Golf II evtl. Ventilschaden

VW Golf 2 (19E)

Hallo zusammen, ich hab da mal ein Problem. Ich hatte meinen Golf II vor ein paar Monaten verkauft und mir einen alten Lancia zugelegt. Nun habe ich den Golf wieder... Motorschaden. Es gab keinerlei Streitereien, ich habe definitiv nichts an dem Auto manipuliert oder irgendwie geahnt, das er bald den Löffel abgeben wird. Das Auto sollte ein Geschenk für zwei Mädels zum bestandenen Führerschein werden. Wie auch immer, ich hab den Golf zurück bekommen (geschenkt). Jetzt überlege ich was ich machen kann... laut ADAC hat er einen Ventilschaden, ich habe gesehen, das sich die Schraube das obere Zahnrad des Zahnriehmen gelöst hat und das Zahnrad nach vorn gekippt war. Ich habe eben einfach mal die Schraube wieder angezogen und mal gestartet. Er springt zwar nicht an, macht aber auch keinerlei Geräusche beim durchdrehen. Kann es sein, das echt nur die Steuerzeiten verstellt sind OHNE Ventilschaden??? Wäre über jede Idee echt dankbar... Standort Hamburg Eilbek, falls einer mal drauf schauen möchte.

Gruß Thorsten

39 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Big_Blue


Ich denke, ich nehme Montag den kompletten Kopf vom Schlachter incl. der Kurbelwelle

Wenn du das machst, dann nimm aber einen Kopf mit Nockenwelle 😉, die Kurbelwelle ist im Motorblock, nicht im Zylinderkopf.

Man kann den Kopf planen lassen, besser ist es jedoch vorher mit einem haarlinieal nachzuschauen ob das überhaupt nötig ist. Wenn man jedoch plant, dann solltest du eine etwas dickere Zylinderkopfdichtung nehmen 😉

MfG SePanischa

wozu ne dickere ZKD? is doch blödsinn.

Normale rauf und gut is.

Zitat:

Original geschrieben von Jakob1982


wozu ne dickere ZKD? is doch blödsinn.

Normale rauf und gut is.

NORMALERWEISE macht man das! Jenachdem wieviel geschliffen wurde, verändert sich die Verdichtung als auch die Stellung des Nockenwellen- gegenüber des Kurbelwellenrads, wobei das nur errechnet werden kann und praktisch nicht relevant ist. Es muss jeder selbst wissen, ich selbst würde vermutlich auch die ganz normale nehmen, ich kenne es jedoch von meinem Diesel-Aggregat, was auf die normale Dichtung sehr allergisch reagiert hat und mir 2x um die Ohren geflogen ist, bis ich den Fehler erkannte. Nun läuft die Kiste bereits viele Arbeitsstunden ohne Probleme.

Beim Benziner (hier beim NZ Motor) ist das vielleicht wirklich zu vernachlässigen, dennnoch wird einem das in der theoretischen Ausbildung immer schön eingetrichtert 😉

MfG SePanischa

Normal kann man bis 3/10 mm wegnehmen, ohne dass es negativ auffällt. Beim Benziner jedenfalls.

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Das trifft auch beim NZ zu.

Wie gut, das ihr wenigstens Ahnung habt... ich bin ja echt mal auf das Ergebnis meiner ersten "Kopf-OP" ohne Ahnung :-)

Und das mit der Kurbelwelle... da ist was dran. Ich glaube auch das ich doch lieber die Nockenwelle nehmen werde.

Eine Variante hätte ich noch, weils mir einfacher erscheint... könnte ich nicht einfach die andere Nockenwelle ind meinen Kopf bauen (oder besser in den vom Auto) Sicher muss sich das dann erst mal einlaufen, aber ich spare mir die Arbeit den anderen Kopf beim Schlachter auszubauen und vor allem zu bezahlen... nen Dichtungssatz incl. Schrauben hab ich schon bestellt.

Zitat:

Original geschrieben von Big_Blue


könnte ich nicht einfach die andere Nockenwelle ind meinen Kopf bauen (oder besser in den vom Auto) Sicher muss sich das dann erst mal einlaufen, aber ich spare mir die Arbeit den anderen Kopf beim Schlachter auszubauen und vor allem zu bezahlen

Hmm, bei der Aktion geht es ja mehr um die Ventile als um die Nockenwelle. Letztere kriegt normalerweise nichts ab wenn die Ventile aufsetzen, wenn dann werden die Ventile krumm! Bist du dir eigendlich sicher, dass die Ventile den Kolbenboden nicht berührt haben? Vorallem beim 2. Zylinder sieht es so aus, als hätte das Auslassventil aufgesetzt.

Lege den Kopf einfach mal gerade hin (so rum wie er jetzt schon liegt, nur genau in der Waage) und gieße Kühlerfrostschutz oben drauf. Wenn der längere zeit einen Ring um die Ventile bildet, dann könntest du den Kopf behalten, doch läuft die Flüssigkeit sofort durch den Ventilsitz, dann ist das entsprechende Ventil hinüber.

Edit sagt gerade noch: Logisch, die Nockenwelle samt Nockenwellenrad musst du ja auf jeden Fall tauschen! Habe gerade nicht an die Aufnahme für das Zahnrad gedacht.
Überprüfe aber dennoch ob die Ventile wirklich dicht sind, das kann man mit bloßem Auge sonst nicht erkennen.

MfG SePanischa

die Idee mit einer Flüssigkeit um die Ventile kam mit auch schon, ich dachte mehr an WD40 oder sowas. Ist das mit Frostschutzflüssigkeit denn besser? Aber auf jeden Fall schon mal DANKE für die vielen guten Anregungen, ich halte euch auf dem Laufenden...

Zitat:

Original geschrieben von Big_Blue


die Idee mit einer Flüssigkeit um die Ventile kam mit auch schon, ich dachte mehr an WD40 oder sowas. Ist das mit Frostschutzflüssigkeit denn besser? Aber auf jeden Fall schon mal DANKE für die vielen guten Anregungen, ich halte euch auf dem Laufenden...

Hmm, ob Kriechöl dafür das richtige ist, kann ich dir nicht genau sagen.😕 Wir machen das immer mit Frostschutz, kostet fast nichts und funktioniert eigendlich immer.

Kannst es ja trotzdem mal ausprobieren, wenn das dann auch um den Ventilen herum stehen bleibt, sollten die Ventile dicht sein.

MfG SePanischa

Wir machen das mit unterdruck.

Saugplatte auf den kanal gelegt und angesaugt. wenn se hält is dicht, wenns zischt is undicht ganz einfach.

Ein polnischer KFZ-ler hat mir gesagt,am besten gehts mit Milch.....getesetet hab ich aber noch nicht....ich nehm da einfach Sprit.

Bremsenreiniger. Stinkt nicht so, hinterlässt keine Rückstände und verdunstet auch relativ schnell wieder.

täusche ich mich, oder ist das der gleiche motor, wie im polo als g40 verbaut ? wenn ja ist das ein freiläufer (siehe die taschen in den kolben). und soweit man es auf den bildern erkennt, stehen alle ventile plan. würde am kopf gar nix machen ausser neuer nockenwelle.

Hmm...der Polo hat aber bestimmt auch ne niedrigere Verdichtung(wegen der Aufladung),also hat der wohl auch andere Kolben.

Moin Moin, ich hab da jetzt mal diverse Flüssigkeiten auf die Ventile gekippt... scheint dicht zu sein. Eine gebrauchte Nockenwelle samt Nockenwellenrad hab ich auch schon, der Dichtungssatz samt Schrauben ist unterwegs. Jetzt muss ich mir noch nen Drehmomentschlüssel ausleihen und brauche noch die Anzugsmomente bzw. gibt es da eine vorgeschriebene Reihenfolge für das Festziehen?

Was mir immer noch nicht klar ist, ist wie ich die beiden Zahnräder zueinander ausrichten muss... einen neuen Zahnriemen hole ich natürlich auch noch bevor ich alles zusammenbaue.

Gruß Thorsten

PS. Das mit dem Freiläufer ist ein guter Einwand... genau so sieht es für mich auch aus! Aber ich verwechsel ja auch Nockenwelle und Kurbelwelle :-)

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