General Motors streicht 12.000 Stellen
General Motors streicht 10.000 Arbeitsplätze in Deutschland
Nachzulesen unter www.spiegel.de
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Zitat:
Original geschrieben von Ricky2000
Hier ein Kommentar der SZ zu dem Thema (allgemein):
Der Artikel trifft es ziemlich gut und das hat nicht nur mit Opel zu tun, sondern betrifft die deutsche Wirtschaft insgesamt.
Deutschland hat die höchsten Lohnnebenkosten in Europa (glaube sogar Weltweit) und solange sich das nicht ändert und die Arbeit in Deutschland billiger wird, wird es weiter bergab gehen. Vor 10-15 Jahren, als die Produktivität noch höher war, konnte man dies noch kaschieren, aber jetzt, nach der Öffnung der Märkte (Strom-, Telefon-, Automobilmärkte um nur einige zu nennen) müssen Firmen dort produzieren wo es rentabel ist, sonst ist die Firma an sich dem Ruin geweiht. Die Nachbarländer (und insbesondere die Billiglohnländer) haben dazu gelernt, jeder will was vom Kuchen abhaben und insgesamt ist die Weltwirtschaft gesehen ein Nullsummenspiel.
Klingt jetzt irgendwie so als wäre ich so ein beschissener Bonze, nein bin ich weiss Gott nicht. Man sollte nur die Augen vor Realitäten nicht verschliessen.
Die ganze Sache mit Opel ist nur so tragisch, weil Opel an sich mit seinem Portfolio im Prinzip in letzter Zeit gute Ergebnisse erzielt hat. Nur können die Produkte anderso billiger produziert werden, das geht an den Aktionären halt nicht vorbei.
Opel wird - wie es andere Unternehmen und Unternehmenszweige vorher auch machen mußten - schlanker werden, die PKWs werden für den Endverbraucher billiger. Trotzdem ist es für die betroffenen sehr tragisch. 🙁
Zitat:
Original geschrieben von QPhalanx
Genau das stimmt so nicht. Früher hat man einen Opel gekauft und eines der besten Autos gefahren, die man zudem noch günstig bekommen konnte.
Heutzutage kauft man ein Auto von einem Konzern, der gerade mal eben aufs Ganze gesehen gut 20.000 Arbeitsplätze vernichtet hat; an der Qualität einspart und sowieso nicht den besten Ruf hat.
Zudem möchte ich kein Auto nach amerikanischem Muster, sondern ein deutsches Auto mit deutschen Qualitätsanspruchen.
Fahr mal nach Amerika in die High-Tech Viertel - du wirst nur deutsche Autos fahren sehen! Das gibt einem schon zu denken.
Hatte ich gar nicht gesehen...... 🙂
Opel baut gute Autos. Unbestritten. Aber darum gehts nicht.
Ich prognostiziere Dir: Für den Endverbraucher wird der Opel Astra beispielsweise in 4 Jahren real 15% billiger zu haben sein als jetzt. Ich meine damit in vergleichbarer Ausstattung und nicht dem neuen Schnickschnack der in 4 Jahren da sein wird, und das bereinigt um den Preissteigerungsindex.
Ein Unternehmen kann sich nur am Markt etablieren, wenn man die Nachfrage steigert und dies kann man nur über einen günstigeren Preis, oder aber mit Nischenprodukten.
Ich glaube noch nicht mal das man an beispielsweise an der Endkontrolle sparen wird und die Wagen qualitiativ nachlassen werden. Diesen Effekt hat man dann, wenn man auf Teufel komm raus dem in Deutschland vorherrschenden Innovationswahn nachrennt. Diesen Fehler sollte Opel nicht machen, dies kann man im Premiumsegment probieren, da ist das was anderes und man muß vorsichtig sein, siehe Mercedes.
Ich sehe die Zukunft von Opel in günstigen Autos für jedermann, die zuverlässig und dennoch pfiffig sein werden. Beispiel der neue Astra.
Die PKWs die Du in Amerika in den High-Tech Viertel siehst sind in der Regel Mercedes, BMWs und Audis, wirklich kaum Opel. Klar steht man in den Staaten auf "german products testet on the german Autobahn" 😉 aber diese Wagen kaufen sich dort i.d.R. die Oberschicht. Bei der breiten Masse sind drüben auch wieder mehr Japaner verteten, noch mehr als bei uns.
@ eier-fanta
ich denke der unterschied ist schon groß ob ich mir jetzt einen opel kaufe, oder wenn ich ihn kaufen würde wenn gm nicht so einen mist fabrizieren würde.
der unterschied ist ja nciht bloss in der tradition zu sehen.
deutschlands profit, speziell beim auto sektor, wird doch heutzutage noch durch die entwicklung und durch das know-how bezogen auf die technik erwirtschaftet !
dass das produzieren von teilen in billig-lohn-ländern günstiger ist sagt ja der name schon, das wird ja auch schon so gemacht,
aber wenn man jetzt in deutschland noch mehr kürzt, und noch mehr auf den preis achtet ( zitat: qualität ist eher zweitrangig ) ist es doch LOGISCH das die qualität sinken wird.
ich glaube einfach dass sich gm eifnach nciht mit dem markt befasst hat, und nicht weiss was die käufer in europa wollen.
man sieht es ja was gewollt wird: qualitativ hochwertige und mutige astra h, caravan, etc...
und auch mal hochwertige produkte wie der speedster, um sich mal wieder einen namen in der öffentlichkeit zu machen !
langfristig gesehen bringt dass doch mehr als im wahn der globalisierung irgendwelchen entscheidungen zu überstürzen, die einem die kosten für einen kurzen zeitraum senken.
außerdem, wie bereits gesagt wurde, was ähnliches hat gm ja schonmal versucht...
das resultat ist zb der x14xe mit plastik spannrollen, zahnrimmen risse innerhalb der intervalle sind sehr wahrscheinlich... und so sachen,
absolutes indiz für kurzsichtigkeit, denn das image leidet unter so sachen drastisch wie man halt mitte der 90er gesehen hat.
es ist eifnach absolut egoistisch von gm, und ich find freie wirtschaft hin oder her... aber irgend etwas geht schief wenn ein ami konzern hier einfach ein laden ohne weitere konsequenzen auseinanderpflücken kann.
daran sieht man auch dass es politisch noch einiges zu tun gibt. problem sind natürlich unsere starken sozial abgaben und die dadurch anfallenden lohnnebenkosten...
politisch gesehen müsste man den standort deutschland natürlich atraktiver gestalten, dann würden auch einige aufgrund des high tech know hows hierbleiben statt abwandern wenn die kosten etwas geringer wären.
scheiss globalisierung, einigen großen konzernen bringt es was, aber für die masse ist es nichts. eine grausame welt in der wir leben...
ein bissl mehr tradition wäre nciht verkehrt, reines profitdenken wird nochmal unser aller untergang sein.
wie hier schon gesagt wurde, amies kaufen zum großteil ami karren, oder zumindest karren die dort produziert werden. fidn ich gut, aber dazu kriegt man die Deutschen ja nicht bewegt...
ist ja eine sache der politischen einstellung.
anpassung an die gegebenheiten der globalisierung könnte man auch landumfassend sehen. sprich, nischenprodukte, und kein anpassen um jeden preis an die erbarmungslose kostenpolitik... ! damit reisst man eh ncihts gegen die billiglohnländer...
insofern soltle man sich doch lieber m qualität bemühen, und um image ! sachen die jetzt systematisch von gm gestrichen werden...
ich unterstelle denen wirklich boshaftigkeit, so blöd können die doch nicht sein oder ?!
evtl steckt da ja ein langzeitplan dahinter...
ich finds nur gut das die deutsche politik da schon mitmischt...
auch wenn ich eigentlich eher für eine freie wirtschaft bin, ein bissl staatliche steuerung ist nicht schlecht, solang für ein unternehmen relativ gute (lohnenswerte) bedingungen geschafft sind.
...aber bei so etwas wäre es einfach mal an der zeit zu sagen:
"GM, ihr seid scheisse und ihr ami wixer macht uns unser schönes unternehmen nicht systematisch kaputt"
...
wie wärs mit einem motortalk demonstrations sammelthread ? 😉
Zitat:
Original geschrieben von Zerbrösel
T'schuldigung...aber verstehen kann ich diese Entscheidung in keinster Weise. Was genau willst du damit bezwecken? Du kaufst dir lieber ein Auto was dir vielleicht nicht sogut gefällt, als ein Wagen den du magst......weil...?
Hi!
Ich kann aber Paddysa auch ein wenig verstehen. Ich wollte mir in drei Wochen einen Speedster Turbo bestellen. Mir gefällt dieser auch sehr gut und ich würde ihn sehr gerne besitzen. Jedoch hat auch mich diese Meldung zum Nachdenken gebracht. Ich habe von der ganzen Optik und Fahrverhalten nichts, wenn ich dann bei diesen so seltenen Fahrzeug dann auch noch mit eventuelle Qualitätseinbußen oder Lieferschwierigkeiten zu kämpfen habe. Andererseits hilft es keinem, wenn jetzt jeder sofort seinen Kaufwunsch revidiert. Es muss halt jeder selbst entscheiden, ob er sein Geld in dieser Zeit für Opel ausgibt... (Auch bei Mercedes, BMW, usw. können vielleicht in der Zukunft Stelle reduziert werden, wer weiss...???)
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard
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Ich würde jetzt nicht gleich alles stornieren.
1. Die aktuelle Qualität ist ja erstmal unbetroffen. Also die Autos die ihr euch kaufen wolltet, sollten in der aktuellen, doch recht guten Opel Qualität ausgeliefert werden.
2. Ich bin mir fast 100% sicher, daß soo schnell Opel auh nicht kaputt geht, wenn es denn kaputtgehen sollte. Eure Autos werden mit Sicherheit noch gewartet werden.
Ich würde also empfehlen gerade jetzt Opel zu kaufen. Eventuell kann man damit das Unternehmen retten. Der Kurs auf den die Autos zugingen, bleibt ja vorerst unverändert, nur daß weniger Leute daran arbeiten.
Abwarten&Tee trinken 😉 Ich finde es auch eine Schweinerei und es zeigt die schlimme Wirtschaftslage. Aber ich hoffe noch darauf, daß sich bei Opel nicht allzuviel ändert in punkto Autos nächste Zeit ...
Soviel Quark auf einem Haufen....
Speedster kommt nicht aus Deutschland, sondern aus England. Wird bei Lotus gebaut.
Qualität soll nicht darunter leiden? Was meinste wie das aussieht wenn die gleiche Menge Arbeit von 4000 Leuten weniger gemacht werden soll. Klar, da nimmt man sich grade Zeit um Probleme zu lösen.
Keine High-Tech im Opel? Im Vectra findest Du Features die Du in manchen Oberklassen nicht findest.
Kein Opel in den USA? Wie auch, der wird dort gar nicht verkauft!
MfG BlackTM
Meine Gedanken und mein Mitgefühl gilt diesen Minuten den streikenden Arbeitern in Bochum. Sollen die Bosse mal sehen, das man sich als Arbeiter nicht alles gefallen lässt!!!
Ich hoffe sie halten durch und erreichen was!
Zitat:
Original geschrieben von Gerhard M
Hi! Ich kann aber Paddysa auch ein wenig verstehen....
Hallo Gerhard,
ich sag's mal so...denken konnte ich mir auch was Paddysa wohl meinen konnte, aber wenn da steht (sinngemäß) "ich hab die Schnauze voll...und kauf mir jetzt nen Audi obwohl ich eigentlich nen Opel will"....ist für mich ein Rätsel. Hätte er es so geschrieben wie du es ausführlich gemacht hast, wäre ich erst gar nicht darauf angesprungen...ich würde es wahrscheinlich auch so machen. Aber zu schreiben "das man die Schnauze voll hat"...voll hat wovon? Das wars was ich wissen wollte. Etwas mehr Ausführung anstatt dahingeworfene Satzfetzen die dann, wie hier sogar noch Stimmung machen. Sowas ist unnötig und hilft niemanden. Den Menschen in Bochum und Rüsselsheim schonmal gar nicht.
grüsse
So siehts aus! Wenn mehr Opel verkauft würden, dann müssten keine Stellen abgebaut werden, weil Opel dann einen Gewinn abwerfen würde...
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass den betroffenen Mitarbeitern in den Opel-Werken nach Protest und Streik ist, denn an jeder Kündigung hängen Schicksale.
Leider wird dies weitergehen, solange die Controller das Sagen in den Konzernen haben.
Allerdings hat der Protest/Streik wiederum negative Auswirkungen:
Zum einen entstehen Zusatzkosten durch den Produktionsaufall, zum anderen könnten potentielle Käufer abgeschreckt werden.
Ich habe vor 3 Tagen meinen Astra bestellt.
Ich könnte die Bestellung aufgrund der Umstände wieder stornieren.
Da ich aber genau diesen Wagen möchte, werde ich dies nicht tun.
Ich hoffe nur, dass sich die Lieferzeit nicht zu sehr verlängert und das Auto ordentlich zusammengebaut wird.
Des weiteren bleibt nur zu hoffen, dass die Umstrukturierung nicht wie im Moment angekündigt mit dem Buschmesser in 1-2 Jahren, sondern etwas sozialverträglicher umgesetzt wird.
Hier müssen Betriebsrat und europäische/deutsche Führung energisch verhandeln.
Wie man am Beispiel Karstadt sieht, kann hier vielleicht noch einiges erreicht werden.
Jeder Arbeitslose mehr in Deutschland schadet uns.
Ich finde man darf nicht nur auf das Management schimpfen. Es ist mit Sicherheit verdammt schwer, die Balance zwischen für den Kunden als gut empfundene Qualität und Produktionskosten zu finden. Lohnkosten sind in Fernost vielfach niedriger, so bleibt den Herstellern dort selbstverständlich mehr Spielraum, die Qualität auf hohem Level zu halten.
Geht was schief, rächt sich das bei der nächsten Order des Kunden.
Dennoch, mit meiner bescheidenen Erfahrung in einer anderen Branche internationaler Industrie: Langfristige Strategien gehen heutigen Konzernspitzen oftmals völlig ab. Alle Vorschläge, die nicht innerhalb von 3 Jahren volle Amortisation versprechen, werden von vornherein geblockt. Bei Gütern wie Fahrzeugen, die eine lange Betriebsdauer bis zur Neuanschaffung haben, eine fatale Fehlentwicklung.
Und Kunden, die einen erheblichen Teil ihres Einkommens in Autos investieren, sind mit Recht nachtragend. Wir wohnen selbst in der Region um Rüsselsheim, die Verwandtschaft arbeitet tlw. bei Opel und wir sind jahrelang selbst Opel Fahrzeuge gefahren. Die Probleme mit einigen Autos gingen "auf keine Kuhhaut". Soll ich nach solchen Erfahrungen dann wirklich wieder einige Kiloeuro auf den Tisch legen für einen "neuen Versuch"?
Zitat:
Original geschrieben von dieterh
Soll ich nach solchen Erfahrungen dann wirklich wieder einige Kiloeuro auf den Tisch legen für einen "neuen Versuch"?
Ich denke die Qualität stimmt beim Astra und Vectra. Und Rost sollte da auch absolut keine Rolle mehr spielen bei den aktuellen Modellen....
Tja die Opelaner können einem leid tun,ich bedauere was da passiert.
Aber ich kann mir kaum vorstellen das die Leute von GM das auch nur in geringster Weise juckt, das die Leute in Bochum/Rüsselsheim streiken.
Es ist traurig was passiert. Das doofe an der Sache ist ja nur , wenn immer mehr arbeitslos werden, wer soll denn dann irgendwann sich noch die eventuell 15% günstigeren Autos kaufen?
Wenn ich keine Arbeit habe und kein Geld , dann kann da Auto noch so günstig sein. Spätestens beim Tanken bin ich dann eh PLEITE.
Die Ursache für dieses Desaster ist in vielen Sachn zu finden, auch im Spritpreis, wo ja unsere Politik nicht ganz unschuldig ist. Achja Spritpreis......den treiben ja unter anderen die (sorry) scheiß Amis auch hoch.
Zitat:
Original geschrieben von Thor2003
Ich denke die Qualität stimmt beim Astra und Vectra. Und Rost sollte da auch absolut keine Rolle mehr spielen bei den aktuellen Modellen....
Die Fahrzeuge werden in der Presse hoch gelobt, das ist sicher richtig. Entscheidender ist aber, wieviel Spaß oder auch nicht machen sie den Leuten, die sie tagtäcglich bewegen, abseits jeder ADAC etc. Mängelstatistik (was interessiert es mich, ob von 1000 Fahrzeugen 15 oder 40 einmal im Jahr ausfallen, ich kann damit leben, einmal in 20 Jahren den Bus nehmen zu müssen.....).
Von den drei letzten Opel, die wir gefahren sind (immer nur 1 Jahr wg. WA Leasing) war einer o.k., die anderen vergessen wir lieber mal. Schulterzucken bei den Werkstätten....
Derzeit fahren wir einen koreanischen SUV (Opel scheidet aus, da wir einen 2t Anhänger mit dem Auto ziehen und sowas bietet Opel derzeit nicht mehr an), das Auto hat eine Dreijahres Vollgarantie! Wenn die Qualität von Opel auch im Langzeitbereich wiriklich so gut ist, dann sollen sie eben hingehen und ebenfalls eine uneingeschränkte Langzeitgarantie anbieten. Das ist eine absolut vertrauensfördernde Maßnahme, mit der man Kunden zurückgewinnen kann.
Das ist ja gerade das schlimme...
Opel hat gerade jetzt eine tolle Fahrzeugpalette zusammen, gute Fahrzeuge zu konkurrenzfähigen Preisen.
Einzig der Geländewagen/SUV sowie der Luxus-Bereich sind nicht besetzt.
Und diese Fahrzeugpalette sehe ich auch als geeignet, das Image von Opel anzuheben.
Und dann das...
Aber wie schon angesprochen, Ausdauer ist in der heutigen Wirtschaftswelt ein Fremdwort.
Die Frage ist nur, wer dann zukünftig die Fahrzeuge kaufen soll.
Und die Lohnnebenkosten steigen weiter, weil die Arbeitslosen ja auch weiter versorgt werden müssen.
Die Schraube dreht sich immer weiter abwärts....