Golf 4. Nehmen oder nicht?
Hallo,
bin neu hier im Forum und hab von Autos leider absolut keine Ahnung.
Möchte mir jetzt ein Auto anschaffen. (Hauptsächlich für die Stadt.) Langstrecke nicht so oft.
Ca. 5000 km im Jahr soll er laufen.
Hatte vor 4 Jahren mal einen Golf 3 und war immer zufrieden.
Möchte deshalb am liebsten wieder einen VW.Möchte das Auto voraussichtlich nur ca. 1,5 bis 2 Jahre fahren und dann wieder möglichst ohne sehr hohen Wertverlust verkaufen.
Jetzt hab ich einen Golf 4 gefunden mit folgenden Details:
- EZ 10/99
- 1.4 (75 PS)
- 115.000 km
- Schaltgetriebe
- TÜV 6/16
- schwarz-metallic
- 8 fach bereift
- scheckheftgepflegt
- 2. Hand
- Zahnriemen bei 85.000 gewechselt
- Bremsbeläge hinten vor kurzem neu
- laut Verkäufer (privat) technisch und optisch in Ordnung
- 4/5 Türer
Preislich läge er bei ca. 1500 €.
Hab jetzt ein bisschen hier im Forum gelesen und vom 1.4 wird häufig abgeraten wegen Getriebe und hohem Ölverbrauch. Muss ich mir bei dem oben genannten BJ auch Sorgen machen?
Meint ihr, ich soll die lieber die Fiinger davon lassen?
Preislich läge er halt in mein Budget und auf den Bildern gefällt er mir richtig gut.
Wäre der Preis (1500 Euro) auch in Ordnung=
Danke euch schonmal
Beste Antwort im Thema
Kaufen. Für den Preis bekommt man anderswo noch nicht einmal ein gutes Fahrrad. 😎
32 Antworten
Hi nochmal,
also der Besichtigungstermin für den Golf 4 vom ersten Post ist leider nicht zustande gekommen.
Habe jetzt noch zwei drei andere bei Händlern gefunden.
1.Golf 4 1.4
- EZ 03/2001
- 134.000 km
- 55 kW (75 PS)
- Benzin
- Euro 4
- Tüv neu
Preis: 2500
2. Golf 4 1.6
- EZ 11/1999
- 159.000 km
- Benzin
- Euro 4
- 74 kW (101 PS)
- Benzin
- Tüv neu
- Preis: 1800 (VB)
3. Golf 4 1.6 FSI
- EZ: 07/2002
- 145.000
- Benzin
- Euro 4
- 81 kW (110 PS)
- TüV 02/2016
Preis: 2.400
Welcher ist der interessanteste?
Schwierig, beim 1,6er musst Du aufpassen, dass das Differential nicht die Grätsche macht, das wäre sofort wirtschaftlicher Totalschaden.
Was sagen die anderen zum FSI?
Ich fand den irgendwie lahm gegenüber dem normalen 1,6er aber der liess sich, Motivationssteigerung per Bordcomputer, wirklich sparsam fahren...im Stadtverkehr werdrn die sich aber alle nicht viel geben.
Ja und der 1,4er ist halt ein 1,4er 🙂
Am sympathischsten ist mir der 1,6, selber früher besessen, war ein rundes Paket aber wie gesagt...
ok, tendiere auch eher zum 1.6er
aber der hat halt schon so viele km drauf.. Sind das nicht schon ein bisschen zu viel?
Tja, das kann viel sein oder wenig, je nach Vorbehandlung, sorry aber mehr als diese nebulöse Antwort kann ich Dir guten Gewissens nicht geben.
Mach eine Probefahrt, vielleicht fühlt sich das Auto noch sehr gut an, ich würde danach gehen.
Ich glaube auf Rost muss man bei den Dingern mittlerweile auch achten...
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Zitat:
@Topsy_Cret schrieb am 11. Juli 2015 um 16:41:34 Uhr:
Schwierig, beim 1,6er musst Du aufpassen, dass das Differential nicht die Grätsche macht, das wäre sofort wirtschaftlicher Totalschaden.
kann man das irgendwie erkennen? Bzw. gibt es irgendwelche Anzeichen dafür bei einer Besichtigung, Probefahrt?
Da bin ich leider nicht komplett informiert aber vielleicht gibt es noch den einen oder anderen hier mit Erfahrung diesbezüglich 🙂
Googel mal Golf 1,4 16V typische Probleme. Da gibt es hier und bei Michael Neuhaus und anderswo Infos.
Außerdem informier dich über ein vernünftiges Vorgehen beim Gebrauchtwagenkauf. Ich würde dann mit deinem geringen Vorwissen zum TÜV oder zur Dekra und eine Durchsicht vom Auto machen lassen.
Sachen die mir noch einfallen:
- Eingetragene Endgeschwindigkeit und Beschleunigung testen, bei Abweichung aus unbekanntem Grund nicht kaufen
- Fehler auslesen, da dürfen keine sein die nicht sofort behebbar sind
- Komplette und ausführliche Sichtprüfung von allem
- Ausgiebige Probefahrt
- Ölverbrauch schriftlich geben lassen. Bei mehr als 0,5 l auf 1000 km nicht kaufen
Es hat einen Grund warum das Auto günstig ist. Mein Tipp: du steckst sofort und nahezu unvermeidlich den Kaufpreis nochmal an Wartung rein. Allerdings wahrscheinlich genauso wenn du teurer kaufst. Deswegen lass dir alles fachkundig ansehen, weil das kann auch das zwei-/dreifache vom Kaufpreis sein. Du musst eh alles machen lassen. Und irgendwas ist garantiert immer. Lager absolut alle Art, Fahrwerk, Radaufhängung, Auspuff, Sensoren, Bremsen usw. usw.
Achtung vor:
- Motorschaden Kolbenkipper, starkes Klackern noch länger nach Motorstart, Öldruckwarnung, unruhiger Motorlauf, Ruckeln in jeder Form
- Getriebe kaputt
- kaputte Zylinderkopfdichtung
- schwerer Unfallschaden
- Kupplung muss gemacht werden
- schwere Formen von Rost
- kaputte Katalysatoren
- Risse im Krümmer
- Airbagfehler
- unklare Elektronikfehler
- usw.
Falsche oder irreführende Aussagen wie Zahnriemen kostet 320 € beachte nicht. Unter 500 € kriegst du den Zahnriemen in einer Werkstatt mit den üblichen Austauschteilen bestimmt nicht gemacht. Bei VW eher 700 €.
Wie wurde das Auto gepflegt, wer fuhr es, wo stand es. Sieh dir die Dokumentation der Wartung genau an oder lass sie dir durchsehen. Kennst du einen KFZ-Mechaniker? Dann lass dir helfen und nimm ihn zur Besichtigung mit.
Also mach es richtig oder kauf einfach. Die Konsequenzen trägst du eh. Glück beim Gebrauchtwagenkauf gibt es, aber statistisch gesehen gibt es wesentlich mehr Unglück.
Ich würde den für 1800EUR VB auf 1500 oder 1600 drücken.
Ein Zahnriemenwechsel wäre ein wirtschaftlicher Totalschaden!
Da du das Auto eh nur 2 Jahre fahren willst, dann ist das auch ziemlich egal.
Überleg doch mal, für so ein Auto geht man 3 Wochen arbeiten.
Die Werbung macht uns vor wir sollen Autos kaufen wo wir 20 Monate, fast 2 Jahre arbeiten müssten!
werde mir den 1.6 morgen anschauen gehen und versuchen den auf 1500 bis 1600 höchstens runter zu handeln.
Ob ich das oben genannte alles erkennen kann, bin ich mir unsicher.
Was ist das Wichtigste für einen Laien?
Roststellen Kotflügel
Wassereinbruch Vorderraum und Kofferraum
letzter Zahnriemenwechsel laut Scheckheft
ob der Motor ruhig läuft und Geräusche macht
Profil der Reifen
sonst wüsste ich nicht, was ich als Laie noch schauen könnte
sonst noch was?
Ach ja. Der Händler meinte am Telefon, es sind Allwetterreifen drauf. Also muss ich nichts mehr für Winterreifen und meiner Fahrleistung einkalkulieren, sofern das Profil noch gut ist oder?
Und ich war schonmal bei dem Händler und er meinte es gibt auf alle Autos (Preisunabhängig) eine 6-Monate Gewährleistung auf Motor und Getriebe.
Ist das wirklich so bei jedem Händler?
Er muss auf das Auto 1 Jahr Gewährleistung geben. Die ersten 6 Monate ist er in der Beweispflicht, die anderen 6 Monate du.
D.h. das Auto muss seinen Angaben entsprechen.
Hast du also nach 1 Monat einen Getriebeschaden, ist der Händler nicht haftbar zu machen, da bei Übergabe das Getriebe tadellos funktioniert hat, und ein Schaden nicht erkennbar war.
Ich spreche da aus Erfahrung.
Sagt der Händler jedoch das Auto sei unfallfrei, und es stellt sich innerhalb des Jahres heraus es ist ein Unfallschaden, zählt dies mit unter Gewährleistung, und mann kann ggf. Schadenersatz fordern oder den Kauf rückabwickeln.
Servus
Zitat:
@HermannBarth schrieb am 12. Juli 2015 um 11:06:15 Uhr:
Ölverbrauch schriftlich geben lassen. Bei mehr als 0,5 l auf 1000 km nicht kaufen[/list]
Wer kann einem denn den Ölverbrauch schriftlich geben?
Der Ölverbrauch hängt auch von der Fahrweise ab!
Ich als VK sage bzw. schreibe das der alte Karren 0,3L auf 1000km verbraucht,nachher beim K sind es dann 0,6L und dann?
also bei einem Kauf eines Autos unter 2000,- geht man einfach gewisse Risiken ein,da kann alles mögliche kurzfristig hops gehen,sei es der Anlasser,Lima,Turbo,Achsbuchsen,Stoßdämpfer,Bremsen usw...
Einen Wartunsstau kauft man da auch sehr oft mit,also ist ein großer Service immer ratsam nach dem Kauf,den sollte man als K gleich mit einrechnen.
Das schlimmste was man machen kann als K ist 2000,- zu haben und ein Auto für 1800,- zu kaufen,da bleibt nach dem anmelden nix mehr für den Service übrig.
Garantie ist immer so eine Sache bei so alten Autos mit i.d.R. schon zig Vorbesitzer,Unfalfreiheit kann da kaum garantiert werden.
Was ich damit sagen will:
Man darf bei so einem Auto nicht zu viel erwarten,weder vom Auto noch vom VK.
ich z.B. verkaufe keine meiner Autos mehr,kein Bock auf Garantie und Stress mit K die meinen Sie kaufen für 1000-2000,- einen Neuwagen mit voller Garantie,lieber schlachte ich die Autos,verkaufe einige Teil und schmeiße den Rest weg,das ist zwar dann schade ums eigentlich gute Auto aber aus meiner Erfahrung (ich arbeite in einer Werkstatt) oft Stressfreier.
Gruß Matze
Ich würde von dem Verkäufer auch nicht realistischerweise erwarten, dass er mir den Ölverbrauch schriftlich gibt.
Aber ich würde es eventuell versuchen aber auf jeden Fall nachdrücklich fragen und ich erwarte dann, dass mir der Verkäufer mitteilt was er weiß.
Ich bin dafür verantwortlich meine Interessen als Käufer zu vertreten. Dass der Verkäufer mir von sich aus alle bekannten Mängel mitteilt ist leider eine grenzdebile Annahme. Das wird meistens nicht passieren, ich würde eher erwarten das ein Großteil der Verkäufer dann noch viel eher an der Grenze der Blendung (=Betrug) operieren wird.
Und was hat das zur Folge? Das ich monatelange an Mängeln rumrätsele die der Verkäufer vielleicht schon kannte aber verschwiegen hat.
"Man darf von einem Auto für 2000 € und von dem Verkäufer nicht zuviel erwarten"
Ja, z.B. dass er einen miesen Preis erzielt, weil er ehrlich ist würde ich auch nicht erwarten. Trotzdem hört der Spass auf bei arglistig verdeckten Mängeln und bei Lügen. Dafür hab ich null Verständnis und Toleranz und es ist auch zum Glück in unserem Land illegal.
Jeder kann ja leicht Schrott kaufen für viel Geld wenn er will. Mein Ziel wäre ein anderes: Nämlich ein preiswertes Auto in gutem Zustand kaufen.
Und wenn man nicht zuviel erwartet (und anstrebt) und auch nichts dafür tut, bekommt man evtl. genau das: nichts. Deswegen will ich mir mein nächstes Auto ganz genau ansehen. Dazu gehört für mich dass Motor, Getriebe, Karosserie in überdurchschnittlichem und definitiv gutem Zustand sind. Verschleißteile, Kratzer, Beulchen, Ausstattung ist für mich ziemlich mumpe.
Wenn ich ein Auto verkaufe nehme ich mir jedenfalls vor ehrlich und auch einigermassen offen zu sein. Was mich echt nervt ist, wenn Leute ihre Karren abstossen weil ihnen Mängel bewusst werden und das dann beim Verkauf verschweigen oder gar verschleiern. Das ist mir kotz-unsympathisch. Betrug halt.
Wenn ein Verkäufer weiß dass er eine Schrottkarre mit sehr schweren Mängeln und mit Motorschaden verkauft, dann kann er dafür auch nur einen Schrottpreis verlangen. Falls er denn fair ist.
Und noch was: Was als Laie beim Gebrauchtwagenkauf am wichtigsten ist:
Wenn man technisch keinen Plan und kein Interesse hat ist nur eins wichtig: Das man genug Kohle hat. Dann kauft man sich gleich was bissel teuereres und bei einem Fehlkauf schreibt man ab und macht noch einen Versuch.
🙂
Zitat:
@HermannBarth schrieb am 13. Juli 2015 um 00:11:48 Uhr:
Ich würde von dem Verkäufer auch nicht realistischerweise erwarten, dass er mir den Ölverbrauch schriftlich gibt.Aber ich würde es eventuell versuchen aber auf jeden Fall nachdrücklich fragen und ich erwarte dann, dass mir der Verkäufer mitteilt was er weiß.
Ich bin dafür verantwortlich meine Interessen als Käufer zu vertreten. Dass der Verkäufer mir von sich aus alle bekannten Mängel mitteilt ist leider eine grenzdebile Annahme. Das wird meistens nicht passieren, ich würde eher erwarten das der Großteil der Verkäufer dann noch viel eher an der Grenze der Blendung (=Betrug) operieren wird.
Und was hat das zur Folge? Das ich monatelange an Mängeln rumrätsele die der Verkäufer vielleicht schon kannte aber verschwiegen hat.
"Man darf von einem Auto für 2000 € und von dem Verkäufer nicht zuviel erwarten"
Ja, z.B. dass er einen miesen Preis erzielt, weil er ehrlich ist würde ich auch nicht erwarten. Trotzdem hört der Spass auf bei arglistig verdeckten Mängeln und bei Lügen. Dafür hab ich null Verständnis und Toleranz und es ist auch zum Glück in unserem Land illegal.Jeder kann ja leicht Schrott kaufen für viel Geld wenn er will. Mein Ziel wäre ein anderes: Nämlich ein preiswertes Auto in gutem Zustand kaufen.
Und wenn man nicht zuviel erwartet (und anstrebt) und auch nichts dafür tut, bekommt man evtl. genau das: nichts. Deswegen will ich mir mein nächstes Auto ganz genau ansehen. Dazu gehört für mich dass Motor, Getriebe, Karosserie in überdurchschnittlichem und definitiv gutem Zustand sind. Verschleißteile, Kratzer, Beulchen, Ausstattung ist für mich ziemlich mumpe.
Wenn ich ein Auto verkaufe nehme ich mir jedenfalls vor ehrlich und auch einigermassen offen zu sein. Was mich echt nervt ist, wenn Leute ihre Karren abstossen weil ihnen Mängel bewusst werden und das dann beim Verkauf verschweigen oder gar verschleiern. Das ist mir kotz-unsympathisch. Betrug halt.
Und noch was: Was als Laie beim Gebrauchtwagenkauf am wichtigsten ist:
Wenn man technisch keinen Plan und kein Interesse hat ist nur eins wichtig: Das man genug Kohle hat. Dann kauft man sich gleich was bissel teuereres und bei einem Fehlkauf schreibt man ab und macht noch einen Versuch.🙂
Könnte ich so unterschreiben :-)
ich kaufe gern billig und richte mir die Autos so her wie ich die will,dann weiß ich was ich habe,geht natürlich nur wenn man Interesse und Möglichkeiten hat zum schrauben.
Meinen 4er TDI 110PS Highline mit DPF habe ich für 500,- gekauft und von der Frontscheibe bis zum Anlasser überholt was mir geschätzte 1500,- Material gekostet hat,nun ist aber alles so wie ich es mag,möglichst original,sparsam und sehr zuverlässig,ein echt geiles Auto :-)
Einen 500 € Kahn anzuschaffen und aufzubauen erfordert sicher schon einen erfahrenen KFZ-Schrauber der die Zukunftschancene des Halbwracks realistisch einschätzen kann und alle Reperaturen durchführt. Sehr geil.