Golf VII Variant als Passat Variant Alternative?

VW Passat B7/3C

Hallo Zusammen,

ich habe einmal den neuen Golf VII Variant mit dem aktuellen Passat Variant verglichen und festgestellt, dass die beiden technisch ziemlich dicht beisammen liegen und sogar Vorteile beim Golf sind.

Auf der Pro-Golf-Seite steht ein ähnlich großer Kofferraum und einem viel moderneres Infotainmentsystem, sowie die preisgünstigeren Assistenten (ACC usw.). Gegen den Variant spricht von der Faktenlage nur, dass keine automatische Heckklappe bzw. LED Heckleuchten verfügbar sind.

Denke auch, dass die Innenraumlautstärke sich kaum unterscheidet. Was spricht eurer Meinung nach trotzdem noch für den Passat?

Photonic.

Beste Antwort im Thema

Während Arbeiten an meinem Passat Variant 1.8 TSI mit DSG aus dem Jahre 2011 wurde mir ein Golf 7 GTD zur Verfügung gestellt. Im direkten Vergleich ist mir folgendes aufgefallen:

+ Neues Navi: Wow, ein Traum, ein riesen Fortschritt gegenüber dem etwas in die Jahre gekommenen RNS510.
+ ACC: Das gibts jetzt im Golf!? Und dann fährt es auch noch von selbst wieder los und scheint auch sonst irgendwie sanfter zu sein? Wow!
+ Start-/Stoppautomatik: Sehr schön umgesetzt, man muss nicht mehr auf dem Bremspedal stehen bleiben. Auch die Möglichkeit, einen Eco-Modus einzustellen hat mir als Spar-Fahrer gefallen.
+ Lenkung: Sehr schön, ich nehme aber an, dass dies grossteils an der progressiven Lenkung liegt, die der GTD wohl hat.

= Qualitätsgefühl/Materialien/Verarbeitung: Meinem Empfinden nach nur unwesentlich schlechter zum 2011er Passat.
= Tempomatbedienung auf Lenkrad: Hat Vor- und Nachteile. Einerseits dünkt mich das Lenkrad etwas überladen mit Knöpfen, andererseits sind die Funktionen so noch besser erreichbar gegenüber dem Lenkstockhebel im Passat.

- Geräuschkulisse: Sicherlich ist dies teils dem etwas unkultivierten Diesel im GTD geschuldet, aber der Unterschied zum Passat sind Welten. Der Lärm im Innenraum ist bei allen Geschwindigkeiten wesentlich grösser.
- Fahrwerk: Natürlich, die Zielgruppe des GTD bin ich als DCC-immer-im-Komfort-Modus-Fahrer nicht. Der GTD ist im Vergleich ein Gokart.
- Fehlende Ausstattungsmerkmale: Elektrische Sitze mit Memory und die elektrische Heckklappe habe ich am GTD vermisst. Auch die Auswirkungen der Option "Volkswagen Sound" hat mir gefehlt.

Fazit: Der technische Schnickschnack rund um's Navi hat einen deutlichen Sprung gemacht. Komfort und Geräuschkulisse sind im Golf nachwievor schlechter sowie einige wenige Features sind nicht verfügbar. Wer auf zweiteres verzichten kann, oder ersteres überproportional wichtig ist, kann getrost zum Golf greifen.

Ich bin gespannt auf den B8.

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jetzt bin ich verwirrt, denn ich scheine ab Werk ein Mängelfahrzeug bekommen zu haben. Bei mir löst sich sowohl die manuell einizustellende Parkbremse (aka ursprüngliche Handbremse) als auch das Auto-Hold-System automatisch wenn ich angeschnallt bin und Gasgebe+Kupplungkommen lasse.... oder gibts noch eine andere Feststellbremse die hier gemeint ist und sich nicht automatisch löst?

erneut meine Entschuldigung fürs Off topic, aber das finde ich interessant. Meine EPB löst nämlich nicht, wenn ich einkupple und losfahre. Die MFA zeigt auch "Fußbremse betätigen" oder so ähnlich, bevor das überhaupt möglich ist. Hab schon ein paar mal drauf vergessen und den Wagen ungewollt längs geschaukelt 😉

Rein auf dem Papier sind die Unterschiede nicht da. Aber ich würde einfach mal ein hundert km auf der Autobahn fahren, dann merkt man den Unterschied.

Bei Segeln sagt man: Länge läuft. Ähnlich ist es m.E. nach bei Autos: Nichts macht die Länge des Radstands und das Gewicht bezgl. Komfort weg. Dazu kommt noch bei einem Unfall, dass jedes Kilo Blech definitiv ein Sicherheitsfaktor ist.

Ich habe auch mal überlegt einen Golf statt Passat gebraucht zu kaufen - ca. ein Jahr alt. Fazit: der Passat kostete nahezu das gleiche und hat mehr Komfort und Sicherheit. Da ist die Wahl dann nicht schwer. Allerdings fahre ich auch über 30.000 km/Jahr. Wenn man nur die Hälfte oder weniger fährt, dann ist es sicherlich eine Alternative als Neuwagen, weil der preisliche Unterschied den reinen Nutzfaktor nicht rechtfertigt.

Denke, dass muss man darum entsprechend den Anforderungen selber entscheiden.

PS: Bremse löst sich bei DSG auch automatisch beim Anfahren. So soll es ja auch sein: Wenn ich am Berg stehe, habe ich die "Handbremse" drin und das Fahrzeug löst (mit einem leichten Ruck) die Bremse selbsttätig) beim Anfahren.

Zitat:

Original geschrieben von martinp85


erneut meine Entschuldigung fürs Off topic, aber das finde ich interessant. Meine EPB löst nämlich nicht, wenn ich einkupple und losfahre. Die MFA zeigt auch "Fußbremse betätigen" oder so ähnlich, bevor das überhaupt möglich ist. Hab schon ein paar mal drauf vergessen und den Wagen ungewollt längs geschaukelt 😉

Wenn Du angeschnallt bist, muss er die eigentlich lösen. Die Meldung mit der Fußbremse kenne ich nur, wenn der Fahrer nicht angegurtet ist.

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für mich wäre es keine alternative!

1. ich brauche platz. mein sitz ist im letzten hacken, und nach oben. so sitze ich bequem, und kommn gut rein und raus. muß mich nicht irgendwie da raus wurschteln..
2. kofferraum passt meist alles rein, was ich mitnehme. selbst mein faltpavillion passt hinten rein wenn ich eine seitentasche frei mache.
3. habe den 2.0 125kw diesel als hs = spaß. klar ist kein rennwagen, aber zieht und verschafft mir ein grinsen. und wenn ich 130 fahre reicht mein tank gefühlt bis ans ende der welt.
4. wie ein vorredner schon sagte sicherheit. ich habe lieber etwas mehr luft um mich rum.

Ich habe nichts dagegen zu sparen, bin ja Oberschotte 😁😉. Klar, dass ein Passat vieles noch einmal besser kann, ich finde den Golf aber nicht so schlecht. Eine E-Klasse ist ja auch noch einmal besser, wertiger, als ein Passat, aber zu welchem Preis?

Der haushaltinterne Vergleich eines komplett ausgestatteten Passats (außer Sitzheizung und Rollos hinten) gegen einen kompletten Golf 6 (ohne Leder) geht zwar klar an den Passat, dennoch fühle ich mich nach etwas Eingewöhnung durchaus auch im Golf wohl, wenn der mal dran ist.

Wenn der Preis stimmt, warum nicht? Ich habe für den Erstwagen (rund 30 TKM/Jahr) folgende mindest Voraussetzungen: Platz im Kofferraum, sparsamer Motor, V-max jenseits 210, Automatik (besser DSG), ACC.

Bisher scheiterte der Golf am fehlenden ACC (übrigens auch Skoda). Nun habe ich mal gerechnet, da es ACC gibt.

Ich würde 11.000 € sparen (bzw. den Betrag für die Leasingrate), wenn ich einen Golf Variant 7 nehmen würde (natürlich komplett ausgestattet).

Ich müsste Verzichten:

- auf etwas Raum, der Kofferraum scheint aber größer geworden zu sein.
- auf Side Assist (ist schön, aber kein Muss).
- auf Leder auf der Sitzfläche, die Wangen sind in Leder (die Sitze mit mehr Verstellmöglichkeiten gibt es nicht in Ganzleder).
- auf Sitzmemory, das wäre ein Grund.
- auf 27 Diesel PS (müsste man fahren, vermute aber, man gewöhnt sich an alles).
- die e-Heckklappe (ist eigentlich ganz nett, geht aber auch ohne).
- die elektrische AHK, ohhhh ha

Multimedia und Dynaudio (mit Sobwoofer) wären wohl besser. Im Passat finde ich Dynaudio oft nervig, habe deshalb VW Sound und bin zufrieden.

Insgesamt finde ich das wenig Verzicht für immerhin ein doch große preisliche Differenz.

Bei der Farbwahl habe ich überhaupt kein Problem - es gibt ja jetzt auch Uranograu 😁.

Mal sehen, ich habe noch ein 3/4 Jahr Zeit…

Gruß
Karsten

Zitat:

Original geschrieben von febrika3


... Eine E-Klasse ist ja auch noch einmal besser, wertiger, als ein Passat, aber zu welchem Preis?...

Ich komme zum Passat über 2 Jahre C Klasse und dann 1,5 Jahre E Klasse.

Die Entscheidung Jahreswagen-Passat ist gefallen wegen der höheren Familientauglichkeit. Die E Klasse hat zwar einen größeren Kofferraum gehabt, und war auf Langstrecke mit Geschwindigkeiten ü. 200 km/h die bessere Wahl. Alle anderen Vergleiche zum Passat verliert sie jedoch für mich:

Angefangen bei den deaktivierbaren Airbags, der Länge der hinteren Gurte, den Platz für Mitfahrer auf den Hinterbänken, der Zuverlässigkeit der Elektronik, den funktionell umklappbaren Rücklehnen hinten, den Ablagemöglichkeiten... usw..

Die E Klasse ist kein Familienauto. Wer Freue am Fahren haben will und wenigstens etwas Funktionalität erwartet soll meines Erachtens nach ein Passat nehmen. Mercedes selbst wirbt für Familien mit dem "Transporter".

Zur Probefahrt meines 1.4er TSI DSG haben ich spontan gedacht, der geht ja besser wie die E Klasse.
Der Dicke war ein 320 CDI T 4Matic. Schwer, säuft, träge.

Nie wieder!!!

Ob ein Golf nun die Alternative zum Passat ist, mhhh klingen tut das ja alles nicht schlecht, ich denke aber auch hier gibt eine Probefahrt den allerbesten Aufschluss. Ich selbst hätte nach dem V6 Diesel nie gedacht das ich mal im 1.4er Passat lande. 1mal gefahren, erledigt!!!

Gruß

@Threadersteller
Hast Du die beiden Autos auch mal auf der Autobahn bewegt? Ich hatte letzten Jahr für 2 Monate (8.000km) einen nagelneuen Golf 6 Variant und bin dann auf den Passat umgestiegen. Für mich waren da neben dem Schnick-Schnack der Aufpreisliste (den imho eh keiner wirklich braucht...) auch noch andere Unterschiede festzustellen.

Der Passat ist innen noch etwas größer (auch wenn der Golf für mich absolut ausreicht) und ist auf der Autobahn sehr viel leiser. Der Golf war als 1.6 TDI bei 190 km/h laut GPS elektronisch abgeriegelt und hatte bei der Geschwindigkeit einen ähnlichen Geräuschpegel wie im Passat bei knapp 250 km/h. Ab 140 km/h nahm im Golf der Geräuschpegel schon deutlich zu, so dass es ab 160 km/h schon leicht unangenehm wurde, sich mit erhobener Stimme mit dem Beifahrer zu unterhalten. Bei 190 km/h war eine Konversation kaum noch möglich. Im Passat gibt es die erste Schwelle gefühlt erst bei 180 bis 200 km/h. 180 fühlen sich hier an wie 130 - 140 km/h im kleineren Pedant.

Zudem war im Golf 6 die ein oder andere Oberfläche doch etwas billiger ausgeführt als im Passat. Das Umklappen der Sitze ist primitiver, die hinteren Türen sind einfacher verarbeitet, manche Kunststoffe wirken kratzanfälliger. Sicherlich nicht die Welt, für mich war der hohe Geräuschpegel des Golfs ab 140 km/h neben dem geringen Aufpreis zum Passat das KO-Kriterium.

@gneiser
Schau dir mal die lange Liste der grau hinterlegten Autos in meiner Signatur an 😁. Ich glaube wir liegen da auf ähnlichem Gedankenniveau. Es sind nicht umsonst so viele VW's und so wenig Fremdfabrikate.

Dennoch muss ich neidlos anerkennen,. dass eine E-klasse noch einmal um einiges besser ausgestattet werden kann. Kostet aber auch richtig Geld.

@Schnick Schack der Aufpreisliste
Das ist für mich besonders wichtig. Wichtiger als das letzte Dezibel im Geräuschniveu. Zumal ich bei unserem Golf 6 auch bei 230 km/h (Tacho) nicht meckern kann.

Gruß
Karsten

@cebeer87

Es geht hier ja auch nicht um den Vergleich Golf 6 Variant mit dem Passat, da war es klar, sondern um den Golf 7 Variant. Der ist eine ganz andere Liga als der alte Golf Vari der ja eh noch ein halber Golf 5 war. Und dann kommt der neue 7er statt aus Mexiko endlich auch wieder aus Deutschland (Mosel/Zwickau).

Es geht also darum ob solange der neue Passat B8 Mitte 2014 noch nicht da ist der Golf dem Passat ebenbürdig ist. Danach dürften die Verhältnisse eh wieder hergestellt sein, wobei die Unterschiede dank MQB sicher nicht mehr so gross ausfallen werden wie in der Vergangenheit.

Zitat:

Original geschrieben von martinp85


erneut meine Entschuldigung fürs Off topic, aber das finde ich interessant. Meine EPB löst nämlich nicht, wenn ich einkupple und losfahre. Die MFA zeigt auch "Fußbremse betätigen" oder so ähnlich, bevor das überhaupt möglich ist. Hab schon ein paar mal drauf vergessen und den Wagen ungewollt längs geschaukelt 😉

In unserem B6 löst sich die EPB auch erst mit etwas mehr Gas, was ich persönlich nervig finde. Sicher könnte man die Schwelle zum Lösen mit VCDS nach unten setzen. Ich behelfe mir mit der manuellen Variante. Dabei muss ich aber auf der Bremse stehen, sonst kommt der Hinweis "Bremspedal betätigen", unabhängig vom angelegten Sicherheitsgurt.

Zitat:

Original geschrieben von Halb-Marathon-Man



Zitat:

Original geschrieben von martinp85


erneut meine Entschuldigung fürs Off topic, aber das finde ich interessant. Meine EPB löst nämlich nicht, wenn ich einkupple und losfahre. Die MFA zeigt auch "Fußbremse betätigen" oder so ähnlich, bevor das überhaupt möglich ist. Hab schon ein paar mal drauf vergessen und den Wagen ungewollt längs geschaukelt 😉
In unserem B6 löst sich die EPB auch erst mit etwas mehr Gas, was ich persönlich nervig finde. Sicher könnte man die Schwelle zum Lösen mit VCDS nach unten setzen. Ich behelfe mir mit der manuellen Variante. Dabei muss ich aber auf der Bremse stehen, sonst kommt der Hinweis "Bremspedal betätigen", unabhängig vom angelegten Sicherheitsgurt.

Du hast aber DSG, er hat manuelle Schaltung und da geht das normalerweise fast unmerklich.

Zitat:

Original geschrieben von Oskar1977


Du hast aber DSG, er hat manuelle Schaltung und da geht das normalerweise fast unmerklich.
Unser

B6 (Alltagsschlampe) ist ein 1.4er TSI Handschalter. Bei

meinem

B7 (achtet auf die Pronomina) geht das Lösen der EPB wirklich fast unmerklich.

Zitat:

Original geschrieben von Halb-Marathon-Man



Zitat:

Original geschrieben von Oskar1977


Du hast aber DSG, er hat manuelle Schaltung und da geht das normalerweise fast unmerklich.
Unser B6 (Alltagsschlampe) ist ein 1.4er TSI Handschalter. Bei meinem B7 (achtet auf die Pronomina) geht das Lösen der EPB wirklich fast unmerklich.

OK, mein Fehler.

Wobei ich sagen muss, dass mir das Spiel mit Kupplung, Bremse, Gas und Autohold bei meinem B6 beim parken in engen Lücken nie Probleme gemacht hat. Beim B7 mit DSG schalte ich bei ganz engen Lücken Autohold manchmal aus, das habe ich beim B6 nie gemacht. Beim DSG springt er manchmal etwas los finde ich.

Der Passat ist geräumiger, komfortabler, leiser und im Zweifel sicherer.

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