werte liefert, die jeweils bei kontanter Last und konstanter Drehzahl ermittelt wurden.
Zudem bewirkt eine maximale Last selbst bei Konstantbetrieb i.d.R. keinen optimalen Wirkungsgrad.