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Getriebeschäden am 207

Peugeot 207 1 (W), Peugeot
Themenstarteram 27. Februar 2014 um 10:23

Hallo zusammen,

da sich hier in den letzten paar Monaten ja die Getriebeschäden häufen, möchte ich hier mal eine kleine Hilfestellung geben um den betroffenen dabei zu helfen den Schaden zu bestimmen. Gleichzeitig möchte ich zeigen welche Möglichkeiten man als Geschädigter hat diesen Schaden zu beheben. Dazu habe ich schonmal einen kleinen Text vorbereitet:

Mein Getriebe macht Geräusche, was nun?

Wenn das Getriebe anfängt Klackergeräusche von sich zu geben, dann sind mit hoher Wahrscheinlichkeit

die Getriebelager defekt. Dies ist eine sehr teure Angelegenheit, da für diese Aktion das komplette Getriebe ausgetauscht werden muss.

Die Reparatur des alten Getriebes lohnt für eine Privatperson nicht, da die Kosten der Reparatur

die Kosten eines neuen Getriebes schon fast übersteigen. Die beste Lösung ist hier ein überholtes Getriebe.

Diese kriegt man bei eBay von seriösen Firmen schon zwischen 500€ und 1000€. Ein brandneues Getriebe geht schon in die Richtung

2000€ aufwärts. Die Kosten für den Einbau können so zwischen 700€ und 1000€ liegen, da dies beim 207 auch etwas kniffliger ist

und bei der Gelegenheit gleich meist auch eine neue Kupplung (ca. 250€) eingebaut wird.

Hier mal ein kleiner Test wie man herausfinden kann ob die Lager kaputt sind:

Ein Lagerschaden kündigt sich für gewöhnlich relativ früh an. Es fängt mit einem leisen Rattern im Schiebebetrieb an das sich hauptsächlich im

unteren Drehzahlbereich bemerkbar macht. Wenns hier schon anfängt leise zu Sirren oder zu Rattern, dann ist ein Lagerschaden im Anmarsch. Das Sirren erinnert vom Klang

ein bisschen an einen Auspuff der irgendwo an der Karosserie scheuert. Bis zum endgültigen Schaden kann es sich zwar noch lange hinziehen, aber unausweichlich ist er jetzt nicht mehr.

Die Lager sind dann endgültig defekt wenn das Getriebe auch bei normaler Fahrt heftik klackert. Das Geräusch ist unüberhörbar, deswegen spare ich mir hier

weitere Erläuterungen zum Geräusch selbst ;) Wenn es soweit gekommen ist, dann ist der Getriebetausch unausweichlich. Scheinbar waren die Getriebe

nie für die hohe Belastung durch die großen Motoren konzipiert. Wenn man bedenkt das es diese Getriebe schon ewig bei Peugeot gibt, dann scheint diese Theorie durchaus

plausibel. Bei den kleineren Motoren hört man seltener von Getriebeschäden.

An dieser Stelle sei mir noch ein Hinweis auf die generalüberholten Getriebe erlaubt:

Es lohnt sich auf jeden Fall solch ein Getriebe zu kaufen. Außer den Getriebelagern geht an den Getrieben am 207 nämlich nichts kaputt.

Da die Lager bei seriösen Betrieben aber routinemäßig immer mitgetauscht werden hat man am Ende quasi ein fast brandneues Getriebe.

Man kann leider nicht sagen wie lange die Peugeot Getriebe halten. Die einen haben nach 20.000 km Probleme, andere nach 40.000, meins hat nach 110.000km die Grätsche gemacht.

Wiederum andere haben trotz mehr Laufleistung überhaupt keine Probleme mit Ihrem Getriebe. Nach eigener Beobachtung scheint das Problem aber bis jetzt hauptsächlich

die Fahrer von Benzinern und hier insbesondere der THP/VTI 120 Fahrer zu betreffen. Auch interessant das es beim VTI wohl hauptsächlich die 207CC Fahrer betrifft.

Des würde darauf schließen das die alten 5-Ganggetriebe (um die es sich hier hauptsächlich handelt!) mit den fast 1,5 Tonnen des CC so Ihre Schwierigkeiten haben.

Wie zuverlässig die 6-Ganggetriebe sind, kann ich nicht sagen, da bisher noch keiner mit Problemen an diesen Getrieben hier aufgeschlagen ist.

Ich hoffe ich kann mit diesem Text einigen Geschädigten ein wenig helfen. So ein Getriebeschaden ist keine schöne Sache und leider haben heutzutage noch einige Hersteller mit solchen Geschichten zu kämpfen.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 27. Februar 2014 um 10:23

Hallo zusammen,

da sich hier in den letzten paar Monaten ja die Getriebeschäden häufen, möchte ich hier mal eine kleine Hilfestellung geben um den betroffenen dabei zu helfen den Schaden zu bestimmen. Gleichzeitig möchte ich zeigen welche Möglichkeiten man als Geschädigter hat diesen Schaden zu beheben. Dazu habe ich schonmal einen kleinen Text vorbereitet:

Mein Getriebe macht Geräusche, was nun?

Wenn das Getriebe anfängt Klackergeräusche von sich zu geben, dann sind mit hoher Wahrscheinlichkeit

die Getriebelager defekt. Dies ist eine sehr teure Angelegenheit, da für diese Aktion das komplette Getriebe ausgetauscht werden muss.

Die Reparatur des alten Getriebes lohnt für eine Privatperson nicht, da die Kosten der Reparatur

die Kosten eines neuen Getriebes schon fast übersteigen. Die beste Lösung ist hier ein überholtes Getriebe.

Diese kriegt man bei eBay von seriösen Firmen schon zwischen 500€ und 1000€. Ein brandneues Getriebe geht schon in die Richtung

2000€ aufwärts. Die Kosten für den Einbau können so zwischen 700€ und 1000€ liegen, da dies beim 207 auch etwas kniffliger ist

und bei der Gelegenheit gleich meist auch eine neue Kupplung (ca. 250€) eingebaut wird.

Hier mal ein kleiner Test wie man herausfinden kann ob die Lager kaputt sind:

Ein Lagerschaden kündigt sich für gewöhnlich relativ früh an. Es fängt mit einem leisen Rattern im Schiebebetrieb an das sich hauptsächlich im

unteren Drehzahlbereich bemerkbar macht. Wenns hier schon anfängt leise zu Sirren oder zu Rattern, dann ist ein Lagerschaden im Anmarsch. Das Sirren erinnert vom Klang

ein bisschen an einen Auspuff der irgendwo an der Karosserie scheuert. Bis zum endgültigen Schaden kann es sich zwar noch lange hinziehen, aber unausweichlich ist er jetzt nicht mehr.

Die Lager sind dann endgültig defekt wenn das Getriebe auch bei normaler Fahrt heftik klackert. Das Geräusch ist unüberhörbar, deswegen spare ich mir hier

weitere Erläuterungen zum Geräusch selbst ;) Wenn es soweit gekommen ist, dann ist der Getriebetausch unausweichlich. Scheinbar waren die Getriebe

nie für die hohe Belastung durch die großen Motoren konzipiert. Wenn man bedenkt das es diese Getriebe schon ewig bei Peugeot gibt, dann scheint diese Theorie durchaus

plausibel. Bei den kleineren Motoren hört man seltener von Getriebeschäden.

An dieser Stelle sei mir noch ein Hinweis auf die generalüberholten Getriebe erlaubt:

Es lohnt sich auf jeden Fall solch ein Getriebe zu kaufen. Außer den Getriebelagern geht an den Getrieben am 207 nämlich nichts kaputt.

Da die Lager bei seriösen Betrieben aber routinemäßig immer mitgetauscht werden hat man am Ende quasi ein fast brandneues Getriebe.

Man kann leider nicht sagen wie lange die Peugeot Getriebe halten. Die einen haben nach 20.000 km Probleme, andere nach 40.000, meins hat nach 110.000km die Grätsche gemacht.

Wiederum andere haben trotz mehr Laufleistung überhaupt keine Probleme mit Ihrem Getriebe. Nach eigener Beobachtung scheint das Problem aber bis jetzt hauptsächlich

die Fahrer von Benzinern und hier insbesondere der THP/VTI 120 Fahrer zu betreffen. Auch interessant das es beim VTI wohl hauptsächlich die 207CC Fahrer betrifft.

Des würde darauf schließen das die alten 5-Ganggetriebe (um die es sich hier hauptsächlich handelt!) mit den fast 1,5 Tonnen des CC so Ihre Schwierigkeiten haben.

Wie zuverlässig die 6-Ganggetriebe sind, kann ich nicht sagen, da bisher noch keiner mit Problemen an diesen Getrieben hier aufgeschlagen ist.

Ich hoffe ich kann mit diesem Text einigen Geschädigten ein wenig helfen. So ein Getriebeschaden ist keine schöne Sache und leider haben heutzutage noch einige Hersteller mit solchen Geschichten zu kämpfen.

50 weitere Antworten
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50 Antworten
am 21. Mai 2018 um 22:10

Beim Getriebewechsel aber auch direkt die Kupplung mitmachen. Getriebe am Besten über die VIN und die Servicebox raussuchen ( lassen ). Getriebe wechseln ist kein Hexenwerk, plant aber einen guten Tag dazu ein. Es muss einiges weggebaut werden.

Hab für ein Austauschgetriebe mit Öl in Kupplung inkl Einbau 950,- bei einer freien Werkstatt bezahlt

 

Hier wurde mir auch geraten die Kupplung gleich mit zu machen auch wenn er nur 110tkm hat

am 21. Mai 2018 um 22:23

Der Aufwand ist halt enorm um an die Kupplung zu kommen, das ist das was kostet.

Themenstarteram 21. Mai 2018 um 22:34

Das ist der springende Punkt. Stell dir vor du machst bei 110kkm das Getriebe, baust die alte Kupplung wieder ein und dann ist die Kupplung bei 120kkm hin. Danach darfst du nochmals hunderte Euro für das ausbauen des Getriebes zahlen. Die Kupplung ist da mit gut 200-300€ noch der günstigste Posten auf der Rechnung.

Zitat:

@Dynamix schrieb am 21. Mai 2018 um 22:34:56 Uhr:

Das ist der springende Punkt. Stell dir vor du machst bei 110kkm das Getriebe, baust die alte Kupplung wieder ein und dann ist die Kupplung bei 120kkm hin. Danach darfst du nochmals hunderte Euro für das ausbauen des Getriebes zahlen. Die Kupplung ist da mit gut 200-300€ noch der günstigste Posten auf der Rechnung.

"Hail to the king, baby!™" jetzt interessiert mich doch, woher du dieses Zitat hast. :D

Themenstarteram 23. Mai 2018 um 7:13

Ach, dass ist ein Zitat aus „Army of Darkness“ ;)

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